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ETF Sparplan nach BIP

Hallo zusammen, mein Name ist Michael und ich würde euch gerne eine Alternative zur klassischen Sparplanvariante vorstellen:
https://app.parqet.com/p/609585207c96a9002fa2a492

Das Depot ist bei der ING , dort kann bereits ab 1€ losgespart werden. Dies ist für diese Variante auch sehr wichtig, da es sonst nur mit sehr großen Beträgen abbildbar ist.

Ich sehe hier folgende Vorteile:
 -Kein Klumpenrisiko
 -Maximal flexibel
 -Allokation kann für jedes Land angepasst werden. Falls irgendwann nötig.

Weiterer Vorteil, allerdings etwas zeitaufwendig:
 Ich stelle vor jedem Kauf die definierte Allokation wieder her. Indem ich die Sparrate anpasse. Durch die hohe Diversifikation ergeben sich viele Abweichungen zur Sollallokation. Zusätzlich zu den Kursschwankungen sollen so noch automatisch schwächere Werte aufgestockt werden und stärkere etwas gemieden werden. Quasi ein ständiges Rebalancing über die Sparrate.

Die Allokation habe ich wie folgt definiert:
 Zum einem über das BIP, jedoch im Verhältnis 30/30/10/30
 Es sind noch 3 Faktorwetten drin. Small Caps, EM Übergewichten (70/30) und Value. Die Faktor ETF's verhalten sich von der Allokation her eher wie der STOXX 600. Darum habe ich GB/CH/FR/BENELUX etwas heruntergenommen, da diese Lände ja von den Faktor ETF's aufgefüllt werden. 
   | Region  | Soll Allokation
| Skandinavien  | 1,25%
| Europa Small Cap  | 6,00%
| Frankreich  | 2,75%
| GB  | 4,00%
| Italien | 3,00%
| Österreich  | 1,25%
| Schweiz  | 1,00%
| Spanien  | 2,00%
| Benelux  | 1,50%
| DE DAX  | 2,50%
| DE M-DAX | 2,75%
| Europa Value | 2,00%
Summe Europa : 30%
| Nord Amerika Tech  | 3,00%
| USA Small Caps | 9,50%
| Nord Amerika Value  | 5,50%
| Kanada  | 2,50%
| USA  | 9,50%
Summe USA: 30%
| Japan  | 6,00%
| Singapur  | 2,00%
| Australien  | 2,00%
Summe Ozeanien 10%
| EM ohne China  | 4,50%
| Naher Osten  | 2,00%
| Latein Amerika  | 2,00%
| Indien  | 3,00%
| EM Small caps  | 6,00%
| Afrika  | 2,00%
| China  | 7,50%
| Osteuropa  | 3,00%
Summe EM: 30%


Bei der Aufteilung bin ich mir noch nicht 100%ig sicher. Evtl kann das eine oder andere Land etwas angepasst werden. Ggf wäre es auch besser Nordamerika 5% mehr von Europa zu geben. Dann wären es 35% und 25%. Hier bin offen für eure Kommentare.

Vielen Dank und Grüße

12 Kommentare

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Manu
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Hi Michael,

Ein sehr interessanter Ansatz, sieht aber nach viel Arbeit aus, wenn man bedenkt, dass es alles uber ETFs laeuft. Hast due eine Uebersicht uber die ganzen TERs?

Des weiteren ist, wie du gesagt hast, Europa schwerer gewichter als Nordamerika und ein paar Laender insgesammt sehr stark gewichtet; zb.: UK 6%, DE, 5.5%, Indien 4.5%.

Mir persoenlich waere es zu unuebersichtlich, aber ich werde es interessiert verfolgen 🙂

Manu

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@manu_36c8ab Hallo Manu,

vielen Dank für deine Gedankengänge. Ich habe eine Übersicht über die TER’s diese sind tatsächlich etwas höher als ein reiner ACWI ETF oder WI + EM. Jedoch ist die Abweichung sehr gering. Die meisten TER’s befinden sich unter 0,5% . Die Restlichen sind zwischen 0,5% und 1%.

Ich habe es absichtlich nicht rein nach BIP aufgeteilt, weil dann zum Beispiel China etwa insgesamt 20% ausmachen müsste. Indien ist ein bisschen höher. Deutschland auch. Dafür fehlen auch einige Länder wie Argentinien, Tschechien, Portugal... nahezu komplett. Dieses „freie BIP“ muss ich ja irgendwo anders aufteilen. In meinen Augen ist es auch besser in DE investiert als in Portugal oder Tschechien.

