Dome
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Beta

Gepostet in Schnack

Fluch oder Segen? Verleitet uns das Tracking zum "Kaputtoptimieren"?

Hallo zusammen,

ich beschäftige mich gerade mit der Frage, ob uns detaillierte Portfolio-Tracker, wie Parqet, eigentlich objektiv bessere Anleger machen, oder ob sie uns psychologisch eher ein Bein stellen.

Die Wissenschaft, Stichwort: Myopic Loss Aversion) sagt ja im Grunde: "Wer oft ins Depot schaut, sieht öfter rote Zahlen, handelt emotionaler und schneidet am Ende schlechter ab."

Wie geht es euch damit? Mich würde eure ehrliche Selbsteinschätzung interessieren:

34 Kommentare

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Das_Lama
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Ich stehe auf parqet. Ich klicke mich mit Inbrunst durch die Analysen und freue mich wahnsinnig über die Divicharts und überhaupt ist alles so schön bunt und gleichzeitig funktional und ich möchte es nicht mehr missen 😄

Aber dass parqet etwas an meinem Handelsverhalten zum Aktiveren hin ändert, glaube ich eher nicht. Eher das Gegenteil: die Darstellung sorgt dafür, dass man bei Holdings in der Regel schön sehen kann, wie die Schere aufgeht, wenn man einfach lange genug gar nichts macht. Das finde ich ungemein motivierend für die kommenden Jahre/Jahrzehnte.

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Jakob FIRE
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Beta

Super Post. Schau auch gern ins Depot aber hab gelernt, mich nicht wirklich von den Up/Downs zu sehr beeindrucken zu lassen. War spannend zu Covid oder als Donald Trump dieses Jahr seine Zölle vorgestellt hat. Da sieht man Börse ist reine Psychologie. Wichtig ist: Portfolio Tracking hat riesen Vorteile, aber ist evt auch gefährlich wenn man auf die “falschen” Werte blickt und in Panik verfällt… Ich denk auch gerade nach,welche Kennzahlen, Charts & Co von Parqet für mich Nutzen stiften und welche irreführend sind ..

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Jens
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Sehr guter Beitrag!

Ja, definitiv ist das Portfoliotracking bei mir ein starker Impulsgeber für vermehrtes Trading. Allerdings ist das mehr wie ein Schneeballeffek. Parqet → Parqet-Forum → Aktienfinder→ YouTube→ investing.com→ uvm. Der Wunsch Dinge optimieren zu wollen ist stark in meinem Mindset verankert. Und je mehr ich sehe, desto mehr möchte ich ausprobieren.

Insgesamt überwiegen allerdings die Vorteile. Erst durch Parqet habe ich eine gewisse Struktur und einen Überblick über meine Bestände erhalten. Auch der Austausch hier im Forum ist für mich Gold wert.

Ich bin halt „nur“ ein Mensch und keine Maschine, dann bin ich halt schlechter als der Markt, aber ich bleibe dabei.

Nach dem Motto „das Bessere ist der Feind des Guten“

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Jens L.
Investor

Für eine lange Zeit seiner Vorgehensweise durch dick und dünn treu bleiben und regelmäßiges Rebalancing zu betreiben, ist erwiesenermaßen der stärkere Hebel als die Suche nach der optimalen Kombination im Portfolio. Zitat W.J.Bernstein: “Wenn man 10 oder 20 Prozent von dem Wert entfernt ist, der sich im Rückblick als der beste erweist, hat man nicht besonders viel verloren.” Portfolio-Tracker sollen Werkzeuge sein. Wird auch am Anlageverhalten verdient, ist es nicht nur Werkzeug.

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TTTom
Plus

Hilft schon. Blöd ist nur, dass echte Fehler zugunsten immer neuer Funktionen nicht abgestellt werden. Man kann sich halt nicht drauf verlassen.

Wenn sich das nicht ändert, werde ich wohl wieder zu Excel zurückgehen. Da habe ich das selbst im Griff.

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stilgar
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Beta

@tttom_unterwegs Excel nutze ich zur Planung (Was wäre wenn) da ich ein umfangreicheres Portfolio habe und mich interessiert vor Kauf wie sich die Sektoren-Anteile verschieben um da den Überblick zu behalten.

Parqet ist für die nachher Analyse - Länderanteile, Gesamtüberblick der Entwicklung mit Dividenden.

Bin halt kein 3 ETF Typ :-)

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Jens L.
Investor

@tttom_unterwegs Meine Excel-Traditionen pflege ich auch weiter. Strukturierung meiner PF’s, Tracking, Analyse und Rebalancing führe ich (Offline) im kostenlosen Portfolio Performance durch. Dort habe ich mir alle Informationen nach meinem Bedarf und Geschmack konfiguriert. Hübsche Visualisierungen und Meinungen der Community finde ich in Parqet.

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TTTom
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Ihr redet von Unzulänglichkeiten/nicht vorhandenen Funktionen. Das verstehe ich, da weiß man aber, was man hat bzw. nicht hat.

