Gelöschtes Konto

Gepostet in Schnack

ETF Depot für den Anfang

Hallo zusammen,

ich möchte mein Geld jetzt langfristig anlegen. Ich habe davor hauptsächlich mit KO-Zertifikaten, Optionsscheine, etc getradet. Ich habe mich im Vorfeld etwas informiert, aber weiß nicht so ganz was ich nehmen/machen soll. Hier sind mal 3 Möglichkeiten die ich in Betracht nehmen würde:

  1. Ein ETF Lösung: Keep it Simple würde hierzu am besten passen, dennoch gefällt mir hierzu nicht, dass die Schwellenländer mit nur ca. 10% gewichtet sind und es nur wenige ETFs gibt die auch Small Caps beinhalten.
  2. 70/30: Ich denke das ist so die am häufigste Strategie wenn man nach Depot Zusammenstellungen sucht. Ich würde hier nur noch Small Caps hinzufügen.
  3. 50% BIP und 50% Marktkapitalisierung: Das ist für den Anfang die Komplizierteste, da man 6 ETFs gleich im Depot hat und ständig nach der richtigen Gewichtung schauen muss. Mir gefällt dennoch die Freiheit alle Regionen einzeln zu haben.

Ich will für den Anfang mit Ausschüttenden ETFs starten bis ich den Freistellungsauftrag ausgeschöpft habe. Danach werde ich auf Thesaurierende ETFs umsteigen. Aber wie ich das machen will weiß ich noch nicht. Ob ich mir einen Dividenden ETF hole der eine hohe Dividenden Rendite hat und ich dann schneller mit den Thesaurierenden ETF anfangen kann oder mich dann für einer der Optionen entschieden habe und noch nebenbei einen Ausschüttenden ETF bespare ist noch unklar. Die Optionen sind gefühlt endlos wie man an die Sache rangehen könnte.

Ich würde mich auf eure Meinung/Idee freuen und hoffe das Ihr alle gut ins neue Jahr gerutscht seit.

14 Kommentare

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Daniel Kornburger
Plus

Ich habe auch mit Ausschüttern angefangen. Und es bereut. Die spätere Umstellung frisst Steuern beim Verkauf.

Außerdem rechnet sich die Vorabpauschale gegen den Freibetrag. Icg wäre damals besser gefahren, wenn ich direkt mit Thesaurierern gestartet hätte.

Ich würde eine Mischung aus Option 2 und 3 machen. Allerdings nur wenn ich monatlich über 500 sparen kann. Sonst wäre ich bei Option 1. Den kann man später auch mit weiteren ETF ergänzen.

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André
Plus

Hi, ich hab mich für die 3. Option entschieden, einfach genau aus dem Grund, dass du nicht nur MK-Gewichtung hast und Amerika etwas abschwächen kannst. Ich hab dazu 5 ETFs, einen MSCI World, einen MSCI World Small Cap, einen Emerging Markets IMI, einen Europe STOXX 600 und einen MSCI Japan. Wobei ich auf letzteren auch gut verzichten könnte von der derzeitigen Gewichtung.

Ja, ist ein wenig Arbeit, die MK/BIP Aufteilung vorzunehmen, aber mir macht das Spaß :) Von daher, wenn du Spaß auch dran hast, würde ich eben auch zu der 3. Option raten. Hängt natürlich auch davon ab, was deine Sparrate ist. Wenn die < 250€ ist würde ich auf einen FTSE All World gehen…

Edit: Ach ja wegen Ausschütter: Hab ich auch so gemacht. Jetzt bereu ich es, weil ich durch die höheren Zinsen in den letzten Jahren schon beim Tagesgeld eigentlich den Pauschbetrag ausgeschöpft hab. Bin voll auf thesaurierer umgestiegen und lass die Ausschütter halt jetzt auf dem Stand “mitlaufen”

VG
André

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Das_Lama
Plus

Die Optionen 1 und 3 lassen sich durch den sogenannten Gerd-Kommer-ETF kombinieren. Gibt's als Ausschütter und als Thesaurierer. Kannst dir das Produkt mit seinen Stärken und Schwächen ja mal anschauen.

70/30 wird, seit TvF groß geworden ist, häufig kommuniziert und ist ja auch einfach handhabbar. Allerdings heißt 30 Prozent EM auch um die 10 Prozent China, das muss man schon wollen.

