Ave

Gepostet in Schnack

Platziert ihr Limit-Kauforders, und wenn ja, wo und wie?

Ich kaufe grundsätzlich nicht durch Market Order, sondern mit einem (möglichst niedrigen, tagesgültigen) Limit. Die Frage ist, wie man das passende Limit findet. Ich schaue mir bei meinem Broker sowie bei Ariva den Geld- und den Briefkurs an verschiedenen Handelsplätzen an, und dann überlege ich, zu welchem Preis ich wo kaufen würde. In letzter Zeit wird das Ganze leider immer komplizierter - Orders werden nicht ausgeführt, ggf. weil meine Ordergröße recht hoch ist bzw. der Handelsplatz nicht liquide genug, oder meine Preisvorstellung ist zu knausrig. Gleichzeitig verfolge ich die Kurse bei Ariva im Orderbuch (Times & Sales) und ärgere mich, dass andere Kauforders zu niedrigen Kursen durchgehen, meine jedoch nicht. Ich weiß, das ist zeitfressend und "Micromanagement".

Daher die Frage: Wie geht ihr eigentlich mit Limitorders um? Platziert ihr sie nicht allzu knausrig nahe am Briefkurs?

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4 Kommentare

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Das_Lama
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@anonym_a5e879 Alles, was kein Sparplan ist, läuft bei mir über tagesgültige Limitorder. Sowohl die Käufe als auch die Verkäufe. Hatte bei den Käufen auch noch nie Probleme. Ich schaue erst bei einer der diversen Finanzseiten nach dem aktuellen Kurs. Wann immer möglich ordere ich über Tradegate, da bekomme ich bei Eingabe der Order den Realtime-Kurs angezeigt. Da lege ich mich ein paar Cent drüber und in aller Regel taucht der Kauf dann unmittelbar danach im Orderbuch als ausgeführt auf.
Dass Deine Ordergröße zu hoch ist mag ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen. Das kann doch eigentlich nur der Fall sein, wenn Du entweder zu absurden Zeiten handeln möchtest oder extrem wenig gehandelte Titel kaufen möchtest.
Das eine kannst Du umgehen, indem Du zu Frankfurter Öffnungszeiten oder bestenfalls zwischen 15:30 und 17:30 Uhr handelst. Bei wenig gehandelten Titel könnte es helfen, die Order wochengültig zu platzieren. 
Wenn Du einen Qualitätstitel kaufen und langfristig halten möchtest kommt es ohnehin nicht darauf an, ob Du 1 % mehr oder weniger zahlst.
Beste Grüße

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Das_Lama
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@anonym_a5e879 So ist es. Ich habe mein Hauptdepot bei der DKB, da kostet ein Trade nunmal 10 Euro. Habe auch schon überlegt, zu einem Neobroker zu wechseln bzw. dort ein zusätzliches Depot aufzumachen um Kosten zu sparen. Dazu kam es aber noch nicht. Da die DKB vor ein paar Monaten eine Kundenumfrage gemacht hat nach dem Motto "Was mir an Konto und Depot wichtig ist und wofür ich zu zahlen bereit bin" vermute ich, dass die an einem neuen Preismodell tüfteln. Sollte das so sein, würde ich ich mir das ansehen und ggf. neu bewerten. Bis dahin ist es, wie es ist.

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Ave
Autor

@das_lama Wann immer möglich, ordere ich über Gettex, da mich dies nichts kostet. Teilweise ist aber Gettex im Gegensatz zu Tradegate kein so liquider Markt.

Wenn einem 5 EUR Gebühren für Tradegate egal sind, und weitere 10 oder 20 EUR auch, weil man anstatt unter sogar über den Briefkurs geht, dann lebt es sich natürlich entspannter 😃

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Johnny
Beta

Ich kaufe. Viel komplizierter ist bei mir die Wahl der Aktie. Da ich eine größere Menge an langfrist Anlagen habe, versuche ich auf mehrere Parameter zu achten, um mein Portfolio gut diversifiziert zu halten. Beispiele

  • nicht mehr als 5% eines Titels, aktuell sogar 3%
  • Diversifikation der verschiedenen Branchen
  • letzer Kauf mindestens ein Monat, besser 3 Monate her
  • Kaufempfehlung für den Titel oder was sagen Analysten, die meistens eh keine Ahnung haben - wobei manchmal schau ich mir den Kursverlauf an und entscheide nach Bauchgefühl (ist meist genauso effektiv)
  • zahlt der Titel Dividende und wenn ja wieviel

Das ist dann manchmal sehr verzwickt, da die Titel die derzeit nichts ins Depot sollen eine Kaufempfehlung haben oder schon zu genüge vorhanden sind. Gestern habe ich sehr lange gebraucht bis Heineken und McDonalds in mein Depot kamen. Fun Fact: McDo hatte ich allerdings erst vor 5 Wochen gekauft ....

Am Ende hat aber das @das_lama   auch Recht: Auf den einen % mehr oder weniger kommt es nicht an, besser ist es (bei langfrist Anlagen) regelmäßig nachzukaufen, so kauft man zu unterschiedlichen Preisen und in unterschiedlichen Phasen nach.

Wer also 10.000 Euro investieren will, kauft nicht einen Titel komplett an einem Tag oder in einem Monat. Außer er kauft in drei Monaten nochmal für 10.000 Euro und dann wieder sechs Monate später für nchmal 10.000 Euro.

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