Das_Lama
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Gepostet in Schnack

Dividenden: reinvestieren vs. konsumieren

Liebe Leute,

meine Geldanlage ist bisher eine Einbahnstraße: Geld fließt nur von meinem Gehaltskonto an die Konten bei den Brokern, nie umgekehrt. Anfallende Dividenden bzw. ETF-Ausschüttungen bleiben ebenfalls bei den Brokern liegen und werden früher oder später reinvestiert. Das gilt auch für Geld, das durch Verkäufe von Wertpapieren wieder frei wird. Ein Verkonsumieren von Erträgen findet also nicht statt.

Derzeit schließe ich für mich auch aus, Wertpapiere zu verkaufen, um irgendwas zu konsumieren – das kommt dann erst in 20 Jahren in der Entsparphase. Was mich allerdings ein bisschen umtreibt ist die Idee, Ausschüttungen künftig zu verkonsumieren. Für den Jahresurlaub mag die Ausschüttungshöhe noch ein wenig zu gering sein, aber da geht schon was in Richtung Lebensqualität. Dass das nicht renditeoptimal wäre, ist mir schon klar. Andererseits nützt es nichts, der Reichste auf dem Friedhof zu sein und nie die Früchte des Kapitalmarktes geerntet zu haben.

Meine Antwort muss ich natürlich selbst finden. Aber ich bin neugierig: wie haltet ihr es? Reinvestiert ihr alles oder ladet ihr euch von der Dividende auch mal auf ein Eis oder einen Glühwein ein?

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43 Kommentare

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Marcus
Investor
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+1

@das_lama
Mein Cashflow sieht genauso aus wie deiner.
Die Frage ist doch, was du dir mit der Entnahme heute zusätzlich leisten würdest, was dich am Ende glücklicher macht.

Ich mache mir in Bezug auf die Dividenden lediglich eine Schattenrechnung, bei der ich erst kürzlich das Niveau erreicht habe, dass die (Brutto-) Dividende die Hausfinanzierung tragen würde. Würde ich die Dividende nun für die Finanzierungskosten entnehmen, hätte ich einen Überschuss auf dem laufenden Konto der wahrscheinlich irgendwo versickern würde.
Next Step ist dass die Dividenden nicht nur die Finanzierung, sondern auch die Betriebskosten des Hauses tragen.

Vor rund zwei Wochen habe ich erstmals Geld aus dem hier abgebildeten Vermögen entnommen. Das Wertpapiervermögen hat mit einem neuen ATH einen weiteren Meilenstein erreicht, so dass ich ein kleines bisschen davon entnommen habe um für meine Familie einen zusätzlichen Urlaub nächstes Jahr nach New York zu finanzieren.

Die Entnahme entspricht einer starken Tagesbewegung, oder einer moderaten Monatsbewegung und wird eingetauscht gegen strahlende Augen meiner Tochter.

Ich bin -was die Investitionen und Rendite betrifft- sehr ambitioniert und die Wertpapiere (und Parqet) nehmen einiges meiner Zeit in Anspruch.

Daher habe ich mir vorgenommen, auch zukünftig bei weiteren Meilensteinen Rendite gegen Belohnung zu tauschen.

Es ist doch ein ständiger Balanceakt zwischen Konsum, Verzicht, Investitionen und dem Ziel der finanziellen Freiheit, oder?

7
Jan
Investor
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@marcus “…strahlende Augen meiner Tochter.”

Mehr Rendite geht nicht! 😍

3
Marcus
Investor
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+1

@benjamin_jan That‘s it ❗️

1
Das_Lama
Autor
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@marcus Was täte ich, das mich glücklicher machte… gute Frage. Vermutlich nichts. Ich denke, es ist die Frage des geistigen Herangehens. Ja, ich kann es mir aus dem laufenden Einkommen leisten, auch am Monatsletzten noch Essen zu gehen, wenn ich keine Lust zu kochen habe. Aber ich könnte eben auch sagen: mein Anleihen-ETF schüttet rund 30 Euro netto im Monat aus. Die nehme ich und gehe “davon” zum Essen (was zugegebenermaßen auch bei Mannheimer Preisen nicht weit trägt).