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Gelöschtes Konto

Ja stimmt, wann wird nie 100% zufrieden sein. Ich habe auch an den 3 Optionen von mir auch was zu bemängeln. An sich gefällt mir der 50% BIP und 50% MK Ansatz am besten aber dann habe ich gleich 6 ETFs im Depot und ich denke für den Anfang kann das schnell unübersichtlich werden, besonders auch das Thema Rebalancing.

An sich würde mir der Gerd Kommer ETF am meisten zusagen aber wiegesagt ich mag die Restriktionen von diesem ETF nicht.

Ich glaube die beste Option wird schon sein, wie von dir beschrieben erstmal in eine ein ETF Lösung zu investieren um überhaupt mal anzufangen und wenn ich nach ein paar Jahren immer noch auf meine 3. Option Lust habe, kann ich diese immer noch umsetzen.

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Das_Lama
Plus

Marlon S. Verstehe ich. Am Ende wird es immer ein Abwägen sein. Ich bin in der Einzelbetrachtung auch mit keinem meiner ETF 100 % glücklich, aber in Summe passt es für mich auch deswegen, weil ich eben nicht z.B. 6 oder 8 ETF haben möchte, deren Gewichtung ich überwachen und nachjustieren muss. Es macht mir Spaß, das auf dem Papier zu konzipieren, aber wenn ich ins Depot schaue freue ich mich immer, wenn es einigermaßen aufgeräumt ist (bei mir derzeit 3 ETF mit dem festen Vorsatz, es dabei zu belassen).

Ein Ansatz kann ja auch sein, zunächst mit einem All World oder ACWI zu starten und, falls dir nach ein paar Monaten die EM wirklich zu niedrig gewichtet erscheinen, noch einen EM-ETF mit 20 % beizumischen (also Annäherung an Option 2) bzw. Regionen-ETF oder einen Equal Weight oder capped-ETF beizumischen. Um die Lage weiter zu verkomplizieren kannst du dir auch noch das Global Portfolio One oder den Arero als Basisanlagen anschauen. Ich denke, wichtiger als die Frage wie der Kern der Langfristanlage im Detail gestaltet ist, ist erst einmal, überhaupt einen soliden Kern aufzubauen. Und das würde ich persönlich (!) in aller Regel über eine Ein-Produkt-Lösung machen.

Das Gute ist ja am Ende: nichts ist irreversibel. Wenn du nach Wochen oder Monaten oder Jahren feststellst, dass du unzufrieden bist, kannst du neu aufsetzen. Das mag nicht renditeoptimal sein, aber besser als ewig in etwas zu investieren, was man eigentlich nicht haben möchte.

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user_f43522

@das_lama Wenn man China nicht drin haben möchte, kann man zB. zum MSCI EM-exChina (A2QAFK) greifen.

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Jens
Plus

Marlon S. mach es dir nicht zu schwer!

“Das Bessere ist der Feind des Guten”

Ich halte zu großen Perfektionismus in dieser Sache eher für ein Hindernis

6 ETFs sind für den Anfang viel zu viel

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Gelöschtes Konto

Diesen habe ich mir auch mal angeschaut. Ich bin nur nicht so ein großer Freund von restriktionen und habe daher auch Sachen wie ESG oder Equal Size von vornehinein ausgeschlossen. Ich habe mir auch überlegt den ETF als Leitfaden für die Regionale Gewichtung zu nehmen.

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Kaputtnix

Ich habe anfangs einen Ansatz ähnlich wie 3. gewählt, mich aber nach einiger Zeit gegen EM entschieden. SmallCaps habe ich auch vor kurzem aus dem Sparplan gestrichen, die Indzes schlagen einen MSCI World nicht wirklich, die erfolgreichen Unternehmen steigen eh irgendwann in die großen Indizes auf. Ich bin bei S&P 500, Europa und Japan gelandet. Asien-Pacific und Kanada fehlen…ist mir aber egal, EM wie gesagt absichtlich nicht.

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___

Wenn du dein Geld langfristig anlegen möchtest, ist es sinnvoll, die Sache möglichst einfach zu halten. Komplizierte Strategien oder ständiges Herumrebalancieren führen oft nicht zu besseren Ergebnissen, sondern nur zu mehr Aufwand. Ein breit gestreuter Welt-ETF ist eine solide Grundlage, da er die globalen Märkte in einem einzigen Produkt abdeckt. Dabei kannst du zwischen bekannten Varianten wie dem FTSE All-World oder dem MSCI ACWI wählen. Beide ETFs bieten eine breite Diversifikation über entwickelte und Schwellenländer hinweg.

