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Gepostet in Schnack

Freistellungsauftrag in welche ETF-Höhe durch Vorabpauschale ausgeschöpft?

Hallo zusammen,

ich rechne gerade nur aus Interesse hin und her, ab wecher ETF-Höhe denn eigentlich der Freistellungsauftrag allein durch die Vorabpauschale in 2024 schon ausgeschöpft wäre.

Warum? » Ich lese immer wieder, dass Personen Thesaurierer mit Ausschnüttern kombinieren, um durch die Dividenden die 1k Freistellungs auszuschöpfen und denke dann: die Vorabpauschale vom Thesaurierer zieht doch auch schon davon ab… aber ab welcher Höhe eigentlich?

Nach meiner Berechnung komme ich auf 89.200 € in ETFs am Jahresanfang, womit man eine Vorabpauschale von 1.000,91 € hätte - also nach Abzug des 1k Freistellungsauftrags knappe 1 € versteuern müsste. Hat jemand Lust das gegenzurechnen?

Meine Rechnung: 89.200 € x 2,29 % x 0,7 × 0,7 = 1.009,89 €

Erklärung: 89.200 = Portfolio Wert am 01.01.2024; 2,29 % = für 2024 gesetzter Basiszins; erste 0,7 = 70 Prozent des jährlichen Basiszinses; zweite 0,7 = 30% Teilfreistellung bei Aktienfonds mit mehr als 50 Prozent Aktienanteil

Da die Informationsquellen im Netz teilweise sehr verwirrend sind und so mancher Vorabpauschalen-Rechner nicht nachvollziehbar ist, würde ich mich freuen hier von euch eine Meinung zu bekommen, ob das so korrekt ist. 🙃

Danke euch und viele Grüße
Dominik

PS: Schon klar, dass der angesetzte Basiszins variiert und tendenziell eher sinkt - aber der wird wohl nicht so schnell wieder auf 0 % gehen und gleichzeit steigt ja der Portfoliowert. 😉

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9 Kommentare

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Michael
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Man kann ab einer gewissen relevanten Depotgröße von 75k+ in einem normalen Jahr mit >3% Kursgewinnen und 2,5% Basiszins davon ausgehen, dass man pro 10.000€ roundabout 175€ Vorabpauschale generiert und somit bei 1000€ FSA (+30% TFS) = 1300€/175€ = 7,42 * 10k = ~ 75k Depotgröße den Freibetrag reißt.

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Michael
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@domi_699452 Das war nur eine Pi*Daumen Bierdeckelrechnung zur Verdeutlichung. Ich schreibe auch in jedem Satz was von “roundabout” oder ~, ebenso die 175€ sind nur eine grobe Näherung und kein absolut gültiger Wert. Da ein ETF >51% Aktien 30% TFS hat, kann ich bei meinem FSA ja auch 30% mehr ausnutzen.

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@mic ok bist du dir sicher, dass du den 1k FSA einfach um +30% erhöhen kannst? Also stimmt dann die Prozentrechnung noch?

Ich htte stattdessen den Betrag, also bei dir die 175€, erst *0,7 (=122,5€) gerechnet und dann 1000€/122,5€ = 8,16 ×10k = ca. 81.600 Depotgröße.

Wenn ich das anstatt mit den 2,5% Basiszins schon mit dem für 2024 gültigen 2,29% rechne komme ich auf meine initialen 89.200 € um den FSA zu reißen. 😁

Das von dir oben erwähnte A oder B wusste ich nicht, danke für die Info! Ich hatte keinen Anfangswert angegeben, aber wenn wir mal optimistisch von +7% Performance ausgehen liegt der Kursgewin bei den 89k ja etwa bei 5,8k - ist also der deutlich höhere Betrag im Vergleich zum Basiszins.

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Michael
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Ein einzelner Wert zum Jahresanfang hilft nicht, um die Vorabpauschale zu berechnen. War in deinem Beispiel der Portfoliowert am 01.01.2023 z.B. 89.201€ fällt garkeine Vorabpauschale an (angenommene 1ETF-Lösung), da in diesem Jahr kein Gewinn gemacht wurde. Die Vorabpauschale wird nur auf den Gewinn in einem Jahr berechnet. Da dein Beispiel nur einen Wert zum 1.1.2024 hat, kann ich deine Rechnung nicht nachvollziehen.

