Roman Huber
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Gepostet in Portfolio Roasts

Weltportfolio (60% MSCI World, 30% MSCI EM, 10% STOXX Europe 600) + Einzelaktien und Sektorwette

Servus an die Community,

Ich bin selbstständiger Fotograf und habe mich endlich im Herbst 2021 dazu durchgerungen in ETFs aber auch mittlerweile Einzelaktien zu investieren. 
Portfolio: https://app.parqet.com/p/6204f78e535cf138fe58f0b9\ Eingestiegen bin ich natürlich im All-time-High Ende November mit 10.000 €: 60% MSCI World, 30% MSCI EM, 10 STOXX Europe 600 - alle Acc. 
Aufgrund von einigen Cash-Reserven habe ich jetzt in den letzten Tagen/Wochen nochmals kräftig nachinvestiert - Fast 18.000 €. Dieses mal zusätzlich in Einzelaktien/Sektor-Wetten: In Meta nach der Kurskorrektur, in Adobe, in Apple und einen ETF spezialisiert auf Halbleiter, aber auch in meine oben genannten ETFs mit denen ich die Weltwirtschaft abbilden möchte.
Mein Sparplan beträgt 200€ im Monat und wird in die 3 oben genannten ETFs investiert. 
Falls der derzeitige Konflikt nochmals krasser eskalieren sollte habe ich 6.000€ Cash bei meinem Broker (Trade Republic) geparkt schon. Außerdem verfüge ich noch über 30.000 auf dem Sparkonto, welche ich aber ungern einsetzen will. Das käme dann nur in Frage falls es zu einem "echten" Crash mit über 30% Verlust kommen sollte. Oder wie seht ihr das? Habt ihr eine bestimmte Strategie in "Crash"-Zeiten? Bei welchen Indikatoren reinvestiert ihr? Wann wäre für euch der Zeitpunkt "All-in" zu gehen mit dem restlichen verfügbaren Reserven? Ich gehe jetzt mal nicht davon aus, dass das passiert, aber würde mich interessieren wie das hier so mancher/manche handhabt.

LG
Roman

12 Kommentare

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Dirk

Die eigentliche Frage wäre, warum überhaupt Cash zurückhalten um es erst im Crash investieren zu können!?
Schau Dir mal den folgenden Artikel dazu an:

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Roman Huber
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Hi @dirk_676a82 ,
Danke für deine Frage. Eigentlich bin ich und meine Freundin gerade dabei zu bauen. "Eigentlich" 😅 Plan wäre fertig, doch die Preise sind einfach nicht mehr von dieser Welt. Für den Bau brauchen wir natürlich Eigenkapital. Das wären für beide jeweils 50K (100K insgesamt). Ich habe nun eben 20K von meinen bereits angesparten 50K wieder "rausgenommen" und investiert, da sich der Bau (falls er so stattfindet) eh noch verzögert und ich im April einige Winter-Projekte dann abschließe/in Rechnung stelle wo eben wieder 20-25K reinkommen. Somit hätte ich dann wieder mein Eigenkapital zusammen und vor April werde ich es nicht benötigen. 
Falls jetzt natürlich ein "echter" Crash kommen sollte wäre es verlockend da was rauszunehmen wieder. Das zeigt sich dann bis April wenn wir die Angebote für den Bau eingeholt haben und dann endgültig wissen was das Eigenheim kosten wird/soll. Unter 600K ist mittlerweile schwierig bei uns in der Gegend, obwohl ich das Glück habe schon wenigstens einen Grund zu haben. Ohne Grund würde ich sowieso nicht daran denken.

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Matthias
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Hallo Roman,

vielen Dank für das Teilen Deines Portfolios.
Ich habe ein sehr ähnlich aufgebautes Portfolio, setze ebenfalls auf die von dir besparten ETFs und verfüge über eine Hand voll Einzelwerten.
Ich stehe auch vor der Frage, ob und vor allem wann es sinnvoll ist, noch einmal Reserven zu investieren. 
Würde mich freuen, wenn hierzu mal jemand seine Erfahrungen teilen könnte, der schon länger investiert ist und auch schon mal echte Krisen und Rezessionen miterlebt hat.
Ich für mich habe beschlossen, dass ich Anleihen und Cash-Bestände auflöse und "nachschieße", sobald der YTD-Wert der großen ETFs mehr als mit 15% im Minus sein sollte.

