Parqet Nutzer

Gepostet in Schnack

Benötige Rat bzgl. Bausparvertrag und ETF

Hallo Zusammen,

ich brauche einen guten Rat bzgl. meines Bausparvertrages. Ich habe seit 2016 einen Bausparvertrag, den ich 2019 aufgestockt habe - ich habe mich vom Berater beschwatzen lassen und hatte keine richtige Ahnung... Jetzt bin ich mir nicht sicher, ob das überhaupt eine gute Idee war und ob ich den Vertrag weiterführen oder kündigen sollte.

Hier sind die Details meines Bausparvertrags:

Bausparsumme: 80.000 EUR (ursprünglich 50.000 EUR)

Guthabenzins: 0,10% jährlich

Gebundener Sollzins: 1,40% (ursprünglich 2,65%)

Wahlzuteilung: 39% (ursprünglich 28%)

Abschlussgebühr: 1% der Bausparsumme (ursprünglich 500 EUR)

Ich habe bisher 32% der Bausparsumme angespart, rund 26k.

Sprich der Bausparer ist bald zuteilungsreif.

Das Ding ist, dass ich aktuell gar kein Darlehen brauche, da ich eher zu Miete wohne und die irren Kauf/Baupreise nicht mitgehen möchte bzw. kann. Der Immobilienmarkt ist einfach zu teuer und zu unsicher geworden. Ich bin Mitte 30 und habe keine konkreten Pläne, ein Haus zu bauen oder zu kaufen. Ich bin momentan zufrieden zu mieten.

Was soll ich mit meinem Bausparvertrag machen? Soll ich ihn bis zur Zuteilung weiter besparen, soll ich ihn kündigen und mir das angesparte Geld auszahlen lassen? Oder gibt es noch andere Optionen, die ich übersehen habe?

Da ich seit ein paar Jahren jeden Monat den A1JX52 intensiv bespare, um später eine gute Rente zu haben, war mein Gedanke das Geld aus dem Bausparer dann in den ETF zu transferieren.

Ich wäre für jede Hilfe und Rat sehr dankbar!

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8 Kommentare

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DER FUCHS
Investor

Der Gedanke Immobilie wäre für mich die Allerletzte Option. Gerade in einem Land, das so unsicher regiert wird. Siehe Heizung Mieterschutz uvm.

Ich würde gar nicht lang überlegen, sondern auflösen und in renditestarke aber sog. sichere Aktien investieren. Aktien, die länger als 30 Jahre auf dem Markt sind und immer eine gleichbleibende gute Rendite abbilden.

Da fällt mir sofort die Allianz oder Münchener Rück ein, Mc Donald, von mir aus noch Coca Cola oder Pepsi, Microsoft, etc.

Auf alle Fälle bodenständige Werte mit annehmlicher Rendite und nicht in der Spekulation sind oder gerade einen Hype haben..

Beispiel: 100 St. Allianz Aktien, Dividende 11,6€/Aktie im Mai... Passt.

Vor einem Jahr lagen sie lang bei 170-190€ jetzt 250€ und bei einem guten Momentum sind diese schnell auf 300€ .

Das wäre meine Handlung mit 26k. Dann hast du die hohen Bausparkosten schon mal gut reingeholt. 😉. Schau es dir mal an und entscheide dann selbst.

Ach ja, die Auszahlung wirst du mit 39% Einzahlung evtl. schneller bekommen. Erfrag mal

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Parqet Nutzer

@fuchs Genau dies. Ich würde zu dem ETF tendieren. IMHO eine Immobilien lohnt für den Otto-Normalo nur wenn er selber drin wohnt. Es ist ein hohes Riskio und man hat halt dann den Effekt dass man machen kann was man will. Von der Investition-Seite her würde ich so etwas nicht empfehlen. Man sieht ja das selbst Institutionelle Immobilien nicht immer so gut laufen. Diese haben oft ganz andere Möglichkeiten, kommen an Wartungen usw. wesentlich günstiger ran als eine Person die nicht in der Branche ist. Was Handwerker heutzutage kosten ist unglaublich und da wird man behandelt wie ein Bittsteller, dazu das Riskio Mietnomaden zu bekommen und die ganze Arbeit drumherum. Das lohnt sich m.E. nur wenn man das groß aufzieht und mehr als nur eine Wohnung hat.

