Gepostet in Portfolio Roasts
Thank you for roasting
Schönen guten Abend zusammen,
ich würde mich auch über einen kritischen Blick auf mein Portfolio freuen. Vielen Dank schon mal allen, die sich die Zeit dafür nehmen.
Ich bin 38 Jahre alt, habe aber erst 2019 angefangen in Aktien und ETFs zu investieren. Ich verdiene 3.200€ netto und will mich für die Zukunft gut aufstellen. Ich fuchse mich nicht bis ins letzte Detail ein, hab aber Bock darauf, mein Geld clever zu vermehren und beschäftige mich mit dem Thema. Ich bin nicht wahnsinnig risiko-affin, hab aber Lust mit kleinen Beträgen auch mal zu spekulieren (Krypto, Einzeltitel,.....).
Was ist meine Strategie
Altersvorsorge. Ich will im Alter ein gutes Leben haben und immer absoluten Optimalfall davon leben können, ohne an die Substanz gehen zu müssen. Dividendentitel habe ich aber aktuell nicht im Portfolio. Entsprechend ist aktuell mein Anspruch die Sparquote möglichst hoch zu treiben.
Warum das Portfolio
Das Portfolio sieht nach einem ziemlichen Wildwuchs aus. Ich hab mit dem MSCI World von Spyders angefangen. Parallel hatte ich mir blind eine Einzelaktie (Enwave) aufgrund eines Tipps für 1.000€ gekauft. Ich hab dann vergleichsweise aktionistisch immer mal ETFs nachgekauft für Themen, die ich für zukunftsrelevant hielt: Water ETF, Tech ETF, China A, dann ein MSCI World ESG, Healthcare ETF,...
Einzeltitel kaufe ich hin und wieder mal. Habe allerdings das Problem, dass ich viele Titel nicht kaufen darf. Ich arbeite bei einer globalen Unternehmensberatung und kriege viele Titel nicht gecleared. Entsprechend basiert die Auswahl meiner Einzeltitel auf unterschiedlichen Kriterien: Freigabe durch Arbeitgeber, Zukunftsfähigkeit Geschäftsmodell, KGV etc.
Dass mein Bitcoin-Zertifikat bei Vontobel gekündigt wurde, habe ich nicht gecheckt und mich am Freitag gewundert. Das frei gewordene Geld werde ich bei einer Kryptobörse potenziell in BTC, Etherum und Solana stecken. Habe aktuell bereits einen kleinen Teil Bitcoin und Solana.
Historisch bespare ich monatlich noch eine Lebensversicherung, die mein Vater vor ~15 Jahren für mich abgeschlossen hat. Eine zweite habe ich zu Beginn der Pandemie gekündigt, um Geld frei zu haben, die ich in Einzeltitel und ETF stecken konnte, als die Märkte absackten.
Sparpläne: Ab kommenden Monat habe ich meine Sparraten erhöht:
- LYXOR MSCI WORLD ESG TREND LDRS (DR) ETF > 350€
- XTRACKERS MSCI WLD INFORMATION TECH ETF > 150€
- SPDR MSCI ACWI ETF > 300€
Ich freue mich über all eure Anmerkungen. Was mich besonders interessiert:
- wie sollte ich mein ETF-Portfolio mit Blick auf Kosten und Performance am besten optimieren
An welchen Stellen sollte ich drehen, um im Alter wirklich vernünftig hiervon leben zu können?
Hallo, dein Vorhaben ist durchaus machbar aber von einigen Faktoren abhängig (Achtung - der Text enthält einige Links):
Vorab mit einer Sparrate von 800€ monatlich muss schon ein Wunder geschehen das du in absehbarer Zeit von deinem Vermögen ohne Kapitalverzehr leben kannst. Oder wir definieren "leben können" etwas genauer.
Beispiel: Anfangskapital 30k + monatlich 800€ auf einen Anlagezeitraum von 25 Jahren (dann solltest du ca 63 sein) und einer durchschnittlichen Rendite von 6,5% p.a. kommst du auf ~710k Bruttovermögen.
Ab deinem 64. Lebensjahr könntest du dann bei einer Rendite von 5% ~35,5k vor Steuer entnehmen, was bei einer heutigen Besteuerung ~28,9k entsprechen würden.
