Gepostet in Schnack
Sicherer Teil im Depot: Geldmarkt-ETF vs. kurzlaufende Anleihen
Hey zusammen,
ich bin 61 und habe meinen Aktienanteil im Depot etwas reduziert. Aktuell liege ich bei ca. 70 % Aktien, 10 % Anleihen, 5 % Gold und 15 % Geldmarkt-ETF. Die 70% Aktien möchte ich so lassen.
Was mir gerade Kopfzerbrechen macht, ist der „sichere“ Teil des Portfolios. Wenn man sich kurzlaufende Anleihen mit guter Bonität anschaut und sie mit einem Geldmarkt-ETF wie dem Xtrackers II EUR Overnight Rate Swap UCITS ETF (WKN DBX0AN) vergleicht, kommt man ja im Moment fast auf die gleiche Rendite.
Wie seht ihr das? Lohnt sich da überhaupt noch der Umweg über Anleihen?
Hallo @user_b43a1c , wie ich es sehe, sollte es sich beim risikofreien Portfolioteil um eine Anlage mit geringstmöglichem Ausfallrisiko, mit geringer Volatilität, hoher Liquidität sowie ohne Wechselkursrisiko handeln. Rendite geht mit Risiko einher, was beim RFT definitionsgemäß unerwünscht ist. Aus diesem Grund kann mit dem RFT keine nennenswerte Rendite erwirtschaftet werden. Wenn doch, hat man keine wirklich risikofreie Anlage gewählt. Für Privatanleger ist ein RFT am einfachsten durch ein verzinsliches Bankkonto innerhalb der in D. staatlich garantierten Einlagensicherung (100k) umsetzbar. Wenn diese nicht reicht, führt an Staats- und Unternehmsanleihen hoher Bonität mit sehr kurzer Restlaufzeit (1-3Y bzw. 0-1Y) in der Heimatwährung kein Weg vorbei. In meinem Sicherheitsanker verwende ich den kurzlaufenden Rentenfonds iShares € Ultrashort Bond UCITS ETF EUR Acc (WKN A3DJQJ). PS: Renditeorientierte Anleihen z.B. Hochzinsanleihen aus den Emerging Markets würde ich im risikobehafteten Teil sehen.