Marc
Investor
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Gepostet in Schnack

Amazon - Einstandskurs senken

Hallo, Frage an die Schwarmintelligenz 💪,

ich habe im Frühjahr Amazon für - heute würde man sagen teure - rd. 145 Euro pro Stück gekauft. Durch den Aktiensplit sind das 20 Anteile von Amazon. Das passt von der Gewichtung ganz gut in mein Zielportfolio (kein Titel über 5%)

Durch den Crash gestern ist der Kurs ja in Richtung 90 Euro das Stück runtergerutscht, weshalb ich jetzt überlege, nochmal 20 Stück nachzulegen, um den Einstandspreis zu senken.

Der liegt dann - bei 40 Anteilen - bei rd. 118 Euro. Wenn ich dann spekuliere, dass der Kurs zeitnah wieder in Richtung 120 wandert und ich dann wieder 20 Anteile verkaufe, behalte ich 20 Anteile und habe einen günstigeren Einstandspreis bei rd. 120 Euro.

Wie sieht das bei euch aus? Wendet ihr diese Taktik häufiger an? Würdet ihr das konkret in Erwägung ziehen! Möchte mir nur ein Meinungsbild machen, deshalb danke für die Anregungen vorab!

VG

10 Kommentare

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Gelöschtes Konto

Hi, mach dir mal lieber selber Gedanken dazu. Ist schließlich dein Geld und du musst dich auch nicht an irdendwelche magischen Grenzen von fünf Prozent halten.

Wichtig ist das IMMER das FIFO (First In First Out) Prinzip angewendet wird. Sprich als erstes verkaufst du deine 20 Anteile zu je 145€ das Stück, daher machst da durch 500€ Verlust.

Dann hast du 500€ im Aktienverlusttopf, welche beim nächsten Verkauf mit dem Gewinn verrechnet werden können.

Dein Durchschnittspreis liegt daher bei 90€ und du hättest bei einem Kurs von 120€ rund ~ 600€ Bruttogewinn (Effektiv sind es aber nur 100€).

Es gibt bei Short-Term Investitionen das sog. 'Tax-Loss-Harvesting' jedoch sollte man dann schon wissen was man macht und bleibt am Ende trotzdem eine Verlustrealisierung.

Das macht aber auch nur Sinn wenn du davon überzeugt bist das Investment A auf jeden Fall weiter fällt oder nicht steigt und derzeit bei Realisierung einen Verlust erzeugt.

Dazu hast du aber noch Investment B welches im Gewinn steht und du diesen zeitnah realisierten möchstest, sowie die Möglichkeit besteht das dieser demnächst wieder fällt.

Um Steuern zu reduzieren und Kapital aus schlechten Invesitionen abzuziehen kann man dieses Vorgehen anwenden.

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Johnny
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Generell sind die 5% nicht verkehrt - allerdings ist das wie schon gesagt DEIN Geld und DEINE Strategie. Sich an irgendwelche Regeln zu halten, nur weil das andere machen oder das von irgendeinem Guru gepredigt wird, ist nicht die richtige Herangehensweise. Es gibt kein RICHTIG oder FALSCH; es gibt DEINEN Weg und die Wege der ANDEREN.

Ich habe eine Vielzahl von Aktientitel und wenn es nach mir ginge, würde ich bei den jetzigen Kursen 350.000 Euro (wenn ich sie denn hätte) investieren. Aber das Kleingeld habe ich gerade nicht 😀 (komisch aber auch).

So gehe ich vor - du kannst sehr gerne anderes vorgehen 😉
Ich schaue regelmäßig über mein Portfolio und achte darauf nach Möglichkeit (!) keine Titel über 5% zu haben und auch eine gewisse Balance bei den Branchen (Stichwort Diversifikation) zu haben. Heißt also, dass ich gezielt Kaufe, ergo wenn ich sehe "oh ich hab zu viel Microsoft", dann kaufe ich eine Zeitlang eben NICHT Microsoft, sondern vielleicht Apple oder Texas Instrument (wenn ich den Tech Bereich erweitern will). Oder einfacher: ich schaue was vielleicht bei 1-2% Depotanteil dümpelt und kaufe dann dort nach (wenn der Titel sich bisher gut entwickelt hat, ich entsprechende Chancen sehe und natürlich auch davon überzeugt bin). Und ich bin ein Buy&Hold Anleger.

