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Passiver Buy & Hold Sparplan: 80% FTSE All-World + 20% MSCI World Consumer Staples ?
Nachdem ich mich in den letzten Monaten intensiver mit den versch. ETF-Kombinationsmöglichkeiten beschäftigt, diese beobachtet habe, und hier auf Parqet bereits viel lernen durfte, tendiere ich inzwischen tatsächlich dazu, nur den Vanguard FTSE All-World ( IE00BK5BQT80 ) als Sparplan laufen zu lassen.
Ich habe noch etwas Backtesting betrieben und finde den Basiskonsumgüter-Sektor als Betonung/Akzentuierung interessant, um in Krisen noch etwas defensiver aufgestellt zu sein und den Drawdown abzufedern, ohne auf lange Sicht spürbar an Rendite zu verlieren - was meint ihr dazu?:
80% Vanguard FTSE All-World ( IE00BK5BQT80 )
20% Xtrackers MSCI World Consumer Staples ( IE00BM67HN09 )
Ich habe ein eher defensives Portfolio, von daher kann ich Deinen Gedanken gut nachvollziehen. Die Top-Holdings des ETF wie z.B. Procter&Gamble, Coca Cola, Pepsico etc. haben vermutlich ohnehin viele im Portfolio. Ich persönlich würde mir 8 von den Top 10 (i.e. bis auf Philip Morris und BAT) jederzeit ins Depot legen. Daher aus meiner Sicht eine gute Wahl. Ich würde mich allerdings für einen Ausschütter entscheiden, da die Kombination aus moderat guter Kursentwicklung und langjährig zuverlässigen Dividenden genau das ist, was den Sektor ausmacht. IE00BJ5JP329
Beste Grüße
@world Die Ausnutzung des Sparerpauschbetrags ist für mich kein Selbstzweck. Kann z.B. nicht verstehen, warum Menschen Anteile am Jahresende verkaufen, nur um den Freibetrag auszunutzen um dann am selben Tag das Geld wieder ins selbe Produkt zu investieren. Insofern sehr berechtigte Frage, warum ich mich für den Ausschütter entscheiden würde.
Wichtigster Grund ist sicherlich die Psychologie. Regelmäßige Ausschüttungen zu erhalten gibt mir persönlich das Gefühl, die "Risikoprämie" für die Investements nicht ausschließlich rechnerisch, sondern tatsächlich zu erhalten. Das wiederum hilft mir dabei, Zeiten sinkender Kurse wie in den letzten Monaten, mit einem besseren Gefühl zu überstehen (ausdrücklich Gefühl, wenngleich das "eigentlich" nichts am Kapitalmarkt verloren hat).
Hinzu kommt in meinem Fall, dass ich nicht ausschließlich in ETF/Fonds investiere, sondern auch in Einzelaktien. Die über das Jahr auflaufenden Ausschüttungen bzw. Dividenden kann ich dann entweder für ein Rebalancing verwenden oder aber, um einen neuen Titel ins Portfolio aufzunehmen, ohne frisches Geld zuschießen zu müssen.
Wenn Du mit dem oben genannten Portfolio aus 2 ETF die nächsten Jahrzehnte bestreiten möchtest, spielt zumindest der letzte Punkt aber natürlich keine Rolle und Du bist mit einem Thesaurierer gut bedient.
Was das Alter und die Fondsgröße angeht: das wäre für mich kein Hindernis. Man liest zwar immer wieder von so magischen Grenzen wie 5 Jahren am Markt oder 100 Mio. Volumen (Finanzfluss lässt grüßen), aber ich halte das für mäßig relevant. Beides soll ja der Absicherung dienen, dass der Anbieter
Im konkreten Fall finde ich die TER von 0,25 % nicht hoch. Ein kurzer Blick auf die von ishares in Deutschland vertriebenen Produkte zeigt, dass der IE00BJ5JP329 unstrittig zu den kleineren Fonds gehört. Gleichzeitig finde ich in der Liste aber auch Produkte mit erheblich geringerem Volumen, bis hin zu einem STOXX Europe 600 Media-ETF mit einem sagenhaften Fondsvolumen von unter 7 MEUR, den ishares trotzdem seit 20 Jahren im Angebot hat. Von daher würde ich auch das "Auflöserisiko" als sehr gering ansehen.
Aber wie gesagt, da Du nochmals schreibst, dass Du es "so einfach und sicher wie möglich" haben möchtest und wenn Du Deiner im besten Wortsinn simplen Strategie treu bleibst, machst Du mit einem Thesaurierer nichts verkehrt.
@das_lama Danke für deine ausführliche Antwort, welche mir hilft, deine Perspektive zu verstehen :-)
@das_lama Danke für deine Sichtweise. Was genau spricht deiner Ansicht nach für einen Ausschütter - die Nutzung des SparerPausch oder gibt es noch weitere Gründe?
Wenn ich die beiden Varianten (Thesaurier und Ausschütter) auf justETF vergleiche, dann erscheint mir der Thesaurier attraktiver:
größeres Fondsvolumen (773 Mio. vs 70 Mio.) und länger am Markt (2016 vs. 2019).
Basierend auf dem Podcast von Saidi (https://www.finanztip.de/podcast/geld-ganz-einfach/steuern-sparen-mit-etfs/) habe ich das so verstanden, dass es am Ende keinen allzu großen Unterschied macht - oder hat sich seitdem (2021) etwas geändert, das ich bei der Thematik Steuersparen übersehen könnte?
Ich möchte es insgesamt so einfach und sicher wie möglich und so kompliziert und aufwendig wie nötig halten :-)
Danke für euer Feedback - weitere/andere Sichtweisen sind willkommen! Und an dieser Stelle ein großes Lob an das Parqet-Team: finde ich super, welche Plattform und Community ihr hier auf die Beine gestellt habt und auch, dass ihr einen Großteil davon kostenfrei zur Verfügung stellt!