Eine Sache noch zu deinem Portfolio.

Meta und Apple sind ja beide auch wichtige Bestandteile des MSCI Worlds. Aus meiner Sicht wäre hier das Klumpenrisiko zu groß, gerade in Zeiten, in denen Tech-Werte nicht mehr so gut performen. Mir wäöre diese Wette vermutlich zu heiß.

Viele Grüße
Matthias

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Matthias
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@roman_73a349 nun, ich bin weit davon entfernt, mich als Experten zu bezeichnen. Ich habe eben auch ein 0815 Profil - ähnlich wie du.
10 % des Portfolios investiere ich aber in Anleihen. Und zwar Staatsanleihen ( IE00B4WXJJ64). Dabei handelt es sich um europäische Staatsanleihen mit einer durchschnittlichen Bonität von AA und einer  durchschnittlichen Laufzeit von knapp 10 Jahren. Ich handle diese über einen Sparplan über Trade Republic.
Klar hatte ich anfangs auch überlegt Gold statt Anleihen zu wählen. Wäre (Stand jetzt) sicher besser gewesen. Da ich aber einen Anlagezeitraum von knapp 30 Jahren habe, ist es unerheblich.

Weitere knapp 7% investiere ich in einen REIT ( IE00B1FZS350 ). Der Fokus hierbei liegt auf Nordamerika. Ich habe mal gehört, dass man bei REITS keine wählen sollte, bei denen die Fondswährung USD ist, um nicht zusätzlich ein Währungsrisiko zu haben. Mein REIT ist auf USD, ich habe diesen Ratschlag also offenbar nicht ernst genommen. Liegt daran, dass ich den Grund nicht 100%ig verstehen kann.

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Roman Huber
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Hi @matthias_544df1  
Danke erstmal, dass du dir die Zeit genommen hast mein Portfolio anzuschauen. Ja ich habe vor meinem Investment Ende November gut 1 Monat lang immer wieder mal Videos von Finanzfluss geschaut und auch in derem ETF-Handbuch gelesen und mich dann eben für diese 60/30/10 "Strategie" entschieden. 
Schön zu hören, dass auch andere das so machen. 
Bezüglich deiner Strategie zum "nachschießen" bei "Crash"-Situationen: Also du teilst das nicht auf in Schritte? Also bei -15% dann echt alles rein? Ich hatte eben seit meinem Investment einen Kursverlust von gut 10% und habe beschlossen dann zu kaufen eben. Ob das klug war wird sich noch zeigen. Andererseits habe ich aber auch noch deutlich Reserven gehalten, falls nochmals -10% kommen sollten. Das Sparkonto würde ich dann tatsächlich bei -30% dann verwenden. 
Bezüglich Meta und Apple: Ja da gebe ich dir recht. Bei Apple muss ich sagen, dass ich da wohl viel früher schon investieren wollte. Da ich viel Zeit mit Bildbearbeitung und Videoschnitt verbringe kann ich halt aus eigener Erfahrung sagen, dass das was Apple mit den neuen M-Chips herausgebracht hat echt der Wahnsinn ist. Ich glaube, dass sie da auch zukünftig den Markt dominieren werden. Wie gesagt bin ich da "leider" zu spät eingestiegen, weil das sich natürlich jetzt schon alles in den Kursen widerspiegelt. 
Bei Meta hab ich einfach den "Dip" gekauft ... Ohne groß nachzudenken. Ich hoffe dennoch, dass sich das über längere Zeit wieder erholt. Vor allem in Bezug auf das kommende "Metaverse" auch, obwohl ich persönlich kein Fan davon bin muss ich gestehen. Die Aktie hätte ich wohl so sonst nie gekauft wenn der Kursverlust nicht gewesen wäre. 
Das mit dem Klumpenrisiko stimmt natürlich. Ist mir bewusst so. Auf lange Sicht werde ich aber nur weiters meine ETFs besparen und somit wird die Position dann auch immer geringer. Hier und da werde ich aber dennoch Einzelaktien/Sektorwetten machen. Insgesamt will ich schauen, dass diese aber nie mehr als 25% ausmachen von meinem ETF/Aktien-Portfolio. 
Kurze Frage noch zu deinen Anleihen: Welche hast du da? Wo kaufst du die? Über einen Broker, bei der Bank? Welchen Broker nutzt du? Sind das Unternehmen- oder Staatsanleihen? Davon habe ich leider gar keine Ahnung. 
So das wurde jetzt länger als gedacht 😅 Danke dir auf alle Fälle für deinen Input. 
LG
Roman