An deinem “Meilenstein-Gedanken” werde ich auf jeden Fall nochmals ein bisschen knabbern. Im Grundsatz gefällt mir das ganz gut - nicht regelmäßig, aber eben doch von Zeit zu Zeit eine Belohnung zu haben. Danke für die Anregung, hat sich der Post schon gelohnt für mich 😄

Und natürlich jetzt schon viel Spaß in New York, das nenne ich mal eine ordentliche Belohnung!

0
Sylvia
Investor

Bis zum Renteneintritt habe ich alles reinvestiert. Jetzt entnehme ich ca. die Hälfte der Dividenden. Der Rest bedient die Sparpläne die ich weiter laufen lassen wollte und ist für kleinere Nachkäufe wenn es sich lohnt.

Für mich ist das noch stimmig. Verkäufe zum konsumieren brauche ich im Moment noch nicht. Aber wenn wir mehr brauchen - dafür ist das Geld angespart worden.

6
MSSTDF
Investor

@das_lama Ein Grußwort eines Privatiers / Rentiers an alle gestressten Entnehmer,

statistisch und kostenbelastet hätte ich schon längst Entnehmer sein müssen. Mein Werdegang der letzten Jahre: Vor Jahren habe ich die letzte Rate meines Hauskredits abbezahlt und vor 7 Jahren wurde ich von meinem ehemaligen Arbeitgeber, mit meiner Einwilligung, in die Freiheit entlassen. Seitdem konzentriere ich mich wieder stärker auf mich und meinen eigenen Vermögensaufbau und nicht mehr auf seinen. Lange Zeit lebte ich aus der Substanz und hielt mich an einen strengen Ausgaben & Kostenplan. Durch die frühzeitige Aktivierung des EK Stroms „DRV Rente“ habe ich ein lebenslanges Einkommensloch, das ich ausgleichen muss oder besser gesagt, will. Dazu nutze ich eine einfache Strategie: Ich wechsle ständig zwischen verschiedenen Wertpapieren. Viele Werte aus meinem Buy-and-Hold-Portfolio kaufe ich nach und verkaufe sie regelmäßig, sobald sie bestimmte Marken und Margen erreichen. Ich vertraue dem Zyklus und Fibonacci. Neue Werte kommen hinzu, um dann wieder zu verschwinden. Das widerspricht diametral meiner langjährigen Investment-Auffassung. So lernte ich mit der Zeit, emotionslos auf die Werte zu blicken und loszulassen. Das Eine tun, ohne das Andere zu lassen. Mittlerweile muss sogar zeitweilig ein Altbestand beim Erreichen einer Marke gehen, um ihn dann nach dem Kursrückgang wieder zu kaufen. Er ist ja nicht weg, ich vertraue ihn nur den treu sorgenden Händen anderer Investoren an!

Ganz klare Einschränkung: Fünf Titel reichen bei mir nicht aus um einen permanenten Geldstrom zu erzeugen. Fünfzig Titel waren einmal eine Grenze, aber durch harte eigene Regeln dürfen die einzelnen Werte nur grob maximal 2 % des Portfolios ausmachen.

Alle! Werte in diesem Portfolio werden an der extrem kurzen Leine geführt, Gewinne werden nach Bedarf in Div. ETF umgeschichtet . Dieser Prozess läuft zu definierten Uhrzeiten weitestgehend in Routinen ab. Mein US-Anteil macht mittlerweile nur noch 40 % meines Portfolios aus, von ursprünglich 80 % kommend.

