Temerian Drummer
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Gepostet in Schnack

60/40 Portfolio - Aufteilung?

Setzt jemand hier ggf. ein traditionelles 60/40-Portfolio, das sich aus 60% Aktien und 40% Anleihen zusammensetzt, derzeit aktiv um? Wenn ja, welche Anleihen-Bausteine verwendet Ihr?

Ich setzte bei den Aktien auf Dividenden-ETFs (insb. Vanguard FTSE All-World High Dividend Yield) und bei den Anleihen auf den Vanguard EUR Corporate Bond bzw. Geldmarkt-ETFs.

Danke für den Austausch im Voraus!

23 Kommentare

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zero
Investor

Kein 60/40, aber ich habe 3 Anleihenbausteine:

  • Für die breite Diversifikation mit maximaler Langeweile den Vanguard Global Aggregate Bond EUR-Hedged ETF.
  • Einen ETF auf lang laufende Euro-Staatsanleihen, da bei denen der Kurs am positivsten reagieren sollte, wenn es am Aktienmarkt mal wieder längere Zeit bergab geht.
  • Ein paar einzelne Euro-Unternehmensanleihen. Die habe ich allerdings 2023 gekauft, also das besonders attraktiv war. Zum jetzigen Zeitpunkt würde ich da auch einfach den Vanguard EUR Corporate Bond nehmen.
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Temerian Drummer
Autor
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@zero Danke dir!

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Jens L.
Investor

@zero Widerspruch: Der Sicherheitsbaustein eines Portfolios soll keine Renditen erwirtschaften. Es eignen sich deshalb wegen des Zinsänderungsrisikos (ZÄR) neben dem Bankguthaben im Euro-Raum unterhalb der staatlich garantierten Einlagensicherung von 100k nur ‘kurzlaufende’ Anleihen aus dem Euro-Raum höchster Bonität mit einer Restlaufzeit von 0 bis maximal 3 Jahren. Begründung: Niemand kann den weiteren Zinsverlauf sicher prognostizieren. Zumal sind die Renditen der Anleihen seit Jahren eher rückläufig.

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Jens L.
Investor

@zero Über Gold habe ich lange nachgedacht. Letztlich habe ich mich aber geweigert, die Assetklasse Edelmetalle dem Sicherheitsbaustein zuzuordnen. Für mich gehört das wie Rohstoffe in den risikobehafteten Portfolioteil. Mit einem Anleihen-Anteil von 30% am Gesamtvermögen (10% Bankguthaben) fühle ich mich aber auch nicht wohl.

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zero
Investor

@jensl Diese reine Sicherheitsbaustein-Denkweise hat eben ihre Grenzen.

Man könnte alternativ z.B. statt der 60/40-Aufteilung in Erwägung ziehen, nur 20% absolut risikominimiert zu investieren, und die 80% dafür so aufzuteilen, dass historisch betrachtet die Gesamtvolatilität drastisch reduziert gewesen wäre, also z.B. 50/15/15 im Aktienmarkt, riskanteren Anleihen und Gold. Aber das ist natürlich alles Geschmackssache.

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zero
Investor

@jensl Das kommt drauf an, wie du diesen Sicherheitsbaustein im Gesamtportfolio betrachtest.

Wenn er für sich allein möglichst wertstabil sein soll, musst du natürlich das Zinsänderungsrisiko minimieren.

Wenn du damit die Volatilität des Gesamtportfolios steuern willst, können die lang laufenden Anleihen durchaus sinnvoll sein. Ich weiß, 2022 hat das absolut nicht funktioniert. In den mehrjährigen Krisen vergangener Jahrzehnte aber sehr gut.

In Anbetracht dessen, wie sich der Anleihenmarkt in den letzten Jahren entwickelt hat, würde ich auch niemals 40% des Portfolios in Anleihen stecken. Schon seit 2 Jahrzehnten funktioniert der o.g. Mechanismus mit Gold deutlich besser, aber in den 2 Jahrzehnten davor war es halt umgekehrt.

Ich will nicht prognostizieren, was als nächstes passiert, sondern verteile meine Allokation entsprechend.

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Jens L.
Investor

Ich habe ein 60/40 Portfolio aus Aktien und Anleihen umgesetzt. Als Sicherheitsbaustein bieten sich neben einem Bankguthaben im Euro-Raum unterhalb der staatlich garantierten Einlagensicherung von 100k auch Anleihen aus dem Euro-Raum höchster Bonität mit einer Restlaufzeit von 0-3 Jahren an. Als ETF bekommst Du die z.B. im Amundi Euro Highest Rated Macro-Weighted Government Bond 1-3Y UCITS ETF Acc (WKN LYX0Z6). Den würde ich nehmen, wenn ich nochmal anfangen würde.

Leider habe ich vor Jahren einen Anfängerfehler gemacht und mich für Anleihen bis zu einer Restlaufzeit von 20 Jahren(!) entschieden und mir damit ein kapitales Zinsänderungsrisiko ins Portfolio geholt. Im Kalenderjahr 2022 habe dann eine negative Rendite von minus 15% auf meinen Sicherheitsbaustein (wohlgemerkt) verbucht. So kann es gehen.

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Temerian Drummer
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@jensl Guter Tipp, danke!

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Klaas
Investor

Ich habe lediglich eine 2%Beimischung durch 2ETFs in Euro und $Unternehmensanleihen der guten Ausschüttungsrendite wegen. Für eine höhere Gewichtung reicht mein Interesse beim Thema Anleihen nicht.

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Matt
Plus

Ich habe den Vanguard USD Emerging Markets Government Bond.

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Matt
Plus

Geldmarktfonds nur in heimischer Währung und nicht global. Sonst nimmt man sich nur unnötige Wechselkurse ins Depot, was man gut am derzeitigen Dollar-/Eurokurs sieht. 40% Sicherheitsbaustein wäre mir deutlich zu viel. Die Wahl auf diesen EM-Anleihen-ETF lehnte ich an diesen Artikel an:

Schwellenländer-Staatsanleihen – eine bedenkenswerte Asset-Klasse?

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Jens L.
Investor

@matt_b19320 Ich habe gelesen, das sich die Assetklasse Geldmarktfonds Global wegen der geringen Korrelation zu Aktien gut zur Diversifikation des risokobehafteten Portfolioteils eignen. Dem Sicherheitsbaustein von 40% würde ich Hochzinsanleihen nicht zuordnen.

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Jens L.
Investor

@matt_b19320 Im ursprünglichen Post ging es um ein 60:40 Portfolio. Ich habe die klassische 60/40-Verteilung aber auch gewählt. Inzwischen bin ich überzeugt, das man bei einem Anlagehorizont von mehreren Dekaden 40+ ausser einem Notgroschen keinen Sicherheitsbaustein im Depot mehr braucht. Den Beitrag von G.Kommer habe ich auch gelesen. Er hat die Schwellenländer-Anleihen wegen des erhöhten Ausfallrisikos (geringere Bonität) dem risikobehafteten Teil zugeordnet, wenn ich mich richtig erinnere.

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