Inflation Linked ETFs
Guten Freitag-den-13-Morgen euch allen 🙂
Hat jemand von euch eine Meinung/Erfahrung zu Inflation-Linked ETFs im Portfolio?
Ich bin am ueberlegen ob ich meine "Reserve" auf dem Portfoliokonto (so c10%-15%) noch in einen der folgenden Titel legen soll um ein bisschen Inflationsschutz zu haben:
- IE00B0M62X26 (iShares Euro Inflation Linked Government Bond UCITS ETF - EUR ACC)
- IE00B1FZSC47 (iShares $ TIPS UCITS ETF - USD ACC)
- IE00B3B8PX14 (iShares Global Inflation Linked Government Bond UCITS ETF - USD ACC)
- IE00B4WXJJ64 (iShares Core EUR Govt Bond UCITS ETF - DIS)
- IE00BD8PH174 (iShares Global Inflation Linked Government Bond UCITS ETF - EUR DIS H)
Das Ganze ginge dann in die Richtung von Andreas Beck's Global Portfolio One Ansatz um in Krisen effizient nachkaufen zu koennen, ohne bis dahin der Inflation ausgesetzt zu sein.
Link zu meinem derzeitigen (langweiligen ETF) Portfolio: https://app.parqet.com/p/60ed4f47f43b0a00383df537
Wuerde mich sehr ueber ein paar Meinungen dazu freuen.
Ja interessantes Thema, hatte mich Anfang des Jahres auch damit beschäftigt und kurzzeitig entsprechende ETFs
( LU1650491282 | IE00B0M62X26 ) gehalten.
Bin jedoch dann relativ schnell wieder davon weg. Habe daraufhin einen Rohstoff-ETF ( IE00B53H0131 ) und einige Rohstoff Aktien (Mining & Energie) gehalten.
Davon halte ich allerdings Zeitpunkt "jetzt" auch nur noch die Energie Aktien. Bin zu dem Entschluss gekommen das der Anker weg muss und mich langfristig nur am Vermögensaufbau hindert, daher gilt freie Bahn mit Marzipan 😜
Zum Thema Reserve investieren - in der Theorie klingt das vollkommen logisch das der Cashanteil am besten auch noch risikoarm investiert wird und von dem variablen Anteil der sicheren Staatsanleihen profitiert. Die Realität sieht dann aber auch wieder ganz anders aus und erfordert doch genauere Recherchen. Ich will da jetzt nicht unbedingt in die Untiefe der ILBs abtauchen, daher nur kurz mal ein paar Punkte die du dir ggf. selbst ergoogeln kannst:
Habe die Seite zu dem Fond mal kurz überflogen und folgender Abschnitt ist mir direkt aufgefallen:
" Anpassungen der Investitionsreserve:
Die Investitionsreserve besteht neben klassischen festverzinslichen Euro-Staatsanleihen auch aus inflationsindexierten Anleihen und Schweizer Staatsanleihen. Die Zusammensetzung spiegelt damit aktuelle Risiken bzgl. eines Anziehens der Inflation sowie eine Anomalie der Zinsstrukturkurven von Bundesanleihen und Schweizer Anleihen wider. Die Überprüfung erfolgt laufend. "
Also das kann man gerne machen, wenn man dafür Geld bekommt. Allerdings finde ich gerade als privater Anleger widersprichtdas doch dem passivem Investieren.
Noch ein paar lose Gedanken die ich jetzt nicht mehr ganz einsortieren kann, aber dennoch einfach mal loswerden will:
Nachtrag: schau dir mal bitte die "Performance" vom GlobalPortfolioOne an. Wenn du im Nov. 2019 mit 10k eingestiegen bist dann hast du bis heute eine sagenumwobene Rendite von 1,61% gemacht.
Bis Ende Februar 2020 hat er stabile ~7,4% gemacht und dann ging es bekanntlich ordentlich in den Keller. Bis zu -23,4% ging es runter (also keine tolle Absicherung im Vergleich zu einfachen ETFs) und hat dann auch nur fünf Monate gedauert bis es wieder bei 0% angekommen ist.
Den Ansatz um effizient in Krisen nachkaufen zu koennen konnte ich da leider nicht erkennen...