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Roman Huber
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@matthias_544df1  
Danke für die Info bezüglich den Staatsanleihen - Das werde ich mir mal genauer ansehen. Leider habe ich hierzu KA. REIT kenn ich auch leider nur vom Hörensagen 😅 Da werde ich eher die Finger davon lassen. Generell muss ich mich jetzt zurücknehmen vermehrt in andere Dinge als meine 3 "Haupt-ETFs" zu investieren... Da ich eben auch kein Experte bin, ist es auch eher unwahrscheinlich, dass meine Sektor-wette bzw. die 3 Einzelaktien besser performen als meine 3 ETFs.

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Parqet Nutzer
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Hallo Roman,

also grundsätzlich hast du da ein solides Depot. Habe ich nichts dran auszusetzen.

Ich bin neben einem kleinen Notgroschen (als Beamter) All-In. Ich verfolge aber auch eine Dividenden(wachstums)strategie und reinvestiere die kommenden Dividenden dann manuell. Zusätzlich fließt einfach nur die monatliche Sparrate ins Depot.
Falls es crasht kann es sein, dass ich den Notgroschen zusätzlich investiere, den ich kontinuierlich immer nebenbei wieder aufbaue.

Gruß
Jimmy

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Roman Huber
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Hi @jimmy  
Danke, dass du dir Zeit genommen hast mein Portfolio genauer anzuschauen. Du steckst also dein ganzen Vermögen in ETFs/Aktien? Dein Portfolio sieht ja echt sehr "umfangreich" aus 😅 Nicht nur die Anzahl der Aktien, sonder auch das Volumen. Gratulation dazu. 
Als Beamter kann man sich halt wenigstens noch auf eine Rente verlassen (zumindest in AUT - Denke/hoffe das ist in GER auch so). 
Du scheinst ja auch relativ viel zu handeln wie ich sehe. Also beschäftigst du dich auch sehr mit der Börse/Aktien demnach? Leider fehlt mir hierzu die Zeit weshalb eigentlich alles einen langfristigen Anlagehorizont bei mir hat, sprich über 30 Jahre. Natürlich kann es mal passieren, dass ich hier und da mit Einzelaktien "zocken" werde. So wie in dem Fall Meta, dass ich dann auch bei entsprechenden Kursen eventuell verkaufen würde. Aber im Allgemeinen fehlt mir die Expertise/Zeit da regelmäßig mit Aktien zu handeln. 
Als selbständiger soll das mal eben mal meine "Pension" sein, da ich mich nicht nur auf meine staatliche Rente verlassen möchte. 
Zusätzlich habe ich tatsächlich noch eine Pensionsversicherung (irgendwann 2008/09 abgeschlossen kurz vor dem Studium) welche ich mit gut 150€ derzeit bespare. Die Sparrate ist dynamisch angewachsen, doch dieses Jahr habe ich die Erhöhung der Sparrate gestoppt und werde sie wohl auch nicht mehr erhöhen. Das ist die von "Standard Life" (Freelax oder so), doch so ganz vertraue ich dem ganzen leider nicht mehr, da die guten Zeiten solcher Pensionsversicherungen vorbei sind. Auflösen ist jedoch keine Option leider, da ich ansonsten wesentlich weniger herausbekommen würde als einbezahlt. Die rechnen sich halt erst ab 20+ Jahren oder so, da die Abschlusskosten damals leider hoch waren. Wenigsten ist dann aber alles KESt-befreit am Ende. 
Bezüglich Crash: Was sind deine Indikatoren um nachzuinvestieren? 
Bezüglich Sparrate: Was besparst du? ETFs oder auch Einzelaktien? Für mich war das in deinem umfangreichen Depot schwer ersichtlich. 
LG
Roman

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Parqet Nutzer
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@roman_73a349 Ja. Ich kann von einer sicheren Pension ausgehen. Wie hoch diese ausfallen wird, wird sich dann zeigen. Denn wir wissen ja: "Nichts ist sicher, nur der Tod und die Steuern."😂

Das Handeln sieht nur so aus, da ich jetzt erst einigermaßen zufrieden mit meinem langfristigen Depot bin. Grundsätzlich sollen die Positionen jetzt nur noch aufgestockt werden. Die Zusammenstellung hat länger gedauert.

