chk

Gepostet in Schnack

Wie verkaufe ich mein halbes Depot am klügsten?

Hossa!

Zum Jahresende benötige ich Geld für eine Investition und muss ca. die Hälfte des Portfoliowertes verkaufen.

Wie gehe ich am besten vor?

Von allem 50%?
Alles im Minus verkaufen, dann mit den Gewinnern auffüllen?
Erst die Verluste realisieren, dann die Gewinne?
Wie optimiere ich den steuerlichen Vorgang?

Ich habe 2 Depots bei 2 Banken und das ist mein Portfolio: https://app.parqet.com/p/600e7aeee389d100311ab9b2

Freue mich auf Eure Tipps!

10 Kommentare

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Das_Lama
Plus

Moin. Stimmt schon, du kannst die Verkäufe zunächst aus steuerlichen Gesichtspunkten angehen. Der Umstand, dass es ein zeitlich etabliertes Portfolio ist und einige Dividendenzahler enthalten sind, lässt mich davon ausgehen, dass der Sparerpauschbetrag ausgereizt ist. Insofern kommt es vermutlich auf die Reihenfolge der Verkäufe weniger an. Jedenfalls erhieltest du ja im Zweifelsfall eine Rückerstattung zu viel gezahlter Steuer.

50 Prozent von jedem Wert zu verkaufen, kann theoretisch ein Weg sein. Allerdings hast du ja jetzt schon sehr unterschiedliche Gewichtungen, die nicht zwangsläufig sinnvoll sind. Daher würde ich angesichts der bemerkenswerten Vielzahl deiner Holdings eher hinterfragen, ob du dich nicht auf erheblich weniger Titel beschränkst und die anderen komplett abstößt. Geht natürlich zu Lasten der Diversifikation, aber mir persönlich wäre das Portfolio zu unübersichtlich.

Ich denke, wer statt auf Fonds/ETF lieber ganz oder überwiegend auf Einzelaktien setzt, kann mit ca. 25 bis max. 50 Titeln trotzdem ausreichend diversifiziert sein.

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chk
Autor

Danke @user_df7d48 & @das_lama Also aktuell spiele ich mit einigen Gedanken, die in eure Richtung gehen. Die großen Gewinner müssen aufgrund rebalancing gehen und die nieten aufgrund Verlusttopf. Daneben schaue ich aktuell, dass ich möglichst die Dividendenrenditen als nächsten Faktor zur Entscheidung heranziehe, denn ich möchte mit dem übrigen Portfolio eine maximale Dividendenrendite erzielen.

3
toni
Plus

Hallo

Steuer beachten, zuerst die Verlustaktien von denen du nicht mehr 100% überzeugt bist, dann etwas Aufräumen z.B. die Minipositionen kmpl. raus. Teure Fonds kmpl. raus. Nütze das um deine zukünftige Aktienstrategie neu zu überdenken. Teilverkäufe bei den Positionen die sehr hoch gewichtet sind dabei auch Sektoren und ähnliche Geschäftsmodelle beachten. Wenn möglich nicht alles auf einmal, sondern Position für Position und dabei die Ausstiegskurse beachten ( nahe Allzeithoch ). Welche Aktien hatten gerade einen besonderen Hype und sind besonders heiß gelaufen, wer hatte gerade sein Ex-Dividendendatum, bzw. wer hat es bald wirkt sich auch auf den Verkaufskurs bzw. deine Steuer aus

3
Denyo
Investor
Beta
+2

Klingt sinnvoll. Erstmal die eigene Strategie festlegen und dann im zweiten Schritt an die Steueroptimierung denken, so würde ich es auch angehen.

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Alpalaka
Plus

Schwieriges Thema.
Wärs mein Portfolio und ich bräuchte das Geld, würde ich einfach nach Gewichtung verkaufen, beginnenden bei der Position mit der geringsten Gewichtung. Zuvor würde ich jedoch nochmal durchschauen und die Titel bewerten, ggf. fliegt ja da dann schon ein Größerer raus
Wieso? Weil sich ein Wert mit <1% Gewichtung (fast) nicht auf die Rendite auswirkt.

Gewinner würde ich alle laufen lassen - unabhängig der Allokation und des Rebalancing. Evtl in Tranchen mit einem Trailing-Stop-Loss absichern.

Das verstehe ich allerdings grundsätzlich nicht: Ein Titel läuft gut und hat auf einmal 15% Depotanteil.
Denkt man sich da dann “Oh shit, die Aktie lief jetzt so gut, gleich mal verkaufen”?
Wieso nicht die Gewinne laufen lassen und die Verluste begrenzen?

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Wurstsuppe
Plus

Noch eine Inspiration:

Du könntest die beiden aktiv verwalteten Deka Fonds und den DWS-Fond mit Gewinn auflösen (weil sie nach laufenden Gebühren, deine teuersten Produkte sind), dazu Apple halbieren dann hast du erstmal was im Gewinntopf, dann löst du die Positionen aus dem roten Bereich auf, an die du nicht mehr glaubst. Alternativ den Rest mit Positionen aus dem kleineren %-Bereichen auffüllen.

Am Ende würde ich mich nicht von Produkten trennen an die ich fest glaube und ich würde mich nicht oder nur taktisch (Umschichtung) von Produkten trennen, die Kernteile meiner Anlagestrategie sind (Dividenden vs. Wachstum bspw.)

hf

2
Jens
Plus

Ich konnte nur einen kleinen Blick in dein Portfolio werfen. Du hast vermutlich just in diesem Moment wieder auf „Privat“ eingestellt…

Ja, erst Verluste realisieren, dann die Gewinner hinterher. Mach vielleicht vorher mal eine Abschätzung in einem „Trockendurchlauf“.

Bedenke Fonds und Aktien sind separate Töpfe. Ebenso sehe ich keine Möglichkeit deine beiden Banken gegeneinander aufzurechnen. Verluste werden in der Regel ins Folgejahr übernommen (am besten mal bei der Bank erfragen). Gewinne werden direkt versteuert, meines Wissens final, wenn das Geschäftsjahr abgeschlossen ist. Sprich, wenn du spätere Verluste realisierst, kannst du diese erst wieder mit neuen Gewinnen egalisieren (nur Vermutung, o.G.).

Ansonsten wurde alles gesagt

P.s.: du hast m.E. einige Graupen dabei (zB. Bionano Genomics)

Die würde ich bei dieser Gelegenheit rauskicken

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Lisa
Team
Mod
+2

Ich werfe hier mal noch https://rebalancing.app/ mit ein, da kann das Parqet Depot verknüpft werden und vielleicht bei der Entscheidung helfen. 🙏

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McFly
Plus
Beta

@johannes_olbrich Trailing-Stop-Loss klingt sehr gut! Das scheint mir jedoch bei Trade Republic nicht möglich, oder? Nicht für diesen Fall, aber ich würde es vielleicht selbst gerne nutzen.

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Alpalaka
Plus

@mcfly Trailing-Stop-Loss ist bei TradeRepublic leider nicht hinterlegt nö
Bin bei der ING und da funktioniert es wunderbar

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