Was wiederum ~2,4k pro Monat entsprechen, allerdings haben wir hier die Infaltion komplett unter den Tisch fallen lassen und auch sollte deine jährliche Rendite nicht vollkommen entnommen werden da du nicht weiß wie das nächste Jahr und so weiter verläuft (dazu gibt es die 4% Regel - besser aber noch 2,5-3% SafeWithdrawalRate) .
Auch darf in diesen 25 Jahren absolut nix passiert und du musst sturr jedes Jahr deine 6,5% Rendite kassieren. Das halte ich ehrlichgesagt für ein recht unrealistisches Szenario(hier gerne selber mal mit dem Monte Carlo Sim spielen). In diesem Zusammenhang kannst du dich auch gerne mal bzl. mit dem Renditereihenfolgerisiko - neudeutsch: Sequence of Returns Risk vertraut machen.
Generell gilt: auf heiße Tipps von Kollegen oder Bekannten/Verwandten sollte man nichts geben. Genau so sollte man auch die ganzen FinanzYoutuber mit ihren super krassen Aktienanalysen und was weiß ich meiden. Dazu gehören auch die klassichen Medien - allg. gerne mal als
Finanzpornografie bezeichnet.
Bezüglich deines Bitcoin-Zertifikats gibt es doch diese Meldung von Vontobel und gleichzeitig auch ein neues Zertifikat. Warum nutzt du eigentlich dieses Zeugs (vorllem bei ner TER von 4,597%)und investierst nicht einfach direkt in BTC/ETH über bsw. die BSDEX?
Thema Lebensversicherung ist wohl ein sehr spezielles Thema was sich wohl nicht einfach hier behandeln lässt. Allerdings mache dich über die genauen Konditionen schlau, um was für eine Art von Lebensversicheurng es sich handelt und wie die Versicherungsleistung konkret aussieht. Kapitallebensversicherungen sind in der heutigen Zeit i.d.R. nur noch ein Minusgeschäft, einzig der Versicherer kassiert daran. Also am besten mal diese Versicherung genaustens auf den Prüfstand stellen.
Puh jetzt kommen wir zu dem eigentlich Anliegen, deinen ETFs und den Sparplänen. Da wäre es gut wenn du erstmal ein paar Fragen beanworten könntest:
Das erstmal dazu, zur ETF Allokation können wir gerne nach den Fragen kommen...
@user_b69bd6 Nabend, bei den Kryptos hast du ja schon die richtigen Martkplätze entdeckt. Bitcoin.de ist anfangs ein wenig nervig mit der Handelsbegrenzung aufgrund der eigenen Bewertung. Bezüglich der 700€ muss das entweder ein anderer Handelplatz als BSDEX sein oder die Information ist outdated. Ich habe dort auch einen Account und wurde nicht aufgefordert einen Geldbetrag zu hinterlegen.
<Lebensversicherung>
Ja wie schon geschrieben, die Police der LV sollte man prüfen was denn in der Garantieklausel beschrieben wird. Es kann sich durchaus noch um eines der letzten lohnenswerten LVs handeln. Falls man keine Lust darauf hat dies selber zu tun oder einen Honorarberater dafür zu beauftragen, kann man für 60€ jährlichen Mitgliedsbeitrag beim Bund der Versichertern dies und beliebig viele weitere Policen indivduell prüfen lassen oder für eine oberflächliche Prüfung einfach diesen Rechner nutzen.
<Environmental, Social and Corporate Governance>
ESG/SRI ist ein (Trend)Filter der willkürlich von Indexanbieter ausgelegt werden kann. Jeder Anbieter hat seine Kriterien ein wenig anders ausgelegt um ggf. das eine oder andere "gesponsorte" Unternehmen noch mit in den Index aufnehmen zu können (das ist meine persönliche Meinung).
Das es sich bei ESG/SRI um einen Filter handelt, heißt es im Punkto unsystematischem Risiko (Diversifikation) schlechter aufgestellt zu sein.
Zum Bedenken das man ohne ESG/SRI ggf. in Unternehmen "investiert" die mit Waffen/Umweltverschmutzung/Menschrechtsverletzung zu tun haben, möchte ich eine kleine Denkhilfe geben.
