Gepostet in Portfolio Roasts
Wenn man unbedingt die 100k im Gesamtportfolio knacken willen und man anfängt den Rieser einzupflegen...
Kurz zu mir. Ich bin 25 Jahre alt und habe letztes Jahr im Sommer angefangen mit Aktien und ETFs. Zu der Zeit habe ich auch mein erstes richtiges Gehalt bekommen. Im Frühjahr diesen Jahres habe ich mein duales Studium abgeschlossen, eine Wohnung gekauft (ich dachte, ich schau mal, was die Bank mir so gibt) und habe im Nebenerwerb eine kleine Baumpflegefirma gegründet. Durch den Wohnungskauf habe ich noch bis Mai eine mtl. Mehrbelastung von 1400€, da ich die Zinsen bis zur Fertigstellung und der ersten Miete selbst tragen muss. Ein kleiner Trost ist die voraussichtliche Steuerrückerstattung in Höhe von ca. 10k aufgrund der Kaufnebenkosten und der Zinszahlungen.
Aufgrund der enormen Kursanstiege in den letzten Tagen kam ich meinem Ziel von meinen ersten 100k Vermögen sehr schnell sehr nah. Um die 100k voll zu machen, wurden noch ein paar Altbestände an Crypto, das Cash bei Crypto.com, 3k wurden auf den Weg zu TR geschickt und der Riester wurde eingepflegt. Zur Not hätte ich noch ein paar Reserven gehabt, aber die waren dann zum Glück gar nicht mehr vonnöten. 😊
Viel Spaß beim Durchscrollen meines wilden Mixes.
Hauptdepot:
https://app.parqet.com/p/6647a6bb7d4e5ffe894e6d4f
Mitarbeiteraktien:
https://app.parqet.com/p/65b0c49778f01ec7046f4b94
Crypto, Bauspar, Riester:
https://app.parqet.com/p/65aabe44d468e5a77a5e5b9d
Immo Kaufpreis: 440k 100% Finanzierung (plus 30k Kaufnebenkosten) weiter unten gehe ich noch einmal etwas detaillierter darauf ein. (siehe edit)
angeblicher Marktwert: 560k
EDIT: Die lange Antwort bzgl. der Immobilie. Hier habe ich auch etwas weiter ausgeholt. Wenn es nicht interessiert, kann hier aufhören. Ich hoffe, dem ein oder anderen hilft es oder er amüsiert sich darüber, was ich für einen Riesenfehler in seinen Augen gemacht habe…
Was ich bei dem Ganzen noch einmal mitgenommen habe, ist, dass man sich viel zu wenig austauscht. Es gibt so viele Menschen, die die meisten Sachen im Leben genauso oder so ähnlich schon erlebt/gemeistert haben. Kommunikation ist key, nutzt es!
Da ich mit meiner Freundin in einer sehr schönen Wohnung bereits zur Miete wohne, war ich gar nicht auf der Suche nach einer Immobilie zur Selbstnutzung. Ich hatte mich mit meinem ehemaligen Vermieter, der vor zwei Jahren seinen Job (laut ihm 250k Jahresgehalt) gekündigt hat und nur noch seine Immobilien verwaltet/eigene Projekte umsetzt (was ich bis dato noch gar nicht wusste), getroffen. Er meinte, dass eine Immobilie zur Selbstnutzung finanziell gesehen der absolute Ruin ist (so gut wie keine Kosten können steuerlich geltend gemacht werden und die wenigsten verkaufen ihre Immobilie, wenn die Kinder ausgezogen sind und es für einen eigentlich viel zu groß ist…). Wir kamen schnell zu dem Entschluss, dass Bestandsimmobilien aufgrund meines nicht vorhandenen Wissens und meiner fehlenden Erfahrung keine gute Idee sind. Dann ist nur noch der Neubau übrig geblieben, der zwar viel teurer ist, aber auch einige Vorteile mit sich bringt. Mit Neubauimmobilien hat man einen größeren Steuervorteil aufgrund der höheren Abschreibung und bzgl. Mängeln ist man die ersten fünf Jahre durch den Bauträger abgesichert. Ab dann war nur noch die Frage, wie viel Geld die Bank mir zur Verfügung stellt und welches Bauprojekt es wird. Ich habe mich dann für eine Drei-Zimmer Wohnung direkt angrenzend an diesen Gewerbepark mitten in Nürnberg entschieden:
