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Gepostet in Portfolio Tracking

Reinvestierte Gewinne sollten das "investierte Kapital" nicht erhöhen.

Die Funktion "Mit investiertem Kapital vergleichen" soll darstellen, wieviel Geld der Anleger einsetzen musste um den aktuellen Portfoliowert zu erzielen.

Durch Verkäufe und Reinvestition erhöht sich der Wert des "investierten Kapitals" jedoch in der aktuellen Implementierung, ohne dass der Anleger tatsächlich zusätzliches Geld investiert hat.

[ Bild 1 - breites Bild von langfristiger Wertentwicklung]

Langfristig führen wiederholte Verkäufe und Reinvestitionen dazu, dass niemals eine Differenz zwischen den Kurven entstehen kann, die die erzielte Rendite darstellt. Die Ursache ist, dass das Reinvestieren von realisierten Gewinnen durch als Erhöhung des investierten Kapitals gewertet wird. Der Fehler liegt aber nicht - wie einige beschreiben - bei der Bewertung der Auswirkungen des Kaufs auf das investierte Kapital, sondern der Bewertung von Verkäufen und Ausschüttungen.

=== Wo liegt das Problem im Detail? ===

Zur besseren Veranschaulichung sind hier Verkauf und Reinvestition 2 Tage versetzt.

[ Bild 2 - schmaleres Bild, "Dip" bei Verkauf und Reinvestition]

Der Portfoliowert (dunkle Linie) sinkt beim Verkauf um den Wert der verkauften Anteile (korrekt).

Das investierte Kapital (helle Linie) wird jedoch von Parqet nur um den Auszahlungsbetrag abzgl. des enthaltenen Kursgewinns reduziert. Der realisierte Kursgewinn "verschwindet" dadurch aus der Darstellung der Differenz (rote Markierungen).

Es müsste der gesamte Auszahlungsbetrag (Also Verkaufspreis abzgl. etwaiger Gebühren und Steuern, aber inkl. realisierter Kursgewinne) vom investierten Kapital abgezogen werden.

So stellt die Grafik nach Verkauf und auch nach Reinvestition weiterhin das tatsächlich eingesetzte Kapital "aus eigener Tasche" und den erzielten Depotwert dar.

Die Differenz zwischen den Linien stellt weiterhin die Differenz zwischen tatsächlich eingesetztem Kapital und Portfoliowert da. Sie bleibt auch beim Realisieren und Reinvestieren von Gewinnen (abzgl. angefallener Gebühren und Steuern, die die Rendite ja tatsächlich schmälern) erhalten.

Verwandtes Thema:

Auch die Dividendenzahlungen sollten (abzgl. Steuern und Gebühren) als Reduzierung des eingesetzten Kapitals gewertet werden. Dies löst: https://app.parqet.com/feedback/p/dividenden-reinvestieren-nicht-als-investiertes-kapital-werten

9 Kommentare

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P
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Waere mir auch wichtig, wollte gerade dasselbe posten. Ohne diese Unterscheidung sieht die Performance gegenueber S+P etc.geringer aus als sie ist.

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Patrick
Investor
Terminal
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ja

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Tim
Plus

Noch etwas erweitert: man sollte generell Investitionen als Re-Invest flaggen können.

Ob es eine dividende ist oder ein Verkauf, dessen Erlös man inklusive des Gewinns wieder investiert.

Es sollte nur der ursprünglich "echte" invest gezählt werden.

Das würde einen dramatischen impact auf die Gewinn Zahl haben und ist der Grund warum für mich bis jetzt nur mein excel zählt. Denn da unterscheide ich genau das.

Vielleicht ja auch beim automatischen Import über Dateien einen Haken anbieten: die nun importierten files als Re invest zählen.

Ansonsten zur Korrektur in der finalen activity Buchung sollte so ein Haken verfügbar sein.

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Parqet Nutzer
Plus
Beta

Die Idee finde ich auch super, einfach bei der Auswahl statt Kauf oder Einbuchung mit Reinvestierte Dividende klassifizieren ... Top

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Thommy
Plus

ist doch richtig so. Wenn man 1000€ auf dem Konto hat und dann 100€ Dividende bekommt. Und nun investiert man 100€. Woher stammen die 100€? Oder man dreht mal die Zeitpunkte: man investiert erst 100 € und dann bekommt man 100€ Dividende. Ist das eine Reinvestition?

Diesen Umstand nutzt man doch beim Ausnutzen des Sparerfreibetrages. Man wandelt sein Gewinn in investeiertes Geld um.

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[No name] 2b3eec65
Investor
Terminal
+1

bitte unbedingt noch umsetzen!

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Autor
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Simon

Das investierte Kapital sollte dem Wert der verbleibenden Aktien entsprechen und so macht es Parqet meine ich auch. Wenn alle Anteile einer Aktie verkauft werden, hat man also 0 € investiert und je nachdem Gewinn oder Verlust aufgebaut. Wenn man einen Teil stehen lässt, dann entspricht es eben noch dem Buchwert der Aktien in deinem Depot. Kaufe ich also 2 Anteile für je 50 € und verkaufe später 1 Anteil für 100 €, bin ich immer noch mit 50 € meines Kapitals investiert, da ich eben Mal 50 € für den Anteil bezahlt habe. Auch wenn ich mit dem anderen Anteil theoretisch mein Investment aus der Aktie wieder herausgeholt habe. Nehme ich nun die 100 € sofort und kaufe den Anteil wieder, bin ich mit 150 € investiert, da ich eben nun einen Anteil für 50€ und einen für 100€ im Depot habe. Bei ttwor und der Rendite werden ja Dividenden und realisierte Gewinne berücksichtigt, lediglich dein investiertes Kapital steigt was ja auch finanztechnisch korrekt ist. Und klar wird die Rendite durch reinvestieren geringer, aber interessant ist ja auch ttwor und nicht die Rendite. Die kann man sowieso schlecht mit einem Index vergleichen, wenn es sich nicht um ein Einmalinvest handelt.

Der Vorschlag würde zu falschen Zahlen führen. Vor allem kann es zu negativen Zahlen im investierten Kapital führen und dann berechnest du gar keine Rendite mehr. Sind nunmal unterschiedliche Töpfe alles und so sollte es auch bleiben.

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Gelöschtes Konto

Zusammengeführt aus Dividenden reinvestieren, nicht als investiertes Kapital werten

Es wäre gut, wenn man beim einlesen der Dividenden in den Aktivitäten einstellen kann, ob dieses Kapital reinvestiert wird. Das würde die Berechnung der persönlichen Rendite dann genauer machen, da die Dividenden dann nicht zum investieren Kapital zählen

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