Das Unternehmen erhält nicht direkt Geld, sondern man kauft einen Anteilschein von anderen Personen/Institutionen bzw. der Fond macht das. Nur bei einer IPO(Aktien-Zeichnung) oder einer Kapitalerhöhung steckt man wirklich direkt Geld in das jeweilige Unternehmen.
Man könnte sich das auch wie den Gebrauchtmarkt ala eBay etc. vorstellen. Da hat man in der Regel auch keine Bedenken wie viel Kobalt von Kinderhänden aus irgendwelchen Minen für das gebrauchte Smartphone ursprünglich gegraben wurde oder welche Mordaufträge oder Drogendeals darüber stattfanden.
Eine weitere Sache zum Thema ESG bzw. non-ESG Unternehmen wäre die "Old Economy". Beispielsweise Royal Dutch Shell ist seit mehr als zehn Dekaden am Markt und wohlmöglich auch noch zehn weitere oder mehr.
Wieso denke ich das - solche Unternehmen haben massives Marktwissen und Resilienz aufgebaut, da können die heutigen Start-Ups nur von träumen.
Die haben schon so einige Krisen durchgemacht und auch überstanden. Die sind nicht auf den Kopf gefallen und werden auch nicht so schnell verschwinden. Sobald entsprechende Technologien und Infrasturktur einen Stand X hat werden Unternehmen/Patente von der Old Economy aufgekauft. So wie es schon immer gewesen ist, wenn dann das Unternehmen in Sachen Markenimage zu sehr zu kämpfen hat, wird einfach eine neue Marke gegründet und die Vermögenswerte dahin transferiert.
Die sitzen auf Bergen von Geld und wissen dies auch entsprechend zu nutzen. Zu dem findet da gerade eine massive Transformation(ist nur ein kleines Beispiel) statt, nur wird es nicht so großflächig per Kampange breitgetreten.
Daher think twice :P
Fazit ESG: kann man machen, muss man aber nicht! Ich denke wenn man wirklich langfristig investiert sein will, sollte man vllt auf diesen Trend verzichten. Aktuell ist das Thema Klimawandel etc. in aller Munde und auch die Index&Fondsanbieter wissen das zu nutzen. Im Grunde zahlt man ggf. ein klein wenig mehr TER für eine geringere Diversifiaktion. Die "sauberen" Unternehmen sind ja nach wie vor auch in den ganz normalen Index-Produkten vertreten.
<China>
Puh jetzt kommt das Reich der Mitte (China), da könnte ich eigentlich direkt das vielfache von dem bisherigen Text schreiben und hätte immer noch nicht alles gesagt. Daher möchte an dieser Stelle auf einen, meiner Meinung nach, super Blogbeitrag von Atypisch - China Crackdown verweisen.
Besonders Augenmerk auch auf den Teil wo es um "variable interest entity" geht. Das hat mir nochmal zu denken gegeben und mich letztendlich zum Rückzug aus den China equities bewegt.
Das bezieht sich auf die ganzen China Trend-Unternehmen wie Tencent, Alibaba, JDcom, Baidu etc. alle die auf den Kaimaninseln gelistet sind.
Kleiner Tipp: einfach im Browser Strg+F (öffnet die Volltextsuche) drücken und Groß/Kleinschreibung anschalten und nach "VIE" suchen. Damit kommt man direkt an die richtige Stelle.
Bezüglich deines China ETFs hast du bewusst oder unbewusst eine besondere Variante gewählt, welche explizit nur die A-Aktien hält, also keine ChinaTechs wie oben schon genannt (in der Regel will man aber genau diese Unternehmen). War das so gewollt?
<Sektor & ThemenETFs>
Du hast neben deiner Sektorwette auf IT noch diese beiden ThemenETFs im Depot. Ich hab keine Ahnung warum du dich gerade für diese beiden entschieden hast, aber in der Regel nimmt man solche ETFs weil man sich davon ernome zukünftige Renditen erhofft. Quasi no-brainer die irgendwann in der Zukunft super wichtig werden, allerdings weiß niemand wann das sein wird und ob es tatsächlich so auch eintrifft oder diese Unternehmen/Technologien/Bereiche nicht durch andere disruptive Einflüsse verschwinden. Daher sollte man diese Themen "aktiv" verfolgen und entsprechenden handeln wenn sich Dinge nicht so entwickeln wie erhofft.
