Torsten
Plus

Gepostet in Schnack

ETF-Strategie Altersvorsorge - Diversifikation Risiken

Ich bin im Moment am überlegen wie ich meine ETF-Strategie für die Altersvorsorge (also Anlagehorizont so mind. 15 - 20 Jahre) aufsetze.

Aktuell habe ich nur einen monatlichen Sparplan von 1000 Euro auf den Vanguard A2PKXG laufen. Ich möchte die Sparquote auf ca. 1400 Euro hochsetzen.

Gerne würde ich einerseits den ETF-Anbieter und den Broker diversifizieren. Daher ist die Idee:
800 Euro bei Broker 1 auf: Vanguard A2PKXG
400 Euro bei Broker 2 auf: iShares A1JMDF

Dann würde ich gerne auch das Währungsrisiko ein klein wenig diversifizieren und als Nebeneffekt Europa stärken (Home Währung Euro), ergibt um Europa nicht überzugewichten:
800 Euro bei Broker 1 auf: Vanguard A2PKXG
400 Euro bei Broker 2 auf: iShares A1JMDF
100 Euro bei Broker 1 auf: Stoxx Europe 600 LYX0Q0

Als letzten Gedanken würde ich gerne noch die Emerging Markets ein wenig mehr Gewichten, daher dann im Ergebnis folgendes:
800 Euro bei Broker 1 auf: Vanguard A2PKXG
400 Euro bei Broker 2 auf: iShares A1JMDF
100 Euro bei Broker 1 auf: Stoxx Europe 600 LYX0Q0
100 Euro bei Broker 1 auf: Emerging Markets A111X9

So hätte ich meine Gedanken zum Thema Währungsrisiko, Emmitenten- und Depot Risiko etwas gesenkt, und EM/Europa etwas höher gerichtet bei gleichzeitiger Reduktion  USA auf ca. 50%

Wie sehr ihr diese Gedanken? Sehr ihr es sinnvoll? Zu viele verschiedene ETFs? Unnötige Sorgen? Ich bin mir da unsicher, da ich über einen langen Anlagehorizont nachdenke, und verschiedene (reale) Risiken bedenken möchte.

Über eure Gedanken und Tipps bin ich dankbar, natürlich nur Austausch und keine Anlageberatung ;-).

Ich danke euch für eure Einschätzung, mein Kopf raucht und dreht sich im Kreis ;-).

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5 Kommentare

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Jens L.
Investor

@torsten_b44c28 Als Altersvorsorge würde ich bei einem hinreichend langen Anlagehorizont (wie bei Dir) ein aus thesaurierenden ETF-Indexfonds bestehendes Weltportfolio aufsetzen. Bei der Gewichtung der Regionen kann man sich für Marktkapitalisierung, BIP oder einer Mischung aus beiden entscheiden. Ich verwende beim risikobehafteten Portfolioteil die BIP-Zielgewichtung: USA, Europa, EM, Japan (30/25/35/10). Meine Regionen-Gewichtung steuere ich durch den Zukauf von Europa, Japan und EM Regionen-ETF’s.

Bevor Du Dir weiter den Kopf über die optimale Gewichtung zerbrichst, folgende Gedanken:

  • Bei einem langen Anlagehorizont verliert die Gewichtung eines über alle Anlageklassen global diversifizierten Aktiendepots zunehmend an Bedeutung. Beinahe jede Gewichtung hatte in der Vergangenheit ihre Sternstunde oder wird diese in der Zukunft haben. Wann das war, sieht man bedauerlicherweise erst im Rückspiegel. Global diversifiziert heißt, Klumpenrisiken durch Überschneidungen der ETF’s möglichst vermeiden. Bei A2PKXG vs. A1JMDF gibt es regionale Überschneidungen. Was die Bestimmung der Gewichtungen auch schwieriger macht.
  • Auf Dein späteres Ruhegehalt wird die strikte Vermeidung von Kosten für z.B. Produkt- und Transaktionsgebühren und Steuern einen weit höheren Einfluss als jede Gewichtung haben.
  • Die persönliche Risiko-Adjustierung stellst Du mit einem Cash-Anteil (<100k) und/oder einem Anteil an kurzlaufenden Staatsanleihen höchster Bonität (<3 Jahren) aus dem Euro-Raum her. (Nicht verwechseln mit Deinem Notgroschen.)
  • Die monatliche Sparsumme würde ich auf maximal 3 Sparpläne verteilen und diese mit dem Rebalancing-Bedarf jährlich wechseln. Die Verteilung der Sparsumme ergibt sich aus dem prozentualen Delta aus dem Vergleich der Soll-/Ist-Werte.

Bei mir hat der Kopf auch über einen langen Zeitraum geraucht. Mit heutigem Wissen würde ich diesen Aufwand aber nicht wieder betreiben. John C. Bogle hat mir z.B. inzwischen erklärt, Zitat: “Profitieren Sie vom erhabenen Prinzip der Einfachheit und Sparsamkeit”.

Inzwischen ist auch die KI ein sehr guter Sparringspartner bei der Planung persönlicher Anlagestrategien. Einfach mal die .CSV-Datei des Portfolios hochladen und fragen. :-)

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Jens
Plus

Du wirst das schon richtig abgeschätzt haben, mit der Länder-Verteilung. Im Zweifelsfall einfach mal ein Testportfolio anlegen und deine geplanten ETFs nebst Budgetierung eingeben und über X-Ray auflösen.

Der EM-ETF hat starke Länder mit dabei wie z.B. Korea oder Taiwan. Die sind sonst meist unterrepräsentiert. Auch läuft EM Latein Amerika momentan extrem stark. Ich bin aktuell selber am Überlegen, wie ich EM bei mir höher gewichte. (Allerdings will ich NICHT 30% China dabei haben, das ist mir eindeutig zu viel). Auf jeden Fall deckst du EM mit keinem der sonst oben diskutierten ETFs ausreichend genug ab.

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Jens
Plus

4 ETFs = zu viel? Aus meiner Sicht nicht

Aber du gewichtest deinen US-Anteil durch deine beiden World-ETFs aus meiner Sicht zu hoch. Du bist nun mit 86% in diese beiden ETFs investiert

deine beiden unteren ETFs haben dann lediglich einen Anteil von jeweils 7% - aus meiner Sicht zu wenig, wenn du wirklich noch weiter diversifizieren willst

Ausserdem frage ich mich immer “warum Europa”? Warum nicht den hier

DBX0WJ Xtrackers MSCI World ex USA UCITS ETF 1D Distribution****

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Torsten
Autor
Plus

Nein, die beiden World haben ja auch Europa/Asien drin.
Bei den 4 ETF wie genannt käme ich auf folgende Verteilung mit den genannten Summen der Verteilung der Sparpläne laut KI , oder ist da ein Denkfehler drin?

Die MSCI Ex Usa Variante klingt auch interessant, meist du dann statt dem Europa und dem Ermerging Markets nur den Ex USA zu dem World? Da im EX USA ja auch gleich mehr Asien mit drin ist?

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Jens L.
Investor

@torsten_b44c28 Entscheidend für Deine Depot-Gewichtungen sind die jeweiligen Anteile an den Fonds. Die habe ich nicht gesehen. Mit den Anteilen und den internen Regionen-Gewichtungen berechnest Du die Depot-Gewichtungen per Dreisatz.

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