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@domi_699452 Es werden immer 2 Dinge betrachtet und am Ende zählt der kleinere Wert zur Berechnung der Vorabpauschale.

a) Kursgewinne

b) Basisertrag (Wert zum Jahresanfang × Basiszins × 70%)

Beispiele:

Hast du ein Depot mit einem ETF zum 1.1.2023 mit 1.000.000€ und zum 1.1.2024 mit 1.000.500€ dann schaut man

a) 1000500-1000000 = 500€

b) 1000000×2,55%×70% = 17.850€

→ Vorabpauschale wird von den 500€ berechnet, da a) kleiner (davon wiederum 30% TFS = 350€ Betrag, von dem man die Steuer zu zahlen hat.)

Hast du ein Depot mit einem ETF zum 1.1.2023 mit 50.000€ und zum 1.1.2024 mit 70.000€ dann schaut man

a) 70000-50000 = 20000€

b) 50000×2,55%×70% = 892,50€

→ Vorabpauschale wird von den 892,50€ berechnet, da b) kleiner (davon wiederum 30% TFS = 624,75€ Betrag, von dem man die Steuer zu zahlen hat.)

Hoffe, jetzt ist alles klar, oder?

Nachtrag: Bei Depots mit mehreren ETFs, muss man diese Rechnung für jeden ETF separat ausführen. Die Beträge werden dann addiert. Wie das mit unterjährig gekauften Sachen ist, bin ich mir nicht sicher.

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@user_df7d48 danke für deine Antwort und den Input. Schön, dass du das mit dem Argument zu Dividenden nur für den Freistellungsauftrag genauso siehst.

Ich muss gestehen den Rechner von Finanztip habe ich auch schon gesehen und probiert… die Logik dahinter ist mir aber schleierhaft:

  • Anteilspreis am Anfang - Aber warum ist der am Ende nicht relevant?
  • Anteile am Jahresende - Aber warum sind die Anteile am Anfang nicht relevant?

Es könnte sich ja der Anteilspreis übers Jahr deutlich reduziert haben (Crash?) und ich wegen Sparplan oder “buy the dip” trotzdem viel mehr Anteile am Jahresende zum Jahresanfang haben - und trotz allem im Minus sein.

Wie funktioniert denn die Rechnung ohne die Vergleichswerte von Anfang bzw. Ende?

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@mic Echt? …dann hab ichs bisher falsch verstanden bzw. falsch recherchiert. Hier (ca. Mitte der Seite) zum Beispiel wird mit dem Wert am Jahresanfang gerechnet.

Wenn ich in mein Trade Republic Depot schaue, wurde die Abrechnung wohl auch auf den Gesamtwert berechnet. Ich kanns aber nicht 100%ig sagen, da ich da das Depot erst ab April 2023 angefangen habe hoch zu ziehen.

Mein Rechenbeispiel war für die Abrechnung der Vorabpauschale Anfang 2025 für das Jahr 2024 gedacht. Habe den Wert vom Basiszins für 2024 gefunden und dachte es machts spannender zu sehen “was auf uns zukommt” dieses Jahr als in die Vergangenheit zu schauen. 😉

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@mic Bei unterjährig gekauften Anteilen erfolgt die Berechnung anteilig für die Monate, in denen man die Anteile besitzt. Kaufst du beispielsweise im April: “x 9 / 12” als Faktor noch in die Rechnung rein.

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Domi 😎
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@malte_e058ca ok, der Wert ist dann aber nur für (a) relevant, also die Ermittlung der anteiligen Kursgewinne, oder?

(b) bezieht sich ja auf den Wert vom Jahresanfang. Unterjährige Käufe würden dann im nächsten Jahr durch den höheren Jahresanfangswert beachtet, richtig?

…richtig spaßig die Berechnung, wenn man Sparpläne laufen hat 🫣

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