Gelöschtes Konto

Gepostet in Schnack

Dividendenstrategie

Mir ist ja die Dividendenstrategie schleierhaft. Denn die allermeisten wollen ja so im Ruhestand etwas zur Rente dazu, was ja verständlich ist. Aber warum verzichte ich bis dahin auf Performance und Wachstum (auch meines Depotwerts)?

Es wäre doch viel logischer, bis zur Rente auf Wachstum zu setzen, und sei's "nur" durch einen ETF auf den S&P500, und erst mit der Rente auf etwa einen (Hoch-)Dividenden-ETF umzusatteln, dessen Ausschüttungen ja dann einen höheren Depotwert als Basis haben ...

17 Kommentare

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Sven Kohlenberg
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Studien haben gezeigt, dass es egal ist, ob man eine Dividendenstrategie fährt oder eben nicht.

Was aber oft vergessen wird:
In Falle eines Chrashes, laufen die Divis weiter. Mir ist klar, das Divis auch gekürzt/gestrichen werden können. Bei Qualitätsaktien ist es aber eben eher selten. Stichwort “Dividendenaristokraten”.

Es wird ja auch oft argumentiert “Was nützten mir die Divis, wenn der Kurs um XY einbricht?” Dann sitzt man die Baisse halt aus.
Zudem muss ich ja nicht verkaufen. Negativbeispiel wäre 3M mit seit 2018 fallendem Kurs. Die erwirtschaften aber so viel Geld, dass die Divis sicher sind. Bei den derzeitigen Divis hätte man sein Geld nach 8 Jahren wieder raus. Mit eventuellen Erhöhungen natürlich länger.

Es gibt ein Dividendenwachstum. Bedeutet, ich investiere und das Geld was ich herausbekomme vermehrt sich von allein. Gibt genug Beispiele(Broadcom, LVMH usw.) die haben ein Wachstum von 15-20%. Da verdoppelt sich der Betrag, den ich rausbekomme alle 5-6 Jahre.
Man schau sich nur mal Warren Buffet an. Was der mittlerweile für eine Dividendenrendite bei Coca Cola hat.

Zudem gibt es noch REIT’s und BDC’s, welche auf Grund ihrer steuerlichen Struktur hohe Divis ausschütten. Das sind auch mal 10% und mehr drin. Das schaffen schon die wenigsten im Jahr.

Ab einer gewissen Größe bräuchte ich kein neues Geld mehr einzahlen. Der “Schneeball” rollt von allein. Mache ich es trotzdem, habe ich noch mal einen Booster.

Ein weitere Punkt ist, wenn man nicht mehr 30-40 Jahre Zeit hat, bekommt man “sofort” etwas heraus.

Meine Erben bekommen ein hoffentlich gutes Depot und wären dann finanziell unabhängig(er).

Ich muss später nichts von meinem Depot verkaufen.

Nicht zu vergessen ist der mentale Aspekt. Es ist einfach schön, wenn die Ausschüttungen wachsen.

Sind nur einige Aspekte, zu denen es sicherlich auch Gegenargumente geben mag.

Es gibt hier aber kein Falsch oder Richtig. Jeder investiert wie er mag. Nur sollte man die jeweils andere Seite nicht “verteufeln”. Sie haben alle ihr Berechtigung.

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Mario
Founders Pass
Beta
+2

Ich setzte auch voll auf Dividenden. Mein Depot hat kaum noch Einzelaktien und ich bilde alles über ETFs ab. Dies sind aber alle US ETFs (ISIN beginnt mit US). Die verbleibenden Einzelaktien werden aber auch verkauft, soweit der Zeitpunkt beim Kurs passend ist.

Für mich soll es später auch als zusätzliches Einkommen zur Rente sein, ohne etwas verkaufen zu müssen. Aktuell werden die Dividenden somit immer reinvestiert. Die monatlichen Dividenden übersteigen dabei mittlerweile meine eigene Sparrate vom Gehalt.

Der Zinses-Zins macht sich bei mir somit bemerkbar und der “Schneeball” wird immer größer und schneller. Dieses Jahr sollte pro Monat im Schnitt die 1.000 Euro Marke (Brutto) an Dividenden gebrochen werden.