Durch seine „Kontakte“ ging der ganze Prozess relativ fix. Ich hatte einen Tag später die Wohnung reserviert und nach zwei Tagen die Zusage für die Finanzierung von der Bank (Sparkasse Nürnberg). Irgendwie etwas zu schnell für eine Entscheidung in der Größe, aber was mich etwas beruhigt hat, war, dass er mit seiner Frau dort selbst 12 Wohnungen gekauft hat. Er hatte mir dann auch geraten, sich noch ein alternatives Angebot für die Finanzierung einzuholen, um nochmal bessere Konditionen verhandeln zu können. Das erste Angebot war eine 100% Finanzierung zu 4,1% Zins und 2% Tilgung. Ich hatte dann bei meiner Hausbank und bei einem Immobilienkreditvermittler angefragt. Der Vermittler hatte mir nach kurzer Zeit ein Angebot mit 3,8% Zins und 1,4% Tilgung bei einer Volksbank bei Würzburg angeboten. Er war auch direkt drauf und dran, dass ich einen Termin zur Unterzeichnung des Kreditvertrags vereinbare. Aufgrund meines Angebots, hat die Sparkasse ihr Angebot auf 3,9% Zins und 1,4% Tilgung angepasst. Dieses habe ich dann auch angenommen, da mein ehemaliger Vermieter meinte, dass die Sparkasse aufgrund der Finanzierung von ihm das Projekt bereits kenne und er seit Jahren eine gute Geschäftsbeziehung habe. Das war mir dann trotz des schlechteren Zinses lieber, als bei dem schmierigen Vermittler (der am Ende auch echt frech wurde, als ich sein Angebot nicht angenommen habe) zu finanzieren. Ein paar Wochen später war der Notartermin und dann war ich Besitzer eines verdammt hohen Darlehens. Bisher habe ich es noch kein einziges Mal bereut. Ich fand es nur schade, dass ich mit dem Kauf nicht noch ein halbes Jahr hätte warten können, da ich schon davon ausgegangen bin, dass die Zinsen weiter fallen werden. Aber was ich vor zwei Wochen auf einer Immobilienmesse erfahren habe, ist, dass die Preise durch die fallenden Zinsen auch wieder um einiges angehoben wurden.
Falls sich jetzt einige fragen, wieso ich nur so wenig tilge. Ich habe die Tilgung bewusst so niedrig wie möglich gewählt, damit ich möglichst wenig Kapital in der Wohnung binde. Ziel ist es, nach 10 Jahren die Wohnung steuerfrei aus dem Privatvermögen wieder zu verkaufen.
Aktuell ist die mtl. Belastung so hoch, weil ich, solange sich die Wohnung noch im Bau befindet, ich logischerweise keine Miete bekomme und die Zinsen auf den bereits abgerufenen Kredit zahlen muss. Ich erhalte vom Bauträger ja nach Baufortschritt die nächste Rechnung (insgesamt sechs oder sieben Abschlagszahlungen). Sobald ein Mieter in der Wohnung ist, habe ich einen monatlichen Mehraufwand von ca 400-450€. Durch den Steuervorteil sind es zu Beginn ca 150-200€ und gegen Ende der 10 Jahre ca das Doppelte (da durch die Tilgung die Zinsbelastung geringer und damit der Steuervorteil kleiner wird).
Was soll man denn roasten, wenn du du nichts zur Strategie, Anlagehorizont, etc schreibst und auch keine Fragen stellst?
Das ist nicht Sinn der Sache bei “Roast my Portfolio”
Edit: Dachte mir gerade, ob du bisschen flexen willst?
Ein Jahr arbeiten, 100k Depot, spontan eine Immobilie gekauft
@johannes_olbrich Ja, da hast du recht, eine wirkliche Strategie hatte ich auch nie. Mein Ziel ist es so schnell wie möglich auf die 100k zu kommen und mit Dividenden den Freistellungsauftrag voll auszuschöpfen. Eigentlich möchte ich meinen ETF-Anteil weiter ausbauen, finde aber immer wie eine Aktie, bei der es mir in den Fingern juckt…
Der Fokus liegt bei mir auf dem Hauptdepot, bei dem ich noch ein gutes Stück von den 100k entfernt bin. Gestern ist mir dann aufgefallen, dass ich gar nicht mehr so weit von den 100k in der Gesamtansicht entfernt bin und habe angefangen, die Nebendepots auf den aktuellen Stand zu bringen. Ich war richtig happy, als ich die 100k dann gesehen habe.
Aber da muss ich dir auch recht geben, dass wenn man den Post so sieht, schaut es ziemlich nach einem Flex aus… Das war nicht meine Absicht. Ich war wie gesagt gestern einfach nur super Happy. Und dachte es interessiert vielleicht den ein oder anderen, der auch so einen wilden Mix hat und nicht die 70/30 fährt (Womit ich rückblickend deutlich besser gefahren wäre).
Die 100k sind keines Wegs in einem Jahr entstanden. Das ist mehr oder weniger mein komplettes Vermögen, was “ich” seit meiner Kindheit aufgebaut habe. Natürlich war das letzte Jahr und der enorme Kursanstieg in den letzten Wochen sehr entscheidend.
@road_to_250k Natürlich wolltest du flexen und Bestätigung bekommen.
Dein Portfolio hat sich doch in den letzten 6 Monaten wo du es reingestellt hast, nicht wirklich geändert. Was soll man da Roasten.
Es tut deinem Portfolio objektiv nichts zur Sache, ob du glaubst vom Finanzamt 10k zu bekommen, oder deine Wohnung nun angeblich 120k Wertsteigerung erhalten hat.