Michael

Gepostet in Portfolio Roasts

Mein risikoreiches(?) Portfolio

https://app.parqet.com/p/60bf23473b1a3c0036d78b27

Hi, ich bin 24, studiere Informatik und habe im Corona-Crash damit begonnen, mein Geld (mehr oder weniger) sinnvoll anzulegen. 
Angefangen habe ich mit einem MSCI World + MSCI EM, später kam aus Gruppenzwang+FOMO (🤪) noch der Clean Energy ETF dazu.
Ich habe mich auch dazu verleiten lassen, einige Einzelaktien zu kaufen.
Diese Positionen werde ich zwar noch halten, aber nicht weiter aufstocken(da sich meine finanzielle Situation geändert hat)

Ich bespare jetzt den Vanguard FTSE All World monatlich mit ca. 800€ Eigenkapital und 400€ Fremdkapital(Zinssatz 1,5% p.a.), also in Summe 1200€/Monat(mal mehr mal weniger).

Was sagt ihr dazu? 😁

LG, Michael

18 Kommentare

Melde dich an, um mitzudiskutieren.
Dirk

Hmm,
jeder wie er mag. Ich kann mich noch gut an das Gejammer einiger meiner Freunde erinnern, die Ender der 90'er Jahre im neuen Markt auf Kredit spekuliert haben.
Irgendwann kam dann der berüchtigte Margin Call. Zum Glück waren die Summen seinerzeit noch recht überschaubar.
Um es mit Herrn Buffet zu sagen: "Man sieht erst, wenn die Ebbe kommt, wer die ganze Zeit über ohne Badehose geschwommen ist."

3
Gelöschtes Konto

Also ein Fremdkapitalhebel in der Marktlage ist schon optimistisch. :-D
Hoffentlich hast du da genug Laufzeit drauf, so dass sich das wieder rechnet......
Hast du die DIS ETF Varianten aufgrund des Freibetrags gewählt oder aus anderen Gründen?

2
Michael
Autor

Mitglied bin sehr optimistisch. Solange es die Zinsen zulassen, habe ich auch nicht wirklich vor das Fremdkapital zurückzuzahlen. Der Plan war es, die Fremdkapitalquote aliquot zur Portfolio-Größe wachsen zu lassen. Also ja, das Laufzeitende bestimmen die steigenden Zinsen. 😁

Beim MSCI World hab ich die DIS-Variante gewählt, weil mich das psychologisch sehr bestärkt hat, besonders am Anfang.
Beim FTSE hab ich die DIS-Variante, weil sie die Kreditzinsen locker tilgt, ohne dass ich zusätzliches "Eigenkapital" dafür dafür benötige.
Also, alles in allem "sollte" das Cashflow-Positiv bleiben 😁

0
Pascal
Plus
Beta

Fremdkapitalhebel uhhhhhhhhhhh🥴

Du bist so jung würde das niemals machen und mich freiwillig verschulden. Weiss auch nicht wie das die Schufa bzw. normale Banken sehen wenn du mal mit 30 ein Haus kaufen möchtest und 1/3 deines Depots Fremdkapital ist.

Das eine normale Bank ein Aktiendepot 1zu1 mit Krediten deckt halte ich für sehr unwahrscheinlich, denke die meisten sind da bei 25-50%.

bedeutet du bekommst dann evtl. nicht die Kredite die du benötigst für ein schickes Häuschen.

2
Michael
Autor

@passes danke für den Input. Drüber habe ich mir nicht wirklich Gedanken gemacht, vor allem, weil das schicke Häuschen noch warten kann. 🙂

1
user_53a6a9
Plus

Interessanter Kamikaze-Ansatz. Was machst du so um von dem Nervenkitzel zu entspannen? Motorsägen mit verbundenen Augen jonglieren?😂

2
Michael
Autor

@user_53a6a9 sammle auch gerne Briefmarken. 😇😂

0
Andrea_Django
Beta

Am Fremdkapitalhebel verstehe ich weder das wie noch das warum. 
Vielleicht habe ich ein Denkfehler (?).

Wie machst du das konkret? 
Beispielsweise, hast du einen Rahmenkredit abgeschlossen, bei dem du jeder Monat um 400€ nach unten gehst? Oder sind diese einzelne Kredite? Mit welchem Geld wirst du dann die Kredite tilgen und wann?

Warum machst du das? 
Das einzig Sichere erscheint mir, dass die Bank 1,5% verdient. Was bleibt denn für dich nach dem gesamten Aufwand und Risiko?
Ich nehme an, dass wenn z.B. in einem Jahr die Zinsen viel höher sind und du die Kredite tilgen musst, du ein Teil deiner Investitionen verkaufen wirst. Das heißt, dir bleiben theoretisch nur die Gewinne aus diesem Verkauf *minus* die 1,5%. Wenn Verkauf früh nach dem Kauf passiert (= wegen der Fälligkeit der Kredite), wird sich das ganze vermutlich nicht gelohnt haben, denn der Zinzeszins ja eben nur für eine kurze Zeit gearbeitet hätte.

Oder übersehe ich da was?

Nachtrag: Der Post wurde auf Schreibfehler und Klarheit verbessert  (hoffentlich - bin kein Muttersprachler).

1
Michael
Autor

Hallo @andrea_v ,

der Grund ist ein sehr Einfacher. Mehr Kapital -> mehr absolute Rendite.

