Gepostet in Schnack
Suche nach Compounder & Monopole
Hallo liebe Community,
ich habe zwei Portfolios:
- Ein “langweiliges” Dividendenportfolio mit Anleihen, in dem ich seit 2018 im Schnitt etwa 12 % Rendite pro Jahr erzielt habe. Darin finden sich Titel wie Allianz, Münchener Rück, JPMorgan oder Coca-Cola.
- Ein zweites Portfolio, das ich „Compounder & Monopole“ nenne, mit dem ich bislang rund 17 % Rendite pro Jahr erreicht habe.
Für dieses zweite Portfolio bin ich aktuell auf der Suche nach weiteren Unternehmen, die in dasselbe Profil passen oder nach guten Gründen, bestehende Positionen weiter aufzustocken.
Es handelt sich dabei ausschließlich um Unternehmen mit überdurchschnittlicher Profitabilität (sehr hohe Profitmargen, ROE oder ROIC), meist kapitalleichte Geschäftsmodelle mit berechenbaren Cashflows, gutem Wachstum, also keine kapitalintensiven Industriebetriebe mit riesigen Anlagen oder Fabriken. Ich liebe billig bewertete Unternehmen, was hier aber sehr schwer ist, mit Ausnahme vielleicht Alphabet bis vor einigen Monaten bei einem Forward KGV von nur 15. Die meisten dieser Unternehmen, sind sportlich bewertet, aber Qualität und Wachstum haben seinen Preis.
Einige meiner aktuellen Positionen:
- Visa
- Mastercard
- S&P Global
- Moody’s
- MSCI
- Salesforce
- Deutsche Börse
- Alphabet
Unternehmen, die ich derzeit interessant finde:
- FICO
- Equifax
- London Stock Exchange
- Fraport oder AENA als Monopole
Ich orientiere mich stark an der Strategie von Sir Chris Hohn, Dev Kantesaria und Chuck Akre, alles Investoren, die langfristig rund 15-20 % Rendite pro Jahr erzielt haben und deren Portfolios sich auf außergewöhnlich hochwertige Unternehmen konzentrieren.
Ihre Philosophie ist es in überdurchschnittlich gute, monopolähnliche Unternehmen zu investieren, die aus jedem investierten Euro schnell zwei machen, finde ich logisch und überzeugend. Ich betreibe dabei viel „Copy & Paste“, nutze also die 13F-Filings und Interviews dieser Investoren als Inspirationsquelle.
Viele dieser Unternehmen kenne ich auch aus eigener Erfahrung:
Ich habe jahrelang bei einem globalen US-Kreditkarteninstitut gearbeitet und verbringe den Großteil meiner Karriere im Bereich Kreditrisiko, daher auch mein Interesse an Firmen wie Moody’s, S&P, FICO und Equifax. Alles Unternehmen, die mir im Laufe meiner Karriere über den Weg gelaufen sind.
Mit den Produkten von Salesforce arbeite ich ebenfalls seit vielen Jahren, und als leidenschaftlicher Programmierer sehe ich Künstliche Intelligenz eher als Chance denn als Bedrohung für diese Branche.
Mich würde interessieren:
- Hat jemand von euch einen ähnlichen Ansatz?
- Oder kennt ihr weitere Unternehmen, die in diese Kategorie passen?
Ich bin 35 Jahre alt, das Haus ist fast abbezahlt, und mein Ziel ist es, etwas früher in Rente zu gehen. Momentan halte ich rund 20 % in kurzfristigen Anleihen und Gold, habe also ausreichend Liquidität für neue Käufe. Mein Standbein ist mein Dividendenportfolio, mit dem ich vermutlich in etwa im Gleichschritt mit dem Markt laufen werde. Mit einem Teil meines Kapitals möchte ich jedoch etwas aggressiver und fokussierter vorgehen. Ich verfolge dort die Unternehmenspräsentationen quartalsweise, höre mir hin und wieder die Earnings Calls an und aktualisiere daraufhin meine DCF-Analysen. Durch meine Teilzeitbeschäftigung kann ich mir die Zeit dafür gut nehmen und es macht einfach Spaß.
Viele Grüße
CME Group könnte da auch spannend sein.
In meinem Depot ein Kernwert.
Grundsätzlich eine sehr spannende Anlagestrategie, viel Erfolg damit!
@lucas_kuhfuss bin großer Fan des Unternehmen und habe ich im Dividenden Depot schon als kleine Postion. Überlege schon lange auf zu stocken. Könnte eigentlich schon fast Depot wechseln. Vielen Dank