Domi 😎
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Gepostet in Portfolio Roasts

Nicht alt, aber fürs Alter - Was haltet ihr von meinem Portfolio? (knapp 80k)

Hallo zusammen,

diesen Monat hat mein “finanzielles Aufwachen” seinen ersten Geburtstag gefeiert. 🎂🥳 Das möchte ich als Grund nutzen euch, liebe Community, mal auf mein Portfolio und die Strategie schauen zu lassen - und gerne eure offene und ehrliche Meinung zu den Assets hören.

Was meine ich mit “finanzielles Aufwachen”?
Letztes Jahr im April habe ich - fragt nicht warum - angefangen, mich mit meinen eigenen Finanzen zu beschäftigen und bin regelrecht aufgewacht bzw. aufgeschreckt. Ich habe meine Einkünfte und Ausgaben, aber vor allem die Versicherungen in EXCEL erfasst und durchgearbeitet, was ich eigentlich so alles (unnötiges!) habe. Lange Rede kurzer Sinn: ich habe alle teuren Versicherungs- & Fondprodukte gekündigt (Bausparvertrag; mehrere DVAG Fondpakete; zwei Riester), beschlossen meine finanzielle Absicherung fürs Alter selbst in die Hand zu nehmen und u.A. mit dem Geld aus diesen Verträgen mein Depot hochgezogen. 💪 Seither lese ich, schaue ich und höre ich mir nahezu täglich Inhalte & Infos rund um Finanzen an - weil es mich mittlerweile sehr interessiert, was in der (Finanz-)Welt so passiert. 🕵️

Über mich:
Ich bin 36 Jahre alt, wohne im Süden Deutschlands und bin Angestellter im IG Metall Tarifvertrag. Ein großer Teil des Monatsgehalts geht in ETF-Sparpläne, der Rest und die Sonderzahlungen gehen aufs Tagesgeld für Aktienkäufe und Reisen. Meine Partnerin und ich haben weder vor zu heiraten, noch wollen wir Kinder - ich plane also nicht, Kapital oder ein Depot zu vererben. 😉 Mit meinem Geld will ich fürs Alter vorsorgen, aber auch im Hier und Jetzt LEBEN (= Reisen und schöne Erlebnisse).

Finanzieller Plan & Strategie: 1 Mio. Depotgröße zur Rente in ca. 30 Jahren

  • ETFs (Core): langfristiger Horizont; monatl. Sparpläne über insg. 1.100 €; wachstumsorientiert; dienen der Altersvorsorge

    • Aufteilung: 70% S&P 500, 10% India, 10% Artificial Intelligence, 10% Automation & Robotics
  • Aktien (Satellite): kurz- bis mittelfristiger Horizont; Einzelkäufe bei deutschen/europäischen Unternehmen, die ich interessant finde & wenn der Einstiegspreis stimmt
  • Bitcoin (Satellite): mittelfristiger Horizont; kürzlich erst mit Einzelkäufen eingestiegen
  • Cash (Tagesgeld): jeder übrige € kommt am Monatsende da dazu

    • Aufteilung: 10.000 € Notgroschen; 1.500 € Cash-Reserve für Aktienkäufe; 1.500 € Cash-Reserve für Reisen

Infos dazu:
Ich plane im Alter mittels Entnahmeplan meine ETF-Anteile nach und nach zu verkaufen und lege keinen großen Wert auf Dividenden. Die Übergewichtung der USA ist mir bewusst. Bitcoin und Aktien sehe ich als “Rendite-Booster”. Zweiteres kaufe ich nur aus Deutschland bzw. Europa, weil ich mich zu den Unternehmen, Branchen, Trends, Situationen, staatlichen Entscheidungen, etc. gerne auf dem Laufenden halte und das für mich in DE/EU am besten funktioniert – man ist ja mittendrin. 😅

Link zum Portfolio: roast it here (ACHTUNG: bitte Hinweis unten beachten!)

