Dan

Gepostet in Portfolio Roasts

Aktives Depot seit Ende 2019 laufen gelassen

Hallo liebe Community,

Ich habe seit Oktober 2019 einen aktiv gemanagten Aktiendepot laufen, den ich monatlich mit 300€ bespare. Als ich damit angefangen habe, wusste ich noch nicht viel über das Veranlagen und habe mich nicht viel drum gekümmert. Anfang 2023 bin ich mehr in die Materie eingetaucht und ich überlege alles in einen kostengünstigeren ETF umzuschichten. Die Gebühren für dieses gemanagte Depot liegen derzeit zwischen 4-5% p.a., und das ist viel. Wenn ich mein Ziel von ca. 200,000€ Depotwert erreiche, sind es ca. 1%, aber das dauert noch ein Weilchen.

Die Aktien im Depot laufen eigentlich m. M. eh gut und sind gut diversifiziert. Was meint ihr? Soll ich es weiter laufen lassen oder umsteigen?

Liebe Grüße,

Dan

https://app.parqet.com/p/6500c81af3fc432d70b86e69

17 Kommentare

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Johnny
Beta

Hi.
Variante 1 - die "ich hab kein Bock mich mit dem Schrott zu beschäftigen"
Kauf ein bis maximal drei ETFs. Betrag gleichmäßig in die drei aufsplitten, weiter einzahlen, liegen lassen und Leben genießen.

Variante 2 - die "ich will schon wissen, wo mein Geld steckt und was es macht"
Diese ist aufwendiger, aber auf dich zugeschnitten. Nimm ein weißes Blatt Papier.

  1. Unterteile es in 6 Bereiche Tech/Finanzen/Chemie, Pharma/Maschinenbau/Handel & Konsum/Nahrung
  2. Jetzt nimmst du dir Unternehmen, welche dir zusagen bzw. in deinem Depot sind. Ordne sie entsprechend ein. Die Unternehmen die du haben willst, solltest du mindestens 10 (!!) Jahre in deinem Depot halten - denk an eine gute (!) Ehe.
  3. Sie zu, dass KEINES der Bereiche mehr als 25% hat und weniger als 5% hat. Auch schön wäre es, wenn jeder Bereich mindestens drei Unternehmen hat.
  4. Achte darauf, dass die Unternehmen nicht alle aus dem gleichen Land sind.
  5. Und das kein Titel mehr als 5% hat
  6. Verkauf deinen überteuerten Fond und geh einkaufen, nein nicht im Supermarkt sondern bei einem guten (!) Neobroker.
  7. Alles gemacht? Leben genießen. Ab und an ins Depot schauen, entsprechend Punkt 2-4 nachkaufen. Vergiss, dass es einen VERKAUFEN Knopf gibt. 😆
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Michael
Investor
Terminal
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Ich würde den Fond in jedem Fall verkaufen und in einen World-ETF anlegen, diese Gebühren sind schon ungewöhnlich überhöht. Dein Aktiendepot ist sehr schön ausbalanciert, lediglich Doppelbelegungen (z.B. Visa und Mastercard) würde ich überdenken. Ganz persönlich wären mir anstelle der deutschen Aktien andere lieber, aber das ist Geschmackssache. Viel Erfolg.

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Anon

Wo bleiben deine Dividenden?

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Dan
Autor

@robin_fortagne  Hallo, müsste ich noch eintragen, sind aber sehr viele, knapp 4 Jahre  Ausschüttungen xD. Ich mach das übers Wochenende und geb Bescheid. Danke schon mal

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Robin F.
Plus

@florentin Gebe ich Recht hätte gerne den Einblick auf die Dividenden noch gerne dazu gehabt

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Johnny
Beta

@woina_imir du weißt sicherlich, dass du die PDFs einfach im Uploadbereich "ablegen" kannst und diese dann automatisch zugeordnet werden. Funktioniert übrigens auch mit 250+ Dokumenten auf einmal... nicht, dass ich das schonmal gemacht hätte. 😇

Tipp: Probiere erstmal EINES von jedem deiner Broker aus, um zu sehen das es funktioniert. Und keine Sorge, falls du mal was doppelt ablegst, dass merkt das System.

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Robin F.
Plus

@woina_imir Alles gut :) bin da nur immer interessiert da ich selber eine Divi-Strategie fahre und da halt dann interessiert bin was so bei anderen abfällt 🙂

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Anon

4-5% Gebühren sind ein Fehler. Selbst ein Prozent rechnet sich eher nicht, aber das kann man noch anders rechtfertigen.

Bei welchem Anbieter lässt du das managen? Und sind die Einzelaktien gemanagt oder sind die zusätzlich?  Weil mit 300€ im Monat 30 einzelaktien zu besparen und dann nur ganze Aktien zu kaufen ist ... Speziell

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Dan
Autor

@florentin hallo. das ganze läuft über eine österreichische Privatbank, das ganze Depot wird gemanagt, die schauen sich den Aktienmarkt an und kaufen/verkaufen die Aktien. Die Aktien die jetzt im Depot sind, bleiben normalerweise drin und werden gegeben falls aufgestockt mit den 300€. Ab und zu werden Aktien ausgetauscht falls das Team was entdeckt, aber um die 30 Einzelpositionen bleiben drin. 
Es werden immer 1-2 Aktien pro Transaktion gekauft, außer der Preis ist sehr niedrig oder ich zahle extra noch was ein.

