Warum keine gehebelten Welt-ETFs?
Warum werden eigentlich keine gehebelten Welt-ETFs empfohlen wie z.B. Scalable MSCI AC World Leveraged Daily Swap Xtrackers UCITS ETF 1C 0,00 % wenn es sich um einen langfristigen Anlagehorizont (mind. 25 Jahre+) handelt? Könnte man nicht einen angepassten Hebel erstellen in dem man die Sparrate des gehebelten ETFs z.B. mit einen anderen Welt ETF
Vanguard FTSE Global All-Cap UCITS ETF 0,00 % teilt und das Risiko mindern.
Ich hätte mir eine 50/50 Sparrate überlegt. Was würde dafür und dagegen sprechen? Danke für eure Einblicke liebe Parqet Community.
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@perannum da ich exakt deine Frage vor 14 Tagen für mich selber beantworten musste, darf ich dir das Ergebnis meiner AI Analyse anhängen
Das Konzept verstehen
Der Scalable MSCI AC World x3 Leveraged setzt täglich auf den 3-fachen Tagesgewinn/-verlust des Index. Deine Idee: 50 % davon + 50 % normaler Welt-ETF ergibt effektiv ~1,5-fache Marktexposition – quasi eine „geglättete Hebelstrategie".
Was dafür spricht
Was dagegen spricht – und das Wiegt schwer
Fazit
Die Grundidee ist nachvollziehbar und wissenschaftlich diskutiert (Stichwort Lifecycle Investing von Ayres/Nalebuff). Aber: Einen einzelnen Tag-hebel-basierten ETF über 25 Jahre zu halten, ist kein „angepasster Hebel", sondern ein hochriskantes Wetten auf glatte Märkte. Wer bewusst hebeln möchte, tut besser daran, selbst zu rebalancieren (z. B. 50 % normal + 50 % Hebel, jährlich zurückgesetzt aufs Soll) – das kontrolliert den Drag besser und erzwingt „billig kaufen, teuer verkaufen". Und selbst dann sollte die gehebelte Quote klein bleiben und nur mit Geld, dessen Totalverlust man psychisch und finanziell verkraften könnte.
Kurz gesagt: Nicht per se falsch, aber deutlich riskanter und pfadabhängiger, als es die einfache 50/50-Rechnung suggeriert – und die meisten Anleger scheitern hier nicht an der Mathe, sondern an der Durchhaltestärke.
Für mein Risikoprofil daher von der AI abgelehnt. Zum Beispiel hatte ich letzte Woche moderaten Kursgewinn. Was mich darin bestärkt, die richtige Strategie zu fahren. Zumindest bis zur nächsten gegenteiligen Erkenntnis.