Fluch oder Segen? Verleitet uns das Tracking zum "Kaputtoptimieren"?
Hallo zusammen,
ich beschäftige mich gerade mit der Frage, ob uns detaillierte Portfolio-Tracker, wie Parqet, eigentlich objektiv bessere Anleger machen, oder ob sie uns psychologisch eher ein Bein stellen.
Die Wissenschaft, Stichwort: Myopic Loss Aversion) sagt ja im Grunde: "Wer oft ins Depot schaut, sieht öfter rote Zahlen, handelt emotionaler und schneidet am Ende schlechter ab."
Wie geht es euch damit? Mich würde eure ehrliche Selbsteinschätzung interessieren:
Ich stehe auf parqet. Ich klicke mich mit Inbrunst durch die Analysen und freue mich wahnsinnig über die Divicharts und überhaupt ist alles so schön bunt und gleichzeitig funktional und ich möchte es nicht mehr missen 😄
Aber dass parqet etwas an meinem Handelsverhalten zum Aktiveren hin ändert, glaube ich eher nicht. Eher das Gegenteil: die Darstellung sorgt dafür, dass man bei Holdings in der Regel schön sehen kann, wie die Schere aufgeht, wenn man einfach lange genug gar nichts macht. Das finde ich ungemein motivierend für die kommenden Jahre/Jahrzehnte.