Gepostet in Portfolio Roasts
Werkstudent, 22, Bauleitung
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Hallo Community,
ich wollte hier gerne mal ein Feedback zu meinem Portfolio erhalten. Ich befasse mich mit dem Investieren aktiv erst seit ca. 2 Jahren und habe mittlerweile viel Spaß dabei.
Mein Zukunftsziel ist: für die in 40 Jahren wahrscheinlich nicht mehr (nach aktuellem System) funktionierende Rente ein Vermögen so aufzubauen, dass ich mit diesem meine Rente finanzieren kann. Monatlich nehme ich ca. 800 EUR vom Gehalt um diese zu investieren (manchmal warte ich auch und steige erst bei größeren Dips ein (siehe Trump-Dip im März/April)).
Ich möchte eigentlich in Zukunft meine ETFs auf einen Anteil von ca. 70% erhöhen. Zudem beschäftige ich mich viel mit Einzelaktien, wo ich durchaus auch manchmal risikoreichere Titel kaufe, da ich mir dort eine höhere Rendite einbilde… (Eutelsat bitte ignorieren, das ist ein Fehler mit dem ich leben muss 🥲)
Meine Frage: soll ich alle Positionen unter 1% Anteil in meine ETFs umschichten, da diese bei den geringen Beträgen eh “nichts” bringen würden?
Wie findet ihr allgemein das Portfolio, gibt es große Redflags, welche ich dringend ändern sollte?
Vielen Dank für eure Ratschläge!
Mein Feedback zu Deinem Portfolio erfolgt durch die Brille eines “Buy and hold”-Anlegers, der in den letzten 15 Jahren drei Positionen verkauft hat.
Überlege Dir vor dem Kauf, warum Du in eine Aktie investieren willst und versuche dabei FOMO, die z.B. durch irgendwelche Hypes in den sozialen Medien ausgelöst werden kann, zu vermeiden. Deinen sehr guten Ansatz heute schon an Deine Rente zu denken, könntest Du auch auf die Haltedauer Deiner Wertpapiere übertragen.
Frage Dich, ob das Unternehmen auch noch in vielen Jahren am Markt sein und sich bis dahin positiv entwickeln könnte. Eine Glaskugel hat niemand, aber es gibt in Deinem Portfolio Firmen bei denen ich zu einem “Ja” tendiere und andere an die ich ein Fragezeichen machen würde.
Für mich ist Dein Portfolio daher eine Mischung aus Titeln, in die ich auch investieren würde (MSCI World, Microsoft, Alphabet…) und risikoreicheren Papieren, von denen ich die Finger lassen würde, wenn es um einen langfristigen Anlagehorizont geht. Hierfür sind Strategy, GameStop und Metaplanet aus meiner Sicht gute Beispiele.
Unternehmen mit einem sterbenden Kerngeschäft, die versuchen sich mit einem Bitcoin-Rettungsring über Wasser zu halten, sind für mich keine Anlagen, denen ich langfristig vertrauen würde. Wenn Du an die positive Entwicklung von Bitcoin glaubst, dann könntest Du das Original direkt kaufen und keine weitere Instanz dazwischenschalten.
Wenn Du bei Deiner Kauf/Verkauf-Frequenz bleiben möchtest, wäre es vielleicht sinnvoll, Dir ein zweites Depot bei einem Broker zuzulegen, der Dich mit günstigeren Gebühren handeln lässt. Du verlierst im Moment viel Rendite an dieser Stelle.
@maxi_deinlein Der MSCI World und der S&P 500 überlappen sich zu einem großen Teil, d.h. im Prinzip ist der S&P 500 großteils im MSCI World enthalten.
Aus meiner Sicht kommt es darauf an, was Du erreichen willst:
So richtig falsch kann man es aus meiner Sicht bei der Entscheidung zwischen den beiden ETF nicht machen.
@jan_aus_altona Zu stark Übergewichten ist eigentlich nicht mein Ziel und kann schnell in die Hose gehen. Für ein Portfolio mit weniger Risiko (neben meinen Aktien “Wetten” die ich einstellen sollte) macht der MSCI World als einzelner ETF am meisten Sinn. Danke!
@jan_aus_altona Danke für das Feedback (werde versuchen in Zukunft mehr auf Qualität zu setzen). Meinst du meine Strategie, den MSCI World und den S&P 500 Information Technology ETF, zu besparen macht Sinn? Oder sollte ich lieber auf einen ETF setzen?