TTTom
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Gepostet in Schnack

Kosten Altersvorsorge-Depot auf 0,5 % deckeln!

Die Bundesregierung plant ja zukünftig ein Altersvorsorgedepot als 3.Säule der Rente zu fördern. An einer Stelle (mindestens) hat man aus der gescheiterten Riesterrente nichts gelernt: Die derzeit vorgesehenen Gebühren von 1,5% freuen sicherlich die Anbieter, sind aber viel zu hoch.

Finanztip hat eine Petition gestartet die Gebühren auf 0,5% zu begrenzen.

Bei Interesse:

https://www.finanztip.de/petition-altersvorsorge-depot/

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47 Kommentare

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Hardy
Plus

Eine Präzisierung vielleicht: Es sind keine 1,5 % Kosten vorgesehen. Die Kosten sollen auf 1,5 % gedeckelt sein. Es wird keinem Anbieter verboten, weniger Kosten in Rechnung zu stellen.

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TTTom
Autor
Plus

Ja, da hast Du natürlich recht. Allianz wird die 1,5% nehmen, die andern werden sich auf 1,49% legen. Haben wir bei Riester ja gesehen.😀

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Jens L.
Investor

Ich denke, der geplante Gebührendeckel von 1,5% ist ein Lockangebot an die Banken, um Angebote an ‘Vorsorgeprodukten’ zu entwickeln. Und auch der Staat wird über die Gewinn-Versteuerung der Banken nicht leer ausgehen. Deshalb bleibt zu hoffen, das dieses an sich sinnvolle Instrument nicht ebenso floppt wie die Riester-Rente. Nachrechnen wird sich lohnen

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user_40a624
Plus

Ich bin da ganz bei Jens L. Was wir sicherlich nicht brauchen, sind “Produkte”, die von Banken extra dafür auf den Markt gebracht werden. Das hört sich eher abstoßend an, nach einem ähnlichen Reinfall wie Riester. Die 1% wären ja pro Jahr, nicht einmalig. Das ist viel zu viel, denn es kostet die Anlieger über die Jahre hinweg zuviel Rendite. Es ist schade, dass der Staat nicht die Interessen seiner Bürger vertritt. Warum sollte sich eine Bank an diesem Thema gesund stoßen? Vielleicht mal schauen, wie andere Länder es besser machen.

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Hardy
Plus

Ich glaube schon, dass “neue Produkte” benötigt werden, denn sehr viele werden mit Umschichtungen im Depot und Entnahmen im Alter von 80 oder 90 Jahren überfordert sein. Das muss deutlich einfacher gehen, als mit einem selbst gemanagten Depot.

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Jens L.
Investor

@hardy_42b58e Dann bist Du bei aktiv gemanagten Aktienfonds. Die gibt es bereits in unendlicher Zahl.

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Hardy
Plus

@jens_l Nein, davon bin ich meilenweit entfernt. Aber willst du das Altersvorsorgedepot bis zum Ende mit einer 100%-igen Aktienquote? Das ist eigentlich nicht state of the art. Der Aktienanteil als weltweit gestreuter ETF (bzw. ETFs), aber mit der Reduzierung der Aktienquote mit sich nähernder Entnahmephase. Als sicherer Anteil sichere Staatsanleihen oder Geldmarkt-ETF. Quasi wie viele Mischfonds, wie sie insbesondere in den USA üblich sind.

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Marius
Plus

@d._h Das Risiko von nachträglichen Änderungen hast du aber auch bei einem normalen Wertpapierdepot (v.a. Steuern). Auf der anderen Seite gibt es hierzulande normalerweise (zur Not vom BGH/BVerfG) Bestandsschutz was einer der Gründe für unsere superkomplexen Gesetze ist da man die ganzen Altlasten (wie jetzt die bestehenden Riesterverträge) mitschleppen muss.

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XYZ123

Ich will jetzt kein schwarz Seher sein, aber bei dem Depot Ding kann mir persönlich der Staat viel zu viel nachträglich ändern, allein schon, weil dasam Rentenalter gekoppelt ist.