Gedanken, die ich aktuell habe (Feedback willkommen):

  1. ETF-Aufteilung von 70/10/10/10 ändern auf 60/20/10/10, also “India” ETF auf 20% erhöhen?
  2. Bitcoin Sparplan mit 100 € monatlich aufsetzen?
  3. DHL abstoßen, da zu sehr abhängig von Staat & Gesetzen? (z.B. Postgesetz)
  4. Den “Artificial Intelligence” ETF abstoßen und Kapital umschichten? - Da überschneiden sich 15 von 67 Positionen mit dem “Automation & Robotics” ETF (gerade erst durch X-Ray Export rausgefunden)

Ich freue mich über eure Meinung und beantworte gerne Fragen, falls ihr noch was Zusätzliches wissen wollt!

Danke schon mal und viele Grüße
Domi

Hinweis (10.05.2024):

Nach jeder Menge gutem und berechtigem Feedback und einigen Überlegungen von mir habe ich ein paar Änderungen bzw. Optimierungen vorgenommen. Die Beschreibung zum Roast passt deshalb nicht mehr ganz zum (aktualisierten) Portfolio! Siehe mein eigener Kommentar vom 10.05.

26 Kommentare

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Wurstsuppe
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Danke fürs zeigen ;)

Gedanken:

Die 20er Indiawette fände ich spannend (Jonathan würde sich vermutlich freuen), allerdings würden mir einige der anderen asiatischen Schwellenländer fehlen (aber die Entscheidung hast du vermutlich bewusst getätigt.)

Bei den beiden 10er Tech-ETF habe ich überlegt, ob es nicht sinnvoll wäre, beide in einen breiten weltweiten Tech-ETF zu überführen. Aber ich muss zugegeben, ich habe keinen Überblick, ob es da einen guten gibt und ob er die Performance schlägt.

DHL ist für mich eine stabile Divi-Aktie mit Wachstumspotential, da der Burggraben = Quasi-Briefausträgermonopol mit bundesweiter Struktur doch recht breit ist, zudem international mit eigener Flugzeugflotte aktiv.

Ungefragt: Zu Rheinmetal, ich hatte meine jetzt mit einer Steigerung von knapp 300 € verkauft, einmal, neues Mindset, zweitens, wo solls kursmäßig noch hingehen und drittens, für dich als Gedanken vielleicht spannend, in der Ukraine werden die Schlachten aktuell durch billige Drohnen, Raketen und die Abwehr dagegen, sowie Artillerie geführt. Aktuell werden Panzer mit zweistelligen Millionenstückkosten von Billigdrohnen weggeräumt. Ich halte das für die Kriegsführung der Zukunft, die bisher keine adäquaten Gegenmaßnahmen hat, außer vielleicht Luftabwehrpanzern und -systemen (auch wenn Rheinmetal da was im Angebot hat). Bisher konnte ich noch keine klaren Linien bei europäischen Drohnenherstellern ausmachen, dafür militärische Produktionslinien aufzubauen. Aber Panzer halte, zum jetzigen Technikstand für ein auslaufendes Gut. i might be wrong?

Den Ansatz Aktien regional, wo man die News mitbekommt, zu kaufen und den Rest über ETF abzubilden find ich gut.

hf

3
Parqet Nutzer
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+1

@wurstsuppe @domi_699452 Was deine Gedanken zu Rheinmetall angeht gebe ich auch mal meinen Senf dazu :)

Zum Punkt “wo solls kursmäßig noch hingehen” finde ich sollte man auf mehr als nur den Kurs schauen