Ich meinte mehr echte Fehler. z.B. dass beim Dividenden Cagr Sonderdividenden mit eingerechnet werden und damit der CAGR-Wert aus Parqet für die Anlageentscheidung unbrauchbar ist (wenn man den Fehler kennt) oder sogar Risiko ist (wenn man den Fehler nicht kennt) oder dass bei Scalable Capital die Steuern nicht mitimportiert werden und man sich in einer scheinbar tollen Rendite sonnt, die in Wirklichkeit viel niedriger ist.

Und desto mehr neu Funktionen implementiert werden, desto mehr leidet das Debugging.

1
tai.pan
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Beta

@tttom_unterwegs Ja, das Gefühl habe ich auch. Zumal ich als Nutzer viel Zeit aufwenden muss die Zahlen zu hinterfragen und nachzurechnen. Für meinen Teil benötige ich nur historischen und aktuellen Stand des Gesamtvermögens sowie die Rendite nach Einkommensarten. Alles was Richtung Portfolioanalyse oder Konstruktion geht hat für mich keine Priorität.

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Jens L.
Investor

@stilgar Wenn Du ein reines Aktienportfolio hast, dann hast Du Glück. Mir nützt die Länder- und Regionen-Analyse mit inkludierten Anleihen-ETF’s in Parqet leider überhaupt nichts. Bei gemischten Portfolios ist die so errechnete Gewichtung im besten Fall rechnerisch richtig. Für das Rebalancing im Level-2 benötige ich die Länder-Gewichtung im Aktienanteil - ohne die Bestandteile des risikofreien Teiles. Echt schade, das dies nicht umsetzbar ist

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Hardy
Plus

Ich hatte mein Portfolio schon vor Parqet penibel dokumentiert/analysiert und gut im Griff, Parqet kam später dazu. Das alte System wird weiter beibehalten - doppelt hält besser.

Da ich mein Portfolio immer schon "getrackt" habe, kann ich nicht behaupten, dass sich dadurch (oder durch Parqet) mein Anlegeverhalten geändert hätte. Für den richtigen Kurs bedarf es immer einer Standortbestimmung. Tracking (ob mit Parqet oder was anderes) ändert mein Investitionsverhalten nicht. Durch Parqet wird die Standortbestimmung etwas einfacher und die Darstellung ist modern, aber Einfluss auf das Investitionsverhalten hat es nicht: Buy-and-hold als Religion und maximale Gelassenheit bei stürmischer Marktentwicklung. Ich probiere inzwischen immer mehr aus (immer seriös, nicht spekulativ). Das liegt aber nicht an Parqet, sondern an wachsender Sicherheit mit den Möglichkeiten der Börse. Insfern habe ich mich für "der Gelassene" entschieden 😇

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U
Unbekannt

Ich glaube, dass Parqet sich in jedem Fall auf mein Verhalten als Anleger ausgewirkt hat. Zuvor habe ich teilweise wochen- oder monatelang nicht in mein Depot geschaut. Diese Zeit vermisse ich etwas. Zu der anderen Diskussion oben: Für mich sind die Funktionalitäten von Parqet sehr begrenzt. Die Analyse der Gewichtung sehe ich mir 30 Sekunden an, ebenso die prognostizierten Dividenden und den Kapitalfluss. Mehr Funktionen hat Parqet nicht und braucht es nicht. Für mein Portfolio mit Geldmarkt-ETF ist es unbrauchbar. Langfristig bin ich wohl kein Abonnent - zumal nicht zu dem überzogenen Preis.

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U
Unbekannt

Was für Funktionalitäten sollen das sein? Soll ich mir jetzt stundenlang den News Feed anschauen? Oder die Aktivitäten in meinem Portfolio? Du siehst doch auch beim FF, dass ein Portfolio Roast dort oft nur 5 Minuten dauert, weil es eben nicht sonderlich viel zu gucken und zu erfahren gibt.

Zum Geldmarkt-ETF: Wenn du den Autosync nutzt, kannst du die Holding nicht löschen. Dementsprechend sind die ganzen Analyse-Werte durch den Geldmarkt-ETF verzerrt.

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Hardy
Plus

Parqet Nutzer Zum einen hat Parqet deutlich mehr Funktionalitäten, sonst würde mir mein Excel-basiertes Tracking und Analyse völlig ausreichen. Du hast vielleicht nur noch nicht tief genugt gesucht.
Zum anderen frage ich mich, warum Parqet aufgrund des Geldmarkt-ETFs für dein Partfolio nicht geeignet sein sollte. Ich hatte auch lange einen Geldmarkt-ETF. Den habe ich einfach in einem anderem Portfolio getrackt. Wenn ich die Performance des Aktien-basierten Anteils des Depots sehen will, blendet man das Geldmarkt-ETF-Portfolio aus.

1
tai.pan
Plus
Beta

Parqet Nutzer Absolut. Es kamen immer mehr Funktionen dazu die eigentlich keine Aussagen treffen zur Performance. Der Performance Fokus aber ist eigentlich die Stärke von Parqet im Vergleich zu Börsennachrichtenportalen. Jetzt gibts von allem ein bisschen etwas.

