Peter Andres
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Gepostet in Portfolio Roasts

Gold raus, Öl rein - Mein Öl-Portfolio

Hallo zusammen,

nachdem ich vor kurzem meine (leider viel zu kleine) Position in Gold fast komplett geschlossen habe, ist für mich nun der Zeitpunkt gekommen, das Kapital in den nächsten Rohstoffzyklus zu rotieren. Bei der Wahl zwischen Kupfer und Öl habe ich mich für Öl entschieden. Meiner Ansicht nach ist der Erfolg dieser These keine Frage des „Ob“, sondern lediglich eine Frage des „Wann“ und während der Markt diese Neubewertung vollzieht, profitiere ich zusätzlich von attraktiven Dividendenzahlungen.

Meine These:

Weltweit wird seit etwa 10 Jahren zu wenig Kapital in die Erschließung neuer Ölfelder gesteckt.

Ich gehe davon aus, dass der Markt die Folgen der jahrelangen Unterinvestition unterschätzt. Seit dem preisverfall 2014 wurde weltweit zu wenig in die Exploration und Erschließung neuer Vorkommen investiert. Da bestehende Ölfelder einer natürlichen Erschöpfungs-Rate unterliegen, reicht das aktuelle Investitionsniveau kaum aus, um das Angebot stabil zu halten, geschweige denn zu erhöhen. Dieser „Investitionsstau“ bildet gute Bedingungen für einen langfristigen Preisanstieg.

Erschwert wird diese Situation durch den zunehmenden Einfluss von sinnlosen ESG-Richtlinien und die allgemeine politische Unsicherheit. Dieser regulatorische Druck hat dazu geführt, dass Großbanken die Kreditvergabe für Ölprojekte drastisch reduziert haben. In der Folge fehlen die notwendigen Mittel für langfristige Großprojekte, die oft eine Vorlaufzeit von fünf bis zehn Jahren benötigen, was die strukturelle Angebotsverknappung in der Zukunft weiter verschärfen dürfte. Sollte der Preis heute stark ansteigen und sich einige Projekte dadurch lohnen, wird es einige Zeit dauern bis das Angebot bedient werden kann.

Während die meisten oft vom baldigen Ende des Ölzeitalters spricht, folge ich der Datenlage: Die globale Ölnachfrage ist robust und steigt, getrieben durch das Bevölkerungswachstum, Chemie, Pharma, und den Schwellenländern wie Indien. Ich bin der Überzeugung, dass die Energiewende langsamer voranschreitet, als der Markt einpreist, und Öl unverzichtbar bleibt.

Ich beobachte eine Zeitenwende beim US-Schieferöl. Die Phase des ungebremsten Wachstums scheint vorbei, da die besten Flächen bereits angebohrt sind und Investoren heute Disziplin (Dividenden statt Wachstum) fordern anstatt der Erforschung neuer Quellen. Da auch die OPEC+ ihre Marktmacht aktiv nutzt, sehe ich ein Marktumfeld, in dem das Angebot vermutlich knapp bleibt, was einen „Floor“ für den Ölpreis oberhalb historischer Tiefstände bildet.

Was könnte schiefgehen an meiner These? Es gibt zwei Szenarien, in denen ich blöd aussehen werde…und bei einem wünsche ich mir sogar, dass es eintritt. Das erste ist eine globale Wirtschaftskrise wie 2008, die den Ölpreis ordentlich durchschütteln würde. Szenario Nummer zwei ist Frieden: Frieden in der Ukraine, was Russland einfachere Ölexporte ermöglicht, kein großflächiger Krieg im Mittleren Osten und Stabilität in Venezuela. Sollte Szenario 2 eintreffen und meine These nicht aufgehen, ist das etwas, womit ich sehr gut leben kann.

Fazit: Mein Investment ist keine kurzfristige Spekulation auf den Ölpreis von morgen, sondern eine Wette auf eine kommende Angebotslücke, die durch jahrelange ideologische und finanzielle Vernachlässigung entstanden ist.

Ich gehe davon aus, dass eher früher als später der Tag kommen wird, an dem wir WTI-Preise von über 100 $ sehen und an der Tankstelle 2,50 € pro Liter bezahlen. Um dieses Szenario abzubilden, habe ich mich für Produzenten entschieden (z.B. kanadische Ölsande oder US-Majors), die über einem längeren Zeitraum hinweg kostengünstig produzieren können, selbst Preise von unter 50 $ aushalten und weiterhin ihre Dividenden zahlen.