Bisher bin ich damit recht kurz gefahren, heißt aber nicht, dass ich mich Millimetergenau daran halte und das auch problemlos funktioniert (warum schwanken die Kurse auch so 🤓). Meine aktuelle Baustelle ist z.B. die, den Chemie/Pharmabereich weiter auszubauen, da er in meinen Augen unterrepräsentiert ist.

Aber jetzt zu deiner Frage bzw. wie ich (aber auch die Investoren) damit umgehen 🙂

Wenn irgendwann ein Aktientitel durch die Decke schießen sollte (z.B. nVidia) und ich dann plötzlich ein 8-10% Anteil im Depot haben sollte, würde ich versuchen durch Käufe anderer Titel diesen im Laufe der kommenden Monate wieder nach unten zu drücken. Sollte das nicht klappen, würde ich einen Verkauf ins Auge fassen. Vielleicht würde ich mir sogar ein Jahr Zeit geben, so einen Titel runterzudrücken - kommt ganz darauf an auch auf wieviel Kleingeld ich zur Verfügung habe.

Allerdings sind bei mir so viele Aktientitel im Depot, dass derzeit nur Microsoft die 5% minimal übertrifft. Das behalte ich dann einfach im Auge und ja: ich kaufe trotzdem Microsoft, wenn ich der Meinung bin, dass es sich lohnt.

Wie du siehst hängt es stark davon ab, wie sehr man sich an seine eigenen Regeln hält.

Die Profis führen diese Rebalancing regelmäßig durch, da wird dann einfach knallhart verkauft. Große Fondsverwalter, welche sagen wir mal 5% Frankreich in ein Depot haben müssen, würden dann einfach solange verkaufen/kaufen bis das ganze wieder passt. Sie haben auch strenge Regeln an die sie sich halten müssen.
Stell dir vor du hast einen "80% Europe und 20% World ETF" und plötzlich sind es 40% Welt, weil die US und China Aktien durch die Decke gehen. Dann würdest du dich als Fondanleger veräppelt vorkommen, weil du den Fond ja mit dem Ziel gekauft hast, dass nur 20% Welt drin sind. 🤯

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Marc
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Zu lange gezögert ;-) Nächste Gelegenheit abwarten 😀

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Pascal
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@mawefu  ja bis jetzt scheint es eine ganz gute Entscheidung gewesen zu sein.

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Marc
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@passes  Naja, ich habe zulange gewartet und hätte besser kaufen sollen, so war das gemeint. Amazon wird definitiv auf lange Sicht weiter eine gute Entscheidung sein meine ich...

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Johnny
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@passes Amazon wird zurückkommen, dass ist ein Unternehmen der Kategorie Apple, Microsoft etc. Das das nicht in drei Tagen passiert, sollte aber auch klar sein. Geduld. 😉

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Marc
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Danke, die 5%-Regel ist für mich auch nicht komplett verbindlich, sondern wie es bei dir auch angedeutet ist, ein Richtwert. Wenn ich mir jetzt aber statt 20 gleich 40 Amazonaktien ins Portfolio lege, wird es mit dem Reblancing der anderen Titel - es ist ohnehin alles erst im Aufbau - ewig dauern und Amazon hätte ein deutliches Übergewicht.

Eigentlich ging es mir vielmehr um die Frage, ob ich die Gelegenheit jetzt nutze, den 1., relativ teuren Kauf um 145 Euro mit einem neuerlichen Kauf bei unter 100 Euro, zu kompensieren und den Bestand beim Kursanstieg (kann man ja nur spekulieren und ist weiß Gott in der aktuellen Zeit nicht sicher) dann wieder zu halbieren.

Der Beitrag hat aber trotzdem sehr geholfen ! Danke!

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Johnny
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@mawefu gerne doch - ob du kaufen willst/darfst/kannst/sollst kannst leider nur du dir selber beantworten, da ich nicht über deine Ziele, Umfeld und Strategien Bescheid weiß 🙂

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Pascal
Plus
Beta

ich habe gestern Abend noch nachgekauft, für mich eine klare Übertreibung.

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Marc
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Investor
Beta
+2

Danke für die Rückmeldung und den Hinweis zu FIFO, natürlich mache ich mir eigene Gedanke, daher auch der Hinweis, dass mich mal interessieren würde, ob die Community das öfters macht, usw...

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