Dominik Watzl
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Gepostet in Schnack

Deutsche Aktien als Österreicher

Bin bin Österreicher und interessiere mich für die deutschen Aktien DHL und Deutsche Telekom. Macht es als Österreicher Sinn mit Blick auf eine Dividenden Strategie diese beiden deutschen Aktien ins Depot zu legen?

Ich möchte da auf die hohen steuerlichen Kosten verweisen, die man da als Österreicher zahlen muss, also KEST + Quellensteuer.

Vielen lieben Dank liebe Community

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9 Kommentare

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plakna
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Ich würde das ehrlich gesagt nicht machen. Einer Dividendenstrategie stehe ich aber generell etwas skeptisch gegenüber – vor allem in der Ansparphase (weil sich der Zeitpunkt der Versteuerung dadurch unnötig nach vorne verlagert).

In Österreich gibt es keine steuerlichen Freibeträge, und das laufende Zurückfordern der Quellensteuer wäre mir persönlich zu aufwendig. Wirklich sinnvoll wird das meiner Meinung nach erst, wenn man ein dicker Fisch ist und entsprechend viel Kapital investiert.

Wenn ich in deutsche Aktien investieren wollen würde, dann würde ich mir eher einen thesaurierenden DAX-ETF suchen.

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Dominik Watzl
Autor
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Beta

@plakna wennst halt früh drin bist, dann kassierst halt auch die ganzen Dividenden Steigerungen.

Aber zB so US Aktien, wo die Quellensteuer quasi Null ist, da spricht nix dagegen oder ?

Ab welcher Depot Größe macht es Sinn in deinen Augen ? Bzw um welche Beträge müsste es sich handeln.

Danke für due Antwort

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Henker
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Macht keinen Sinn.

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Dominik Watzl
Autor
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Beta

@henker Aber zB so US Aktien, wo die Quellensteuer quasi Null ist, da spricht nix dagegen oder ?

Danke für due Antwort

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Christian
Investor
Terminal
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Natürlich kannst du das machen - lass dir keinen Blödsinn einreden. Ich wundere mich jedesmal das jeder gleich her geht und sagt “in der Ansparphase Blabla…” niemand kommt auf die Idee zu fragen welche Dividendenstrategie zu tatsächlich fahren willst? Kann ja auch sein das du eine Einkommenstrategie fährst. Also, willst du Dividenden? Dann investiere in Dividendentitel, auch in Deutsche, Französische, etc… Nimm dann halt nur jeweils einen Broker bei dem zu steuerlich am Besten fährst - heißt, bei deutschen Titel nimm einen Broker (du kannst auch mehrere Broker/Depots haben) der gleich mal 15% (laut DBA) auf die KESt. anrechnet (also nur mehr die 25% QSt. (+ 5,5% Soli), also 26,irgendwas plus 12,5% KESt.

Wenn du dann mal schon höhere Dividendenerträge bekommst, kannst du anfangen die zu viel bezahlten QSt. rückerstatten zu lassen - für Deutschland benötigst du dann einen Account (und Steuernummer) beim deutschen Finanzamt (über ELSTER), bei anderen Staaten kannst du die Quellensteuern verringern lassen (machen aber nicht alle Broker, also einfach nachfragen dort), so geht das bei Frankreich, Kanada, Israel, etc., bekanntestes Bsp. hierbei wird wohl die USA sein (von 30% auf 15% - lt. DBA dann 15% Anrechnung = 0%).

Und kleiner Tipp - wenn du die Divi-Strategie ernsthaft fahren willst, halte dich von deutschen Neobroker fern (dort hast du nämlich die mit Abstand meisten “Probleme” mit Quellensteuern.

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Dominik Watzl
Autor
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Beta

@christian_b8f7b9 warum sind deutsche Neo Broker ungeeignet ?

Ich habe flatex und jetzt vor kurzem habe ich mir Trade Republic geholt, da sie günstiger sind und bei Ausschüttungen keine Gebühren verlangen. Auf flatex habe ich nur meine ETFs zurzeit, da es bei denen egal ist. Bei Trade Republic hatte ich aber bis jetzt keine Probleme bezüglich Dividenden.

