Enrico W

Gepostet in Schnack

Wie Kryptowährungen mit ins Depot aufnehmen?

Hallo zusammen,

ich plane ab Juni alle meine Einzelaktien zu verkaufen und in meine vorhandenen ETFs umzuschichten.

Aus Gründen der Diversifikation und Korrelation soll auch ein Anteil Krypto mit ins Depot.
Nun mag ich mich ungern für ein paar Coins entscheiden und einzeln in diese investieren. Damit hole ich mir quasi den "Aufwand" des darum Kümmerns und des Pflegens - von dem ich mich durch den Verkauf der Einzelaktien verabschiede - wieder ins Haus.

Dazu sei noch gesagt, ich benötige nicht den physischen Besitz eines oder mehrerer Coins. Mich interessiert hauptsächlich die Kursentwicklung (positiv wie negativ) im Sinne der Diversifikation und Korrelation im Depot.
Des Weiteren ist bisher keinerlei Krypto vorhanden, so dass ich nicht auf etwas bereits Bestehendem aufbauen könnte.

Was mir jetzt für Möglichkeiten einfallen:
1. Kryptowährungen nur mit Bitcoin abdecken (direkt in Bitcoin investieren)
2. in mehrere Kryptowährungen gleichzeitig via Basket (ETN) investieren

Zu 2. würde mir zum Beispiel vom Aufbau her der VanEck Crypto Leaders ETN ganz gut gefallen.

Kurz und knapp zum VanEck ETN:

  • investiert in die größten und liquidesten Kryptowährungen
  • Rebalancing erfolgt quartalsweise
  • Recht zur Rückgabe gegen Lieferung der jeweiligen Kryptowährung, daher nach Haltefrist von 12 Monaten steuerfrei

Aktuelle Positionen:
33,26 % - Bitcoin
26,11 % - Ethereum
22,69 % - Solana
5,28 % - Cardano
4,25 % - Avalanche
3,37 % - Tron
2,94 % - Chainlink
2,11 % - Polygon

Persönlicher Knackpunkt:

  • TER von 1,5 %

Macht solch ein ETN auf Grund der TER von 1,5 % überhaupt Sinn?
Gibt es andere vernünftige "Baskets"?
Oder gibt es noch eine ganz andere Idee um das Thema Kryptowährungen relativ "wartungsfrei" mit ins Depot aufzunehmen?

Viele Grüße
Enrico

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5 Kommentare

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Das_Lama
Plus

@enrico_wolff Die Frage habe ich mir so ähnlich vor ein paar Wochen ebenfalls gestellt. Aus ETH bin ich schon raus, derzeit habe ich ausschließlich BTC. Allerdings wollte ich mir im nächsten Kryptowinter ebenfalls ein diversifiziertes Kryptoprodukt ins Deot legen. Dabei bin ich auf zwei Baskets gestoßen, die für mich grundsätzlich in Frage kommen: DDA Crypto Select 10 (DE000A3G3ZD0) und ETC Group MSCI Digital Assets Select 20 (DE000A3G3ZL3). Liegen aber ebenfalls bei ca. 1,5 % TER (1,49 bzw. 1,69).

Ich selbst schrecke vor den Kosten nicht zurück. Bei Aktien- oder Anleihen-ETF wäre das natürlich zu viel, aber das hat auch mit der Renditeerwartung zu tun. Ich möchte mit meinem Portfolio a) die Inflation schlagen und b) eine Zielrendite von 6 % erwirtschaften. Da macht es natürlich einen unterschied, ob ich 0,1 oder 1,0 % Kosten habe. Bei Kryptos ist die Renditeerwartung ja aber ungleich höher. Insofern fallen dann die höheren Kosten nicht so sehr ins Gewicht. Darüber hinaus ist ja auch die ganze Besteuerungsfrage noch recht jung (wenngleich zumindest grundsätzlich geklärt). Da ist es mir persönlich einfach lieber, wenn ich eine Deutsche ISIN beim Produkt habe, auch wenn es etwas teurer ist.

Kannst ja gerne eine Info geben, welches Produkt es bei dir am Ende wird, würde mich interessieren!

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Das_Lama
Plus

@niklas_klamm Da gibt es von mir ein glasklares “Jein”, kombiniert mit “Weiß ich nicht”. Nach meiner Kenntnis (!) richtet sich die Steuerpflicht oder -freiheit derzeit nach dem BMF-Rundschreiben vom 10. Mai 2022 https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Pressemitteilungen/Finanzpolitik/2022/05/2022-05-09-einzelfragen-zur-ertragsteuerrechtlichen-behandlung-von-virtuellen-waehrungen-und-von-sonstigen-token-bmf-schreiben.pdf?__blob=publicationFile&v=1

, in den Auswirkungen kürzer zusammengefasst hier: https://fm.baden-wuerttemberg.de/de/steuern/steuern-aktuelle-themen/besteuerung-von-kryptowaehrungen.

Bei ETP kommt, soweit ich weiß, hinzu, dass die Steuerfreiheit nur gewährt wird, wenn die Möglichkeit der physischen Auslieferung besteht:

So lang musst du Krypto-ETCs halten, um keine Steuer zahlen zu müssen

Während mir das bei ETP, die sich nur auf eine Kryptowährung wie BTC oder ETH beziehen, relativ einfach zu prüfen zu sein scheint, blicke ich bei Basketlösungen noch nicht durch. Ich würde mich jedenfalls nicht ohne weiteres darauf verlassen wollen, dass eine Basketlösung “irgendeines” Anbieters immer die Vorstellungen deutscher Steuerbehörden hinsichtlich der Auslieferungsoption einhält. Deswegen, ohne etwas gegen VanEck als etablierten ETF-Anbieter zu haben, sind mir hier wie beschrieben ein Fondsdomizil in Deutschland und Bafin-Aufsicht lieber.

Darüber hinaus habe ich mir dieses scheinbare “Wissen” ja auch nur ergoogelt und traue mir deswegen vorsichtshalber selbst nicht über den Weg, was das Thema angeht.

Im Zweifelsfall gilt es vermutlich, dass nur Steuerberater und Finanzämter selbst hier gute Infos geben können.

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Parqet Nutzer
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@das_lama Für mich wären bei einem solchen Cryptoprodukt 1,5% auch noch in Ordnung. Interessant finde ich die Sache mit der Besteuerung beim Van Eck ETF den er erwähnt hat. Hat man hier automatisch keinen Steuerabzug wenn man das Produkt nach einem Jahr verkauft? Oder muss man sich dann im Nachhinein die Steuer selbst zurückholen?

Sind die zwei Produkte die du genannt hast auch nach einem Jahr steuerfrei?

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Enrico W
Autor

Heute kam zu dem Thema ein Video von Finanzfluss raus:

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Wurstsuppe
Plus

1,5 TER ziehen dir Banken für eigene vom Bank-(Verkäufer)berater vertriebene Fond-Produkte für gewöhnlich ab. Die Kursrendite (ohne Einzel- und laufende Kosten) dieses Fonds dürfte im Durchschnitt der ca. 2000 ETF liegen die man in De kaufen kann. Der Unterschied zu den Aktienfonds der Banken dürfte hier aber die Wette auf überdurchschnittliche Rendite - aber auch auf überdurschnittliche Kursverluste sein. Wenn du an Krypto glaubst und im Peak (der beim Glauben kein Peak ist -_-) der Coinkurse einsteigen willst, mag die TER berechtigt sein.

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