Generell kann man sich einfach merken: umso spezieller ein ETF (also das was auch für Einzelaktien gilt) ist, umso häufiger und genauer muss man diesen auf Aktualität prüfen (das hat nichts mehr mit passiven Investieren zu tun). Daher sind mMn ThemenETFs, wenn man sich nicht aktiv drum kümmern möchte, nichts für langfristige Anlagehorizonte (>10 Jahre).
Nebenbei sollte man auch nicht die Regression zum Mittelwert vergessen. High & auch Low-performer (wenn denn Marktbreit aufgestellt - da zählen ThemenETFs nun mal nicht zu) nähern sich irgendwann dem allgemeinem Marktdurchschnitt. Das spricht wie auch bzgl dem unsystematischem Risiko für wirklich breite Index-Produkte.
<Vorschläge>
Die einfachste Variante(KISS-Prinzip) ist ganz unspektakulär der neue 1-Welt-ETF aus dem Hause Vanguard ESG Global All Cap (gibt es bisher auch nur in der ESG Variante). Mit ~5500 Positionen voll rep. und ist das das Flagschiff in Sachen Diversifikation was in Deutschland erhältlich ist.
Das ist auch einer der wenigen Welt-ETFs (der FTSE All-World ebenfalls) der die Risikoklasse 5 hat, wohingegen die Konkurenz von iShares mit dem MSCI World oder ACWI die Einstufung 6 haben.
Es stellt sich dann nur die Frage ob du deinen FSA(Freistellungsauftrag) von 801€ oder als verheirateter das Doppelte schon ausgeschöpft hast. Fallst nicht nimmst du erstmal die Ausschüttende Variante und kannst da bei 801€ rund ~70k ansparen.
Eine weiter Variante wäre die Ergänzung durch einen ESG Europe und einem ESG Emerging Markets IMI. Hier könnte man sich dann noch aussuchen ob man nach BIP(da habe ich gerade nicht die aktuellen Zahlen parat) oder eher Richtung Equal-weight Gewichtung geht.
Richtung Equal-weight (Europa:32% Amerika:34% Asien:34%) :
Das sind nur zwei von unzähligen möglichen Kombinationen. In erster Linie zielen diese beiden Konstellation darauf ab ohne viel Schnickschnack den Markt abzubilden. Man könnte natürlich auch einen MSCI World ESG/SRI nehmen aber der hat wieder eine höhere Risikoklasse und wird eh schon zu oft bespart.
Es gibt bestimmt die ein oder andere Stimme die jetzt sagt: "aber was ist denn mit den SmallCaps?".
Die wurden gezielt weggelassen da es sich dabei um eine Faktorprämie handelt und diese hierbei nicht vorgesehen ist.
Nebenbei haben wir auch schon eine andere Faktorpräme vertreten - political risk (eher unbekannt) kommt durch die Schwellenländer dazu. Der Einfachheit halber greift man da auf so einen EM IMI (welche wenn man es ganz genau nimmt sogar auch noch einen winzigen Teil EM SmallCaps beinhaltet) zurück.
Wir könnten auch noch mit einigen deiner vorhanden ETFs arbeiten wie bsw. der Sektorwette auf IT oder den China A. Dazu solltest du dich einfach nochmal melden und ebenfalls zum Thema FSA.
Achja viel Text für am Ende so simple Vorschläge, aber wir wollten ja einige deiner Punkte entsprechend beantworten und vllt noch ein paar weitere Gedankengänge erläutern...
Nachtrag: bei langfristigen Anlagehorizonten kann man sich auch Gedanken um die Beimischung von anderen Assetklassen wie z.b Gold als Teil der Rohstoffe und auch Anleihen machen. Es wird empfohlen mit dem Alter langsam seinen Aktienanteil zu reduzieren(aber nicht auf 0 fahren) und in schwankungsarme Anlageklassen umschichten.