Ich bin mir bewusst, dass ich viel Glück hatte und es Seitwärtsphasen geben wird. Meine längste dauerte 12,6 Jahre. Die schlechtesten Werte der Überlebenden waren in dieser Zeit AMD und Amzn. Meine lfd. Einkommensströme sind ausreichend. Mehr wäre Gier. Nach einem Schnitzel bin ich satt und für zwei Bier in der Gastronomie kaufe ich einen Kasten der gleichen Marke im GH. Meine Tankrechnung wird fast durch Dividenden aus  Öl- und Gas-ETF gedeckt. Meine Arbeitstage sind so lang wie früher, aber ich unterbreche sie durch mehr Sport. Mein Rat an alle Besorgten: Seht das mit dem Entsparen nicht so verbissen. Hoffentlich bleiben die Umstände so schlecht wie sie heute sind. Ansonsten: fast alle Artikel des rheinisch’ Jrundjesetz.

Allah her Monnemer, mach Disch net verriggd - zum Schbäh brenne reichts allemool. Deener in Bln und Fischweck in HH werrn drin soi! Gaanz grobb iwwer de Daume gepeild, s werd lange. Machs ääfach wie ich, orriendiier Disch am Warren.

Und jetzt nach Watopia! Ich hänge.

4
Chris
Investor

@msstdf Ich sehe es wie du. Buy and hold ist gut, aber wenn ich zweimal im Jahr mit einem Invest jeweils >30% Kursgewinne erzielen kann, dann kaufe und verkaufe ich auch gerne häufiger.

Und wenn das gut funktioniert, dann kann man damit auch als Privatier oder Rentner Einkommen generieren, das nicht nur auf Dividende oder Entnahme beruht.

1
Das_Lama
Autor
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@sylvia Interessante Perspektive, dass du auch im Ruhestand weiter besparst, statt die getätigten Investitionen einfach laufen zu lassen oder zu entsparen. Danke! Und ich kann dir nur Recht geben: es ist jedenfalls gut, im Bedarfsfall noch Vermögenswerte liquidieren zu können.

0
Das_Lama
Autor
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@msstdf 😂wenigstens gelacht heute.

Wie sagen die jungen Leute so schön: danke fürs Teilen. Wirklich eine sehr interessante weil möglicherweise ungewöhnliche Perspektive. Hinsichtlich deiner Beispiele kann ich dir folgen - wie viel und wie häufig kann man schon essen, trinken, konsumieren.

Beim aktiven Handel bin ich noch in der Lernphase, habe aber mit Fibonacci auch schon die ersten (positiven) Erfahrungen gemacht. Ob ich allerdings gut/diszipliniert genug werde, um tatsächlich einigermaßen zuverlässig einen nennenswerten Einkommensstrom zu erzeugen… bis dahin ist es jedenfalls noch ein weiter Weg, wenn überhaupt.

Alla hopp, i saach merci.

0
McFly
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Nach Urlaub und Krankheit bin ich etwas spät auf diesen Thread gestoßen, fand aber sowohl die Frage, als auch die Antworten sehr spannend und hab ihn in Gänze durchgelesen.

Ich selbst schätze den psychologischen Effekt der Dividenden sehr, auch wenn ich weiß, dass meine aktuelle Methode umständlicher ist, aber am Ende einfach nur auf Dividenden reinvestieren hinausläuft:
Anfangs freute ich mich über die ersten bezahlten Abos und Gym-Mitgliedsbeiträge, aber buchte diese nur mental um. Mittlerweile habe ich eine Dividenden-Höhe erreicht, die einzelne Konsumausgaben komplett deckt. Ich habe bei der C24-Bank mehrere Unterkonten und die Dividenden entsprechen im Schnitt den Ausgaben, die ich bisher zu Monatsbeginn für “Supermarkt & Essen (Restaurant)” überwies. Den Dauerauftrag habe ich gestoppt und stocke das Unterkonto peu à peu durch Dividenden auf. Gleichzeitig erhöhe ich jedoch gleichermaßen meine Sparpläne.
Mein nächstes Ziel ist es, zwei kleinere Unterkonten allein mit Dividenden befüllen zu können und so komme ich dem Ziel immer näher, irgendwann vielleicht meine kompletten Lebenshaltenskosten passiv zu decken.

