Mateusz

Gepostet in Portfolio Roasts

Dividendenportfolio Roast

Ich bin 30, gerade seit einem Jahr dabei und mein Ziel ist eig. auf Dividendenaristokraten/Könige zu setzen, die neben Kursgewinnen auch gleichzeitig die Dividende steigen, wobei da die Kursgewinne nicht meine Prio sind, da ich auch lieber kaufe und für 10+ Jahre nicht anfassen werde.

Monatlich kann ich ca. 500-750€ in mein Portfolio setzen, wobei ich hoffe, die Rate im nächsten Jahr erhöhen zu können.

Bevor die Fragen auftreten:

  1. Ich werde demnächst mehr in einen ausschüttenden ETF gehen und da wahrscheinlich 50% der Monatssparrate reinsetzen.
  2. Ich hatte mich mit Absicht aus Tech Aktien bisher rausgehalten, weil ich die 2008 Dot Com Bubble in AI ein wenig erwartet habe und Angst hatte, dass die Big Tech Aktie sowieso überbewertet sind. Wahrscheinlich gehe ich aber ein wenig stärker in Richtung Quanten/AR Aktien, also D-Wave Quantum, Meta und Microsoft und füge auch Bitcoin hinzu.

https://app.parqet.com/p/6895fe2b49f323bf52f96f41

11 Kommentare

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Sven
Plus

Servus, prüfe Deine Ziele und lass Dich nicht verrückt machen. Es ist durchaus ein Weg, auf Dividenden zu setzen. Dir muss bewusst sein, dass Du mit dem Dividendenweg ganz klar Kursperformance liegen lassen wirst, aber man kann das machen - und wenn, dann muss man eben damit leben, dass man bei der Wertentwicklung immer hinter den Benchmarks hinterherhinken wird. Hier mal 2 Beispiele von Leuten, die das erfolgreich machen und auf die Kursperformance pfeifen:

https://www.getmad.de, https://www.rente-mit-dividende.de

Ich würde allerdings eher den Weg bevorzugen auf marktbreites Wachstum mittels ETFs zu setzen, statt auf den ausschließlichen Dividendenfocus.

Ausschüttende Weltindizes haben auch eine Dividende von knapp unter 2% - bei 5% Dividendenerhöhung (historischer Schnitt ca.) bist Du auch nach 12-15 Jahren bei 4% auf Dein Initialinvestment.

Wenn Du bei dem Dividendenweg bleibst, mach es ebenfalls am besten über ETFs - aber nicht über High Yielder, sondern besser über welche, die auch ein wenig Performance mitbringen. Der Vaneck Morningstar Developed Markets oder der Fidelity Global Income z. B. sind gute Beispiele für ETFs, die Dividenden und Wachstum in Einklang bringen.

LG Sven

5
MaiTai

An deiner Stelle würde ich das aktuelle Depot vollständig auflösen und neu starten. Viele kleine Einzelpositionen, die kaum Ertrag oder Ausschüttungen bringen, binden Kapital, ohne das Risiko sinnvoll zu entlohnen. Ein klar strukturierter Kern aus breit gestreuten Dividenden-ETFs ist langfristig effizienter, stabiler und einfacher zu pflegen.

Mein Ansatz wäre, diesen Kern mit drei globalen Dividenden-ETFs aufzubauen. Etwa die Hälfte entfällt auf den WisdomTree Global Quality Dividend Growth UCITS ETF, der Unternehmen mit soliden Bilanzen, stabilen Erträgen und stetigem Dividendenwachstum auswählt. Ein Viertel geht in den VanEck Morningstar Developed Markets Dividend Leaders UCITS ETF, der die höchsten Dividendenzahler in entwickelten Märkten bündelt. Der verbleibende Anteil steckt im Fidelity Global Quality Income ETF, der weltweit Qualitätswerte mit verlässlichen Ausschüttungen kombiniert.

Diese Kombination sorgt von Beginn an für eine breite Streuung über Länder, Branchen und Währungen. Durch die unterschiedliche Ausschüttungsstruktur der ETFs verteilt sich der Cashflow über das Jahr, was regelmäßige Einnahmen ermöglicht. Gleichzeitig setzen die Auswahlkriterien nicht nur auf Dividendenhöhe, sondern auf die Fähigkeit der Unternehmen, ihre Ausschüttungen langfristig zu steigern. Genau das verstärkt den Zinseszinseffekt und sorgt dafür, dass die Erträge über die Jahre wachsen.

Ein wesentlicher Vorteil eines solchen Kerns ist die psychologische Entlastung. Es gibt keinen Zwang, auf jede Unternehmensmeldung zu reagieren oder Marktphasen aktiv zu timen. Stattdessen läuft der Sparplan stumpf und diszipliniert weiter, unabhängig davon, ob die Börsen gerade euphorisch oder nervös sind. Eine jährliche Überprüfung der Gewichtung reicht aus, um durch Rebalancing die ursprüngliche Struktur zu erhalten.

Sobald dieser Kern im mittleren-hohen fünfstelligen Bereich liegt, lässt er sich gezielt erweitern. Hochwertige Quality Einzelwerte oder Compounder können dann als Ergänzung dienen – Unternehmen, die nicht nur ausschütten, sondern ihr Kapital effizient reinvestieren und damit weiteres Wachstum generieren. Eine kleine Beimischung in spekulativere Bereiche wie Bitcoin wäre ebenfalls möglich, sollte aber so dimensioniert bleiben, dass sie den Kern nicht gefährdet. Für Bitcoin würde ich persönlich nur regulierte Anbieter wie BSDEX nutzen.

