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60/40 Portfolio - Aufteilung?
Setzt jemand hier ggf. ein traditionelles 60/40-Portfolio, das sich aus 60% Aktien und 40% Anleihen zusammensetzt, derzeit aktiv um? Wenn ja, welche Anleihen-Bausteine verwendet Ihr?
Ich setzte bei den Aktien auf Dividenden-ETFs (insb. Vanguard FTSE All-World High Dividend Yield) und bei den Anleihen auf den Vanguard EUR Corporate Bond bzw. Geldmarkt-ETFs.
Danke für den Austausch im Voraus!
Kein 60/40, aber ich habe 3 Anleihenbausteine:
@zero Danke dir!
@zero Widerspruch: Der Sicherheitsbaustein eines Portfolios soll keine Renditen erwirtschaften. Es eignen sich deshalb wegen des Zinsänderungsrisikos (ZÄR) neben dem Bankguthaben im Euro-Raum unterhalb der staatlich garantierten Einlagensicherung von 100k nur ‘kurzlaufende’ Anleihen aus dem Euro-Raum höchster Bonität mit einer Restlaufzeit von 0 bis maximal 3 Jahren. Begründung: Niemand kann den weiteren Zinsverlauf sicher prognostizieren. Zumal sind die Renditen der Anleihen seit Jahren eher rückläufig.
@zero Über Gold habe ich lange nachgedacht. Letztlich habe ich mich aber geweigert, die Assetklasse Edelmetalle dem Sicherheitsbaustein zuzuordnen. Für mich gehört das wie Rohstoffe in den risikobehafteten Portfolioteil. Mit einem Anleihen-Anteil von 30% am Gesamtvermögen (10% Bankguthaben) fühle ich mich aber auch nicht wohl.
@jensl Diese reine Sicherheitsbaustein-Denkweise hat eben ihre Grenzen.
Man könnte alternativ z.B. statt der 60/40-Aufteilung in Erwägung ziehen, nur 20% absolut risikominimiert zu investieren, und die 80% dafür so aufzuteilen, dass historisch betrachtet die Gesamtvolatilität drastisch reduziert gewesen wäre, also z.B. 50/15/15 im Aktienmarkt, riskanteren Anleihen und Gold. Aber das ist natürlich alles Geschmackssache.
@jensl Das kommt drauf an, wie du diesen Sicherheitsbaustein im Gesamtportfolio betrachtest.
Wenn er für sich allein möglichst wertstabil sein soll, musst du natürlich das Zinsänderungsrisiko minimieren.
Wenn du damit die Volatilität des Gesamtportfolios steuern willst, können die lang laufenden Anleihen durchaus sinnvoll sein. Ich weiß, 2022 hat das absolut nicht funktioniert. In den mehrjährigen Krisen vergangener Jahrzehnte aber sehr gut.
In Anbetracht dessen, wie sich der Anleihenmarkt in den letzten Jahren entwickelt hat, würde ich auch niemals 40% des Portfolios in Anleihen stecken. Schon seit 2 Jahrzehnten funktioniert der o.g. Mechanismus mit Gold deutlich besser, aber in den 2 Jahrzehnten davor war es halt umgekehrt.
Ich will nicht prognostizieren, was als nächstes passiert, sondern verteile meine Allokation entsprechend.