Gepostet in Portfolio Roasts
ETF-Verteilung 2022
Guten Morgen zusammen,
ich fahre eine passive Anlagenstrategie, die grob wie folgt aussieht:
70% Aktien-ETF
10% Einzelaktien (dieser Anteil reduziert sich automatisch*)
10% Anleihen
5% REIT
5% Cash
Ich möchte heute einmal den Fokus auf meine Aktien-ETF-Verteilung legen.
Aktuell verfüge ich über 4 ETFs:
iShares Core MSCI World UCITS ETF - USD ACC (IE00B4L5Y983)
iShares Core MSCI EM IMI UCITS ETF - USD ACC (IE00BKM4GZ66)
iShares Edge MSCI Europe Momentum Factor UCITS ETF - EUR ACC (IE00BQN1K786)
iShares STOXX Europe 600(DE)UCITS ETF - EUR DIS (DE0002635307)
In diese 4 ETFs fließen monatlich 750€, wie folgt verteilt:
World 60%
EM 24%
EUR-Momentum 8%
STOXX600 (ausschüttend) 8%
Meine Frage:
Ist aus eurer Sicht die Auswahl der ETFs für eine langfristige Anlage gut? Kann man etwas optimieren? Mehr oder weniger ETFs, andere Verteilung?
Hintergrund:
Für mich war in der Überlegung wichtig, dass ich USA eben nicht mit knapp 70% in meinem Portfolio gewichtet wird, sondern dass auch die EM (2021 blöd gelaufen) und Europa entsprechend berücksichtigt wird. Aktuell ist die USA mit 40% beteiligt, der Tech-Sektor mit knapp 20%.
Die ausschüttende Variante des Stoxx600 soll neben dem REIT-ETF und den Anleihen sowie den Einzelaktien perspektivisch den Freibetrag ausschöpfen.
Für sämtliche Einzelaktien (ungefähr 25) habe ich Verkaufsorder, sobald ein definierter Wert erreicht wird. Hier soll perspektivisch auf 0 reduziert werden. Durch den Wegfall der Einzelaktien soll dann ab 2022 zunächst langsam ein Kryptobestand aufgebaut werden (5%) und dann der REIT-Anteil auf 10% erhöht werden.
Ich bin durchaus bereit, nun nochmals eine kluge Umverteilung vorzunehmen, daher freue ich mich über Ratschläge.
Vielen Dank im Voraus.
Mahlzeit, was ist dein Anlage-zeitraum/ziel?
Hast du dir schon mal die Frage gestellt warum EM und Europe entsprechend gering in den meisten Index-Fonds gewichtet sind -> Thema Marktkapitalisierung.
Falls du nach BIP gewichten würdest müsste deine Verteilung ungefähr so aussehen:
Das ändert sich aber alles mit der Zeit und du musst die Gewichtung erneut austarieren (rebalancing). Anfangs kann man das noch mittels Casflow Rebalancing(anpassung der Sparrate je Position) machen. Irgendwann ist das Depot aber so groß das man dies nur noch durch Verkäufe geregelt bekommt.
Ich bin daher mittlerweile ein Freund von Einfachheit, ich will mich nicht um den ganzen Sh*** kümmern, will nicht schauen müssen welcher Sektor ruled gerade und welcher nicht. Einfach den Sparplan laufen lassen und nicht weiter drum kümmern. Es gibt genug andere tolle Dinge mit denen man seine Zeit vertreiben kann. Natürlich kann man sich auch mit ein paar Einzelaktien oder Derivaten beschäftigen, aber das passive Investment sollte da einfach "save" sein ohne das ich mir da dann noch groß Gedanken machen muss.
Im Endeffekt lohnt sich das ganze gehampel im "Longterm" nicht da es diesen schönen Effekt names Regression zum Mittelwert gibt. Sprich im langfristigen Mittel nähert sich alles (marktbreite) dem Mittelweit von ~7% p.a..
Daher wenn es ums passive Investieren geht, kannst du einfach auf Anleihen, REITS, Einzelaktien und den ganzen anderen Kram verzichten und ~67k in den Vanguard FTSE All-World (DIS) packen. Damit hast du deine 801€ FSA im Jahr so gut wie sicher und der Rest würde dann in die ACC Variante davon wandern.
Wenn du dann noch lustig drauf bist kannst du 5 - 10% Gold in Form von Euwax 2 Gold dazu mischen und dich bsw. nach einem Jahr über die Spekualtionsfrist freuen (Gewinne sind dann Steuerfrei).
Thema Krypto kann man auch machen aber da würde ich auch nur in BTC + ETH (keine ShitCoins) investieren (und Hodln bis der Arzt kommt) und auch nur 5 - 15% (je nach Risikoaffinität) vom gesamten Depotvolumen.