Dazu waren in der Vergangenheit gerne Staatsanleihen mit unterschiedlichen Laufzeiten vorgesehen (das ist derzeit aber noch nicht so wirklich wieder der Bringer und man müsste auf riskantere Varianten ausweichen - mit schlechterer Kreditwürdigkeit).
Der Rohstoffanteil sollte von der Gesamallokation 15% nicht überschreiten und davon sollte Gold auch nicht mehr als maximal 10% ausmachen.
Als letzte klassiche Anlageklasse könnte man sich noch in Immobilien arrangieren, jedoch wenn man zwei/drei andere Asset-Varianten schon im Portfolio hat und ein selbstgenutztes Wohneigentum besitzt ist dieser Teil eigentlich asureichend bedient.
Im Endeffekt gilt aber: alles kann, nichts muss!
Mitglied der Wochenanfang war recht wuselig, deswegen komme ich erst jetzt wirklich dazu zu antworten.
Zunächst nochmal ein großes 'Dankeschön' für Deine ausführliche Antwort und die weiterführenden Links. Werde ich mich durcharbeiten.
Zu Deinen Fragen und Anmerkungen:
Warum das Vontobel BTC-Zertifikat: War eine historische Entscheidung. Mir hat die Vorstellunge gefallen, alles beisammen (=bei einem Broker) zu haben und mir war der Aufwand zu groß für €700 einen Account bei einer BTC-Börse zu eröffnen. Mittlerweile habe ich das aber geändert und investiere via bitcoin.de und Kraken.
Lebensversicherung: Ist auch eine Altlast und ich hänge vielleicht unnötig emotional daran, da mein Vater sie damals für mich abgeschlossen hat. Eine habe ich in der Pandemie bereits gekündigt. Der übrig Gebliebenen widme ich mich, wenn der Wildwuchs meines Portfolios eingedämmt ist.
ETFs:
Meine Bereitschaft ETFs zu verkaufen: Ja. Auch wenn mich Dein "alle" etwas stutzig macht :-) Ich will mich solide aufstellen und habe keine Scheu, etwas zu verkaufen und umzuschichten.
Wie wichtig ist ESG in meinem Portfolio: Die globalgalaktisch wirtschaftliche Entwicklung geht ja in die Richtung, auch wenn innerhalb der Finanzwirtschaft viel Schmuh betrieben wird. Ich denke, dass meine Portfoliostrategie dieser Entwicklung folgen muss. Gleichzeitig möchte ich meinen moralischen Ansprüchen zumindest etwas Genüge tun. Moderne Form des Ablasshandelns? Mag sein...
Allerdings performen die ETFs mit ESG-Fokus meines Wissens derzeit nicht so gut wie die Klassiker Schwester. Das verunsichert mich etwas.
Risikobewusstsein zu China A: Ja, die Entwicklung beobachte ich. Da es nur ein Teil meines Portfolios ist und da ich den ETF nicht (mehr) bespare, bin ich da eigentlich entspannt. Bin aber ganz Ohr...
Tracken der Themen ETFs: Eigentlich habe ich das nicht vor, aber vielleicht kannst Du das nochmal etwas erläutern.
Good night!
@user_b69bd6
Zum Thema ESG: Über Sinn und Unsinn kann man streiten. Allerdings hat in den mir bekannten Fällen die nachhaltige Variante besser performt. Hab's gerade noch mal beispielhaft nachgeschaut:
Bei XTrackers hat die ESG-Variante des MSCI World in den letzten drei Jahren 7 Prozentpunkte besser abgeschnitten als der reguläre ETF. Und bei iShares liegt die SRI- 10 Prozentpunkte über der Core-Variante des MSCI World (auf gute drei Jahre).
Wichtig ist aus meiner Sicht, bei der Auswahl nachhaltiger ETFs darauf zu achten, wie sehr die Zahl der Werte durch die Filterung reduziert wird und ob unerwünschte Nebeneffekte eintreten (z. B. ungünstige Länderklumpen). Ggf. wird die Markbreite zu gering.
Mitglied bist echt der Hammer - Danke. Ich arbeite erstmal Deine Antworten durch und melde mich wieder mit Antworten und ganz sicher auch mit Rückfragen.