Ursprünglich hatte ich das Dividendendepot zwar nur mittelfristig geplant, um neben den langfristigen Investitionen zum Schließen der Rentenlücke ein zweites Standbein zu haben, das ich ggf in eine Immobilie umschichte. Aber je mehr Freude mir dieses Dividendendepot bereitet und je mehr tägliche Ausgaben ich damit decke, desto unsicherer werde ich, ob ich bei dem ursprünglichen Ziel bleibe.

Schließlich habe ich noch ein etwas spekulativeres, drittes Depot. In diesem habe ich maximal 10% meiner investierten Summe. Falls hier am Monatsende mehr draus wurde, ziehe ich diese Summe ab und investiere sie. Manchmal nehme ich von diesen Gewinnen 10% weg und lege sie auf ein “Spaß-Konto”. Aber ob ich mir damit dann doch die teurere Grafikkarte gönne oder einen Großteil in einen Dip reinvestiere überlege ich mir lange. Dieses Geld jedoch “auf der hohen Kante” zu haben, hilft mir psychologisch doch sehr, da ich mich sonst (als Schwabe) zu sehr aufs Sparen fokussiere 😅

5
Das_Lama
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@mcfly vielleicht ein später Beitrag, aber dafür auch ein sehr guter 💪

3
Marcus
Investor
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+1

@das_lama
Und noch eine Ergänzung zu der „finanziellen Freiheit“:

Wenn ich es schaffe durch passive Einkünfte finanziell frei zu werden und diese Vermögenswerte nicht aufgezehrt werden und vererbbar sind, wird auch meine Tochter später finanziell frei sein.

Und mit dieser Annahme verändert sich auch das eigene Investitionsverhalten.

1. Der Anlagehorizont ist unendlich
2. Der heutige Depotwert ist mir egal
3. Trump ist mir egal
4. Wenn ich heute eine Aktie kaufe, wo könnte das Unternehmen in 30 Jahren stehen

Meine Assets die sich hierfür besonders gut eignen:
1. Aktien (Einzelaktien, ETFs)
2. Immobilien
3. Gold
4. Bitcoin

Insofern, keep rolling ✌️

4
Marcus
Investor
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+1

@user_2f9e60 Meinst Du das SMARTBROKER+ Portfolio?

Sicher auch eine interessante Branche, kenne mich mit den Qualitätsmerkmalen von Minen allerdings nicht aus, daher lasse ich die Finger davon.

1
Bananagreen
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@marcus Yes. Genauso 😝

0
Marcus
Investor
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+1

@user_2f9e60 Dein IZF gefällt mir aber nicht so gut?! 🥲

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user_2f9e60
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@marcus oder auch Rohstoffminen die fast fertig entwickelt sind aber noch nicht in Produktion sind - die Neubewertung folgt noch. Silber, Kupfer und Nickel sind da gut. Bei mir Interesse gerne bei mir reinschauen.

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user_2f9e60
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Genau das meinte ich.

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BabyWolf
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Wenn man eines Tages bereits 2/300 Sparsummen im Portfolio hat und dein Portfolio bis dahin auch ein nettes Wachstum hatte, hat die Sparsumme im Verhältnis wenig Impact. Nehmen wir mal 1000€ und historische Entwicklung World an. Nach 20 Jahren bist du bei ca. 700-750k und das Portfolio mach alleine 50k Rendite. Klar. 12k sparen ist immer noch etwas, aber nicht mehr sooo wichtig.

Die Sparsumme verringert deine “Lebensqualität” und du lebst anstatt wie jemand der zB 4 Netto zur Verfügung hat, wie jemand der nur 3k zur Verfügung hat. In meinen Augen macht es einfach keinen Sinn, bis zu einem gewissen Alter zu verzichten und an Tag X lässt du es, sparst nicht mehr und entnimmst. Du hast dann einen extremen Lebensqualitätssprung. In meinem Fall hätte ich von heute auf Morgen 3x so viel Geld zur Verfügung (Rente, Wegfall der Sparsumme, Entnahme nach Steuern).