Stattdessen habe ich die Länder innerhalb der entsprechenden Regionen versucht zu gewichten. Also China nimmt 25% + der Anteil an dem small cap ETF vom EM-Teil ein. Deutschland sollte demzufolge auch den größten Teil in Europa einnehmen. Ohne den small cap ETF Europa wäre dies auch der Fall 😉.

Grüße Michael

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Gelöschtes Konto

Hmm das Portfolio ist wieder privat 😞

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Hallo Michael,

ich finde deinen Ansatz interessant. Für mich persönlich wäre das nix aber ich werde dein Depot gerne über Jahre beobachten, um zu sehen, ob du den MSCI World Index schlägst. Da habe ich zwar meine Zweifel aber ich lass mich gerne eines Besseren belehren.😀
Du hast mehr ETFs, als ich Einzelaktien habe. Ich hätte da keine Lust und würde bei deinem Depot einen MSCI World/EM/Small Cap ETF wählen.
Ich bin ja aber nicht du.😂

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@wdkhifi Doch es geht ganz klar darum den World zu schlagen. Sonst könnte ich ja einfach einen World kaufen und bräuchte kein Rebalacing betreiben ,keinen Aufwand und keine Gedanken reinstecken. 
Von den systematischen Risiken einzelner Regionen, erhoffe ich mir einen großen Vorteil. Da der Mark in der betroffenen Region in einer Krise abschmiert, durch die Soll Allokation über das BIP aber dann überproportional aufgefüllt wird. Selbst wenn es eine weltweite Krise ist, gibt es Märkte die mehr übertreiben und welche die weniger übertreiben werden. Somit kaufe ich automatisch in schwächere Märkte mehr ein (günstig) und in den Märkten welche überproportional stärker gewachsen sind weniger.
Dies wäre über eine Gewichtung über die Marktkapitalisierung unmöglich.  
Sollte eine Region wirklich berechtigt einen größeren Teil des weltweiten BIP einnehmen, dann kann ich das über die Soll-Allokation (BIP) berücksichtigen, indem ich der entsprechenden Region einen größeren Teil im Portfolio zuweise. Genauso andersherum. 
Es kommt mir darauf an, dass es unter den ETF's eine möglichst hohe Volatilität vorliegt. Jedoch auf lange Sicht ein Aufwärtstrend herrscht. 
Man wird es wohl erst am Ende sehen. Ich bin kein passiver Anleger. Ich bin Spekulant.

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Manuel L

@jimmy Ich glaube ihm geht es prinzipiell gar nicht darum den einen World Index zu schlagen, sondern übergewichtete Anteile einzelner Sektoren zu meiden, daher der Ansatz der BIP-Aufteilung. Allerdings sehe ich das ebenfalls skeptisch aus Gründen der modernen Portfoliotheorie. Die hohen Preise im Tech-Sektoren stellen nach der Markteffizienzhypothese (EMT) bereits real die Zukunft dar. Alle Informationen und Prognosen zukünftiger Preisverläufe sind bereits eingepreist. 
Und noch etwas wird in seinem Ansatz vernachlässigt. Unsystematische Risiken lassen sich "weg"diversifzieren, jedoch nicht systematische Risiken (Pandemie, Weltkriege, globale Finanzkrisen, Konjunkturschwächen, Wechselkurse). Doch auch dazu zeigt die Historie, dass besonders stark investierte Branchen am meisten abgesichert (gerettet) werden.

Und zu guter Letzt meine persönliche Meinung. Ich sehe mich als passiver Invester und Vertreter der modernen Portfoliotheorie. Langfristig wird kein aktives Investment das passive schlagen. Auch kein ETF-Portfolio aus 30 unterschiedlichen ETFs, real nach Abzug aller Kosten. VG :)

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Hallo DJ,
vielen Dank fürs Feedback. 
Der Verkauf ist kein Problem, da beim Kauf und Verkauf keine Kosten anfallen.

Die Idee das ganze nach BIP auszuziehen hat den Hintergrund die Gewichtung nach Marktkapitalisierung zu vermeiden. Da es als Langzeitplan gedacht ist.

Man läuft halt automatisch immer voll in die Blase bei einer marktkapitalisierter Gewichtung. Zumindest war das bislang so. Der MSCI WI bestand vor 30 Jahren hauptsächlich aus japanischen Werten. Heute sind nur noch knapp 7% Dafür aber 68% USA, wegen des hohen Wertes von Apple, Facebook, Amazon, Tesla, Google etc. Wenn es dann im US Techsektor kracht, schlägt das überproportional durch.

