Gepostet in Portfolio Roasts
Lerneffekte, Strategiewechsel usw...
Hallo zusammen,
mein Name ist Christian und ich bin ein 41 jähriger, verheirateter und verbeamteter Lehrer.
Meine Frau ist ebenfalls Lehrerin und gemeinsam verdienen wir gute 8000 Euro netto. Wir wohnen zur Miete in der Nähe von Aachen.
Vor dem Jahresende 2023 hatte ich kaum bis gar keine Berührungspunkte mit dem Aktienmarkt. Unsere private Altersvorsorge bestand (und besteht zusätzlich zum Depot weiterhin) aus verschiedenen Bausteinen wie Lebensversicherungen, Riester und Rürup. (diese Verträge haben wir in 2025 aktualisieren lassen).
Über Bekannte und Youtube habe ich mich mehr und mehr für den Aktienmarkt interessiert und schließlich ein Depot bei meiner Bank der ING eröffnet und mit Sparplänen auf den MSCI World begonnen.
Je mehr ich mit dem Thema beschäftigt habe, umso mehr faszinieren mich die Finanzmärkte und ich habe das Portfolio Stück für Stück weiter ergänzt.
Vor wenigen Wochen habe ich mir überlegt, die Strategie für das Depot anzupassen und mich zukünftig mehr Richtung Dividenden zu orientieren. Ich habe bemerkt, wie sehr mich die Dividenden motivieren und möchte zum einen meinen Cashflow bis zur Pension erhöhen und zum anderen die Flexibilität haben, meine Dividenden reinvestieren zu können.
In der neuen Strategie höre ich ab dem kommenden Monat auf, die thesaurierenden ETFs zu besparen und investiere nun in eine ausschüttende Variante des FTSE All World. Auch der Vanguard Dividenden ETF wird weiter relativ hoch (500€) bespart.
Bei den Einzelaktien möchte ich mich auf Blue Chip Aktien konzentrieren, die langfristig wachsen und somit langfristig höhere Dividenden zahlen sollen.
Liebe Grüße und Danke für eure Plattform!
Christian
Hi Christian. Coole Einsendung, danke das du auch ein paar Sätze zu deiner privaten Konstellation geschrieben hast. Wie es sich typisch für Beamte gehört habt ihr so einige Sicherheitsbausteine in eurer Altersvorsorge. Von Rürup halte ich aufgrund der fehlenden Flexibilität allerdings so gar nichts. Da ist der Prozentsatz an Leuten die das steuerlich als Gestaltung nutzen können durchaus sehr gering. Würde ich mal überdenken insbesondere auf die Kosten schauen die jährlich so anfallen. Auch bei Lebensversicherungen und Riester gibt es ganz wenige Konstellationen die das Produkt sinnvoll machen. Du hast jetzt nicht danach gefragt, daher hoffe ich das du meine Meinung hier nicht als übergriffig verstehst. 😅
Zu deinem Portfolio stellt sich aber damit zusammenhängend eine ähnliche Frage. Ihr seid beide verbeamtete Lehrer und werdet (wahrscheinlich) eine üppige Pension bekommen. Da würde ich persönlich mehr auf thesaurierer gehen da euer Cashflow im Alter durchaus ordentlich sein wird. Wieso nicht hier das maximum herausholen aus dem Zinseszinseffekt wenn es nicht nur die reine Motivation ist die dich zur Dividendenstrategie getrieben hat? 😊
@moecean Die Pension in A13 mit 71,75 Prozent des letzten Nettogehalten ist ja auch nicht grade eine schlechte Altersvorsorge.. da benötigt man weder Lebensversicherung noch Rürup… ein gut gefülltes, strukturiert-konzentriertes Multi-Asset-Portfolio, indem die Werte gering miteinander korrelieren, wäre das Beste für Beamte.
😀