Erbschaft bei Todesfall bei Neobrokern
Nach einem plötzlichen Todesfall im Bekanntenkreis, ist mir das Thema Erbschaft bei Neobrokern in den Kopf gekommen. An das Thema hatte ich bis jetzt noch nie so richtig gedacht, aber nach diesem Erlebnis, schwirrt es in meinem Kopf herum.
Bei den normalen (lokalen) Filialbanken ist das in der Regel eher unkomplizierter, da es eine Filiale und somit einen direkten Ansprechpartner gibt.
Wie sieht es aber bei TR oder SC aus?
Bei TR gibt es ja keine Möglichkeit eine E-Mail zu senden, da man nur in der App den Support kontaktieren kann.
Bei SC gibt es zumindest eine Support E-Mailadresse.
Wie sichert ihr diesen Fall ab?
Kann man bei TR oder SC die Erben hinterlegen?
Informiert ihr eure Familie, bei welchen Brokern ihr Depots habt, damit sie im Bedarfsfall die Erbschaft abwickeln können?
Danke für eure sachliches Feedback zu einem leider unschönen Thema.
Bei TR z.B. Email an inheritance-cases@traderepublic.com mit diesem Formular https://assets.traderepublic.com/assets/files/inheritance_form_de.pdf, bei Direktbanken wie der ING läuft das kaum anders, da geht es z.B. an nachlass@ing.de.
Würde die Bankbeziehungen irgendwo in Papierform rumliegen lassen, ggf. zusammen mit dem Testament, man kann jedoch auch generell Nachforschungsaufträge stellen: https://www.finanztip.de/blog/herrenlose-konten-auffinden/
Den Parqet-Account zu kennen hilft ggf. auch schon mal, wenn dort bestimmte Portfolios benannt wurden oder es z.B. Autosyncs zu bestimmten Brokern gab. Auf uns kamen auch schon mal Erben bzgl. Nachforschung zu.
@bjoern Vorsicht beim Formularvorschlag von TR. Er enthält die Anweisung, sämtliche Papiere im Depot bei L&S zu veräußern. Eine Rechtsnachfolge des Erben ist dann nur noch bei liquiden Mitteln möglich, eine Übertragung von Papieren (und deren stiller Reserven), die der Erblasser möglicherweise schon vor 2008 erworben und dann zu TR übertragen oder bei denen er sonst unrealisierte Gewinne hat, ist damit nicht möglich.