Christian
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Gepostet in Schnack

IZF bei Cashkonto zu hoch

Hallo.

Ich nutze die Cashkonten u.a. zur Verwaltung von Tagesgeld.

Wenn ich dort nun den IZF anzeigen lasse, ist dieser viel zu hoch. Teilweise über 6%. Die hätte ich gern ;-)

Ich verstehe den IZF so, dass er ein Maß dafür ist, wenn man das gleiche Geld verzinslich angelegt hätte. Dabei werden zu und Abflüsse sowie die Zeitpunkte berücksichtigt.

Demzufolge müsste der IZF bei einem Cashkonto doch ca. dem Tagesgeldzinssatz entsprechen? (bzw. ca. dem gewichteten Durchschnitt über den betrachteten Zeitraum.)

Oder habe ich einen Denkfehler?

Grüße, Christian

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2 Kommentare

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Sebastian Kudernatsch

Muss nicht unbedingt sein, der IZF gibt dir den Wert der “Verzinsung” auf 1 Jahr hoch- bzw. runtergerechnet an.

Je nach Länge deines Betrachtungszeitraums kann dies von deiner nominalen Verzinsung deines Tagesgeldkontos abweichen. Betrifft vorrangig kurze Zeiträume.

Auch bei Cashbewegungen auf deinem Verrechnungskonto kann dies kurzfristig zu Abweichungen führen. Cash in IZF zu niedrig, cash out IZF zu hoch.

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Investor
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Dem was Kudi geschrieben hat schließe ich mich an. Wenn du z.B. innerhalb eines halben Jahres 2% gemacht hast, dann rechnet der IZF aus, wie viel Rendite du auf’s Jahr gerechnet machen würdest, in dem Fall vereinfacht gesagt 4%. Wenn du also innerhalb dieses Berechnungszeitraumes Geld rausnimmst, dann wird die Basis auf der die Rendite berechnet wird weniger, also ist deine Rendite höher. Und wenn deine Anlagedauer <1 Jahr ist, verstärkt sich der Effekt durch den IZF nochmal mehr.

Ganz einfach gesagt zeigt der IZF deine durchschnittliche jährliche Rendite auf das eingesetzte Kapital an. Also wie viel % jede einzelne deiner Investitionen machen müsste, um auf den aktuellen Wert zu kommen.

Hier ein Beispiel was ich von diesem längerem Post im PP Forum geklaut habe, der den IZF (englisch IRR) mit der TTWROR vergleicht:

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“Nehmen wir zudem zwei verschiedene Investoren an. Dein Freund und Du.

Du investierst gleich am Jahresanfang 100 Euro in das Investment a. Am Jahresende sei das Investment 105 Euro wert. Der Wertzuwachs beträgt somit 5 Euro.

Spannend wird es, sobald Zu- bzw. Abflüsse zur Betrachtung dazukommen.

Nehmen wir an, Dein Freund investiert am Jahresanfang 50 Euro und weitere 50 Euro zur Jahresmitte. Allerdings in ein anderes Investment b. Wenn nun am Ende des Jahres das Investment wieder 105 Euro wert ist, so beträgt auch sein Wertzuwachs 5 Euro.

Kapitalgewichtete Rendite, IRR

Dir fällt vielleicht auf, dass Dein Freund weniger Kapital angelegt hat als Du. Er hat nicht 100 Euro für ein Jahr angelegt, sondern 50 Euro für ein Jahr und weitere 50 Euro für ein halbes Jahr.

Die kapitalgewichtete Rendite (IRR) berücksichtigt genau diese Zu- und Abflüsse, d.h. das investierte Kapital.

Du hast 100 Euro eingesetzt, 5 Euro sind 5% des Kapitals, daher beträgt Dein IRR beträgt 5%. So weit, so einfach.
Dein Freund hat in diesem Beispiel einen IRR von ca. 6,7% erzielt. D.h. seine kapitalgewichtete Rendite ist höher, da der Kapitaleinsatz niedriger war.

Was sagt uns dieser Zinssatz genau? 6,7% ist rechnerisch derjenige Zinssatz, zu dem man 50 Euro ein Jahr lang und weitere 50 Euro ein halbes Jahr lang anlegen müsste, um die 5 Euro Rendite zu erzielen.”

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Das heißt also, der IZF ist quasi dein Durchschnittszinssatz den deine Investitionen gemacht haben (auf’s Jahr gerechnet)

Ich hoffe ich konnte dir damit ein wenig helfen :)

Viele Grüße,

Niklas

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