user_e3b3a9
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Gepostet in Schnack

Depot für GmbH (DE/AT)

Liebe Community,

ich bin aktuell auf der Suche nach einem passenden Depot für meine Holding (GmbH) mit der ich wertpapiertechnisch einen Buy and Hold Ansatz verfolge.

In Österreich habe ich das bereits mit einer anderen GmbH umgesetzt. Allerdings haben sich hier nach und nach fast alle Anbieter aus dem Geschäftskundenbereich zurückgezogen, sodass ich vermutlich auf Deutschland ausweichen werde.

Mit der ING hatte ich bereits Kontakt - dort scheint das allerdings nicht möglich zu sein.
Laut dem Finanzfluss Firmendepot-Vergleich gibt es folgende Anbieter:
https://www.finanzfluss.de/vergleich/firmendepot/
(Davon kommen für mich eigentlich nur Flatex oder die Commerzbank in Frage.)

Meine Fragen an euch:

  • Könnt ihr die Liste eventuell noch um weitere Anbieter ergänzen?
  • Habt ihr selbst schon Erfahrungen mit eurer GmbH bei einem Anbieter gesammelt?

Vielen Dank vorab!

11 Kommentare

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BabyWolf
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Ja. Allerdings auch mit Kosten verbunden. ca. 3k für Gründung, ca. 3-6k für Verwaltung. Also braucht man da schon ein Sümmchen und nicht nur die 100k wie viele auf ihrer Webseite angeben. Und die Depots sind meist mit höheren Gebühren.

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AS
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Ich bin seit einem Jahr mit meiner Holding GmbH bei Flatex. Soweit bin ich dort zufrieden, auch wenn ich manche private Broker zwecks Übersichtlichkeit und Kosten besser finde. Aber da das bei einer GmbH eben nicht so einfach ist, passt das so für mich. Eine Alternative wäre noch Interactive Brokers. ING hatte ich auch überlegt, aber die sind wohl noch nicht so weit oder die GmbH muss länger existieren.

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AS
Beta

@user_e3b3a9 das kann ich leider nicht beantworten. Aber IB soll wohl deutlich größer und beliebter sein, zumindest international. Ich kann dir aber sagen, dass der Verifizierungsprozess bei beiden nicht harmlos ist. Im Gegenteil, es nervt übel :)

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user_e3b3a9
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@andre besten Dank für deinen Input!
Letztendlich muss man, wie du richtig gesagt hast, aufgrund mangelnder Alternativen (noch) Kompromisse eingehen. Ich hoffe das ändert sich in Zukunft!

Über Interactive Brokers hätte ich gehört, dass es dort in stressigen Marktphasen zu Problemen bei der Ausführung gekommen ist. Das hat mich ehrlicherweise etwas abgeschreckt - tendiere daher auch eher zu Flatex!

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BabyWolf
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Wie das bei einer GmbH läuft die Produktiv arbeitet und die Gewinne direkt reinvestiert weiß ich nicht genau. Aus Haftungsgründen würde ich aber mal behaupten, das gesamte Kapital in der selben GmbH zu halten nicht so geschickt ist.

Eine vvGmbH darf im Prinzip nur investieren und jegliche andere Tätigkeit ist untersagt. Du zahlst vor allem bei Verkauf deutlich weniger Steuern, effektiv nur 1,54% vom Gewinn, auch ETF Vorabsteuer liegt steuerlich besser. Entnahmen aus der GmbH sind aber dann zu versteuern. Ist wie gesagt aufwändig, du kannst mit 3-6k für den Steuerberater pro Jahr rechnen, höhere Gebühren, … eingebrachtes Kapital ist als Darlehen zu betrachten und kann nicht einfach wieder aus der GmbH genommen werden, … vieles was es zu bedenken gibt.

Ist natürlich keine Beratung und ein Beratungsgespräch bei einem Steuerberater ist unabdingbar.

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user_e3b3a9
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@thewolfofhomeoffice In Österreich gibt’s leider keine “eigene Rechtsform” für eine vermögensverwaltende GmbH - steuerlich ist es immer eine normale GmbH - nur mit anderem Unternehmensgegenstand.

Der Vorteil : man kann Gewinne direkt in der GmbH reinvestieren, ohne vorher KESt auf eine Ausschüttung zahlen zu müssen.

Wie sinnvoll das ist, hängt aber stark von der individuellen Struktur ab (Beteiligungen, Verschuldung, Ziele etc.), da gibt’s keine Standardlösung. Bei mir läuft es so, dass eine operativ tätige Muttergesellschaft in eine verwaltende Tochter ausschüttet.

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user_e3b3a9
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hat in meinem Fall nichts mit der versteuerung der Kapitalerträge zu tun. ich investiere Gewinne aus der GmbH direkt - also ohne mir diese vorher auszuschütten :)

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user_e3b3a9
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Naja nicht ganz - weil du einen Hebel hast.

Der eigentliche Vorteil einer GmbH entsteht nur dann, wenn das Geld innerhalb der GmbH erwirtschaftet wird. Dann kannst du die Gewinne dort stehen lassen und direkt reinvestieren, ohne dass du vorher schon Einkommensteuer oder KESt abdrücken musst. Dadurch wächst dein Kapital in der GmbH deutlich schneller weil du quasi mit „Bruttogeld“ arbeiten kannst.

Wenn du aber als Privatperson dein bereits versteuertes Einkommen in eine GmbH einbringst, gibt es keinen Hebel - im Gegenteil. Bei einer späteren Ausschüttung zahlst du dann noch einmal Steuern on top. Das führt zu Doppelbesteuerung und macht die Konstruktion unattraktiv.

Eine GmbH lohnt sich also wenn sie selbst Gewinne erwirtschaftet (operativ oder durch Beteiligungen) und diese Gewinne dann steuerlich günstig reinvestiert werden können. Für den reinen Privatanleger der nur sein Gehalt umschichtet, bringt es dagegen keinen mir bekannte Vorteil.

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BabyWolf
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Hm? Eine GmbH eine eigene juristische Person und das Geld gehört gesetzlich gesehen nicht mehr dir. Was meinst du warum die ganzen Superreichen das über solche Konstrukte regeln, niemand an ihr Geld im Haftungsfall kommt und man praktisch Steuerfrei das Erbe weitergeben kann?

Das ist es ja. Alle diskutieren über Erbe höher versteuern, Spitzensteuersatz, Abgabe für Häuslebesitzer. Aber nie über das stopfen von Schlupflöchern. Diejenigen die das Problem sind trifft das alles nicht. Du triffst immer nur die Deppen die sich mühsam ein paar Kröten auf die Seite gebracht haben. Ab 3,4, 5 M. bist du raus und kaum noch greifbar, diejenigen die es dann noch versauen sind dumm, gierig oder verschwenderisch.

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user_e3b3a9
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Hier vermischen sich gerade zwei Themen die klar getrennt gehören - das eine ist die Einkommenssteuer auf deine Einkünfte und das andere sind Unternehmensgewinne einer GmbH.

Danke euch allen jedenfalls für den Input!

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OkiDoki

habe sein Buch gekauft und bin dadurch auf die Seite gestoßen:
Das beste Geschäftsdepot

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