Dies soll über die BIP Gewichtung vermieden werden.

Vielen Dank

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DJ
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@michael_4a2e3c  wo würdest du die verkaufen? Falls ich nichts verpasst habe kostet der Verkauf bei der ING mindestens 4,9€ pro Order

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@your_name_here  Hallo, auch der Verkauf ist aktuell bei der ING kostenlos. Genauso fallen beim Kauf keine Gebühren an, sofern es sich um einen Sparplan handelt. Sonst würde es in der Tat zu teuer sein.

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DJ
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sieht interessant aus, aber falls du mal umgewichten oder verkaufen wolltest kann das mit den vielen Positionen teuer werden.

Wie sinnvoll die Gewichtung nach BIP ist, finde ich schwer einzuschätzen, da zum einen viele Unternehmen einen großen Teil des Umsatzes im Ausland haben und zum anderen je nach Wirtschaftsstruktur die gelisteten Unternehmen die Wirtschaft auch gut abbilden.

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Daniel Kornburger
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Hallo Michael, 
sehr spannend dein Portfolio. Da schau ich mir einzelne Aspekte gerne ab.

Zwar gewichtest Du anders als ich, aber die Herangehensweise eine Ziel Allokation zu mit ergänzenden ETF zu  erreichen: verfahren erstmal ähnlich.
Das Du Deine Ziel Allokation hier teilst ist super.
Ich werde meinen Beitrag am WE dahingehend auch noch ergänzen.

Ich versuche EU/UK mit zwei ETF im Griff zu halten. Die Anzahl Deiner ETF wäre mir da zu aufwendig. Das ist aber Kritik an mir nicht an Dir.

Was ich in der Praxis merke. Es gelingt relativ schnell nicht mehr allein uber die Sparpläne das permanente Rebalancing zu machen. Der Einfluss einer Sparrate schrumpft mit der Zeit.
Das hatte ich mir leichter vorgestellt.

Dies ist bei meinen 15 ETF schon schwierig. Ich werde vermutlich alle 2 Jahre richtig umschichten mussen. Oder ich lege fest welche Abweichung maximal ich toleriere. Da bin ich nich unsicher.

Danke für den Einblick in deine Strategie

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Vielen Dank fürs Feedback.
Es könnte durchaus sein, dass die Sparrate zum Rebalancing irgendwann nicht mehr reicht. Zum einen wäre das gut, weil das Portfolio dann schon einiges an Wert hätte. 🙂

Ich habe mir dazu eine Excel Liste erstellt. Diese rechnet mir die Verteilung aus. Sollte die Sparrate dazu nicht reichen und ich die Sparrate nicht aufstocken will, dann kann ich auch manche Werte aussetzten und dafür die anderen mehr besparen bis es wieder passt.
Irgendwann komme ich sicherlich nicht mehr ums klassische Rebalancing rum.

Der Gedankengang ist, dass die weltweiten Finanzmärkte in den stabilen und kapitalistischen Ländern langfristig wachsen. Natürlich nicht linear sondern stets mit Übertreibungen nach oben und unten. Durch die hohe Diversifikation ergibt sich jedoch ein Durchschnitt und den Fall dass mache darunter sind und manche darüber. Welcher dienlich ist um aus der Überlegung heraus eine Region als zu teuer oder zu günstig bewerten zu können. Dies wird durch den Kursverlauf des einzelnen ETF's auch abgebildet.
Das heißt nun, wenn ein ETF überproportional steigt. Dann zieht auch dessen Allokation an. Somit wird automatisch der Betrag reduziert und zusätzlich weniger Anteile gekauft, da der Kurs ja höher ist. Umgekehrt ist es genauso. Dies kann man recht gut an den 3 größten Positionen sehen:

Der MSCI USA ist oberhalb der Zielallokation von 9,5%. Somit wird vom Sparbetrag ein kleiner Teil verwendet. Dafür muss ich die beiden anderen Positionen stärker besparen um die Zielallokation von ebenfalls 9,5% und 7,5% wiederherstellen zu können. Vereinfacht gesagt, kann dazu der freien Teil der ersten Position hergenommen werden. Zusätzlich kaufe ich die zweite und dritte Position zu einem günstigeren Kurs nach meiner Überlegung. Die erste ist nach meiner Überlegen daher etwas zu teuer und wird automatisch weniger stark bespart.

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