Kinder sehe ich auch anders. Ich komme von ganz unten und hab es dennoch geschafft was aufzubauen, kein üppiges Portfolio aber Immo und Bauplätze. Die Kinder haben studiert, haben Top Jobs und müssen keine Miete zahlen. Die können sich jetzt schon alles leisten was es braucht um ein richtig schönes Leben zu führen. Sie haben eine Top Ausgangslage regelrecht reich zu werden, wenn sie am Boden bleiben und ebenfalls investieren, dazu bekommen sie ja immer noch genug, nur nicht ganz so viel wie wenn ich weiter sparen würde. Bei aller Liebe wüsste ich nicht, warum ich mein Leben lang verzichten sollte, damit sie nicht nur extrem gut, sondern im Luxus leben können.

Ich habe daher dieses Jahr angefangen, jedes Jahr etwas weniger zu investieren und wir gönnen uns auch was. Wenn es allerdings zu Korrekturen kommt die sich wirklich lohnen, würde ich das Geld dennoch wieder in den Markt geben, theoretisch hab ich ja immer noch lange zum investieren.

4
Marcus
Investor
Beta
+1

@das_lama Hier musste ich gerade mal nachrechnen.

Meine laufenden Sparraten liegen ohne Sonderzahlungen und Dividenden bei 1.32%.

Das sorgt noch für ein schnelles Depotwachstum.

Tendenz natürlich fallend.

Aber letztlich kommt es ja nicht auf die prozentuale Sparrate sondern auf die absolute an.

1
Das_Lama
Autor
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@thewolfofhomeoffice Stimmt natürlich, die monatlichen Sparraten haben einen immer geringeren Einfluss. Danke für die Perspektive. Bei mir machen die monatlichen Sparraten aktuell ca. 0,5 % des Portfoliowertes aus. Das ist auf jeden Fall noch spürbar. Wenn es dann irgendwann nur noch 0,2 oder 0,0x Prozent sind, kann man jedenfalls die Frage stellen, ob ein weiterer Verzicht wirklich noch einen Unterschied macht.

Und hinsichtlich der Kinder: wenn deine Kinder auf einem so guten Weg sind teile ich deine Auffassung. Du hast deinen Job gemacht, indem du sie in die richtige Richtung gelotst hast - laufen müssen sie selbst. Gleichzeitig bleibt es dabei, dass die Kinder auch mit 50 noch die Kinder sind und man sie im Zweifelsfall abgesichert wissen möchte.

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Sven Kohlenberg
Plus
Beta

Es kommt darauf an, (für)was man an Geld so braucht. Ich z.B. bin Selbstständig und bekomme daher keine Rente(ok, 280€mtl weil ich mal was als Angestellter gearbeitet habe) Ich habe noch ca. 7 Jahre bis zur Rente. Ich rechne eher mit 5. Bis dahin lege ich alles wieder an. Wenn es soweit ist, werde ich davon leben. Sollte ich es nicht brauchen, wird weiter reinvestiert, da mein Kind dann alles bekommt und die Kuh fliegen lassen kann. Derzeit muss ich aber nichts verkonsumieren und habe es daher auch nicht vor. Wäre auch kontraproduktiv, da ich nicht mehr so lange habe.

3
Marius
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Ich halte das ganz einfach: Dividenden sind Einkommen, und Einkommen ist erstmal nicht zweckgebunden. Ist also einfach nur eine Frage wie man das Gesamteinkommen zwischen Konsum und Investition verteilt. Persönlich hab ich in der Vergangenheit nahezu alles investiert, in den letzten Jahren wurde aber dann durch deutlich steigendes Gesamteinkommen auch der Konsumanteil etwas hochgefahren. Irgendwann muss man damit nämlich anfangen, denn auch konsumieren muss man in gewisser Weise lernen, und zwar nicht in einem Crashkurs 🤑

Klar kann man mental noch Assoziationen zwischen einzelnen Ausschüttungen und Ausgaben herstellen, aber unterm Strich zählt nur was insgesamt über das Jahr auf dem Konto landet (oder davon abfließt).