Im Öl-Sektor sagt man: „The cure for low prices is low prices“ und momentan erinnert mich der Öl-Sektor an Gold vor 5 Jahren als ich zum ersten Mal Physisches Gold gekauft habe oder 2018 als ich in meine erste Goldmine investiert habe. Kauft Rohstoffe wenn jeder sie hasst und verkauft sie wenn jeder sie liebt. In Gold ist viel zu viel Liebe und Öl der Hass.

Das Öl-Portfolio macht knapp 6% meines Aktiendepots aus. Das Ziel ist es auf 10% hoch zu kaufen in den nächsten Monaten: https://app.parqet.com/p/696655c10e1ab88183170de1

Hat jemand eine ähnliche These zu dem Thema? Ich suche ausserdem nach unterbewerteten Small- und Mid-Caps, die vom Markt aufgrund von ESG-Sorgen oder Unkenntnis ignoriert werden, aber bei Ölpreisen über 75 $ massive Cashflows generieren 🙂

Gruß

23 Kommentare

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Wurstsuppe
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Warum keine europäischen Förderer?

Ich würde noch Szenario 3 hinzufügen: Die Energiekosten durch billige chinesische Solarmodule machen in vielen EM-Ländern die Investitionen einfacher, in den USA fahren die Demokraten wieder die Solar- und Windenergieproduktion hoch und die generelle Erzeugung lässt sich schnell hoch skalieren UND zeitgleich überschreiteten die Kosten des Klimawandels durch Extremwetterereignisse breit die von Lobbyisten errichteten Meinungskorridore, was dazu führt, dass wie eventuell in der EU die hohen Kosten für Öl-Verwendung vor allem durch regulatorische Steuern und Versicherungskosten gefressen werden, aber nicht als Gewinne bei den Öl-Konzernen landen??? Gibt vermutlich auch noch Szenario 4 und 5.

;)

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Peter Andres
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@wurstsuppe Es wird oft übersehen, dass Erdöl nicht nur ein Energieträger ist, sondern unverzichtbar für die Chemie-, Kunststoff- und Pharmaindustrie ist. Der Anteil fossiler Brennstoffe (Kohle, Öl, Gas) am weltweiten Energiebedarf liegt je nach Quelle noch immer bei 80 bis 90%.

Ich habe einige Zeit in Lateinamerika und Asien gewohnt und ich weiss dass sich dort niemand um Erneuerbare schert. Während wir in Deutschland bereits zB. mit dem Aufbau einer “stabilen” Ladeinfrastruktur kämpfen, ist ein solcher Umstieg in den meisten anderen Regionen der Welt auf absehbare Zeit technisch und ökonomisch unvorstellbar.

Ich erwarte, dass sich meine These noch vor 2029 am Markt bestätigen wird. Bis dahin werden erneuerbare Energien zwar leicht an Marktanteil gewinnen, lass es 1-2% sein, doch der absolute Bedarf an Öl, insbesondere für die industrielle Produktion, wird weiter steigen.

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Wurstsuppe
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@n_f Ich wollte gar nicht so erneuerbar klingen ;) auch wenn ich da biased bin.

Aber ich denke, dass es da neben meinem zugespitzten Szenario 3, durchaus einige mehr für deine These negative Szenarien gibt.

Die 3 größten Ölproduzenten (Iran, Venezuela und Russland ohne “Schattentankerflotte”) sind aktuell vom Weltmarkt ausgeschlossen und dort bewegt sich aktuell politisch viel. Zudem halte ich eine begrenzte große Wirtschafts- aka. Ölnachfrage-krise, hinsichtlich der ökonomischen Veränderungen in den USA für eine reales Szenario, gegen die globale Krise hedgen ja gerade alle an der USA vorbei mittels neuen Handelsverträgen. Die globale Nachfrage des Chemiesektors ist natürlich ein Faktor, der aber durch den legislativ gewollten und geförderten regenerativen Energieausbau in bspw. China und der EU eher zu einer Verbilligung des Rohstoffs führen könnte(?). Ich vermag da nicht wirklich einzuschätzen, wo es hingeht. Meines Erachtens ist aber auch der Klimawandel ein realer Faktor, die großen Versicherer versuchen da bereits weltweit zu steuern und auch real wird es eine Kostenschmerzgrenze geben, die ganz unideologisch durch die Klimawandelfolgen (Extremwetterereignisse) gegensteuernde Handlungen erzwingen wird. Kurzfristig mögen deine Wetten laufen (aber auch da würde ich die Norweger/Europäer mit reinnehmen) aber langfristig sehe ich das nicht. Aber wie gesagt, ich bin da biased.