Hier sieht man die Prognostizierten Gewinne. Das ist aber hier nicht nur eine Analystenprognose, sondern Rheinmetall hat volle Auftragsbücher für die nächsten 5 Jahre aus aller Welt. Die können Produzieren ohne Ende weil die Nachfrage seit dem Überfall auf die Ukraine einfach extrem angezogen ist. Die Verteidigungsbudgets sind gestiegen, die Staaten geben wieder mehr Geld für die Modernisierung ihrer Verteidigung aus, und dazu gehören auch in erster Linie Panzer von Rheinmetall. Seit dem Überfall Russlands auf die Ukraine ist uns wieder klar geworden dass einem selbst so etwas auch passieren kann, und dann will man vorbereitet sein. Man will sich kaum vorstellen was der Ukraine passiert wäre ohne Vorbereitung auf diesen Angriff seit dem Überfall auf die Krim 2014…

Auch was die Drohnen angeht hat Rheinmetall was im Portfolio, nicht nur Drohnenabwehr sondern auch eigene Drohnen zur Aufklärung, Überwachung und Zielerkennung, was wiederum den Nutzen der Panzer deutlich erhöht.

Die Rheinmetall Aktie ist natürlich enorm gestiegen seit 2022, aber mit ihr auch die planbaren Gewinne und der Umsatz. Wenn man sich die Bewertung ansieht, dann sind wir bereits in 1,5 Jahren wieder in einer angemessenen Bewertung falls der Kurs von hier nicht weiter steigt:

Dasselbe gilt auch für’s KGV. Aktuell sind wir natürlich sehr hoch mit knapp 40, aber bei den steigenden Gewinnen die nächsten Jahre, die sich wie gesagt durch die vollen Auftragsbücher gut prognostizieren lassen, sieht das in ein bis zwei Jahren wieder anders aus:

Gerade die aktuell gefragten Bereiche bei Rheinmetall wie “Weapon and Ammunition” sind auch deutlich profitabler geworden. Die Marge hier ist von 20% 2021 auf fast 30% 2023 gestiegen. Bei gleichzeitigem Umsatzwachstum von 30% in diesem Zeitraum ist der Gewinn also um 84% gestiegen, das finde ich schon ordentlich. Ähnliches Wachstum sieht man beim Segment mit dem größten Umsatzanteil “Vehicle Systems”. Das sind jetzt nur ein paar Beispiele, beim Aktienfinder sieht man das ganz gut aufgedröselt:

über www.aktienfinder.net/messeangebot bekommt man als Neukunde aktuell wegen der Invest-Messe Stuttgart 30 Tage Aktienfinder Premium gratis, nur so nebenbei :)

Also was Rheinmetall angeht:

Aktuell ist die Aktie mit 4,2% meine größte Position, und damit bin ich auch absolut zufrieden. Ich bin zwar schon 250% im Plus, sehe aber absolut keinen Grund zu verkaufen und halte die Aktie mindestens die nächsten 3-4 Jahre. Die erhöhten Verteidigungsausgaben sind keine vorübergehende Sache meiner Meinung nach, Deutschland hat im Verteidigungsfall Munition um sich 2 Tage(!!) zu verteidigen. Allein bis Deutschland seine Lager wieder aufgefüllt hat fließen Rheinmetall hunderte Millionen zu, andere Länder die aufrüsten noch nichtmal mit eingerechnet.

Gegen deinem ersten Punkt “neues Mindset” kann ich nichts sagen. Wenn man aus ethischen Gründen oder aus Überzeugung nicht in Rüstung investieren möchte dann ist das absolut in Ordnung, ich persönlich finde es aber wichtig dass sich Deutschland im Fall der Fälle falls es dazu kommen sollte verteidigen kann, und dazu gehören eben Firmen wie Rheinmetall. Mir wäre eine Welt ohne die Notwendigkeit für Rüstung auch lieber, aber so lange es Länder mit Diktatoren wie Russland, China oder Nordkorea gibt, wird leider kein Weg dran vorbei führen dass man bereit sein muss sich verteidigen zu können. Daher habe ich persönlich kein Problem in diesem Bereich zu investieren, das kann man natürlich aber auch anders sehen, und diese Meinung respektiere ich selbstverständlich!

