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Gewichtung in meinem Weltportfolio
Servus zusammen,
ich bin aktuell frische 23 Jahre alt und studiere noch. Seit Anfang des Jahres baue ich mir mein eigenes Weltportfolio auf. Es besteht derzeit aus folgenden ETF´s mit folgender Gewichtung:
- Vanguard S&P 500 (A1JX53) --> Zielgewichtung 65 %
- Vanguard developed Europe (A1T8FS) --> Zielgewichtung 12 %
- Vanguard Emerging Markets (A1JX51) --> Wird aktuell mit 5 % bespart, da ich die Lage rund um China unsicher einschätze. Langfristig kann ich mir eine höhere Gewichtung vorstellen
- Vanguard Developed Asia Pacific ex Japan (A1T8FT) --> Zielgewichtung 8 %
- Vanguard Japan (A1T8FU) --> Zielgewichtung 5 %
- iShares MSCI World Small Cap (A2DWBY) --> Zielgewichtung 5 %
Mein Ziel ist ein langfristiger Vermögensaufbau. Ich möchte mir dabei ein Depot aufbauen, dass mir grundsätzlich viel Flexibilität gibt, meine Gewichtung umzustrukturieren (z. B. mehr EM etc.)
Grundsätzlich würde ich mich freuen, von euch als Anleger mit viel mehr Erfahrung etwas Feedback zu meinem Vorhaben zu erhalten 🙂
Dazu Frage ich mich aktuell, ob es Sinn machen würde, die Gewichtung des S&P 500 auf 55 % zu verrringern und dafür noch einen Nasdaq 100 mit 10 % zu besparen, da ich grundsätzlich einen hohen US-Anteil haben möchte und langfristig an die Rendite der Technologieaktien glaube und diese gerne übergewichten würde - macht das Sinn?
Dazu habe ich mir überlegt einen Kanada-ETF und einen Immobilien-ETF hinzuzufügen, da diese beiden Bereiche etwas kurz kommen, bzw. Kanada gar nicht dabei ist.
Ich bin dankbar für jeden Input!
Schöne Ostern
Dennis
Moin.
Ich finde Deinen Ansatz viel zu kompliziert. Es ist grundsätzlich gut und richtig, sich Gedanken über die Zusammensetzung des eigenen Depots zu machen. Es sind allerdings jetzt schon sechs ETF und Du denkst über drei weitere nach. Also "schlimmstenfalls" neun ETF. Das wirkt dann trotz aller Vorüberlegungen sehr zusammengewürfelt und nach versuchter Kaputtoptimierung. Ganz zu schweigen davon, dass das Rebalancing ein ziemlicher Horror wäre.
Darüber hinaus kann ich mir vorstellen, dass Du als Student nicht unbedingt jeden Monat hohe dreistellige Beträge oder gar einen vierstelligen Betrag investieren kannst. Das spricht aus meiner Sicht umso mehr dafür, es einfach zu halten - ein bis drei ETF würden locker genügen.
Was spricht dagegen, erst einmal mit einem All World, ACWI oder Global All Cap zu beginnen? Weitere kannst Du ja immer noch später dazunehmen.
@dennis_bilgis 800 bis 1000 Euro als Student? Irgendwas muss ich damals falsch gemacht haben 😀 Aber schön für Dich, Glückwunsch dazu.
Hinsichtlich der Gewichtung: mit den 65 % USA liegst Du dann ja entsprechend der Marktkapitalisierung. Kann man also sicherlich machen.
5 % EM ist hat schon wenig, etwa die Hälfte des Gewichts nach Marktkapitalisierung und ein Bruchteil bei einer BIP-Gewichtung. Mir persönlich wäre es dann vermutlich zu lästig, und ich würde höher oder gar nicht gewichten. Aber Dein Gefühl hinsichtlich China verstehe ich. Und am Ende bist Du der einzige, der sich mit dem Portfolio wohl fühlen muss - wenn das für Dich 5 % EM heißt, ist das nicht richtiger oder falscher als alle anderen Lösungen.
@dennis_bilgis Hi und willkommen 🙂 Dein Ansatz ist wie @das_lama schon erklärt hat etwas "too much". Versuche doch erstmal mit max 3 (ja, ich weiß ist hart) ETFs, welche dann irgendwann mal 5stellig sind auszukommen. Ansonsten endest du mit vielen ETFs und verlierst den Überblick. Das ist jetzt meine Meinung, natürlich ist es dein Geld und deine Entscheidung. ;-)
Aus Erfahrung weiß ich, dass man dann noch diesen und den einen ETF dazuhaben will und schon läuft alles aus dem Ruder 😀
Oder anders gesagt: Gerade bei ETFs ist weniger mehr 🙂
@das_lama Servus, danke erstmal für dein Feedback. Ich finde die ein-ETF-Lösung mit dem FTSE All World prinzipiell super und habe diesen auch zuvor bespart und mit Profit verkauft und umgeschichtet. Dauerhaft finde ich die Lösung mit den aktuell sechs ETFs relativ attraktiv, da ich mehr Kontrolle über die Allokation haben kann. Ich bin aktuell Student und grundsätzlich auf jeden Fall eingeschränkt, kann jedoch trotzdem pro Monat zwischen 800 bis 1000 € in die Sparpläne stecken. Wie findest du die Aufteilung besonders mit Bezug auf die USA und die Emerging Markets?
Gruß
Dennis