Aber so hatte ich deinen Beitrag auch vertsanden, dass du ggf. auch andere Sichtweisen zu deiner These hören wolltest. vG

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Wurstsuppe
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Zu deinem letzten Absatz: Wenn der Ölpreis hochgeht, dürften Yieldco’s vom hohen Energiepreis profitieren.

Kannst dir ja mal diese Smallcaps hier ansehen:

GG00BB0RDB98 , IE00BF2NR112 , GB00B8SC6K54 , GG00BBHX2H91

Die schütten im Bunde ca. jeweils 6-8 % aus und sind mit der Zinswende in der EU alle abgestürzt, da sie wie Reits oder allgemeine Infrastrukturwerte von niedrigen Zinsen abhänig sind und eigentlich auch REIT-ähnliche Kursverläufe haben. Bis auf den Iren sind alle quellensteuerfrei. Allerdings sind Yieldco’s eine eigene Kategorie und einige leiden auch unter den ölbedingten Klimawandelfolgen durch Veränderungen der Windgeschwindigkeiten und globalen Strömungssysteme.

;)

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Claus
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Peter Andres
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@wurstsuppe du hast vollkommen recht, es gibt hier mehrere Scenarien. Danke für dein Feedback 🙂 Das bringt meine Gehirnzellen dazu noch etwas mehr nach zu denken. Man ist da manchmal in seiner Sichtweise zu stark gefangen.

Ich habe die letzten Monate mir unzählige Quellen gegeben und bin irgendwann zu dem Schluss gekommen, Öl wird weiter regieren. So traurig wie es auch ist. Ich würde lieber in einer Welt leben wo wir das nicht müssten. Aber ein Großteil der Welt ist noch weit weg von Erneuerbaren wenn es um Energie geht und ich gehe davon aus dass wir weiter Unmengen an Plastik verbrauchen werden.

Eine Rezession ist unausweichlich wenn man sich manche Faktoren anschaut, ich hoffe sie kommt nach 2030 😄

Europäische Player habe ich leider noch keine gefunden die mich glücklich machen. Bei den Norwerger hat mich die Steuer etwas genervt, obwohl die glaube ich schon ab 10$ pro Barrel profitabel sind, was stark ist.

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Lisa
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vegane Urschreitherapieaktien
an der Börse muss man nicht politisch korrekt sein. (siehe mein Portfoliio)
Waffen, Drogen(Tabak) und Gefängnisse sind in meinem Depot gut gelaufen.
Bei Glückspiel uns Rotlicht(kein Vertrauen ins Managment) und Alkohol (Generation Z trinkt nichts mehr ;-) wäre ich vorsichtig.Alkohol hat sicher aber auch Chancen demnächst zu drehen.

Öl ist im letzten Jahrtausend besser gelaufen, obwohl ich viel Öl im Depot habe….Politisch inkorrekte Aktien sollte man sich auf jeden Fall ansehen.

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user_b7a7d5
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Risikofaktoren einer aktuellen Rohstoffinvestition in Ölwerte auf der Grundlage der These, dass eine strukturelle Unterinvestition in die Erschließung von neuen Förderkapazitäten den Ölpreis in den kommenden 10 Jahren antreibt:

Um die aktuelle Produktion lediglich aufrechtzuerhalten, sind laut der Internationalen Energieagentur (IEA) jährlich rund 500 bis 800 Milliarden US-Dollar an Investitionen notwendig.

Trotz der Erschöpfung prognostiziert die IEA bis 2030 einen Anstieg der globalen Förderkapazität um über 5 Mio. Barrel pro Tag, getrieben vor allem durch Länder außerhalb der OPEC+ wie die USA, Brasilien, Guyana und Kanada.

  • Dies könnte kurz- bis mittelfristig (bis ca. 2027) zu einem Überangebot führen, da die Kapazitäten schneller wachsen als die Nachfrage.
  • Langfristig (nach 2030) droht jedoch ein Stillstand des Kapazitätswachstums, wenn neue Großprojekte nicht rechtzeitig genehmigt werden.

Was wäre aber, wenn rohstoffreiche Länder (Venezuela und Russland) ab 2030 wieder mit signifikanten Steigerungen der Öl-Fördermengen am Markt erscheinen würden?

Die Fähigkeit, die Produktion kurz- bis mittelfristig schnell hochzufahren (bis 2030) könnte sich durch infrastrukturelle und finanzielle Hürden sehr wahrscheinlich als begrenzt erweisen.

