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Strategie-Update: Warum ich 12 % MSCI Europe Momentum (IE00BQN1K786) als „Mittelfeld-Turbo“ aufnehme
Moin zusammen,
ich habe mein Depot mal wieder unter die Lupe genommen. Aktuell fahre ich eine Mischung aus einem soliden All World (23 %) Fundament, einer starken Cash/Gold-Reserve (28 %) und einigen aggressiven Einzelwetten wie IREN, Hims & Hers sowie Lemonade + Krypto.
Mir hat bisher das „starke Mittelfeld“ gefehlt – eine Komponente, die weniger riskant ist als Stock-Picking, aber mehr Power hat als ein Standard-Europa-Index.
Mein Plan: Ich schichte Gewinne aus meinen Einzelwerten (sobald diese +100 % erreichen) konsequent in den iShares MSCI Europe Momentum (IE00BQN1K901) um. Zielgewichtung: 12 %.
Warum genau dieser ETF?
Statt im EuroStoxx 50 „alte Industrie-Dinos“ mitzuschleppen, filtert der Momentum-Faktor die aktuell stärksten Player Europas heraus (z.B. Novo Nordisk, ASML, SAP).
Regionale Diversifikation: Mein Depot ist sehr US- und Tech-lastig. Mit dem Momentum-Ansatz hole ich mir die europäische Elite ins Boot, inklusive Schweiz, UK und Dänemark (die im EuroStoxx fehlen!).
Automatisches Rebalancing: Wenn sich Trends verschieben (z.B. von Pharma zu Defense oder Tech), passt sich der ETF halbjährlich an. Ich muss nicht raten, welcher Sektor als Nächstes läuft.
Die Strategie: Ich nutze meine „High-Flyer“ als Quelle. Wenn Titel wie IREN oder Lemonade ihre Ziele erreichen, ziehe ich den Einsatz ab und parke ihn im Momentum-ETF. So reduziere ich mein Einzelaktienrisiko, bleibe aber bei der Renditechance offensiv ausgerichtet.
Einziger Watchpoint: Da ich Novo Nordisk und ASML bereits als Einzelaktien habe, achte ich darauf, dass die Gesamte-Gewichtung dieser Titel durch den ETF nicht zu einem Klumpen wird (Limit: max. 8 % pro Wert).
Was haltet ihr von dem Move? Lieber breit in den Stoxx 600 oder macht der Momentum-Faktor bei einer Growth-Strategie mehr Sinn? 📈
Erstmal grundsätzlich zur Alternative von Stoxx 600 etc.:
Dass man auf Basis vom World oder All World ETF irgendwelche Regionen nachjustieren möchte und dafür dann wieder nach Marktkapitalisierung gewichtete ETFs verwendet, scheint ja in letzter Zeit recht beliebt zu sein. Habe ich früher auch mal gemacht. Der Effekt ist aber eher nur der Wohlfühl-Faktor, wenn man auf die Regionen-Verteilung seines Portoflios schaut.
Wenn man sich aber mal etwas ernster mit den historischen Daten und Korrelationen beschäftigt, muss man feststellen, dass das eigentlich ziemlich unsinnig ist.
Stattdessen als Ergänzung zu einem anderen Faktor zu greifen, ist meines Erachtens ein wesentlich besserer Weg. Und den MSCI Europe Momentum habe ich deshalb inzwischen ebenfalls in meinem Core-Depot. Und ebenfalls den ASML Klumpen im Auge 😉
@simon_kueble Naja als Gegengewicht zu den aktuellen US Tech Bewertungen hab ich erstmal keine regionalen Sachen sondern einen World Value ETF, der das Problem direkter adressiert als stattdessen Europa höher zu gewichten.
Damit es nicht zu Value-lastig wird aber wiederum Europe Momentum und NASDAQ-100.
Außerdem habe ich die Emerging Markets nicht nach Marktkapitalisierung sondern mit Value-Gewichtung drin.
Also ganz grob:
40% MSCI World
je 10% World Value und Morningstar Dividend Leaders
je 10% Europe Momentum und NASDAQ-100
20% EM Value
Ist aber etwas vereinfacht und auch nur der Aktien-ETF-Teil von einem Multi Asset Portfolio 🤓
@simon_kueble Ich hab den ausschüttenden IE00BG13YJ64.
Gewichtung kann ich dir nicht so pauschal nennen, da das nur im Kontext des Gesamtportfolios Sinn ergibt und da sind auch noch andere Faktoren drin.
@simon_kueble Der MSCI World Value steht aktuell bei 20% Japan-Anteil. Außerdem hab ich im Einzelaktien-Portfolio noch TEL, Shin-Etsu und Komatsu.
@zero hast du den IE00BQN1K786?
Wie hoch ist der Momentum ETF bei dir gewichtet?
@zero dann schieß los 🤓😅