Viele Grüße,

Niklas

2
Domi 😎
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@niklas_klamm klasse Ausführung und coole Deepdives, danke! Aktuell sieht es da mehr als rosig aus, da stimme ich dir komplett zu und sieht man ja auch in den Zahlen. Glückwunsch auch zu deinen 250%!

Einen ähnlichen Zeitraum wie du peile ich hier auch an, aber eben nichts langfristiges. Dein Mindset teile ich ebenfalls!

1
Domi 😎
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@wurstsuppe cooles Feedback, danke! Ich kommentiere das gerne zurück:

  • India ETF: Haha ja, der Klassiker bei Jonathan. Für mich ist Indien tatsächlich das einzige “greifbare” asiatische Schwellenland. Allein durch die Alterspyramide sehe ich da ein Wachstumspotenzial wie in keinem anderen Land.
  • Bei den beiden ETFs ging es mir nicht grundsätzlich um Tech, sondern:

    • Automation & Robotics: in der Branche arbeite ich, kenne etwas die jährlichen Umsatzentwicklung und auch mit Blick auf den Fachkräftemangel denke ich ist das ein zukunftsträchtiger Bereich
    • Artificial Intelligence: Hier überlege ich tatsächlich ob ich den behalten soll… habe den Gedanken als 4. oben nachträglich eingefügt. Er hat zwar (in dem kurzen Zeitraum) eine gute Performance aber nur 67 Titel und dadurch recht volatil… und auch eine über 20%ige Überschneidung mit dem anderen ETF. 😕
  • DHL: Genau der Burggraben war auch der Grund, warum ich eingestiegen bin! Nur der Zeitpunkt war unglücklich - direkt nach Kauf ging die Aktie runter und seither 1 Jahr keine Erholung…. da bin ich wahrscheinlich nur zu ungeduldig und picke mir Gründe zum Verkauf anstatt abzuwarten. 😅
  • Rheinmetall: Wow, total berechtigter Gedanke! Ich bekomme das auch mit, wie sich die Kriegsführung derzeit ändert und die alten Taktiken (Panzern) von modernen und günstigen Mitteln (Drohnen) abgelöst werden. Aktuell wird noch viel in teures Material investiert aber stimmt, das wird sich früher oder später ändern. Die Aktie ist bei mir definitiv eher kurzfristig im Portfolio… vielleicht setze ich einen “Stop-Loss” 🤔

Danke auch für die Bestätigung zu meinem Aktien-Ansatz! 👍

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VM_83
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@domi_699452 Interessante Gedanken zu Rheinmetall, aber ich glaube, dass Rheinmetall weiter steigen wird. Ein Krieg ist immer ein Zusammenspiel aus mehreren Komponenten, Luft, Wasser, Land und Cyber. Du brauchst also auch Panzer aus diversen Gründen.

Was in meinen Augen eher ein Risiko ist: Wenn der russische Angriffskrieg wie auch immer endet, werden die Haushalte der Länder vermutlich weniger Geld als bisher angekündigt in die Aufrüstung der Armeen stecken. Gerade Deutschland halte ich dafür prädestiniert, dass die Ausgaben für die Landesverteidigung massiv sinken werden, wenn der Krieg in der Ukraine endet.

Aber bis dahin wird Rheinmetall weiter attraktiv sein für Anleger.

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Wurstsuppe
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@niklas_klamm danke für deine ausführliche Antwort. Hier eine leider etwas verspätete von mir.

Ich hatte mich bei meinen Ausführungen zu den Rheinmetalprodukten auf die aktuelle Kriegsführung in der Ukraine bezogen, die mMn als erster Krieg, zwischen zwei modern ausgerüsteten Armeen Grenzen und Limitierungen der derzeitigen Kriegsführung aufzeigt.