In beiden Fällen besteht aktuell ein Produktionslimit, da es aus unterschiedlichen Gründen an Dienstleistern (wie Halliburton oder Schlumberger) fehlt, so dass die Wartung bestehender Felder nicht oder aber nur eingeschränkt möglich ist und die Effizienz dieser Quellen daher gemindert ist. Bereits um lediglich die Effizienz von bestehenden Feldern wiederherzustellen (verschlissene Infrastruktur), könnte ab dem Zeitpunkt einer Aufhebung von Sanktionen ein zeitlicher Vorlauf von zumindest 24 Monaten und teilweise sogar ein noch längerer Zeitraum anzunehmen sein.

Wenn die technischen Hürden der Fördermengenausweitung mit entsprechendem zeitlichen Vorlauf dann überwunden wären, dann muss noch die Frage der Transportlogistik bedacht werden. Wahrscheinlich hat man in China schon vorausgedacht und die Produktion neuer Transportschiffe schon eingesteuert…

Fazit: Der Ölpreis in den nächsten 10 Jahren könnte mit großer Wahrscheinlichkeit nicht unbedingt durch einen absoluten Mangel an Öl bestimmt sein. Daher kommt es bei Rohstoffinvestitionen besonders stark auf das richtige Timing an. Leider ist man immer erst hinterher schlauer…

Die Frage ist, ob es kurz- bis mittelfristig in diesem Sektor nicht sogar ertragreicher sein würde, schwerpunktmäßig in die sogenannten “Schaufelverkäufer” zu investieren.

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HoDler
Investor
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Gibt wohl wenige Rohstoffe (außer vllt. noch die sog. Seltenen Erden) die mehr an der Geopolitik hängen wie Öl.

Ich stimme zu, dass wir noch länger Öl brauchen als viele Denken.

Andererseits wird Peak Demand früher kommen als das jahrzehntelange befürchtete Peak Oil.

Der 2. größte Ölförderer Russland wurde quasi vom Markt genommen (oder es ihm extrem erschwert) ohne das sich wesentlich was am Preis nach oben geändert hat.

Die Preiselastizität der Nachfrage nach Rohöl ist kurzfristig sehr gering. Bei länger höheren Preis besteht heute für Verbraucher immer mehr die Substitutionsmöglichkeit des eAuto. (PKW-Individualverkehr macht 25% des weltweiten Gesamtölverbrauchs aus).

Soll heißen ein wesentlich höherer Ölpreis wie von dir genannt 100$ - würde die Substitutionsrate wohl erheblich beschleunigen und damit Peak Demand Oil näher bringen, daran dürften die großen Ölmultis kein Interesse haben, deren Devise dürfte eher sein lieber länger was um die 70-80$ verdienen als mit hohen Preisen die Kunden noch schneller zur eMobilität zu treiben.

Ein weiteren Risikofaktor beschreibt du selbst - Russland, wenn der Ukrainekrieg endet / eingefroren wird, dann wird Russland unmittelbar an den Markt zurückkehren und ich denke wir sind auf der Zeitachse, inzwischen eher näher am Ende als am Anfang des Krieges.

Fazit: Mir persönlich wären da zu viele Risikofaktoren bei. Außer bei Krisen/Krieg z.B. auch eine mögliche Taiwan Eskalation sehe ich den Ölpreis mittelfristig 3-5 Jahre nicht mehr über 100$, sondern eher im Bereich 60-85$.

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TTTom
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@n_f “nachdem ich vor kurzem meine (leider viel zu kleine) Position in Gold fast komplett geschlossen habe”

Warum ?

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Moneymaker
Investor
Beta
+2

@n_f Ich bin bei Gold zwar auch immer noch long aber da geb ich Dir vollkommen recht. Ein bissl übersetzt. Immer wenn mal die Tageszeitungen und die Abendnachrichten zu berichten beginnen, wirds gefährlicher. Dann heißt es aufpassen und langsam in die Gegenrichtung steuern.

Letzte Woche bei uns im Boulevard auf der Titelseite. “Herr und Frau Österreicher kaufen derzeit über eine halbe Tonne Gold/Tag”. Die Folge, Sparbücher werden aufgelöst und umgeschichtet. Der letzte Hausmeister - und ich mein das wirklich nicht abwertend dem Berufsstand gegenüber - wird derzeit zum Rohstoffexperten und schichtet um. Alles unter dem Deckmantel “Gold ist sicher”. Und ich denke das wird bei Euch im Norden nicht viel anders sein, oder?

