Jan
Investor
Beta

Gepostet in Schnack

Ich brauche mal Euer Hirn

Wahrscheinlich sehe ich gerade den Wald vor lauter Bäumen nicht und müsste von Euch in die richtige Richtung geschubst werden.

Wenn ich mir in Parqet die Kursgewinne für die Jahre 2023, 2024 und 2025 getrennt anzeigen lasse (über benutzerdefinierte Zeiträume) und dann noch einmal das ganze über den Gesamtzeitraum, erhalte ich unterschiedliche Werte.

Meine erste Idee war, dass der Kurs in der magischen Sekunde zwischen dem 31.12. und dem 1.1. springt und ich diese Bewegung nicht mit der Betrachtung der Einzeljahre abgreife.

Der Endwert für z.B. 2023 entspricht in Parqet aber genau dem Startwert für 2024. Somit geht hier nichts verloren und dies ist in den Folgejahren auch so.

Könnt Ihr mir zeigen, wo mein Denkfehler liegt?

Kleine Ergänzung:

Ich glaube, ich weiß jetzt, aus welcher Ecke die Abweichung kommt.

Wenn ich die o.a. Betrachtung für eine einzelne deutsche Aktie durchführe, sind beide Summen identisch. Mache ich das Gleiche noch einmal für einen MSCI World, der in US$ gehandelt wird, habe ich eine Abweichung.

Parqet scheint bei der Betrachtung über drei Jahre mit einem anderen Umrechnungskurs zu rechnen als wenn ich die Einzeljahre anschaue. Anstatt z.B. eine tagesgenaue Umrechnung vorzunehmen, die in der o.a. Berechnung nicht zu einer Abweichung führen sollte, nimmt Parqet eine “Abkürzung” und zieht für jeden betrachteten Zeitraum nur jeweils einen Umrechnungskurs heran.

Ist das die Lösung?

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4 Kommentare

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Investor
Beta
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Stell die gleiche Frage doch mal Gemini von Google. Das ist für mich in letzter Zeit immer die erste Anlaufadresse, wenn ich Fragen habe, Oft kann ich die Antworten nachvollziehen.

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Jan
Autor
Investor
Beta

Guter Tipp, obwohl ich dem geballten Wissen der Community mehr Vertrauen schenken würde.

Ich habe Gemini nur die Fakten, aber nicht meine Vermutung geschildert. Gemini faselt zwar etwas von realisierten Gewinnen, obwohl ich mich auf die Kursgewinne konzentriere. Beim zweiten Punkt trifft Gemini aber genau meine Vermutung.

Hier die Antwort:

Das ist ein klassisches Phänomen bei Portfolio-Tracking-Tools wie Parqet. Auch wenn die Bestände nahtlos ineinander übergehen, gibt es einen logischen Grund für diese Differenz.

Der Hauptgrund für die Abweichung von -1.183 € liegt sehr wahrscheinlich an Währungsschwankungen (FX-Effekte)in Verbindung mit der Art und Weise, wie die zeitliche Abgrenzung berechnet wird.

Die Ursachen im Detail

  • Stichtagsbewertung vs. Zeitverlauf: Wenn du die Einzeljahre addierst, summiert Parqet die realisierten und unrealisierten Gewinne innerhalb der exakten Grenzen (01.01. bis 31.12.) auf. Bei der Betrachtung des Gesamtzeitraums wird der Startwert vom 01.01.2023 direkt mit dem Endwert vom 31.12.2025 verglichen.
  • Währungsumrechnung: Da du oben erwähnt hast, dass du die Kursrendite in Euro betrachtest, deine Aktien aber vermutlich teilweise in USD oder anderen Währungen notieren, entstehen Rundungs- oder Bewertungsdifferenzen. Wenn der Euro-Kurs am 31.12.2023 um 23:59 Uhr für den Jahresabschluss genutzt wird, kann dieser minimal von dem Kurs abweichen, der als Basis für die Langfristberechnung über drei Jahre herangezogen wird.
  • Cashflow-Timing: Falls innerhalb der Jahre Dividenden reinvestiert oder Käufe getätigt wurden, berechnet Parqet den "Time-Weighted Return" (TWR). Die mathematische Verknüpfung von drei einzelnen Jahres-TWR-Werten ergibt durch die Zinseszinslogik oft ein leicht anderes Ergebnis als die Berechnung des TWR über den gesamten Drei-Jahres-Block am Stück.

Kritische Prüfung deiner Daten

Du schreibst, dass die Endwerte mit den Startwerten des Folgejahres übereinstimmen. Das ist gut, aber prüfe bitte Folgendes:

  1. Dividenden: Werden diese in deiner Ansicht als "Kursgewinn" gezählt oder separat als "Erträge" ausgewiesen? Oft verschieben reinvestierte Dividenden die Basiswerte leicht.
  2. Transaktionsgebühren: Werden diese in der Jahresansicht vom Gewinn abgezogen, in der Gesamtansicht aber eventuell anders verrechnet?
  3. Steuern: Falls Parqet Steuern berücksichtigt (was es je nach Einstellung tut), können unterjährige Steuerverrechnungstöpfe die Jahresergebnisse beeinflussen, die in der Dreijahresbetrachtung geglättet werden.
Mein Fazit: Die Differenz von ca. 0,7 % (gemessen am Gesamtgewinn) ist für Portfolios mit Fremdwährungsanteilen oder unterjährigen Cashflows völlig normal. In der Finanzmathematik ist die Summe der Teile selten exakt das Ganze, wenn komplexe Zeitgewichtungen (TWR) im Spiel sind.
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TTTom
Plus

Egal ob falsch oder richtig. So verständlich könnte es kein Dozent erklären😄

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Daniel auf Abwegen
Plus

Nachdem ich jetzt meinen Ersten Ansatz nach dem Post deiner Erklärung verworfen habe!

Glaub ich das du Recht hast die Größe der Differenz würde zur Kursschwankung von Dollar zu Euro passen.

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