Daryl
Investor

Gepostet in Portfolio Roasts

Wie umgehen mit solchen Renditen?

Hallo an alle,

seit Anfang Januar ist mein Portfolio regelrecht explodiert (YTD IZF: 187%). Dieses Jahr habe ich begonnen “risikoreicher” zu investieren und weiß nun nicht, wie ich mit solchen Gewinnen umgehen soll. (Für mich als Student ist das mittlerweile sehr viel Geld)

Ich weiß, dass ich viele Aktien mit Fokus KI halte, allerdings macht mich der derzeitige rasante Anstieg nervös. Gefühlt explodiert jeder zweite Kurs sobald Donald Trump diesen erwähnt oder auf Twitter irgendwelche Gerüchte verbreitet werden.

Solche Kursentwicklungen können doch nicht nachhaltig sein und früher oder später korrigieren. Wie geht ihr damit um? Gewinne/ Teilgewinne mitnehmen und in “sicherere” ETFs umschichten?

13 Kommentare

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stilgar
Plus
Beta

Du weist das Du auch das Portfolio auf öffentlich stellen kannst - dann brauchst Du hier nur einen Link posten.

https://app.parqet.com/p/6929b01da525ffcdd807373f das USD Portfolio ist gerade in Daten Reorga bitte ignorieren.

Abgesehen von Rocket Labs sieht der Rest für mich nach ein gut laufenden Depot aus. Die % Kursgewinne sind nicht überhoch. Ich hatte einen +300%er den ich verkauf habe weil es mir zu heikel wurde.

Wenn Dir Rocket Lab - Weltraum rennt geräde wegen SpaceX IPO - zu heiss wird dann kannst einen Teil (z.B. Einsatz) verkaufen oder was ich gerne in solchen Fälle mache ist ein Trailing Stopp Loss von 10% setzten. Das heist sollte die,Position unter die,Grenze fallen wird automatisch verkauft - steigt die Position geht der Stopp mit wichtig dabei ist zu wissen der Stopp kann nie fallen.

7
Lisa
Plus

Dein aktuell nicht öffentliches Depot hat den Namen “Mein Rentenersatz”. Du hast geschrieben, dass du angefangen hast “risikoreicher” zu investieren.

Ein Rentendepot sollte nie risikoreich sein.
Es steht auch in den Sternen, wie viele der Firmen in deinem Depot es noch gibt, wenn du später einmal in die Rente gehst.
Beim risikoreichen spekulieren ist nicht der Umgang mit Gewinnen problematisch, der Umgang mit Verlusten und Drawdowns finde ich problematischer.
Die Gewinne aus risikoreichen Spekualtionen (bei mir CFD’s) habe ich immer (versucht) in solide Aktien anzulegen. ETF wären da heutzutage eine Alternative, aber da kenne ich mich nicht aus.
Ich habe immer sehr auf ein gutes Riskmanagment geachtet, aber für mich - im nachhinein betrachtet - sind die schlaflosen Nächte, die evtl. Überperformance von risikorechen Spekulieren nicht Wert.

4
Julian
Plus

Von Gewinnmitnahmen ist noch keiner arm geworden ;-)

Abgesehen von dem MSCI-World und Alphabet sehe ich viele risikoreichere Einzelwerte: Rocket Lab, Palantir, …

Wenn du mit der Volatilität (sowohl nach oben als auch nach unten) ins Grübeln kommst, kannst du wie von einigen vorgeschlagen: Einsatz herausnehmen und z.B. in den Welt-ETF umschichten. Ich würde sagen: Du hast / hattes Glück beim Pick der Einzelwerte.

Wie du schreibst bist du Student, d.h. die Gewinnmitnahmen dürften dein monatliches Arbeitseinkommen deutlich übersteigen. Sehe es nicht als “Rückschlag”, sondern als Glück und Boost für dein Vermögensaufbau: Gewinne der Risikoreichen Anlagen sichern und in den breiten Markt investieren. Ein enormer Boost für dein Vermögensaufbau und zeitgleich eine Beruhigung für deine mentale Verfassung.

