Steven F.

Gepostet in Schnack

Währungsrisiko

Hallo liebe Community,

ehrlich gesagt, weiß ich nicht mal, ob meine Frage überhaupt Sinn ergibt, aber ich konnte mir auch nach Recherche noch keinen Reim drauf bilden. Meine Frage ist ganz einfach: Unterliegen meine ETFs & Aktien (IE00B4L5Y983 können gerne dies als Referenz nehmen) einem Währungsrisiko?

Ich halte mein Portfolio bei der DKB und sicherlich ist es auch bei anderen Brokern üblich, dass mir der Wert meines Portfolios in EUR umgerechnet wird. Und ich wenn ich auscashen würde, würde es mir in EUR ausgezahlt.

Anschlussfrage: Könnte ich mir mein Portfolio auch in USD auszahlen lassen, z.B. durch einen Umzug zu einem anderen, ausländischen Broker?

Beispiel: Mein Portfolio ist heute 10.000 EUR wert. Der EUR/USD Kurs beträgt 1,00. Sprich, ich könnte mir mein Portfolio ja theoretisch auch in USD, also 10.000 USD auszahlen lassen. Mal angenommen, der EUR fällt weiter auf 0,8. Weitere Annahme ist, dass der Wert des o.g. ETFs sich fundamental nicht verändert hat. Halte ich dann weiterhin ein Portfolio von 8.000 EUR, respektive 10.000 USD?

Wenn das so ist, dann müsste ich mir ja eigentlich nur Sorgen um mein Bargeld in EUR machen und nicht um mein Portfolio. Oder ist das ein Trugschluss. Hintergrund meiner Gedanken sind natürlich gerade auch die Inflationsängste und die Frage, ob der Euroraum und der Euro mittelfristig noch bewähren kann und es dementsprechend klug sein könnte, sein Vermögen teilweise in anderen Währungen zu denken oder gar faktisch zu verschieben.

Vielen Dank! :)

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3 Kommentare

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Jörg
Investor
Terminal
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Frag doch mal deine Bank. Wenn du ein UsD Konto hast und dies beim Verkauf als Verrechnungskonto angibst sollte ein Usd etf auch in UsD ausbezahlt werden (ggf abzgl Gebühren in Eur). So die Theorie… ;)

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Steven F.
Autor

Hey, danke für die Antwort. Das hilft schon mal. Sprich, für den Wert meines Portfolios müsste ich mir ja die Werte in USD anschauen, wenn die ETFs auch in USD gehandelt werden. Der Währungsfaktor wäre demnach ein zusätzlicher Effekt, der zu berücksichtigen ist, sobald ich bei meinem Broker in EUR verkaufen würde. Solange das aber nicht passiert, sind die Wechselkursdifferenzen ja noch gar nicht realisiert. Aktuell sehe ich, dass mein MSCI World in EUR in letzter Zeit etwas underperformed hat, eben weil der EUR/USD Kurs so massiv eingebrochen ist. Für mich bleibt dennoch ein gutes Gefühl, aktuell in USD gehandelte ETFs und Aktien zu haben, eben weil die Währungsverluste nicht realisiert sind.

Um diese Verluste nun nicht zu realisieren, könnte ich ja auch zu einem ausländischen Broker umziehen und mich dort in USD auscashen lassen. Hat jemand praktische Erfahrungen dazu? Ich habe gelesen, dass es tatsächlich ein wenig Aufwand ist, Aktien und ETFs physisch umzuziehen. Ist das überhaupt praktikabel, wenn man im Ausland keinen Wohnsitz hat? Und was ist mit steuerlichen Aspekten? Das Ganze soll natürlich auch kostengünstig und rechtlich sauber sein.

Bringt es denn was, bei seiner Bank ein USD Konto zu führen? Das wäre ja klasse, wenn die Anteile dann auch in USD verkauft würden. Wenn in EUR verkauft würde und dann in USD umgerechnet würde, wäre ja nichts gewonnen.

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Jörg
Investor
Terminal
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Hi, du hast bei einem USD , nicht währungsgesichertem ETF wie dies mE einer ist immer die Komponenten:

  • Portfolioperformance
  • Währungsperformance

Diese performance kann sich (in beide Richtungen, Korrelation + oder -1) verstärken oder auch aufheben.

Klar kannst du in USD ausweichen, solange du aber nicht physisch umziehst musst du aber ja irgendwann in Eur tauschen (oder ggf sehr lange warten, bis die Inflationen bzw Währungskurse drehen - was OK ist, wenn du so lange an das Geld nicht ran musst), weil du ja hier lebst (vermutlich?). Evtl noch ausweichen von Usd in Cryptos, wenn es als Zahlungsmittel gehen sollte….. aber dann kaufst du dir ja noch ganz andere Risiken zusätzlich ein.
Ferner konnte ich früher bei meiner Bank auch ein USD Konto führen und USD Käufe-Verkäufe darüber abrechnen…. 
Evtl helfen die Gedankenspiele?
VG
Jörg

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