Gepostet in Portfolio Roasts
ETF Sparplan // Gewichtung nach BIP // Wasserstandsmeldung
Hallo zusammen,
es ist schon wieder ca 1 Jahr vergangen als ich die Strategie meiner Altersvorsorge vorgestellt habe. In der Zwischenzeit ist einiges passiert.
Der Post zur Strategie findet ihr unter diesem Link:
Seitdem habe ich folgende Anpassungen getroffen:
- Seit Januar 2022 wurde die Sparrate erhöht. Ich habe den Riester stillgelegt und die Summe in den Sparplan fließen lassen.
- Im Januar zeichnete sich ab, dass die FED die Zinsen erhöhen wird. Da ich eh zusätzliches Geld vom Rieser übrig hatte, habe ich mich entschieden in Bonds zu gehen. Ziel sollte sein eine Kapitaldecke aufzubauen welche ich bei Kursrückgänge für Aktien hernehmen kann. Zudem war/ bin ich der Meinung durch die sehr aggressive FED und der sehr defiensiven EZB wird der Dollar gestärkt. Weshalb ich unbedingt USD Kurzkäufer wollte und aber auch gleichzeig auf steigende Renditen im Euro Raum spekulierte da die EZB ja nachziehen muss irgendwann. Kurzläufer weil die sicher nicht von den Steigenden Zinsen abstürzen. Es wäre auch ein Geldmarkt ETF in USD gegangen... hätte hätte Fahrradkette. Ich habe daher 4 ETF dazu aufgenommen:
-> LU0879397742 Schweiz Kurzläufer (Da ich davon ausging CHF sei die stabilere Währung.)
->FR0010869578 Bundesanleihen inverse 2x (wegen Zugzwang EZB)
->IE00BKWD3C98 Bonds 0-1J Restlaufzeit (Da ich davon ausging USD sei die stabilere Währung.)
->IE00B3FH7618 Europa Kurzläufer (Falls meine These mit CHF und USD nicht stimmen sollte.)
3. März 3033. Theorie mit Schweizer Anleihen ist nicht aufgegangen. Daher habe ich den ETF liquidiert und in USD umgeschichtet.
4. Mai 2022. Gewinnmitnahmen bei FR0010869578 Bundesanleihen inverse 2x. Da diese wirklich ordentlich performt haben. Überreaktion??
Umschichtung in $ & €.
5. Juni 2022. Geringe Anpassung an Länderverteilung. EM Anteil vergrößert. Lateinamerika/ Afrika und Indien gestärkt.
Krieg Russland Ukraine
6 Im Juli habe ich mich mit der Allocation auseinandergesetzt.
-> Mich beschäftigen folgende Fragen: Langfristig glaube ich, dass Europa / Eurozone Nachteile haben werden. Es scheint nicht so, als würde sich die Eurozone und Russland wieder annähern. Sprich Rohstoffe werden ein Thema bleiben. Renditen der Staatsanleihen im Euroraum laufen auseinander. FED pusht die Zinsen hoch -> EZB sehr zögerlich da ein zu weitreichendes anheben der Zinsen die Südstaaten in Schwierigkeiten bringen kann. Das heißt der USD müsste stärker werden??!.
Die Inflation sehe ich differenziert. zum einen haben sich die Bilanzen der Notenbanken verdoppelt seit 2020. Hier hilft natürlich der Abbau der Bilanz und die steigenden Zinsen. Zum anderen aber ist die Inflation auch dem Angebotsengpass geschuldet. Hier hilft die Zinssteigerung nicht. Das bringt mich zur Überzeugung die Notenbanken brauchen eine Rezession um die Inflation in den Griff zu bekommen. Normalerweise heben Notenbanken den Zins über die Inflationsrate an. Dies geht aber wegen der Verschuldung aktuell nicht. Sowohl in den USA als auch im Euroraum. Eine Rezession hätte den Vorteil, dass die Energiepreise fallen, die Preise für Immobilien (passiert schon). Der Teilemangel zurückgeht.
Das Resultat der Überlegung ist eine Anpassung der Allocation.
Gegenüber dem Start des Portfolios welches als Default gesehen werden kann:
Anteil Europa wird verringert. Dabei sollen jedoch die Staaten welche nicht den Euro haben etwas gestärkt werden. Damit ist Europa insgesamt immer noch stärker als das tatsächliche BIP lt. Statistik. EM werden gestärkt. Vor allem China. China ist das einzige große Land wo die Zinsen gesenkt werden. Indien wird wieder etwas zurückgenommen. Jedoch immernoh hinter dem tatsächlichen BIP Anteil von ca 40%. Pazifik wird auch um 1% gekürzt. Singapur und Australien sollen zusammengefasst werden in einen ETF da dort auch Südkorea dabei ist. Dieses Land kam zu kurz. Einen Überfall von China erwarte ich nicht. Deutschland soll auch gebündelt werden in den VANGUARD-V.GER.A.CAP EOD.
Damit ergibt sich folgendes Bild:
PortfolioPerformance-0.58.4-aarch64.dmgDa wir im Bärenmakt sind und ich eine "Cashquote" (über Anleihen ETF) von >20% aufgebaut habe, werde ich die ersten 10% im Juli in Aktien umschichten. Der Gedanke ist, wenn wir eine Rezession sehen geht es noch weiter runter. Dann kann ich auch die restlichen 10% umschichten. Wenn nicht dann baue ich die 20% Cash wieder auf. Sollten die Zinsen steigen werde ich versuchen beim Zenit auf Anleihen umzustellen und bei den Aktien ETF von vorne beginnen. Im privaten Protoflio habe ich bereits 100% Anleihen von US Unternehme und dem Staat. Allerdings Laufzeit keiner zwei Jahre. Zudem den S&P500 als 2x Inverse ;-).
Zum Vergleich habe ich hier noch gepostet was passiert wäre wenn ich nur stumpf in den MSCH WorldAC investiert hätte:
Spannung ist schon was tolles :-)
Ja das fürchte ich auch. Ich wollte jedes Jahr ein Update schicken wie es gelaufen ist. Aber ob es aufgeht kann man wirklich erst in 10 Jahre sagen.
Das Rebalancing wird über die Sparpläne gemacht. Also monatlich. Somit is es kostenlos. Der Verkauf der Anleihen hat mich jetzt 3€ gekostet. Die TER Kosten sind zum Teil bei 0,45. Aber nur bei den exotischen ETF.
@michael_4a2e3c du machst ja dort dann ein Cash-Flow-basiertes Rebalancing, was ja ab einen bestimmten Punkt nicht mehr funktioniert. Außer du hast einen sehr großen Spielraum was deine monatlichen Sparpläne angeht. 🤔🤷♂️