Insbesondere der Drohnenkrieg gegen Soldaten und Maschienen wird eine grundsätzliche strategische Umrüstung provozieren, vermute ich. Am Anfang des Krieges hat die Ukraine gezeigt, dass die mit 30-40k € teuren Drohnen russische Panzer zerstören, die Stückpreise von 3 Mio € haben, das war bereits ein hohes Missverhältnis. Aktuell räumen die Russen westliche Panzer, mit Stückkosten von 20-40 Mio € mit Drohnen von Stückkosten von ca. ± 100k € (oder weniger) weg. Und damit meine ich nicht die vermutlich deutlich teueren Aufklärungsdrohen von Rheinmetal.

Die Kosten dieses Rüstungswettlaufs werden von dem gewonnen, der die meisten dieser Kamikazedrohnen durch die feindliche Abwehr durchbekommt.

Die vollen Auftragsbücher zum jetzigen Zeitpunkt, blenden halt aus, dass die Armeen der Welt die Bedeutung von Panzern gegenüber von Billigdrohnen die diese Panzer für Kleingeld zerstören können, neu bestimmen werden.

Klar wird man sehen, ob technisch mit geeigneten Gegenmaßnahmen nachgezogen wird, in Videos sieht man auch auf russischen Panzern Störsender, gegen die Ukrainischen Drohnen, aber auch diese Technik könnte für Russen und Westen bald nutzlos werden, wenn du Drohnen ihre Ziele selbst erkennen können … schließlich sind wir in Jahr 2-3 dieser neuen Kriegsführung, da wird es mMn große Sprünge geben, aber ich sehe hier Rheinmetal mit seinem Produktportfolio nicht.

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Miluma
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Hi Domi,

ein kleiner Hinweis. Der Wert Informationstechnologie ist zu 34% in deinem Portfolio vertreten. Solange du dir dessen bewusst bist ist alles in Ordnung.

Um den USA Anteil zu senken, kannst du wie schon gesagt den STOXX Europe 600 mit bei mischen. (Da du bei den Schwellenländern ja nur auf Indien setzt, willst du vermutlich kein EM mit aufnehmen.)

Wenn du über Einzelwerte diversifizieren willst solltest du auf die Quellensteuer achten. (Wie z.B. bei LVMH - Frankreich).

Bzgl. dem Bitcoin in deinem Portfolio gibt es meiner Meinung nach nichts dagegen zu sagen. (Ich selbst habe auch einen Sparplan auf BTC laufen.)

Allerdings solltest du dir bewusst sein bzw. ein Limit setzen wie viel % Crypto in deinem Portfolio vertreten sein sollen. (Grund: Volatilität)

Bei deinem Anliegen bzgl. DHL musst du vorerst für dich entscheiden ob der Wert noch in deinem Portfolio bleiben soll oder nicht.

Falls du in dem Segment bleiben willst kannst du auch umschichten auf z.B. UPS, FedEx etc.

Diese Begründung würde dann auch wegfallen: (da zu sehr abhängig von Staat & Gesetzen? (z.B. Postgesetz))

Allerdings will ich dich nicht beeinflussen, wenn es "nur ein Grund war um DHL abzustoßen”

LG

2
Domi 😎
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@mike_maier vielen Dank auch an dich für die guten Anmerkungen und Hinweise! 👍

Der IT Anteil ist mir tatsächlich bewusst und mittlerweile auch zu hoch. Deshalb vergleiche ich gerade die beiden Themen ETFs miteinander und stelle immer mehr fest, dass es zwei so ähnliche nicht braucht... vor allem ist die Performance brutal ähnlich, nur beim AI sind die Ausschläge stärker, da weniger Unternehmen.

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Parqet Nutzer

Du hast 20% Sektorwette. Musst du dir bewusst machen. Ob es die paar Firmen sind die in dem ETF enthalten sind, kann aktuell niemand vorhersagen. Kann also gut gehen oder nicht.

Kann die Argumentation für die heimischen Aktien nicht ganz nachvollziehen. Denn man kann ja keine Firma immer nur für sich alleine betrachten, sondern es spielt ja meistens die Konkurrenz und der Markt eine Rolle.

