Gepostet in Schnack
Dividendenstrategie
Mir ist ja die Dividendenstrategie schleierhaft. Denn die allermeisten wollen ja so im Ruhestand etwas zur Rente dazu, was ja verständlich ist. Aber warum verzichte ich bis dahin auf Performance und Wachstum (auch meines Depotwerts)?
Es wäre doch viel logischer, bis zur Rente auf Wachstum zu setzen, und sei's "nur" durch einen ETF auf den S&P500, und erst mit der Rente auf etwa einen (Hoch-)Dividenden-ETF umzusatteln, dessen Ausschüttungen ja dann einen höheren Depotwert als Basis haben ...
Studien haben gezeigt, dass es egal ist, ob man eine Dividendenstrategie fährt oder eben nicht.
Was aber oft vergessen wird:
In Falle eines Chrashes, laufen die Divis weiter. Mir ist klar, das Divis auch gekürzt/gestrichen werden können. Bei Qualitätsaktien ist es aber eben eher selten. Stichwort “Dividendenaristokraten”.
Es wird ja auch oft argumentiert “Was nützten mir die Divis, wenn der Kurs um XY einbricht?” Dann sitzt man die Baisse halt aus.
Zudem muss ich ja nicht verkaufen. Negativbeispiel wäre 3M mit seit 2018 fallendem Kurs. Die erwirtschaften aber so viel Geld, dass die Divis sicher sind. Bei den derzeitigen Divis hätte man sein Geld nach 8 Jahren wieder raus. Mit eventuellen Erhöhungen natürlich länger.
Es gibt ein Dividendenwachstum. Bedeutet, ich investiere und das Geld was ich herausbekomme vermehrt sich von allein. Gibt genug Beispiele(Broadcom, LVMH usw.) die haben ein Wachstum von 15-20%. Da verdoppelt sich der Betrag, den ich rausbekomme alle 5-6 Jahre.
Man schau sich nur mal Warren Buffet an. Was der mittlerweile für eine Dividendenrendite bei Coca Cola hat.
Zudem gibt es noch REIT’s und BDC’s, welche auf Grund ihrer steuerlichen Struktur hohe Divis ausschütten. Das sind auch mal 10% und mehr drin. Das schaffen schon die wenigsten im Jahr.
Ab einer gewissen Größe bräuchte ich kein neues Geld mehr einzahlen. Der “Schneeball” rollt von allein. Mache ich es trotzdem, habe ich noch mal einen Booster.
Ein weitere Punkt ist, wenn man nicht mehr 30-40 Jahre Zeit hat, bekommt man “sofort” etwas heraus.
Meine Erben bekommen ein hoffentlich gutes Depot und wären dann finanziell unabhängig(er).
Ich muss später nichts von meinem Depot verkaufen.
Nicht zu vergessen ist der mentale Aspekt. Es ist einfach schön, wenn die Ausschüttungen wachsen.
Sind nur einige Aspekte, zu denen es sicherlich auch Gegenargumente geben mag.
Es gibt hier aber kein Falsch oder Richtig. Jeder investiert wie er mag. Nur sollte man die jeweils andere Seite nicht “verteufeln”. Sie haben alle ihr Berechtigung.