3
user_2f9e60
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Ich bin in der glücklichen Lage alles reinvestieren zu können

2
Jan
Investor
Beta

Moin @das_lama ,

meine Entsparphase liegt etwas näher als bei Dir. In ziemlich genau neun Jahren sollte es im November 2034 soweit sein.

Bis dahin bleibe ich ein Freund der von Dir beschriebenen Einbahnstraße. Gefühlsmäßig behandele ich die geleisteten Investitionen als Ausgaben. Dann schmerzt ein eventueller Kursrückgang nicht so sehr 😉

Am Ende des Tages ist natürlich alles einnahmen-/ausgabenmäßig ein Topf, wenn man gedanklich mal rauszoomt.

Ich habe mich dieses Jahr zum ersten Mal dabei “erwischt”, wie ich nach einem etwas teueren Urlaub im Kopf überschlagen habe, wie häufig wir einen solchen Trip im Jahr machen könnten, wenn wir die heutigen Dividenden bereits "verfrühstücken” würden. Da der Wert größer als 1 war, war das ein sehr schönes Gefühl 😊

Diesen Status hätte ich vielleicht nicht erreichen können, wenn ich keine Reinvestitionen der Dividenden vorgenommen hätte, bzw. sie zu einem spürbaren Teil aus dem Depot gezogen und damit den Zinseszinseffekt eingeschränkt hätte.

Die Möglichkeit, als Reichster auf dem Friedhof zu enden, bereitet mir nur wenig Bauchgrummeln. Ich könnte entspannt mit dem Gedanken daran gehen, dass mein Mann finanziell abgesichert ist. Aber es gibt (hoffentlich) auch weiterhin ein Leben vor dem Tod 😉

Zusammengefasst würde ich, wenn das Einkommen auch für Extras ausreicht, bei der Einbahnstraße bleiben und mich über eine rein gedankliche Verwendung der Dividende freuen: Angefangen von “sie zahlt mir mein Netflix-Abo” über “ich wohne faktisch mietfrei” bis zu “Hast Du Lust auf einen spontanen Luxusurlaub?”.

Viele Grüße aus Hamburg nach Monnem 👋

2
Das_Lama
Autor
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@benjamin_jan Was du schreibst stimmt natürlich - es ist alles ein großer Topf. Und ich bin wie von dir zuletzt geschrieben in der glücklichen Lage, dass mein Einkommen mehr als ausreichend für meinen Lebensstil ist. Insofern brauche ich die Ausschüttungen nicht, um ein für mich gutes Leben zu führen. Deinen Gedanken des Urlaubsüberschlags “größer 1” (schöne Formulierung übrigens) finde ich auch schön. Vermutlich zeigt das auch, in welcher finanziell komfortablen Situation wir uns erfreulicherweise befinden. Es geht um Urlaub und um Krabbenbrötchen, nicht um die Stromrechnung.

Bei den psychiologischen Ansätzen gebe ich dir jedenfalls Recht. Die Allianz-Dividende ist jedenfalls höher als die Versicherungsprämie, die ich an Allianz zahle 🙂

Jetzt müsste sich bitte noch Amazon zum Dividendenzahler aufschwingen, damit ich dasselbe über Prime sagen kann.

Also: danke für deine Gedanken. Und talking about Hamburg: freue mich schon, meinen St. Pauli-Genossenschaftsanteil via parqet zu tracken 😃

2
Marcus
Investor
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@das_lama @benjamin_jan
Und solltest du in die Schweiz auswandern wäre ich bei CHUBB dabei

2
Marcus
Investor
Beta
+1

@benjamin_jan Mietfrei durch Dividenden in Hamburg ist aber auch eine Hausnummer, wo das letzte Krabbenbrötchen in der Brücke 10 schon bei 15€ valutiert.