Mit diesem Vorgehen entsteht ein Fundament, das beides liefert: regelmäßige Ausschüttungen und langfristige Wertsteigerung. Es ist eine einfache, faktenbasierte Struktur, die man viele Jahre durchhalten kann, ohne sich in Einzelwerten zu verzetteln oder unüberlegt in teure Märkte einzukaufen.

5
Jens
Plus

Ein negativer IZF - das ist das erste Mal, dass ich sowas hier sehe…

Beginne mit dem Besparen eines der gängigen World-ETFs. Diesen nimmst du als „Core“. Lass im Moment die Finger von Einzelaktien. Du marschierst aus meiner Sicht in die vollkommen verkehrte Richtung- und das wäre schade

4
Mateusz
Autor

Habe ich jetzt auch verstanden. Ich wollte diversifizieren durch Einzelaktien in verschiedenen Bereichen und Ländern, werde aber auf jeden Fall in einen festen ETF einzahlen und nur dann Einzelaktien kaufen, wenn ich Überfluss habe (also mehr als 600€ im Monat besparen kann).

2
Tom S.
Plus

Meine Erfahrung mit Dividendenaktien: Du brauchst einen extrem langen Zeitraum, bis die Divis richtig reinkicken. Extrem lang heisst: nach vllt. 10Jahren siehst Du erste echte Erfolge. Und das auch nur bei Werten, die gut laufen (wie Allianz oder munichre). Ich war auch mal Dividendenaktionär, hab’s aber weitestgehend aufgegeben und bespare jetzt ein Welt-Portfolio. Viele Titel aus meiner “Dividenden-Zeit” habe ich aber noch, daher weiß ich wovon ich rede.

Schau z.B. mal Shell an: Klassischer Dividendenzahler. Läuft seitwärts seit ich sie 2018 im Depot habe (von dem Dip Anfang 20 mal abgesehen). Nie nachgekauft. Nach 7 Jahren habe ich 22% der Kaufkosten in Form von Dividenden zurück. So kommst Du nicht voran. Das hat was von Sparbuch. Und die Wahrscheinlichkeit, dass Du Dir eine “Shell” ins Depot holst, ist halt leider ziemlich groß.

Ich schließe mich daher meinen Vorrednern an. Welt-ETF und dazugemischt einen Dividenden-ETF. Und was ich mir in der Zwischenzeit noch gegönnt habe, waren ein paar richtige “high-yielder” : (main-street, Omega health, Ares usw.) aber kleine Positionen. Die tendieren fast immer seitwärts, aber bei 10% Rendite sieht man auch nach kürzerer Zeit schon einen kleinen Erfolg.

Viele Grüße! TomS.

3
p
Plus

Bei einer Sparrate von monatlich 500€ bis 750€ wäre mir schlicht und einfach die Zeit zu schade, mich mit dem Picking von Einzelaktien zu beschäftigen. Es sei denn, du hast keine anderen Hobbys.

Da du gerne ein paar Dividenden erzielen möchtest, würde ich an deiner Stelle einen international aufgestellten ausschüttenden Dividenden-ETF besparen. Und wenn du dann in einigen Jahren die ersten 100T€ zusammen hast, kannst du neu darüber nachdenken, ob du diesen Grundstock mit Einzelwerten ergänzen kannst. Alles andere ist Zeit- und Geldverschwendung.

2
Tom Z
Plus

du kannst auch Sparpläne auf Aktien machen. Ich verstehe nicht wieso man für 17€ eine At&t kauft. Der 1€ bedeuten direkt 5% Kursverlust. Lohnt also nicht.

Meiner Meinung nach alles in einen ETF und schlafen gehen.

2
lacuca
Plus

Einfach mit den folgenden ETF`s anfangen: A1C9KK oder A1JX52. Such dir einen aus. Ich habe noch den A1JX53 dazugenommen, nur USA aber natürlich auch mehr Rendite. Ist für mich aber schon aufgrund dessen diversifiziert, weil die dicksten Fische eh weltweit ihr Geld machen.

Setzt dir erstmal einen Gesamtwert, den du erreichen möchtest z.B. 50k oder 100k und ab dann kannst du hier und da mal eine Dividendenaktie hinzufügen, wenn es kitzelt. Aber in den meisten Fällen wirst du damit die Gesamtperformance deiner ETF’s verschlechtern. 😄

1
Henker
Plus

Schließe mich weitestgehend @jens_11a37b an - aber Du hast ernsthaft Coca Cola verkauft ?
Die ist für die Ewigkeit !

Warum kein “normaler” S&P 500 ETF ?

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Mateusz
Autor

@henker Der Coca Cola Verkauf lag damals daran, dass ich da noch ein wenig mehr im Trading Mindset war und quasi von 52 Week Low auf 52 Week Low springen wollte (klappte bei Coca Cola, aber merkte schnell, wie schlecht simpel das war ^^).

Bis vor ein paar Monaten hätte ich meinen Plan als “Optimiert (billig) kaufen und halten ist besser als Dollar Cost Averaging S&P”, aber ich gehöre zu den vielen, die versuchen den Markt zu timen und es nicht geschafft haben.

Ich setzte auf Rezession dieses Jahr und dachte, Trumps Zoll Politik lässt eine Welle los, die mind. das Jahr hält, also kaufte ich April im Crash nichts ein und verpasste so die Gewinne.

Ich neige leider auch noch dazu, das monatlich eingezahlte Geld gleich innerhalb der ersten Tagen zu investieren, wodurch ich auch hier wahrscheinlich einige bessere Momente verpasst habe.

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Jens
Plus

… was mir noch aufgefallen ist bei Blick in dein Portfolio: wenn du auf Dividenden aus bist, solltest du die ausländische Quellensteuer nicht außer Acht lassen. Metronic wird in Irland versteuert. Da zahlst du zusätzlich zur Steuer in D noch 25% an Irland, sprich in Summe 50%

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