Falls dir der Schwellenländeranteil in diesen Welt-ETFs zu gering ist, kannst du mit einem zusätzlichen Emerging-Markets-ETF, wie dem FTSE Emerging Markets oder dem MSCI Emerging Markets IMI, nachbessern. Wichtig ist, darauf zu achten, dass du dich nicht verzettelst: Schwellenländer sind in Welt-ETFs bereits enthalten (z. B. etwa 10 % im FTSE All-World). Ergänzt du einen separaten Emerging-Markets-ETF, könnte die Gewichtung schnell zu stark werden. Eine zusätzliche Schwellenländerposition von etwa 10–20 % ist meistens ausreichend und lässt das Portfolio weiterhin ausgewogen bleiben.

Eine interessante Alternative wäre der SPDR MSCI ACWI IMI, der neben Large- und Mid-Caps auch Small-Caps umfasst. Mit einer TER von 0,17 % ist er relativ günstig. Wer noch mehr sparen möchte, könnte den Amundi Prime Global in Betracht ziehen. Dieser ETF kostet nur 0,05 % TER, bildet den Solactive Index ab und ähnelt stark dem MSCI ACWI – eine günstige Option für kostenbewusste Anleger.

Am besten hältst du es wirklich ganz simpel: Ein Welt-ETF reicht in den meisten Fällen völlig aus. Die Gewichtung der Regionen und Märkte passt sich automatisch an, je nachdem, wie sich die einzelnen Märkte entwickeln. Wenn die USA in Zukunft schwächer performen und Schwellenländer aufholen, spiegelt sich das direkt in der Indexzusammensetzung wider. Du brauchst dich nicht darum zu kümmern, weil die Marktkapitalisierung die Arbeit für dich erledigt.

Letztendlich ist eine einfache Lösung oft die beste. Ein breit gestreuter Welt-ETF, eventuell ergänzt durch einen Schwellenländer-ETF, sorgt dafür, dass du langfristig gut diversifiziert bist und dich nicht ständig um Details kümmern musst. Die Märkte und Indizes entwickeln sich von selbst weiter – und du profitierst automatisch davon. Am Ende bleibt es natürlich deine Entscheidung, aber eine simple, global ausgerichtete Strategie hat sich für viele langfristige Anleger bewährt.

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___

Kleiner Nachtrag:

Mach dir keinen Kopf über die vielen Optionen – es ist wirklich einfacher, als es auf den ersten Blick scheint. Das sogenannte KISS-Prinzip (Keep It Stupid Simple) ist hier dein bester Freund. Du musst nicht mit ausschüttenden ETFs starten oder komplizierte Kombinationen aus Dividenden-ETFs und anderen Varianten durchdenken.
Einfach direkt auf einen thesaurierenden ETF setzen und fertig. Thesaurierende ETFs legen alle Erträge automatisch wieder an, und du kannst dich ganz entspannt zurücklehnen. Am Jahresende verkaufst du einfach so viele Anteile, wie nötig sind, um den Freistellungsauftrag auszunutzen. Das ist nicht nur komfortabel, sondern auch steuerlich effizient. Kein Hin und Her, keine unnötigen Strategien – ein ETF, ein Plan, und du bist gut aufgestellt.

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Gelöschtes Konto

Ich tendiere auch eher zur Option 3 aber mein Hauptproblem ist wo ich für die Gewichtung eine zuverlässige Quelle bekomme. Meine Sparrate wäre auch über 500€

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Gelöschtes Konto

Hi, was meine Frage bei dem Depot ist: Woher bekomme ich die genaue Gewichtung hierfür? Ich hätte mich sonst an die Gewichtung vom GPO gehalten. Wegen der TER bin ich auch am überlegen ob es wirklich einen großen Unterschied machen würde, wenn ich immer die günstigsten ETFs mir hierfür zulegen würde.

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André
Plus

Ich hab mir eine Excel gebaut und die Länder entsprechend den Regionen meiner ETFs zugeordnet :)
Basis ist das hier:
World Economic Outlook (October 2024) - GDP, current prices
Das kann man als Excel runterladen. Im Endeffekt bekomme ich dann da das BIP zb. von Europe (zb 20%). Europe hat aber nach MK nur 13,5%. (laut dem MSCI Europe Factssheet PDF vom jeweiligen Monat). Ergo wähle ich ein Gewicht für meinen Stoxx Europe von 16,75.

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