Stefan
Plus

Gepostet in Portfolio Roasts

Tipps und Anmerkungen

Hallo zusammen,

ich bin 27 Jahre alt, komme aus Österreich und arbeite als Verfahrenstechniker im Bereich Wirbelschicht- und Kesseltechnik. Mein Schwerpunkt liegt in der Planung von Abfallverwertungsanlagen („Kraftwerken“).

Parallel zu meiner Vollzeittätigkeit studiere ich seit fast zehn Jahren Energietechnik im Bachelor – bislang hatte die Arbeit Vorrang, um mich selbst zu finanzieren. Mein Ziel für dieses Jahr ist es, das Studium erfolgreich abzuschließen.

Finanziell strebe ich an, jährlich zwischen 10.000 und 15.000 Euro in meine Zukunft zu investieren. Mein aktuelles Bruttogrundgehalt beträgt 4.200 Euro; dank meiner gelegentlichen Auslandseinsätze in Deutschland (meist ein bis zwei Monate im Jahr) kann ich in dieser Zeit besonders viel sparen. Mein Grundgehalt bleibt mir somit für Lebenserhaltung und Urlaub übrig.

In der Vergangenheit hatte ich bereits ein spekulatives Portfolio, das zwar nur rund 500 Euro Verlust gebracht hat, mir jedoch für etwa ein Jahr die Freude an den Märkten nahm. Mittlerweile habe ich meine Motivation zurückgewonnen und verfolge nun einen langfristigen, gut diversifizierten Ansatz: Ich plane, nur selten Verkäufe zu tätigen, habe jedoch bei der aktuellen Korrekturen auch mal zu Hebelzertifikaten – mit mäßigem, aber lehrreichem Erfolg gegriffen. Zusätzlich Verkaufe ich auch Anteile um Gewinne teilweise zu realisieren und um zu schichten. Bestes Beispiel Him´s & Hers hier konnte ich bereits Gewinne realisieren und die Gewinne sind in Novo Nordisk und Eli Lilly gewandert um besser diversifiziert zu sein.

Mein lang/ mittelfristiges Ziel ist es, ein sogenanntes „Fuck‐it-Portfolio“ aufzubauen: ein ausreichend großes Depot in Höhe von etwa 200.000 Euro, das es mir ermöglicht, für ein oder zwei (sparsame) Jahre aus meinem Job auszusteigen und mich neu zu orientieren. Dieses Polster würde für mich finanzielle Freiheit bedeuten – ohne den Druck, sofort wieder Arbeit finden zu müssen.

Aktuell tilge ich zudem einen günstigen Landeswohnungs­kredit für meine erste eigene Wohnung; die niedrigen Zinsen lassen mir ausreichend Spielraum, mich auf meine Investments zu konzentrieren.

Anbei findet ihr mein aktuelles Portfolio
https://app.parqet.com/p/6679698b1d2b16c06ff2bef9

Ich freue mich sehr über Anmerkungen, Verbesserungsvorschläge und Denkanstöße für den weiteren Ausbau meiner Anlagestrategie. Jede Rückmeldung hilft mir auf meiner Reise zu meiner finanzieller Unabhängigkeit.

Liebe Grüße,
Stefan

10 Kommentare

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Jens
Plus

Ja, du tradest zu viel, Sandro hat Recht. Du solltest realisieren, dass du bei Verkäufen von 60€-Rahmen auch bei vermeintlich geringen Gebühren schlussendlich bei knapp 2% rauskommst. Niedrige Gebühren sind insofern gefährlich als dass man sich seine Trades weniger gut überlegt und spontan tätigt.

Psychologisch spricht die Börse aus meiner Sicht stark unsere Sammler- und Jäger-Gene an. Also immer auch den Verstand hinzuziehen bei Käufen und Verkäufen

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Jens
Plus

… und die Sache mit dem befristeten Ausstieg aus deinem Job kannst du dir m.A.n. abschminken.

Das würde einen zu großen Karriereknick bedeuten. Du findest nach so einer langen Zeit schwer den Einstieg. Allerdings ist es immer gut, Vermögen in der Hinterhand zu haben. Das hat mir in meinem letzten Job (in dem ich unzufrieden war) die Möglichkeit gegeben ohne einen anderen Job in Aussicht zu haben, trotzdem zu kündigen 😊

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sandro
Plus
Beta

Just my 2 cents: Du hast mMn sehr viele “kleine” Positionen. Ich persönlich würde am Anfang eher weniger Aktien auswählen die ich kaufe, dafür in etwas höheren Beträgen. Du hast realisierte und unrealisierte Gewinne von zusammen etwa 1600€ aber dafür schon knappe 400€ Gebühren. TR ist zwar günstig, wenn du aber viele kleine Positionen handelst summiert sich das halt auch. Das wären quasi so wie 20% “Steuern” auf deinen “Gewinn” zZ.