Habe im Oktober 2020 angefangen und habe mit viel Disziplin dies erreichen können. Mein Sohn wird mal ein schönes Nebeneinkommen bekommen, wenn ich mal nicht mehr da bin.

VG

Mario

9
Tim
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Balsam zu sehen, dass bei euch verschiedene Meinungen und Argumente ausgetauscht und AKZEPTIERT werden. Wie selten man sowas liest! Top!!

Ich fahre die Divi-Strategie größtenteils deshalb, weil ich die monatlichen Einnahmen und gerade auch jährlichen Entwicklungen super motivierend finde. Es passt momentan und hoffentlich auch in Zukunft einfach zu mir, auch wenn ich vllt. Performance auf der Strecke lasse.

LG

8
Frank
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Ich finde, die Mischung macht’s. 😁

Ich fahre ne Mischung aus Quality und Wachstum. Bisher hat das prima funktioniert. Mit den richtigen Aktien machst Du so Dein Depot auch recht robust. Gibt ja Aktien, die können beides. Ist einem dann der Cash Flow zu gering (auf CF steh ich an sich auch drauf, weil man damit schlechte Börsenphasen einfach psychologisch angenehmer übersteht), kauft man sich halt paar Dividenden Langweiler rein. Oder umgekehrt, kann man einem sehr defensiven Depot mit einigen Titeln auch den notwendigen Kick verpassen. So kann jeder im Prinzip sein Depot nach seinen Kriterien perfekt steuern.

4
Matthias
Plus

Also ich möchte im Ruhestand von meinen Dividenden und nicht vom eisern ersparten Kapitalstock leben. Die thesaurierenden ETFs sind für meine Kinder als Erbe gedacht und die Dividenden für mich zur „Rentenaufbesserung“.

Meine Dividenden werden umgehend reinvestiert und im Schnitt komme ich bei den Dividenden- ETFs bei Rendite+ Dividende auf aktuell über 9%. . Das find ich jetzt nicht so tragisch, zumal ich eh nur passiv unterwegs bin.

Umschichten würde ich niemals zur Rente da der Spaß viel zu teuer würde, zumal ich mir jetzt die Dividenden zu günstigen Kursen erkaufe und viel mehr Anteile als in 25 Jahren bekäme.

Das ist meine Ansicht, warum ich Dividenden-ETFs habe.

3
Matthias
Plus

@domi.outdoorguy hi, ja da gebe ich dir recht. Im Endeffekt erben sie natürlich alles. Da man aber bei den Entnahmeplan schon mit mind. 6% rechnen muss (alte 4%-Regel ist längst hinfällig), und man nicht weiß wie die Märkte in 4 bis 5 Dekaden laufen, möchte ich die Thesaurierer nicht anlangen. Ich kann dann sehr gut von den Dividenden leben.

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Domi 😎
Plus
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@matthias_f1f944 Die thesaurierenden ETFs sind für meine Kinder als Erbe gedacht und die Dividenden für mich zur „Rentenaufbesserung“.

… “Thesaurierend” ist hier falsch reingerutscht, oder?

Das ist ein schönes Argument (wenn man Nachkommen hat), dass man bei Dividenden die Anteile behält und so das gesamte Depot vererben kann!

Man könnte bei den thesaurierenden ETFs auch einen Entnahmeplan ohne Kapitalverzehr ansetzen. Aber durch deine Dividenden-Strategie bekommen die Kinder irgendwann ein passives Einkommen - das hat natürlich was! 👍

0
Denis W.
Plus

Dividendenstrategien sind in den letzten Jahren auch nur so in Verruf geraten, weil Growth so outperformt hat - das war bei Nichten immer so. Wenn man sich eines sicher sein kann an der Börse, dann dass auch mal wieder andere Zeiten kommen werden.

