Daniel auf Abwegen
Plus

Gepostet in Schnack

Nutzt ihr P2P Plattformen?

Hallo zusammen,

mich würde interessieren wer von euch P2P Plattformen nutzt und wenn ja welche und warum genau diese?

Ebenfalls könnt ihr gerne posten, wenn die das komplett ablehnt und warum?

Ich nutze zum Beispiel Bondora.

Es gibt zwar „nur“ 6%, aber dafür empfinde ich den Service mich um nichts kümmern zu müssen und mein Risiko gestreut wird als sehr angenehm. Für mich ist das quasi der ETF unter den P2P 😅.

Was habt ihr für Erfahrungen?

10 Kommentare

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Hans Meiser
Plus

Hi, für mich steht bei einer Investition das Risiko an erster Stelle, dann kommt die Rendite. Zum Risiko fallen mir diese Punkte ein:

  • keine Einlagensicherung
  • kein Sondervermögenn
  • Platformrisiko
  • Kreditausfälle
  • Standort Estland oder Lettland (Mintos)

Dass das Geld jederzeit schnell verfügbar ist, wird schon so sein, solange alles glatt läuft.
In Krisen (Corona) gab es jedoch Auszahlungslimits von 10-20% aufgrund des massiven Abflusses.
Da die netto-Rendite etwa auf ETF-Niveau ist, das Risiko jedoch höher, nutze ich P2P derzeit nicht.

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Claus
Plus
Beta

Ich nutze ebenfalls Bondora, genau aus dem selben Grund und ich erwarte das es doch relativ sicher ist und ein Totalverlust relativ unwahrscheinlich ist. Und man kann sich sein Geld jederzeit auszahlen lassen und ebenso kleine Beträge einzahlen. Zusätzlich habe ich aber auch Ventus Energy, natürlich höheres Risiko, aber dafür auch mind. 16 %. Wobei ich jedoch bei P2P nie höher als 2 % meines Gesamtportfolios gehen werden. Da meine Strategie ja eher Dividenden und Cashflow orientiert ist.

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Eva
Investor
Beta
+2

Hey Daniel,
hier ist eine Übersicht zu den Plattformen, die ich nutze bzw. genutzt habe.
Aufgeteilt in „einfache“ Auto-Invest-Lösungen, spezialisierte Projekte und Exit-Erfahrung:


1. Einsteigerfreundlich (mit Auto-Invest-Möglichkeit)

Diese Plattformen sind ideal für passives Investieren durch automatisierte Strategien.

Debitum

  • Vorteile: Einfache Auto-Invest-Funktion; gute Diversifikation und flexible Laufzeiten
  • Nachteile: Mit ca. 11 % etwas geringere Verzinsung im Vergleich zum Rest
  • Quellensteuer (5 %), aber voll auf deutsche KapESt anrechenbar

Nectaro

  • Vorteile: Ebenfalls einfache Auto-Invest-Handhabung; hohe Verzinsung von 13–14 %
  • Nachteile: Quellensteuer (5 %), aber anrechenbar

2. Spezialisierte Plattformen

Hier liegt der Fokus auf Energieprojekten und Crowdlending mit teilweise sehr hohen Renditechancen.

Venus.energy (Erneuerbare Energien im Baltikum)

  • Vorteile:

    • Hohe Zinsen: 14–16 % (steigt durch Zinseszins-Option)
    • Features: Tägliche Zinszahlung; flexibles Zins-Compounding (jederzeit schaltbar)
    • Extras: Attraktives Loyalty-Programm (Bonusanteile & Extra-Zins)
  • Nachteile:

    • Einstiegshürde: Hohe Mindestanlage von 1.000 €
    • Verfügbarkeit: wenig Projekte im Angebot
    • Laufzeit: Eher langfristig (3–7 Jahre)

Maclear (Unternehmens- & Konsumkredite, junge Platform mit Sitz in der Schweiz)

  • Vorteile:

    • Hohe Zinsen: 14–16 % (Standard); >20 % für Krypto-Nutzer (Investition via USDC)
    • Laufzeit & Auszahlung: Kurze bis mittlere Laufzeiten (8–16 Monate); monatliche Zinszahlung
    • Extras: Attraktives Loyalty-Programm (Bonusanteile & Extra-Zins).
  • Nachteile:

    • Verfügbarkeit: Aktuell meist mehr Angebote auf dem Sekundärmarkt als auf dem Primärmarkt

3. Meine "Exit"-Erfahrungen (hier bin ich raus)

Mintos

  • Grund: Die Plattform hat sich für mich negativ entwickelt. Durch die vielen neuen Anlageoptionen sank die durchschnittliche Rendite, während gleichzeitig die Gebühren stiegen

Lande

  • Grund: aufgrund von massivem Zahlungsverzug ausgestiegen

Grüße
Eva

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Daniel auf Abwegen
Autor
Plus

Vielen lieben Dank für diese ausführliche Aufstellung ☺️.

Hab da auch direkt etwas gesehen das ich mir mal etwas genauer anschauen möchte 👍.

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user_0f9c1c
Investor
Beta

Mintos, Estateguru, Lande. Rund 20 % meines Portfolios. Im Jahresschnitt deutlich über 10% konstanter Zinsertrag. Bin sehr zufrieden und mache das aus Überzeugung weiter. Ja, ich habe mit Estateguru in Deutschland auf Federn lassen müssen. Ja und? Siehe im Folgenden. :-)
Die Risiko vs. Rendite Diskussion hat nichts mit P2P im speziellen, sondern generell mit dem individuellen Investitionsprofil zu tun. Wer in P2P geht, sollte wissen was und warum er/sie/es es tut.

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Hardy
Plus

Ich habe kein Interesse an P2P. Ich werde ja schon nervös, wenn ich mehr als zwei Assetklassen im Portfolio habe 🤣 P2P bieten keine dauerhafte Outperformance gegenüber dem Aktienmarkt bei (gefühlt ?) mehr Risiko.

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Daniel auf Abwegen
Autor
Plus

Damit hast du natürlich nicht gerade Unrecht!

Allerdings bin ich bei Bondora zumindest sehr flexibel und kann mein Geld wie bei einem Tagesgeldkonto jederzeit wieder rausziehen.

Das macht es natürlich sehr attraktiv um dort auch einfach mal die Urlaubskasse zu parken um eben die Zinsen mit zu nehmen. Ein Ersatz für Aktien ist das natürlich nicht und sollte es auch nicht sein! Eben eine Ergänzung 🤷🏻.

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Daniel auf Abwegen
Autor
Plus

@mai Und trotzdem hat jeder sein Geld bekommen!

Wer ein 0 Risiko will, darf eben generell nicht investieren 🤷🏻.

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MaiTai

Frag mal wie flexibel die während des Corona-Dips waren 😂

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Wurstsuppe
Plus

Ich spiel ab und an mit dem Gedanken damit anzufangen. Aber am Ende habe ich keine Lust auf bzw. Zeit für das Mikromanagement. Keine Kredite, zu geringe Zinsen, etwaige Ausfälle, Wechsel der Anbieter (weil zu wenig Kredite oder zu niedrige Zinsen) usw., würde mich alles zu sehr nerven.

Vielleicht fang ich damit an, wenn ich dereinst 40 Wochenstunden mehr Zeit dafür habe, da 8-16 % Zinsen (wenn man sich das so auswählt) schon interessant sind.

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