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stilgar
Plus
Beta

Börse ist kein Sprint sondern ein Marathon - ich selber liegen zwischen 3 und 2 (in der Reihenfolge).

Buy and Holder aber vorm Kauf ist das Tracking hilfreich wenn z.B. eine Position gefallen ist - soll ich nachkaufen, warten oder die Reissleine ziehen

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Debasement Trader

Echt bahnbrechende Weisheiten hier. Wer öfters ins Depot schaut sieht mehr Rot. Wer lang genug wartet ist irgendwann grün. Was soll das für eine Wissenschaft sein? Wie wäre es damit bessere Entscheidungen zu treffen statt dummes Geld Strategie zu fahren und zuzusehen wie das Portfolio jährlich 10% gegen Gold abwertet?

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Dome
Autor
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Beta

@daisy_jones Interessante Perspektive! Die Wissenschaft dahinter (Behavioral Finance) beschäftigt sich ja weniger damit, welche Strategie (Gold vs. Aktien) mathematisch gewinnt, sondern wie menschliche Emotionen uns Anlegern oft im Weg stehen – egal welche Strategie man fährt.

Dass du dein Portfolio gegen Gold benchst und aktives Stock-Picking betreibst ('bessere Entscheidungen'), zeigt ja, dass du einen ganz anderen Ansatz fährst als der klassische Buy-and-Hold-Anleger. Genau dafür ist die Umfrage ja da: Nutzt ein 'Profi' wie du den Tracker anders als der 'dumme Geld'-Anleger? Trackst du täglich deinen Gold-Spread?

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tai.pan
Plus
Beta

@tttom_unterwegs sehe ich genauso, hab mein Excel immer weitergeführt. Dort weiss ich woher die Daten kommen und dass ich mich drauf verlassen kann. Mit 0ffice 365 kann ich zudem die meisten Wechselkurse und Aktienkurse automatisch ziehen. Ich habe aber auch nur wenig Holdings und kaufe sehr selten.

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Hardy
Plus

Ja, ich protokolliere und analysiere mein Portfolio seit Beginn meiner Böprsenzeit auch mit Excel. Jede Transaktion ist das dokumentiert. Ich kann über Filter für jeden Zeitraum die Summe der Einzahlungen, Verkäufe, Dividenden, Steuern und Gebühren berechnen. Auch die Verteilung auf Länder schmeißt mir Excel raus. Das wird auch parallel zu Parqet weitergenutzt und -gepflegt.

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Hardy
Plus

Aus meiner Sicht sollte Parqet auch solche Zukunftsberechnungen bereitstellen, z. B. indem man die beabsichtigen Sparpläne eingibt und Parqet die in die Zukunft rechnet.

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Jens L.
Investor

@hardy_42b58e Verstehe, also eine Prognose des Dividendenwachstums auf Basis der eigenen Wachstumsrate der letzten z.B. 5 oder 10 Jahre. Das wäre denkbar. DivvyDiary zeigt so etwas. Allerdings würde mich irgendwann als 75 Jähriger eine Dividenden-Prognose der kommenden 25 Jahre eher frustrieren :-).

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tai.pan
Plus
Beta

@hardy_42b58e Dazu müssen die Daten verlässlich sein. Jetzt sind im Forecast und in der Vergangenheit schon “Phantomdividenden” einen ausschüttenden ETFs bei mir. Mir wäre lieb wenn Parqet sich zunächst auf eine korrekte Abbildung des Ist Vermögensstands konzentriert bevor noch mehr Analysis Paralysis Tools gebaut werden.

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Hardy
Plus

Wo kommt “Rufstand” her? Finde ich gerade nicht. Ich befinde mich im Ruhestand”. Rufstand wäre ein unverzeihlicher Rächtschraibfeeler 🤨

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Jens L.
Investor

@hardy_42b58e Mit dem Finanzrechner kannst Du ziemlich easy in die ‘Zukunft’ blicken

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Jens L.
Investor

@hardy_42b58e Mir ist der Textersatz im Feld ‘Bio’ meines Profils heute aufgefallen. Vermutlich denkt die KI hier laut mit. Ergänzung: Ich habe den Text in ‘‘ gesetzt, dadurch wird er korrekt angezeigt.

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Denny
Plus
Beta

Etwas nervig ist, wenn wie beim Unilever Split man bei Trade Republic im Plus ist, bei Parqet hingegen im hohen Minusbereich. Da fragt man sich, wie nützlich Parqet für diese Holding ist.

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El Sino
Founders Pass
Investor
+1

Hey Denny,

TradeRepulic nutzt so viel ich weiß das gleiche Vorgehen wie Parqet, überträgt also deinen Einstandskurs am ursprünglichen Unternehmen anteilig auf das Spin-off. Falls dem nicht so ist, kannst du den Einstandskurs durch editieren der Einbuchung entsprechend anpassen.

Viele Grüße

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