Beispiel DHL, willst du wegen dem Postgesetz verkaufen, allerdings macht das ganze Briefgeschäft nur 20% vom Umsatz aus, wenn ich es richtig überflogen habe. Was ich sagen will: „nicht ein internationales Unternehmen durch die deutsche Brille sehen“

Dein Portfolio ist auch sehr konzentriert auf weniger als 1000 Firmen (500 US, 250 Sektor, 200 Indien und Einzelwerte)

Da würde ich etwas diversifizieren

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Parqet Nutzer

@domi_699452 ich persöhnlich betrachte das ganze etwas emotionsloser. Ich muss nicht von einem Land überzeugt sein 😅 Weil Land ≠ Firmen sind.

Ich war in den letzten Monaten durch Asien unterwegs und auch in Indien. Jedoch kaum was mit den Unternehmen zu tun gehabt. Wenn man glaubt das Land hat großes Potential, muss nicht zwangsläufig heißen, dass es einheimische Unternehmen sind.

Oder ich bin nicht 100% von Taiwan überzeugt, aber TSMC ist halt Weltmarktführer im Chipbereich und finde es wichtig, dass es bei mir im Portfolio abgedeckt ist. (Wenn auch nur durch einen ETF)

Ich habe bei mir eine emotionslose Basis die weltweit investiert ist, und darauf bewerte ich manche Länder oder Sektoren nach meinen Überzeugungen über.

Einen Ratschlag, will ich dir nicht konkret geben, da es viele Möglichkeiten gibt die Lücken zu schließen.

2
Parqet Nutzer
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@domi_699452 Klar, der Indien ETF direkt ist nur bei knapp 1% aktuell, ich plane aber diese Position auszubauen sobald ich wieder Kapital aus anderen Positionen frei habe :D. Ich verwalte auch die Portfolios meiner Familie, und über alle Depots liegt der Indien ETF Anteil bei ungefähr 4% aktuell :)

1
Parqet Nutzer
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+1

@michael_83508e Dein Ansatz gefällt mir super! Ich habe auch einen Indien ETF im Portfolio, aber auch Aktien aus den USA und Europa von denen ich denke, dass sie von der Entwicklung in Indien profitieren werden. Wenn man sich mit dem Thema Indien tiefer beschäftigen will, dann empfehle ich wärmstens diesen Artikel von Abilitato: Indische Aktien kaufen: Einführung für Aktionäre

1
Domi 😎
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@niklas_klamm den Artikel kenne ich, mega guter Content von Jonathan dazu!

Darf ich fragen wie hoch du den Indien ETF in deinem Portfolio gewichtet hast?

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Parqet Nutzer

@kai_7a95ad Das liegt natürlich immer im Auge des Betrachters 😉

Zwischen dem S&P 500 und den Sektoren sind Überschneidungen, wo durch es geringer ausfallen dürfte.

Somit sind halt im Portfolio hauptsächlich US large caps und Indien (large/mid/small caps) vertreten.

1
Domi 😎
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@wurstsuppe , @mike_maier und die anderen die ich nicht vertaggen konnte, weils den Nickname zu oft gibt:

Danke euch noch mal für eure Kurzanalyse meines Portfolios, das konstruktive Feedback und die Ideen zur Optimierung! ♥️ 👏😎

Falls es euch interessiert, hier eine Info meinerseits, was ich daraufhin verändert habe (selbstverständlich nach guter und intensiver Überlegung!):

  1. DHL bleibt im Portfolio, eure Argumente dafür waren sehr gut und haben meine Zweifel ausgeräumt. Die Dividende vorgestern hat sein letztes dazu beigetragen 😉
  2. ETF-Aufteilung bleibt erst mal 70/10/10/10 aber mit Austausch eines ETFs, siehe nächster Punkt. Wie hoch ich Indien im Verhältnis zu Europa final gewichten will, überlege ich derzeit noch.
  3. Den “Artificial Intelligence” ETF habe ich verkauft (+732,16 €; +16,90%) und stattdessen den Euro STOXX 600 rein genommen, um in alle Richtungen besser zu diversifizieren