Das nennt sich "Lombardkredit/Margin loan". Dabei leihe ich Geld von der Bank und meine Wertpapiere dienen als Sicherheit.
Solange ich mit meinem Portfolio eine bestimmte Summe nicht unterschreite, kann ich immer weiter zusätzliches Geld leihen. Die Kredite müssen nur durch meine Aktienpositionen gedeckt sein.
ACHTUNG: Unbedingt informieren bevor man sowas macht, es gibt natürlich auch Bedingungen (Margin Call).

Den Kredit tilge ich erst, wenn ich mir die Zinszahlungen nicht mehr leisten kann. Wenn das nie der Fall ist, dann tilge ich sie auch nicht. 😂

Ja die Bank verdient ihre 1,5% Zinsen. Ich verdiene die durchschnittliche Marktrendite(~7%), abzüglich der Zinsen. Also im Durchschnitt müssten das 5,5% sein. 🤓

Es ist dabei auch nicht schlimm, wenn ich mal in einem Jahr mehr Zinsen zahle als ich Rendite mache. Langfristig sollte das ganze aber Cashflow-Positiv sein.

3
Michael
Plus
Beta

@michael_gartner Hi, interessantes, wenn auch etwas riskantes Konzept. In der Regel sind die Zinssätze bei Lombardkrediten variabel. Hast du denn ein Zinsänderungsrisiko mit berücksichtigt?
Außerdem, bei welchem Broker bekommst du denn einen Lombardkredit mit 1,5% Zinsen? Meine Bank (Consorsbank) verlangt derzeit 5,6%. Da rentiert sich ein Fremdkapitalhebel dann natürlich nur in den seltensten fallen.

Beste Grüße
Michael

2
Michael
Autor

@michael1 Hi, ja, die sind variabel.
Habe definitiv eingeplant, dass sie auch mal auf 5-6% p.a. steigen können. Allerdings werden sie, meiner Meinung nach, nicht langfristig auf einem so hohen Niveau bleiben.

Zum Broker: Ich habe lange gesucht bis ich einen mit so günstigen Konditionen gefunden habe. Interactive Brokers - etwas kompliziert und sehr bescheidenes Design, aber sonst funktioniert er gut.
Nicht steuereinfach, aber wenn man mit Krediten arbeitet, ist man nicht gezwungen, so viel Steuer zu zahlen. 😁😇

https://www.interactivebrokers.com/en/trading/margin-rates.php

0
dannyst

@michael_gartner Verstehe absolut deine Überlegung dahinter, aber bin trotzdem kein Fan davon. Natürlich kann mein sein Depot mal beleihen. Würde das aber nur machen, wenn die Zinsen günstig und auf mehrere Jahre festgelegt sind und der Markt schon sehr stark gefallen ist. Selbst dann würde ich höchstens 20% des Depots beleihen. Meiner Meinung nach sind Zinsen unberechenbar und ich würde nur in Ausnahmefällen eine Zinswette (was ja streng genommen das spekulieren auf Kredit ist) eingehen.

Aber ich hoffe, dass das gut geht. Halu uns auf dem laufenden.

Viel Glück 🙂

0
Roman Huber
Plus
Beta

Servus Michael,
Ohne jetzt zu sehr auf das eigentliche Portfolio einzugehen. Beim iShares MSCI World UCITS ETF (Dist) hast du ja ein TER von 0,5% p.a. --> Gibt es da nicht deutlich günstigere mittlerweile? 
LG

0
Michael
Autor

@roman_73a349 ja.... da hast du recht. Hab damals mit dem angefangen und mich nicht ausreichend informiert.
Und da ich die Position eh nicht weiter aufstocken werde, tun die 0,5% im Moment nicht so weh. 
Mittelfristig möchte ich den MSCI World + EM auf den FTSE All World umschichten. 
Bin nur noch nicht dazu gekommen.

2
Dominik

Investieren mit Fremdkapital ist doch gar nicht so schlimm wie viele hier meinen. Kommt natürlich drauf an ob man es sich leisten kann, wenn ja, wo ist das Problem? Damit Hebelt man sein Kapital und auf lange Sicht, wird es sich auch auszahlen. Mach ich aktuell selbst auch, aber nur weil es aktuell eine gute Marktlage ist. Bei einem Crash würde ich sofort Fremdkapital aufnehmen zum Investieren.

0
user_53a6a9
Plus
0
Dirk

@dominik_e27bec  
Wenn man genau weiß was man da tut ist es ja auch OK.
Man darf die Aktienmärkte aber nicht völlig losgelöst von der Realwirtschaft betrachten. Ich habe im Anschluss der Dotcom-Krise 2004 meinen damaligen AP verloren. Ich hatte zwar kein großes Problem einen neuen Job zu finden, allerdings gab es dann einen ganz schönen Abschlag im Gehalt.
2007/2008 stand dann mein Job ebenfalls auf der Kippe.
Wenn man dann auf Kredit spekuliert, eine Familie zu versorgen hat und der Job wackelt, kann es einem schon schlaflose Nächte bereiten.
Wenn ich einen 100%ig sicheren Arbeitsplatz habe (z.B. Beamter), mag ich auch ein höheres Risiko eingehen können. Das Problem ist leider häufig, dass man irgendwann zu gierig wird und sich mehr Risiken auflädt als man verkraften kann.

0
Parqet Nutzer
Plus
Beta

Wäre nicht https://de.extraetf.com/etf-profile/FR0010755611 was für dich? Ist "fast" der S&P 500, nur eben gehebelt. Langfristig sollte der ja seinen Zweck erfüllen. Ist auch schon 10 Jahre alt.

0
🍪

Parqet  nutzt Cookies. Erfahre mehr