1
Jan
Investor
Beta

@das_lama Das finanzielle Privileg, über Krabbenbrötchen und Urlaub nachdenken zu können und nicht an die Stromrechnung denken zu müssen, ist aus meiner Sicht nicht zu unterschätzen. Dessen sollte man sich bewusst sein, aber auch aufpassen, das Sparen/Investieren nicht zum Lebensmittelpunkt zu machen. Man sollte, wie Du schreibst, ein für sich selbst gutes Leben führen.

Beim Fußball habe ich das Privileg, mich nicht für einen unserer beiden großen Vereine entschieden zu haben, da mich Fußball nur sporadisch, meist bei WM-Spielen, begeistert. Das bringt aber den Vorteil mit sich, dass ich mich freuen kann, wenn St. Pauli gewinnt und auch wenn der HSV mal wieder aufgestiegen ist 😉

… und vielen Dank für Deine Versicherungsprämie, die zu einem klitzekleinen Anteil über mein Gehalt in mein Portfolio geflossen ist.

1
Das_Lama
Autor
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@benjamin_jan 😅gern geschehen. Solltest du zur MüRü oder zur Talanx wechseln, unterstütze ich dich auch weiterhin. Bei Versicherungsaktien braucht man als deutscher Anleger wirklich nicht in die Ferne zu schweifen.

1
Chris
Investor

Ich spare und investiere seit 13 Jahren mit meiner Frau. Unser Ziel war es ein Vermögen >500k € aufzubauen, damit es dann substanziell von alleine wächst und wir frühzeitiger in den Ruhestand wechseln können.

Jetzt, wo wir das erste Ziel erreicht haben gönnen wir uns auch mal die ein oder andere Entnahme, die z.B. durch spekulativere Gewinne zustande kam.

Ansonsten werden aber Gewinne weiterhin reinvestiert und die Sparpläne laufen auch weiter.

2
Chris
Investor

@das_lama Ich konnte meine Frau sehr früh von der Macht des Zinseszins überzeugen. Außerdem sind wir beide davon überzeugt, dass Konsum nicht glücklich macht. Statt viel Geld für Plastik, Metall und Stoff auszuheben, das im Schrank verschwindet oder schnell kaputt geht, haben wir einfach und viel gespart - auch dank guter Jobs.

Lediglich am Urlaub und an schönen Momenten mit dem Kind wurde nicht gespart.

4
Das_Lama
Autor
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@chris_c021ce Stark, 500k sind natürlich sehr, sehr solide. Glückwunsch!

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JanH.
Plus

38 Jahre, Angestellter. Mein Erwerbseinkommen ernährt mich. Kapitalerträge werden reinvestiert, egal ob Dividenden, Zinsen oder Mieteinnahmen. The time for harvest will come!
Ich freue mich aber zu sehen, wie das Reinvestieren die Substanz anwachsen lässt. Mir gefällt das Bild vom Baum, dessen Früchte ich noch nicht für mich Ernte, sondern sie vom Baum abfallen lasse, damit sie ihn vorerst noch düngen.

2
Marcus
Investor
Beta
+1

Für die Brücke 10 muss man kein Insider sein, sondern nur einen beliebigen Touristen Reiseführer folgen 🤣 Aber ja, die Brötchen gehören zu den Besten (und teuersten) in Hamburg.

Deinem Konjunktiv zufolge isst du keinen Fisch 🐟

Der Vorteil der Brücke 10 ist für uns, dass wir aus dem Hotel rausstolpern und schon am Tresen stehen.

Wie ist denn euer neues EKZ?

Viele Grüße nach Hamburg

1
Marcus
Investor
Beta
+1

@benjamin_jan Wenn das so ist, würde ich dich gerne für eine Stadtführung buchen. Bei der Gelegenheit zeige ich dir dann gute Alternativen zur Brücke 10.