Und hier die für mich direkt spür- und sichtbaren, positiven Auswirkungen im Portfolio durch den ETF-Wechsel:

  • Breitere Aufstellung über mehr Unternehmen » vorher 954, jetzt 1.484
  • Reduzierung von Sektor IT » vorher 34,85%, jetzt 28,20%
  • Optimalere Verteilung nach Region » vorher 68,68% Nordamerika & 18,73% Europa, jetzt 62,33% Nordamerika & 27,10% Europa
  • Unternehmen nach Marktkapitalisierung breiter gestreut » durch den Euro STOXX 600 sind weitere Mid und Small Caps dabei

Und dazu einfach ein besseres Bauchgefühl, da nur noch ein Themen-ETF im Portfolio. Der Zeitpunkt für den Wechsel auf Europa ist sicherlich auch nicht der schlechteste, wenn man die derzeit positiven Unternehmensentwicklungen und voraussichtlichen Zinssenkungen in der EU betrachtet. 😊

Habe das Parqet Portfolio eben neu synchronisiert.

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Moecean

Die wesentlichen Punkte wurden alle von den Vorrednern bereits genannt. Es ist so ein extrem wichtiger Schritt, dieses “erwachen” selbst geschafft zu haben ohne EXTERNE Hilfe. So wirst du mit hoher Wahrscheinlichkeit deine Strategie mit mehr Disziplin und Durchhaltevermögen durchziehen.

Zum Thema Entnahmestrategie - ich habe hierzu einen Rechner gebaut, der dir mal ein gutes Gefühl dafür geben kann wie gut die Strategie im Alter aufgehen kann. Probiere ihn gerne mal aus und gebe mir Feedback wie es dir gefällt. :-)

https://finanzfaible.com/Auszahlungsplan-Rechner

vG

Mocean

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Domi 😎
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@moecean oh ja!

Den Rechner habe ich ausprobiert… finde ihn leider nicht so intuitiv wie andere auf dem Markt. Habe meinen Entnahmeplan schon letztes Jahr durchgerechnet. 😎

Unter anderem stören mich z.B. vorausgefüllten Beträge: 12% Rendite p.A. entsprechen nicht dem Durchschnitt; Ausgabeaufschlag & Verwaltungsgebühr sollte man pflegen wenn mans hat aber nicht vorausgefüllt sein mit random Werten. Beim Steuersatz von 18,46% fehlt ein Hinweis... oder wie begründet man bitte auf diesen Wert? 😉

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Domi 😎
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@moecean gerne 😊

Das dachte ich mir schon, dass du die Teilfreistellung berücksichtigen wolltest… es steht nur nirgends und können eher nur die Experten nachvollziehen.

…und es steht eben im Widerspruch mit den anderen vorausgefüllten Feldern: Welcher ETF hat 12% pa? Und warum dann von einem Ausgabeaufschlag ausgehen?

Mein Tipp: mach die Felder leer aber markiere zumindest die Beiden als Pflichtfeld bevor man die Berechnung abstoßen kann.

Und noch was: beim Klick auf das PDF icon ist bei mir nichts passiert 🤔

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Moecean

@domi_699452 zunächst einmal cool das du es getestet hast. Das sind gute Hinweise, die ich schnellstmöglich umsetzen werde! :-) Danke dafür!

die 18,46% berücksichtigen die 30% Teilfreistellung für ETFs (Kapitalertragssteuer - 30% TFS = ca. 18,46% :-)

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Moecean

@domi_699452 hast recht. In anderen Rechnern ist ein Tooltip vorhanden. Bei diesem war es noch nicht hinterlegt. PDF ist auch bisher noch nicht im Backend. Nur schon mal geplant an der Stelle..

Nochmal vielen Dank fürs Feedback :) Immer hilfreich direktes Feedback zu erhalten!

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