Auf jeden Fall herzlichen Glückwunsch zu deinem Vermögen und dass du an der Börse selbst tätig bist. 🫠

3
Jens
Plus

Puh 😥

Dein Portfolio nennt sich „Mein Rentenersatz“ …

Ich sehe viele Microcaps - mehr als die Hälfte davon wird es laut Statistik in fünf Jahren nicht mehr geben…

Viele deiner Unternehmen sind hochverschuldet, schreiben Rote Zahlen… für mich wären das Red Flags

Mit Ausnahme deines ETFs und Alphabet sind alles andere aus meiner Sicht „Zocks“.

Kann man machen, aber ich würde sie bei weitem nicht so hoch gewichten. Für die Sicherung der Rente ist sowas meiner Meinung nach nicht geeignet.

Ebenso wie du bin ich fasziniert von KI.

Das sagt meine KI (u.a.) zu deinem Portfolio:

„🔥 1. Microcaps

➡️ Wahrscheinlichkeit: hoch

➡️ Schaden: hoch

➡️ → Extremrisiko

(Microcap_Definition)

⚡ 2. Unprofitable Tech‑Storys

➡️ Wahrscheinlichkeit: hoch

➡️ Schaden: mittel–hoch

➡️ → Hochrisiko

(Narrativ_Risiko_Aktien)

💣 3. Hochverschuldete Firmen

➡️ Wahrscheinlichkeit: hoch

➡️ Schaden: hoch

➡️ → Extremrisiko

(Gefahr_bei_negativem_EBITDA)

🚀 5. Momentum‑Gewinner

➡️ Wahrscheinlichkeit: mittel

➡️ Schaden: hoch

➡️ → Klumpenrisiko

(Momentum_Investing_Erkl%C3%A4rung)

---

🧠 Warum das wichtig ist

Weil es zeigt:

• Er hat keine echte Asset‑Klasse‑Diversifikation

• Er ist voll in Microcaps + Story‑Tech

• Die Rendite ist stark Glücks‑getrieben, weil alles dieselbe Risikofarbe hat

Das Portfolio ist monochrom riskant.“

3
TTTom
Plus

1/3 Rocket Labs verkaufen (dann hast Du Dein Invest schon mal heraus), 2/3 halten und Stop Loss Limit setzen. Palantir und Alphabet halten. Die restlichen Einzelaktien verkaufen.

2
Parqet Nutzer

Dein Depot ist meinem sehr ähnlich und auch mir werden die Kursgewinne schon langsam unheimlich, deswegen habe ich z.b. bei Kopin einen kleinen Teil realisiert und bei lunr bin ich komplett ausgestiegen. Solange ich, aber auf lange Sicht dem Unternehmen glaube, steige ich nicht aus. Cashquote ist bei mir derzeit, aber relativ hoch.

Aber ansonsten gefallen mir deine Unternehmen sehr gut. Man kann die realisierten Gewinne ja in etfs umschichten, wobei ich mir überlege diese in Themen etfs zu stecken. Space ist definitv noch sehr früh, auch wenn es derzeit heiß gelaufen ist.

https://app.parqet.com/p/68790a4f74035bc3c90a3bb0

1
Klaas
Investor

Generell, wenn man nicht ruhig schlafen kann und Nervosität spürt, sollte man Buchgewinne absichern, der Beruhigung wegen.

So richtig explodiert ist nur Rocket Labs. Da könntest Du den Einsatz durch Teilverkauf absichern, da hohe Gewichtung bei Dir. Der Rest ist ja deutlich kleiner gewichtet bzw. noch nicht groß im Plus.

1
Benjamin
Plus

Ich würde Alles Liquidieren außer Etf´s / Service Now und Google und ein gesundes Depot bauen.