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user_40a624
Plus

Ehrlich gesagt, sollten 0,1% Gebühren reichen. Warum sollte sich überhaupt jemand daran bereichern? 1,5% Gebühren machen das Ganze unattraktiv.

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Jens L.
Investor

@das_lama Der deutsche Staat hat das Rentensystem über Jahrzehnte nicht weiterentwickelt und zusätzlich belastet. Ich sehe da eine Pflicht zur Reparatur. Und ich verstehe nicht, wozu es neue Anlageprodukte überhaupt braucht. Eine Steuerbefreiung in einem AV-Depot würde als staatliche Unterstützung vollkommen reichen. Dann kann der Kapitalmarkt sein gute Werk ungestört über 30 Jahren tun. Alles andere steht erstmal im Verdacht der Abzocke und muss sich beweisen.

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Das_Lama
Plus

@jens_l In der Diagnose, dass der Staat das Rentensystem nicht weiterentwickelt bzw. zusätzlich belastet hat, möchte ich dir sicherlich nicht widersprechen. Aus meiner Sicht braucht es allerdings (leider) doch zusätzliche, scheinbar (!) einfachere Vehikel. Denn z.B. eine durchaus kräftigte Erhöhung des Sparerpauschbetrags oder auch eine Reform der Kapitalertragssteuer wäre sicherlich geeignet, einigermaßen informierte Selbstentscheider wie uns zu entlasten und damit unsere Altersvorsorge zu stärken. Aber für jene, die sich aus welchem Grund auch immer bisher nicht mit dem Kapitalmarkt anfreunden konnten, braucht es einen möglichst einfachen Zugang. Das ist mit Rieser versucht und wegen der Carsten M.s dieser Welt in den Sand gesetzt worden. Nach meiner Einschätzung braucht es ein einfaches, staatlich reguliertes Produkt (z.B. im Hinblick auf die Maximalkosten), damit Max Muster es bei der Volksbank, Sparkasse, beim Versicherungsmakler, dem Vermögensverwalter oder wo auch immer abschließen kann, ohne über den Tisch gezogen zu werden. Denn “die breite Masse” wird sich nicht in ausreichendem Maße informieren. Aber eben jene breite Masse muss an den Kapitalmarkt herangeführt werden, um eine echte Entlastung des staatlichen Rentensystems zu erreichen.

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Hardy
Plus

0,1 % schafft man ja noch nicht einmal mit einem selbst gemanagten ETF-Depot. Zudem wird ein solches Altersvorsorgedepot die Möglichkeit bieten, im Laufe der Zeit einen höheren Anteil in eine sicherere Risikoklasse (Geldmarkt-ETF, sichere Staatsanleihen o. ä.) umzuschichten und die Entnahmephase mit einem Entsparplan unterstützen. Diese Funktionen kosten realistischerweise Geld. Insofern halte ich 0,5 % für angemessen.

Die Petition habe ich vor einer Woche unterschrieben.

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Das_Lama
Plus

@user_40a624 mal andersrum gefragt: warum sollte irgendein privatwirtschaftlicher Akteur ein Produkt oder eine Dienstleistung zur Verfügung stellen, ohne daran zu verdienen (“sich zu bereichern”). Wir möchten doch für unsere Arbeit auch bezahlt werden.

Ich würde Kosten bis 1 Prozent als sehr fair empfinden.

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Hardy
Plus

Das sehe ich ähnlich. Selbst wenn man während seines Arbeitslebens sein Depot selbst gemanagt hat, wird so mancher im hohen Alter sich nicht mehr mit Umschichtungen oder Entnahmeplänen sowie der dafür nötigen IT auseinandersetzen wollen oder können. Es muss ein einfaches Produkt dabei rauskommen, in dem sich der aktienbasierte Anteil mit zunehmendem Alter zugunsten sicherer Anlageformen einfach reduziereren lässt und die einen regelmäßigen Cashflow ermöglichen, ohne dass sich der Senior noch mit einzelnen Anlageentscheidungen oder der IT auseinandersetzen muss.