3
best.ager.lounge
Investor
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Hallo zusammen, ich fahre eine Strategie die von allem etwas beinhaltet. ETF`s und Aktien die auf Dividenden ausgelegt sind. Ein ETF-ACC der auf Value ausgerichtet ist. Dazu dann noch Value-Aktien und ca. 5 % Krypto. Klar, wenn da monatlich Dividenden kommen investiere ich die exakt auf das Asset das ausgeschüttet hat und ehrlich gesagt ist das auch ein gutes Gefühl. Ich glaube, da ist entscheidend, dass man ein gutes Gefühl bei seiner Strategie hat und letztlich ist jede Strategie besser als Lebensversicherungen, Riester- oder Rüruprenten oder gar auf die gesetzliche Rente zu verlassen…. VG Frank

3
Domi 😎
Plus
Beta

Die Frage stelle ich mir auch ab und an. 😅 Vor allem weil mittlerweile auch das Argument “Mit Dividenden nutzt du jedes Jahr den Sparer-Pauschbetrag voll aus, der würde ja sonst verfallen” nicht mehr greift… bei entsprechender Depotgröße macht das ja bei ETFs (leider) die Vorabpauschale schon zum großen Teil. 😑

Ich kann auch verstehen, wenn man gerne einen “Kickback” in Form der Dividende für seine Investition hat (z.B. als Motivation)… auf der anderen Seite sollte man den Betrag aber auch reinvestieren um bei der Performance einigermaßen mithalten zu können. Für mich ist das ein höherer Aufwand bei niedrigerem Wachstum im Vergleich zum ACC ETF.

Umsatteln in der Rente halte ich allerdings für keine gute Idee: du müsstest beim Komplettverkauf erst mal alle Gewinne versteuern - was durch den Zinseszins-Effekt ein hoher Abzug sein dürfte - und dann wieder neu den DIST ETF einkaufen. Effektiv ist der Wert des ausschüttenden ETF dann deutlich geringer also vorher beim Thesaurierer… somit auch geringere Ausschüttung. Habe dazu auch kürzlich eine Beispielrechnung gesehen, die das in Zahlen beweist… finde leider nicht mehr auf welchem Kanal das war.

Meine Strategie fürs Alter ist, die ACC ETFs nach und nach zu verkaufen und damit die Rente aufzustocken. Im besten Fall sogar “von neu nach alt” (also FiFo aushebeln) um die steuerlichen Abgaben zu optimieren. 😜

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Parqet Nutzer
Investor
Beta
+1

@domi.outdoorguy Mit dieser Entnahmestrategie hast du im Endeffekt quasi denselben Effekt wie bei einer Dividende, nur dass du dir quasi aussuchen kannst wie viel du entnimmst und musst das dann eben durch Teilverkäufe selbst machen. Dafür hast du aber die bessere Performance bis dahin, halte ich persönlich für die bessere Strategie wenn du die nächsten 20 Jahre oder so nicht auf Ausschüttungen angewiesen bist sag ich mal

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Gelöschtes Konto

Danke, das ist sehr interessant… 👍

Damit ist klar, umschichten macht keinen Sinn, ein Entnahmeplan also. Das kann man aber natürlich auch selber mit Aktien machen …

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Domi 😎
Plus
Beta

Habs gefunden, lies mal hier nach bei Finanztip:
Es ist der Artikel “Kann Tausende Euro kosten: Vorsicht vor diesem ETF-Fehler” 😉

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Parqet Nutzer
Investor
Beta
+1
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Gelöschtes Konto

Das mit dem Versteuern beim Umschichten ist natürlich ein Argument. Irgendwie hoff ich ja, dass sich da in den nächsten Jahren was ändert und Steuern anders anfallen (also etwa erst beim Rausnehmen aus dem Depot oder nur bei kurzen Haltedauern).

Im Prinzip muss man ja nur eine über die Steuer hinausgehende bessere Performance machen. Aber wenn's da schon Durchrechnungen gibt, dann ist das natürlich ein Argument. Schad, dass du den Kanal nicht mehr weißt …

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Domi 😎
Plus
Beta

Mario schau mal oben drüber, da ist der Link 😎

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Gonzales
Founders Pass
Beta
+2

Bei Steuern wird sich nichts ändern. Was der Staat einmal hat gibt er nicht wieder her.

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