Bei meinen Brokern ist es so, dass die usa Quellensteuer von 30% automatisch schon auf 15% reduziert wird, also zahle ich nur noch die KEST in Österreich von 27,5 %. Also da kann ich dann nichts mehr zurückholen vermute ich.

Vielen Dank für die ausführliche Antwort.

Liebe Grüße

Dominik

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Christian
Investor
Terminal
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@dominik_watzl @dominik_watzl TR hat bietet keinen Support (lediglich einen Chat mit KI-generierten Antworten - selten das man dort einen echten menschen erwischt und dieser hat dann in der Regel dann keine Ahnung). Das heißt das man keinerlei Anträge auf Reduzierungen von Quellensteuern abgeben/beantragen kann, keinerlei Hilfe hat wenn es mal Probleme mit Dividendenzahlungen gibt (und die gibts häufiger bei TR), teilweise wartet man Wochen bis die Dividende aufs Rechnungskonto eingebucht wird (nicht schlimm, aber lästig).

Nimm stattdessen die Dadat (steuereinfache Online-Bank, für Österreich günstige Konditionen, voller Support der Ahnung von der Thematik hat. Für einzelne Länder (mit z.b. hohen Quellensteuern) spricht auch nichts gegen eine Sparkasse (hier aber darauf achten das die Devisengebühr nicht zu hoch ist - die Erste Bank hat z.b. eine der höchsten hier, ca 15EUR), die steiermärkische Sparkasse verlangt nur die Hälfte. — Devisengebühren zahlst du übrigens so gut wie überall, auch wenn die lieben Broker das nicht kundtun (obwohl sie es ja selbst zahlen müssen, an die EZB, an die Bank, etc) auch TR hat solche Gebühren aber unseriöserweise weisen sie sie halt nicht aus, sondern verstecken sie in die Spreads etc.

Also: Wichtig sind Broker wo du Anträge auf Quellensteuesenkungen, Rückerstattungen stellen kannst, und/oder optimalerweise dies teilweise schon automatisiert geschieht. Mit ein wenig Erfahrung kannst du dann auch ein Depot bei einen professionellen Broker wie Interactive Brokers, oder CapTrader (basiert auf IB aber mit umfangreichen deutschsprachigen Support), eröffnen. Dort hat man dann auch automatisch ein Multiwährungskonto, kannst also direkt in USD, CAD, norwegischen Kronen, Schweizer Franken, etc an den lokalen Börsen kaufen. Hier dann nur darauf achten wenn du wieder zurück tauscht das Währungsgewinne steuerpflichtig sind (also einfach immer aufschreiben). Steuern musst du hier halt selbst machen, aber das ist kein Problem.

Wichtig für dich als Österreicher: achte darauf das du dir keinen Nichtmeldefonds ins Depot holst (dazu zählen alle REITs, BDCs, ETFs die keine Steuermeldung in Österreich haben, oder hier (A bzw. EU) nicht zugelassen sind - da freut sich nur der Herr Finanzminister.

Für deutsche Leser: laut den Divantis-Blog bietet maxblue z.b. für die kanadische Quellensteuer eine automatische Reduzierung und dann Anrechnung auf die Abgeltungssteuer an (= 0% Quellensteuer).

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Parqet Nutzer

Wie alt bist du? Ich würde nicht auf Dividendenaktien setzen, wenn du einen langen Anlagehorizont vor dir hast. Denn eine Firma die Dividenden ausschüttet tut dies entweder, weil sie zum Teil Staatseigentum ist und der Staat Geld möchte, oder die Firma nicht mehr alles ins Firmenwachstum investiert. Da lässt du in der Regel einfach Rendite auf der Strecke liegen. Wenn du nicht zu viel Zeit investieren möchtest setze auf einen Etf und ansonsten such dir dazu noch ein paar Wachstumsaktien.

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Wurstsuppe
Plus

Großbritanien, Kanalinseln, Singapur und Hongkong haben keine Quellensteuer (laut deutschem Recht), bin nicht 100% sicher, aber ich meine, dass die generell keine erheben. Recherchier selbst noch mal für Österreich, aber das könnten Anätze sein, sich mal anzuschauen, welche Werte dort für dich in Frage kommen könnten.

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