Gepostet in Portfolio Roasts
Tipps und Anmerkungen
Hallo zusammen,
ich bin 27 Jahre alt, komme aus Österreich und arbeite als Verfahrenstechniker im Bereich Wirbelschicht- und Kesseltechnik. Mein Schwerpunkt liegt in der Planung von Abfallverwertungsanlagen („Kraftwerken“).
Parallel zu meiner Vollzeittätigkeit studiere ich seit fast zehn Jahren Energietechnik im Bachelor – bislang hatte die Arbeit Vorrang, um mich selbst zu finanzieren. Mein Ziel für dieses Jahr ist es, das Studium erfolgreich abzuschließen.
Finanziell strebe ich an, jährlich zwischen 10.000 und 15.000 Euro in meine Zukunft zu investieren. Mein aktuelles Bruttogrundgehalt beträgt 4.200 Euro; dank meiner gelegentlichen Auslandseinsätze in Deutschland (meist ein bis zwei Monate im Jahr) kann ich in dieser Zeit besonders viel sparen. Mein Grundgehalt bleibt mir somit für Lebenserhaltung und Urlaub übrig.
In der Vergangenheit hatte ich bereits ein spekulatives Portfolio, das zwar nur rund 500 Euro Verlust gebracht hat, mir jedoch für etwa ein Jahr die Freude an den Märkten nahm. Mittlerweile habe ich meine Motivation zurückgewonnen und verfolge nun einen langfristigen, gut diversifizierten Ansatz: Ich plane, nur selten Verkäufe zu tätigen, habe jedoch bei der aktuellen Korrekturen auch mal zu Hebelzertifikaten – mit mäßigem, aber lehrreichem Erfolg gegriffen. Zusätzlich Verkaufe ich auch Anteile um Gewinne teilweise zu realisieren und um zu schichten. Bestes Beispiel Him´s & Hers hier konnte ich bereits Gewinne realisieren und die Gewinne sind in Novo Nordisk und Eli Lilly gewandert um besser diversifiziert zu sein.
Mein lang/ mittelfristiges Ziel ist es, ein sogenanntes „Fuck‐it-Portfolio“ aufzubauen: ein ausreichend großes Depot in Höhe von etwa 200.000 Euro, das es mir ermöglicht, für ein oder zwei (sparsame) Jahre aus meinem Job auszusteigen und mich neu zu orientieren. Dieses Polster würde für mich finanzielle Freiheit bedeuten – ohne den Druck, sofort wieder Arbeit finden zu müssen.
Aktuell tilge ich zudem einen günstigen Landeswohnungskredit für meine erste eigene Wohnung; die niedrigen Zinsen lassen mir ausreichend Spielraum, mich auf meine Investments zu konzentrieren.
Anbei findet ihr mein aktuelles Portfolio
https://app.parqet.com/p/6679698b1d2b16c06ff2bef9
Ich freue mich sehr über Anmerkungen, Verbesserungsvorschläge und Denkanstöße für den weiteren Ausbau meiner Anlagestrategie. Jede Rückmeldung hilft mir auf meiner Reise zu meiner finanzieller Unabhängigkeit.
Liebe Grüße,
Stefan
Ja, du tradest zu viel, Sandro hat Recht. Du solltest realisieren, dass du bei Verkäufen von 60€-Rahmen auch bei vermeintlich geringen Gebühren schlussendlich bei knapp 2% rauskommst. Niedrige Gebühren sind insofern gefährlich als dass man sich seine Trades weniger gut überlegt und spontan tätigt.
Psychologisch spricht die Börse aus meiner Sicht stark unsere Sammler- und Jäger-Gene an. Also immer auch den Verstand hinzuziehen bei Käufen und Verkäufen