Meiner Meinung nach befinden wir uns vermutlich in einem Blow Off und eine Rezession wir Anfang 2027 gecallt

1
Moneymaker
Investor
Beta
+2

Ich kann mich da nur anschließen. Ist selten ein Fehler Gewinne mitzunehmen 😉

Schau Dir mal die Vola an und setzt Stop-Loss Orders wenn Du doch noch im Markt bleiben möchtest. Das könnte Dich auch etwas ruhiger schlafen lassen 😉

LG MM

1
cc

Die Frage ist eigentlich ganz einfach:

Bevor du eine Aktie gekauft hast, hast du sie hoffentlich analysiert. Du hast dir das Unternehmen angesehen und bist zu dem Schluss gekommen, dass es mehr wert ist, als der damalige Börsenkurs widerspiegelt. Deshalb hast du gekauft.

Jetzt solltest du genau dieselbe Analyse noch einmal machen – nur mit dem heutigen Kurs.

Frag dich: Glaubst du weiterhin, dass das Unternehmen mehr Potenzial hat, als im aktuellen Kurs eingepreist ist?

  • Wenn ja, dann gibt es keinen Grund zu verkaufen. Im Gegenteil: Vielleicht ist die Aktie sogar weiterhin ein Kauf.
  • Wenn nein, dann solltest du über einen Verkauf nachdenken.

Entscheidend ist dabei nicht, ob du gerade Gewinn oder Verlust hast. Der Markt interessiert sich nicht für deinen Einstiegskurs.

Viele Anleger machen den Fehler, Gewinner zu früh zu verkaufen und Verlierer zu lange zu halten. Dabei ist es manchmal sinnvoller, eine Aktie mit Verlust zu verkaufen, wenn sich die ursprünglichen Erwartungen nicht erfüllt haben, anstatt jahrelang auf eine Erholung zu hoffen.

In deinem aktuellen Fall stellt sich die Frage nach dem Verlust noch nicht. Aber früher oder später wird jeder Anleger auch vor dieser Entscheidung stehen. Deshalb lohnt es sich, sich schon jetzt von der Denkweise zu lösen, dass der Kaufkurs für die heutige Entscheidung relevant ist.

Eine wichtige Ausnahme gibt es allerdings: Selbst wenn du weiterhin von dem Unternehmen überzeugt bist, kann ein Teilverkauf sinnvoll sein. Nämlich dann, wenn die Aktie durch starke Kurssteigerungen einen zu großen Anteil deines Vermögens ausmacht. In diesem Fall verkaufst du nicht, weil du nicht mehr an die Firma glaubst, sondern um dein Portfolio wieder besser zu diversifizieren und das Risiko zu begrenzen. Das nennt man Rebalancing und ist eine Frage des Risikomanagements, nicht der Einschätzung des Unternehmens.

0
Paul

Unternehmen und Situation bewerten. Erfahrungen sammeln ist auch nicht ganz unwichtig. Damit wird man automatisch ruhiger egal ob es mal ungewöhnlich hoch oder runter geht. Stop-loss könnte man setzen.
in meinem schönen volatilem depot gibt es eine Position die hat sich von -80% auf + 500% entwickelt(Siemens Energy beim IPO gekauft). solch eine Reise macht man natürlich nicht mit wenn man ständig die Positionen anpasst.
Alles Geschmacksache. Wenn das Vertrauen weg ist verkaufen ansonsten möglichst Emotionsfrei die Situation bewerten und entsprechend handeln.

0
Paul

@stilgar was sollen echte Gewinne sein? Es gibt Buch Gewinne und realisierte Gewinne. beide sind real.
FOMO ist eine Emotion die man in der Anlagestrategie möglichst vermeiden sollte.

0
stilgar
Plus
Beta

@xesogo48 und auch daran denken das nur realisierte Gewinne echte Gewinne sind :-)

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