LG

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Mario
Investor
Beta
+2

Auf die Versteuerung vergisst du eh nicht, oder? Trade Republic ist in Österreich erst seit dem 24.04.2025 steuereinfach und ETFs können z.B. wegen den ausschüttungsgleichen Erträgen oder der Fusion beim Amundi aus steuerlicher Sicht schnell sehr komplex werden.

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Stefan
Autor
Plus

Danke für die bisher zahlreichen Tipps und Meinungen.
Also ich nehme bisher folgende Tipps mit:
Gebühren auf ein Minimum halten; bei TR machbar durch Sparpläne
Weniger kleine Positionen; Wo findet ihr hier die Grenze unter 2 Prozent?

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sandro
Plus
Beta

@stefan_herzog Am Anfang würde ich statt mit Prozenten zu rechnen eher auf die Gesamtbeträge sehen. Z.B pro Trade mindestens Aktien im Wert von 500€ oder 1000€ oder was auch immer. Lieber schauen: was hast du “übrig”, was kannst du gut investieren, als Kleinstbeträge auf 10-20 Einzelaktien aufzuteilen. Ein oder zwei Prozent auf dein jetziges Portfolio sind halt auch “nur” 160€-320€. Ich verstehe voll den Jäger- und Sammlertrieb wie Jens schrieb, man will möglichst viel auf einmal, will Diversifizieren uswusw. Es würde mMn aber eher Sinn machen sich erstmal ein kleines, stabiles ETF Portfolio aufzubauen (ein, zwei, maximal drei ETFs am Anfang).

Sie es so, ein Euro auf einen 100€ Trade sind halt 1% Gebühr, bei 1000€ nur noch 0,1% Gebühr ;)

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Kaputtnix

@sandro_21a691 Und dazu kommt: Wenn ein 100€ Trade gut läuft und du machst 30-40% sind das auch nur 30-40€.

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Kaputtnix

Wirkt für mich etwas strategie- bzw. planlos. Nach welchen Kriterien suchst du deine Aktien aus? Die Kombi aus krassen Wachstumsaktien und einen High-Dividend-Yield ETF passt für mich auch nicht.

Außerdem viele viel zu kleine Positionen und viel zu viel Bewegung, was zu Gebühren führt die jenseits von Gut und Böse sind, alleine letzten Monat hast du 176 Aktivitäten und 50€ Gebühren.

Meine Empfehlung: Such dir aus deinen Titeln 5-10 aus, die du wirklich verstehst, regelmäßig analysierst und für gut befindest. Alles andere verkaufst du und verteilst das Kapital in diese Titel oder deine ETFs. ETF-Sparpläne lässt du laufen und stockst die Einzeltitel auf, wenn du die Kurse attraktiv findest, setzt dir dafür aber Mindestsummen (200-300€ pro Kauf), damit die Gebühren sich in Grenzen halten.

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Stefan
Autor
Plus

@kaputtnix
Mein Plan:
70% Auszahlende Titel (ETF + Aktien)
20% Wachstums Titel
10 % Diverses (Krypto + Aktien mit höherem Risiko)

Der Amundi MSCI World UCITS ETF dient in diesem Portfolio rein als Stoßdämpfer um mögliche größere Schwankungen in meinen Einzelpositionen zu kaschieren.

Dein Tipp mit weniger kleinen Einzeltitel werde ich versuchen umzusetzen & Einzeltitel “zum richtigen Zeitpunkt(Spotkäufe)” zukaufen und nicht als Sparplan muss ich mir noch genauer ansehen da ich somit auch die aktuelle Marktlage besser im Blick haben sollte. Aktuell sind Position in mein Portfolio gewandert wo ich denke, dass diese noch mindestens 10 Jahre bestehen bleiben und somit versuche ich einfach monatlich immer das Portfolio auszubalancieren mein Ziel ist kein Anteil unter 1%
Danke für deine Tipps.

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Stefan
Autor
Plus

Noch warte ich auf den Steuerreport von TR aus 2024 sobald dieser bei mir einkommt wird dies in Angriff genommen. Danke für den Hinweis.

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