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Aevum

Bombenzins, würde ein Mietobjekt damit finanzieren.

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Domi 😎
Plus
Beta

Das ist eine Frage, die du dir nur selbst beantworten kannst - denn hier werden die Meinungen dazu weit auseinander gehen. 😆

Ich kann deine Zweifel am Bausparvertrag verstehen, habe selbst letztes Jahr meinen von der VL aufgelöst (neuer Arbeitgeber zahlt nicht mehr ein) und beschlossen, dass ich mit ETFs & Aktien langfristig mehr vom Geldeinsatz habe. Allerdings bin ich mir auch zu 100% sicher, dass ich keine Eigentumswohnung/Haus haben will - bei dir klingt das noch etwas vage.

Mach dir am besten erst mal Gedanken, ob du dich selbst überhaupt mittelfristig/langfristig als Immobilienbesitzer (zur Vermietung oder Selbstnutzung) siehst oder nicht… mit der Antwort ergibt sich denke ich der Rest von selbst. 😉

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Frank
Plus

Das Teil bringt es aktuell nur, wenn Du das Darlehen in Anspruch nimmst. Kannst ja ne kleine Wohnung zum Vermieten kaufen. Evtl. haste noch einige Barmittel zum Aufstocken oder kombinierst mit einem schnell zu tilgendem Darlehen, wenn Du die Raten stemmen kannst.

Alles andere ist definitiv ein Verlust, da ja die ganzen Abzocke Gebühren schon bezahlt wurden und der sehr geringe Zins natürlich das Kapital durch Inflation gut verringert hat.

Zuteilen lassen, Immobilienbesitzer werden und vermieten! 😆😅

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Parqet Nutzer
Autor

Hallo Zusammen, sorry das ich mich nicht mehr auf die ganzen ausführlichen Nachrichten gemeldet habe. Habe mich leider beim Hobby verletzt gehabt… :/

Ich tendiere immer noch stark zum auflösen und Umsichten in ETFs.

Leider muss ich zugeben, dass mir das Know-How fehlt um zu beurteilen, ob ich nun einfach direkt kündigen , oder zumindest noch bis zur Zuteilungsreife warten sollte? Es fehlen ja “nur noch” rund 7%. Was muss ich bei dieser Entscheidung wirklich beachten? Könnt ihr mir mit eurer Expertise weiterhelfen? Meinen Berater bzw. aktuell Beraterin möchte ich gar nicht mehr fragen, da die im Quartalstakt anscheinend ersetzt werden und sich nie lange auf dem Stuhl halten…

Vielen lieben Dank für das tolle Feedback!

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KIX7310
Investor
Terminal
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ich selbst investiere seit 18 Jahren in Immobilien. Habe mit einer 2 Zimmerwohnung in Lüneburg angefangen und mittlerweile mehrere Wohnungen in Lüneburg und Göttingen. Ich teile eure Aussagen nicht. Das Risiko ist gleich null, anders als bei Aktien und ETFs, ganz zu schweigen von der Volatilität. Ein Großteil der oben angesprochenen Kosten lässt sich absetzen oder auf den Mieter umlegen. Letztendlich muss man diese Entscheidung für sich selbst treffen, aber man sollte im Hinterkopf behalten das knapp 2 Millionen Wohnungen in Deutschland fehlen (knappes Gut).

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Minchen
Plus

@yves_bredow Das ist sicher wahr. Ich würde es auch machen, wenn ich nicht mit den letzten 3 Mietern in unserem Haus schlechte Erfahrungen gemacht hätte. Mein Motto lautet seitdem “Mieter braucht kein Mensch”.

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