Gepostet in Schnack
Assets und Wertpapiere der Unterschied zählt
Als Antwort auf Summits Antwort für meine Frage im FFF:
Sumit sieht bei Aktien und Aktien-ETF ein unterschiedliches Risikoprofil aufgrund des Wertpapiers. Das stimmt aber nicht. Die Minimierung des Risikoprofils bei ETF, kommt durch die Streuung. Das ändert aber nichts am Risikoprofil von Aktien. Ein sinnvoller Clusterung wäre als Gegenstück für ETF, dann Einzelpositionen (hier werden Einzelanleihen und Einzelaktien gelistet). Hierbei wird das Risiko im Verhältnis zur Streuung dargestellt. Ein ETF, der nur 30 Einzelaktien enthält (siehe Gaming ETF) hat nahezu genauso großes Risiko abzustürzen wie eine Einzelaktie. Umso größer die Streuung wird, umso niedriger wird das Risiko. So steuert man sein Risiko/Gewinnverhältnis.
ABER Assets haben ein eigenes Risikoprofil, abhängig von ihrem Kern. Aktien haben ein Aktienrisiko, egal ob sie in einem ETF sind oder einzeln. Immobilien haben ein Zinsrisiko, egal ob einzeln oder im ETF. Anleihen haben ein Zinsänderungsrisiko, egal ob im ETF oder als Einzelanleihe. Diese Assets sind abhängig von Wirtschaftszyklen, denen sie unterworfen sind. Das bedeutet dadurch, dass ich weiß, wie das Verhältnis meiner Assets ist, weiß ich, wie sich mein Portfolio wahrscheinlich in bestimmten Wirtschaftszyklen verhalten wird.
Das ist bei einem ETF nicht so, da der ETF sich nach den Assets richtet, die ihm innewohnen. Einen ETF zu besitzen gibt mir vom Kern her kein Wissen darüber, wie er sich verhalten wird, weil dafür muss ich die in dem ETF enthaltenen Werte und deren Diversität kennen.
Eine einfache Erklärung, wie sich Assets in Wirtschaftszyklen verhalten, bietet Ray Dalio mit seinem Allwetterportfolio. Nur falls ihr dazu noch extra Informationen haben wollt.
Das bedeutet: Einen Mehrwert für mich als Kunde hat ein Portfoliotracker erst, wenn ich durch diesen erkenne, in welche Assets ich wie stark investiert bin. Nur dann kann ich wirklich mein Risikoprofil abschätzen.
X-Ray ist ja ganz nice, um zu wissen, ob ich in einer Aktie übergewichtet bin durch ETF, aber das ist für mich echt der kleinste Punkt. Ich will viel eher wissen, wie ich in Assetklassen gewichtet bin, da ich ja über die Wirtschaftszyklen mein Risiko wissen will. Das wird erst relevant, wenn wir mal aus einer Hochkonjunkturphase in eine echte Rezession und Depression rutschen. Dann werden nämlich wieder andere Assets interessant als Aktien.
Was ist eure Meinung dazu? Findet ihr Summits Ansicht richtig?
Folge Deiner Argumentation genau so. Wichtig ist, die unterschiedlichen Risikoprofile zu betrachten. Das würde einen lange erwarteten Mehrwert bringen.
@bif jup