Fragen zu "Altersdepot" in der Rente, bitte um Meinungen
Moin,
da sich hier in der Community so viel Wissen und Erfahrung rund im Finanzenthemen sammelt dachte ich es ist ein guter Ort für meine Fragen.
Ausgangslage:
- meine Schwiegermutter (74) hat ihre Eigentumswohnung verkauft
- wohnt nun zur Miete einer Anlage mit Betreuungsangebot
- etwa 200k “Vermögen” sind vorhanden
- monatliche Rentenlücke etwa 200 - 300 € (Miete und Lebensgrundlage, keine Freizeit und Zusatzkosten berücksichtigt)
Nun bittet Sie mich für Sie das Geld zu verwalten und Ihr das nötige “Taschengeld” zu überweisen. Sie will sich da um nichts kümmern und damit nichts zu tun haben. Wie ihr seht keine schlechte Beziehung zur Schwiegermutter 🤣
Das Ziel ist also das Geld zu nutzen um das monatliche Minus zu abzufangen.
Prio: Kapitalerhalt, nicht Rendite, keine Spekulation
Mein Plan besteht aus diesen Stufen:
A) Absicherung und Liquidität / Notgroschen auf Tagesgeldkonto (4 Monatsausgaben)
B) Konsum und laufender Ausgleich mtl. Lücke aus Festgeld/Depot
Aufteilung
• A) 70 % Cash (Festgeld und Tagesgeld) & (Unternehmens-)Anleihen (iBonds?) /Rentenfonds(ETF), oder Geldmarkt ETF
• B) 30 % Cashflow Depot (Dividenden-ETF / REIT)
Daher habe ich einige Fragen
- Aufteilung
Ist mein Plan sinnvoll? Was habt ihr für Ideen? - Zusätzliches Depot auf meinen Namen? (Nachteil Steuern, Freistellungsauftrag…) oder kann man ein Depot für Erwachsene verwalten wie bei einem Kinderdepot? Oder schlicht Depot “offiziell” auf die Schwiegermutter eröffnen, die Kontaktdaten für Zugang und Benachrichtigungen auf mich?
Habt ihr zu einem der Themen Erfahrungen? Ich bin über jeden Gedanken und Meinung von euch dankbar! 🙏
Viele Grüße,
Stefan
@Moderatoren: falls das hier ganz falsch platziert ist bitte verschieben, und wenn solche Themen hier in der Community nicht erwünscht sind weil es in Richtung Beratung geht löscht meinen Beitrag, ich habe da Verständnis.
Ich denke, dass die Schwiemu ein Depot eröffnen muss. Wenn Du das machst ist es Dein Geld = Schenkung und damit Steuerpflichtig. Sie kann Dich aber als Bevollmächtigten einsetzen.
Ansonsten kann ich Dir mal beschreiben wie ich es für mich geregelt habe.
Als erstes den jährlichen Bedarf + Reserve ermittelt. Dann habe ich einen größeren Teil meines Geldes in ausschüttenden IBonds (modifizierte Anleihe-ETFs) mit festem Ablauf angelegt. Jeweils pro Jahr mit der Summe die ich vorher ausgerechnet hatte. So habe ich jetzt IBonds bis 2034, die jeweils im Dezember fällig werden und dann für das nächste Jahr zum verleben auf dem Tagesgeldkonto zur Verfügung stehen. Bis zur Fälligkeit bringen Sie ganz gute Dividende/Zinsen. Vorteil gegenüber Festgeld (neben besseren Zinsen): IBonds kann man jederzeit verkaufen wenn plötzlich Pflegeheim o.ä. nötig ist.
Mit breiten ETFs könnte man auch arbeiten. Aber der Anlagehorizont wäre mir bei Deiner Schwiemu zu kurz. Soweit meine Planung die bis jetzt ganz gut funktioniert.