Mit dem Empire Riverside liegst du richtig. Wir sind schätzungsweise schon 10 Mal da gewesen. Bei den letzten Buchungen kam mir mal kurz der Gedanke dass wir die Übernachtungskosten in einer weniger exponierten Lage sicher halbieren oder die Aufenthaltsdauer bei gleichem Budget verdoppeln könnten.

Aber damit sind wir wieder bei dem Thema sich etwas zu gönnen.

Mit etwas Glück fährt die Aida direkt am Fenster der Lobbybar vorbei, ich weiß in welcher Bäckerei ich uns morgens den Kaffee und das Franzbrötchen aufs Zimmer hole und zuletzt auch der kurze Weg zum ersten und letzten Fischbrötchen des Tages.

Bei der Gelegenheit muss ich mal ein Geheimnis loswerden. Bei der letzten Buchung habe ich anstelle des fast doppelt so teuren Familienzimmers mit Beistellbett das Doppelzimmer gebucht und unsere Tochter lag als „blinder Passagier“ bei uns im Bett.

Ich hoffe hier liest keiner vom Empire Riverside mit 😉

1
Jan
Investor
Beta

@marcus Du hast den Konjunktiv richtig gedeutet 😉 Als Kind habe ich noch wie ein Weltmeister mit meiner Mutter Krabben gepult, habe dann aber irgendwann begonnen, immer mehr auf tierische Lebensmittel zu verzichten (um mal das triggernde Wort ‘Veganer’ zu vermeiden).

Ich mache nebenbei ehrenamtlich Stadtrundgänge mit Touristen in Hamburg und bei einer Frage nach einem guten Fischbrötchen schicke ich die Gäste immer zu Brücke 10 oder wir gehen zusammen hin. Aufgrund der vielen positiven Rückmeldungen traue ich mir eine indirekte Einschätzung der Qualität zu.

Ein Hotel in direkter Tresennähe von Brücke 10? Da fällt mir nur das Empire Riverside ein und die Aussicht ist bestimmt nicht zu verachten.

0
Jan
Investor
Beta

@marcus Der Hotel-Tipp hat ja schon fast r/Finanzen-Niveau. Sammelst Du auch die Kürbiskerne aus der Brotschneidemaschine bei Lidl? 😂

Melde Dich gerne, wenn es Euch mal wieder an die Elbe verschlägt (jan@hamburg-greeter.de) und wir unternehmen eine Tour durch Hamburg. Würde mich freuen!

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Maik L
Plus
Beta

Ich investiere ebenfalls Dividenden-orientiert und reinvestiere alles, aber ich habe meine Sparquote etwas reduziert, wenn Du so möchtest auch für Konsum.

Das investieren ist mir wirklich wichtig, aber wie Du sagst, besteht das Leben aus mehr

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Matt
Plus

Ich bin auch in der Phase der “Einbahnstraße”. Die Dividenden werde reinvestiert, hier auch mal in spekulativere Turnerbund-Aktien oder zweitklassige Aktien mit einer hohen Dividendenrendite. Falls diese dann scheitern, war der Einsatz “nur” das Geld aus den Dividenden.

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Marcus
Investor
Beta
+1

@matt_b19320 Ich verstehe deinen Denkansatz. Aber Geld aus Dividenden ist wie Geld aus Arbeitseinkommen. Geld ist nunmal Geld.

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user_40a624
Plus

Ich bin noch in der Ansparphase und habe bislang alle Dividenden wieder investiert und habe auch vor, dies weiterhin zu machen bis ich im Rentenalter mal auf das Geld zugreifen werde.

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Thomas GF 🏡
Investor
Beta

Ich reinvestiere die meisten Dividenden, im letzten Jahr habe ich mir ein neues iPad Pro M4 von einem Teil geleistet. In 2 Jahren kann ich meine Zeitwerte bis zu Rente nehmen und mich auf andere schöne Themen wie Reisen, Oldtimer, Haus und Freunde besuchen stürzen.

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