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Anon

@woina_imir  ok danke. Mein roboadvisor macht quasi das gleiche, nur mit ETFs und ohne Stockpicking. Und bei denen gibt's eben auch Bruchstücke.

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Dan
Autor

Danke für eure Antworten und Anregungen. Ich habe mir mal das durchgespielt wenn ich das Depot verkaufe. Falls ich mir irgendwo irren sollte, bitte um Korrektur.
Ich habe jetzt einen Kursgewinn um die 2000€ absolut (Gebühren sind da schon abgezogen, ohne Gebühren wären es knapp 4000€ wie im Portfolio ersichtlich). Da ich in Österreich wohne, beträgt die Kapitalertragssteuer 25%, d.h. Ich würde 500€ KESt zahlen und damit 1500€ reinen Gewinn machen. Die Frage ist, ob sich das auszahlt. Was meint ihr?

Wie geschrieben, als ich das Depot eröffnet habe, kannte ich mich null aus. Jetzt sind die hohen Gebühren ziemlich ... und zerschießen mir meine Rendite. Aber bei näherer Betrachtung laufen ja die Aktien im Depot gut. Ich meine das Team macht eine gute Arbeit, nur die Gebühren :(. Jetzt denke ich mir das ganze noch 11 Jahre laufen zu lassen (insgesamt wären es 15 Jahre), aber mein Ziel müsste dann sein so schnell wie möglich 100.000€ Depotwert zu erreichen, dann fallen die Gebühren nicht so sehr ins Gewicht. 
Oder meint ihr ich bin ein Opfer des Sunken Cost Fallacy? Ich bitte um euren Input. Danke.

Mit freundlichen Grüßen,
Dan

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Lucas

@woina_imir jedes Jahr, 4-5% Gebühr sind in ein paar Jahren weitaus mehr, als jetzt einmal 500€ Steuer.

Du könntest eventuell gucken, ob du die Steuer optimieren kannst: habt ihr einen Steuerfreibetrag oder vielleicht in Zukunft mit Verlusten verrechnen?

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Anon

@woina_imir kannst du uns sagen, um welchen Anbieter es geht?

Jemand, der in der Lage ist, sein Portfolio auf Parqet einzutragen ist definitiv in der Lage, ein eigenes Depot ohne Verwaltung/Management zu führen.

Dazu kommt, dass die Aktienauswahl deines Beraters keine systematische Überrendite ertzielt. Gute Jahre sind möglich, aber es wurde gründlichst geforscht, und kaum ein Profi kann das mit andauerndem erfolg. Du müsstest also sogar geld bekommen, damit sich das lohnt.

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Dan
Autor

Ok ihr habt Recht. Ich habe die Zahlen durchgerechnet und das Ergebnis ist sehr schlecht. Ich werde alles verkaufen, auch mit Verlusten. Aber das Gute daran ist, ohne diese Erfahrung hätte ich mich nicht mit dem Thema Investieren beschäftigt.

Die Frage ist jetzt, welcher Anbieter? In Österreich ist flatex die beste Wahl oder? (Wegen Steuer und so). Ich werde da einfach diesen etf IE00B6R52259 nehmen und einen Sparplan drauf setzen und fertig.

MfG
Dan

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Hotte
Plus

Wenn man in Österreich Steuerpflichtig ist, dann ist ein ETF bei einem nicht steuereinfachen Broker (also z.B. alle deutschen) extrem aufwendig bei der Steuererklärung. Meiner Meinung nach ist dafür flatex.at aktuell das beste Angebot.

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Hotte
Plus

Du hast einen Thesaurierenden ETF gewählt. Jedes Mal wenn dieser thesauriert, muss du Steuern bezahlen (das ist in AT anders als in D). Die Steuern werden direkt vom Cash-Konto abgezogen, somit muss du immer genug Cash drauf haben.

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Frank
Plus

4%-5% Gebühren für einen sehr sehr defensiven Aktienpool aus absoluten Standardwerten ist ne Frechheit! Das hast Du aber mittlerweile ja dann eingesehen. ☺️
Aber wieso jetzt alles verkaufen? Da sind einige sehr schöne Titel dabei. An sich finde ich die Titelauswahl aus Einzelaktien Sicht absolut ok (Irgendwas müssen die auch gekonnt haben für die Schweinegebühr).
Nur in dieser Zusammenstellung ist das sehr defensiv und hat wenig Potential (was nicht heißt, dass das je nach Anleger falsch sein muss, weil die Vola recht gering ist).
Ich würde jetzt einfach sukzessive Aktien mit höherem Ertrag/Risiko dazu nehmen und eben die sehr defensive Sektor Allokation umstrukturieren.

Aktuell hast Du:
Würde ich in ne Richtung
Basiskonsum 10%
Health 10%-15%
Nicht Basiskonsum 10%
Finanzen 10-15%
Industrie unter 5%
Materiale unter 5%
Versorger 5%
Energie 5%
Tech und Komm (zusammen) min 30% , eher 40%

Wie gesagt, gute Aktien, falsche Allokation/Gewichtung.

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