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user_2f9e60
Plus
Beta

Es wird wieder der Bürokratiehengst wiehern und das Ergebnis wird auch selbiger produzieren :-)

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TTTom
Autor
Plus

“Für das Standardprodukt soll ein Kostendeckel von 1 Prozent gelten, ursprünglich waren 1,5 Prozent vorgesehen.” Immerhin.😀

https://www.deutschlandfunk.de/das-sind-die-plaene-der-koalition-zur-riester-nachfolge-100.html

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Robert

Auf was beziehen sich die 1,5%? Kommt das noch on top auf die Gebühren des besparten ETFs? Oder sind die da schon mit drin?

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Hardy
Plus

@sneakerking2006 Ich gehe davon aus, dass die Gesamtkostenquote für den “Kunden” gemeint ist, also inklusive der TERs für einzelne ETFs/Fondsprodukte im Altersvorsorgedepot.

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Jens
Plus

Lest es euch einfach mal durch.

Diskutiert nicht so viel,

Es ist nicht nur die „Bürokratie“, die die Dinge verlangsamt 😉

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Hardy
Plus

Auf welche der 110 Seiten im Gesetzentwurf willst du uns denn im Speziellen hinweisen? Ich bin gerade erst auf Seite 17 😬

https://dserver.bundestag.de/btd/21/040/2104088.pdf

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Jens
Plus

@hardy_42b58e - diese Mühe hatte ich mir in diesem Fall nicht gemacht.

Ich bin dem link von Finanztip oben gefolgt und habe deren Ausführungen Glauben geschenkt. Ich verfolge deren Kanal schon lange, d.h. sie haben bereits einen großen Kredit bei mir.

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Hardy
Plus

@jens_11a37b Entschuldige, dann habe ich dich falsch interpretiert. Irgendwie dachte ich, deine Äußerung bezog sich auf den Gesetzesentwurf selbst. Den Text zur Petition habe ich natürlich gelesen und verstanden. In Verbindung mit dem Text zur Petition wird es schon deutlich komplexer 😳

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Jens
Plus

@hardy_42b58e - da gibt’s nix zu entschuldigen. Habe mich dann missverständlich ausgedrückt 😉

So einen Gesetzestext durchzuarbeiten- da spricht natürlich überhaupt nichts dagegen - allerdings vermute ich, dass es die Meisten von uns überfordert, abschreckt, (und dazu verleitet lieber gar nichts zu tun…)

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Ronny Werner
Plus
Beta

Nutzt man dann dafür die üblichen ETFs oder gibt es dann neue Produkte, die nur für das AV Depot gedacht sind?

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TTTom
Autor
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Riester 2.0: So funktioniert das geförderte ETF-Sparen

Welche Wertpapiere dürfen ins Altersvorsorgedepot?

Im Altersvorsorgedepot sollen in Deutschland für Kleinanleger handelbare Fonds der Risikokategorie eins bis fünf von sieben erlaubt sein. Grundlage dafür ist der Synthetic Risk Reward Indicator (SRRI). Je höher die Zahl, desto höher die Volatilität, also desto mehr schwankt der Kurs Deines Fonds. Welchen Risikoindikator ein bestimmter Fonds hat, steht im Produktinformationsblatt, auch Fact Sheet genannt.

Darüber hinaus sollst Du in Anleihen investieren können, die von EU-Staaten sowie von deutschen Ländern oder Gemeinden ausgegeben werden.

Aktien einzelner Unternehmen sollen im Altersvorsorgedepot nicht erlaubt sein. In Zertifikate und Kryptowährungen sowie andere komplexe oder spekulative Wertpapiere sollst Du in Deinem Altersvorsorgedepot ebenfalls nicht investieren können.

Quelle:

https://www.finanztip.de/altersvorsorge/altersvorsorgedepot/

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TTTom
Autor
Plus
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Ronny Werner
Plus
Beta

@tttom_unterwegs Vielen lieben Dank für die Infos. 😊

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