LG MM

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TTTom
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Und jetzt die nächste Börsenweisheit "Time in the market beats timing the market" 😃

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Peter Andres
Autor
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@tttom_unterwegs Rohstoffe sind historisch Zyklisch. Ich kaufe diese schon seit Jahren gegen den Trend. Wenn jeder über einen bestimmten Rohstoff spricht, dann ist es Zeit diesen langsam gehen zu lassen. Wenn ihn keiner Interessiert, wie bei Gold vor einigen Jahren oder jetzt Öl, dann ist der Zeitpunkt gekommen zu kaufen. Ich erwarte jetzt nicht unbedingt, dass Gold oder Silber sich weiter verdoppeln. Kann natürlich passieren, wäre auch ok für mich, aber dazu muss viel passieren.

Gold/Silber Mienen würde ich noch halten, da diese bei einem gleichbleibenden hohen Goldpreis gut Geld verdienen.

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xOptimus FiNe
Investor
Terminal
+1

Ich glaub du fühlst dich jetzt wohl mit der Entscheidung in Öl gegangen zu sein.😉

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Peter Andres
Autor
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@xoptimus_fine Meine These war dass wir bis 2030 irgendwann einen Ölpreis von 100 $ WTI sehen werden. Das es bereits einige Wochen später passiert ist, war null eingeplant. 😅

Sagen wir mal so. Es ist ein guter Hedge für das Gesamt-Portfolio. Es ist dadurch noch im plus dieses Jahr. Sollte ich merken dass sich die Situation entspannt, und hoffentlich am besten schon heute, nehme ich die Gewinne gerne mit. Ich habe schon 1-2 Idee was ich damit als Nächstes machen werde.

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XYZ123

Die Idee in Rohstoffe zu investieren wie Gold, Öl etc. finde ich jetzt nicht blöd.

Die Argumentation mit der Tankstelle, aber schon.

Der Tankstellenpreis ist ja nicht bei 2,30€+, weil der Weltölpreis so hoch ist, sondern schlicht und einfach, weil die Steuern in Deutschland eine Frechheit sind. Ohne Steuern würden wir nur ~96 cent pro Liter bezahlen.

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HoDler
Investor
Terminal
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@tttom_unterwegs Das die Steuern in Deutschland auf Sprit in diesem Jahr nicht gestiegen ist stimmt formal nicht => Zum 01.01.2026 stieg die Co2 Steuer was etwa weitere 3 Cent auf den Liter ausmacht.

Die Zusatzbelastung durch die Co2 Steuer ist Gesamt beachtlich mittlerweile liegen wir bei 18 bzw. 20 Cent pro liter.

Unsere hohen Energiesteuern muss man langsam mal als das bezeichnen was Sie sind ein massiver Bremsklotz für Wachstum und Wohlstand.

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TTTom
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@d._h Das hast Du behauptet: “Der Tankstellenpreis ist ja nicht bei 2,30€+, weil der Weltölpreis so hoch ist, sondern schlicht und einfach, weil die Steuern in Deutschland eine Frechheit sind.”

Und das ist halt falsch. Der Anstieg liegt eben -im Gegensatz zu Deiner Behauptung- nicht an den Steuern, sondern am Marktpreis.

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Peter Andres
Autor
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@d._h Die 2,50 € entsprachen dem Komplettpreis an der Tankstelle, also inklusive Rohöl, Raffinerie-Crack, Transport und Steuern. Genau so hatte ich es ja auch geschrieben.

Was ein Liter in Deutschland mittlerweile kostet, ist im internationalen Vergleich eine absolute Frechheit. Schaut man sich den Preis ohne Steuern und Subventionen an, kostet ein Liter des raffinierten Produkts fast überall auf der Welt dasselbe. Also Steuern sind der Treiber und ein Killer für die Wirtschaft. Da gebe ich dir recht

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TTTom
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@d._h Da bist Du schlecht informiert.

Die Steuern in Deutschland und den USA sind dieses Jahr nicht nur nicht gestiegen, sondern zur Zeit (durch den befristeten Tankrabatt) in D sogar gesunken.

Dazu kommt noch, dass die Energiesteuer und CO2-Abgabe in D ein fester Betrag ist pro Liter ist, so dass prozentual die Steuerbelastung bei höheren Benzinpreisen sogar sinkt.

Der Rohölpreis ist aber von 60 auf um die 90-100 $ gestiegen.

Und der Tankstellenpreis ist in den USA um 40% und in Deutschland um 30% gestiegen.

Und jetzt Du bitte.😉

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XYZ123

@tttom_unterwegs Habe ich behauptet, dass wir keinen Tankrabatt haben?

Ne habe ich nicht. Ich habe nur gesagt, dass 60% der Tankstellenpreise Steuern sind und deshalb ist das Argument mit den Tankstellenpreisen, nichts wert aus Investoren Sicht

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