ETFs laufen bei mir im Sparplan sowie zur Zeit 10 Einzelaktien. Dividenden reinvestiere ich manuell. Die Hälfte der monatlichen Sparrate investiere ich auch manuell.

Meine Indikationen zum grundsätzlichen investieren sind bei den Sparplänen auf die Einzelaktien der Aufbau der Positionen über das Cost-Averaging, da diese meinen Analysen nach überbewertet sind, ich aber die Aktienunternehmen im Depot haben möchte. Fallen diese in die Unterbewertung, stocke ich sie manuell in Tranchen auf, bis die erste Zielgröße (3000€) erreicht ist. Die nächste Zielgröße liegt dann bei 5000€ und dann 10000€ investiertes Kapital in das einzelne Unternehmen.

ETFs laufen einfach immer per Sparplan weiter.

Die Dividenden reinvestiere ich auch nur, wenn ich die einzelnen Unternehmen als unterbewertet/fair bewertet erachte und dann direkt in das jeweilige Unternehmen.
Bei meiner Meinung nach überbewerteten Unternehmen im Depot, die Dividenden ausschütten sammle ich diese zusammen und reinvestiere sie 1-2mal monatlich in entweder eine Position, die ich bis 3000€ aufbauen möchte oder in die Einzelaktie, die meiner Meinung nach die größte Unterbewertung aufweist bis zur nächsten Zielgröße. Ist sie dann noch weiterhin so stark unterbewertet, analysiere ich  nochmals, warum dies so ist und reinvestiere gegebenenfalls bis zur maximalen Zielgröße von 10000€.

Verstehst du meine Strategie? Ich habe mir da lange Gedanken gemacht.😊

Gruß
Jimmy

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Roman Huber
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Hi @jimmy
Danke für deine umfangreiche Antwort. Echt spannend, wenn man sich damit ein wenig besser auskennt 😅 Davon bin ich leider weit entfernt und bleibe deshalb mit minimum 75% in ETFs, weil ich ansonsten sicherlich den ein oder anderen groben Fehleinkauf tätigen würde. Finde die Zielgrößen von dir auch spannend. Ich habe für mich jetzt eben auch entschieden vorerst nicht mehr als rund 1.500€ in eine Einzelaktie zu stecken, da ich wie gesagt einfach zu wenig Hintergrund wissen besitze und auch keine Analysen wie du anstelle/anstellen kann. 
Ich werde sicherlich noch öfters bei dir ins Depot schauen 😊 Finde das super, dass hier einige das zur Einsicht preisgeben. Eben spannend wie andere das Thema Aktien und ETFs handhaben. 
Schönes Wochenende dir schon mal.
LG
Roman

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Philipp
Investor
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+2

Hallo Roman,

spannend, hier mal bekannte Gesichter und deren Gedanken zu dem Thema zu sehen (Grüße aus der Region). 😉 Grundsätzlich mal Gratulation zum Schritt Richtung Kapitalmarkt. Dein Depot schaut für mich nach einer soliden Core-Satellite Strategie aus, wenngleich deine Wetten natürlich einem gewissen „Bias“ (Foto/Videobranche) unterliegen (ausser Meta). Hinsichtlich Apple wäre ich persönlich zum Beispiel vorsichtig, denn alles was die M-Chips angeht ist mit Sicherheit schon im Kurs eingepreist, denn die Börse handelt ja die Zukunft und gerade bei diesen großen Playern sind ja schon Gerüchte über zukünftige Entwicklungen sofort eingepreist.

Interessant finde ich deine Entscheidung für ein Trade Republic Depot, welches als Österreicher ja nicht steuereinfach ist, allerdings für dich als Selbstständiger wohl weniger ein Thema, weil du deine Einkommen ohnehin immer mit Hilfe oder zumindest eigenständig versteuern musst. Sonst ist hier ja eher Flatex ein geeigneter Broker für uns, da steuereinfach.

Wichtig ist denke ich, dass man für sich eine Strategie hat und an dieser auch festhält. Deine Aufteilung zwischen Core (Weltportfolio) und Satellite (Wetten) ist da z.B. ein wichtiger Punkt dabei, an dem du festhalten sollst. Deine Aufteilung zwischen Risikobehaftet (Aktienmarkt) und Risikoarm (Sparkonto) gehört auch dazu. Ich würde hier aufpassen, dass du dich nicht zu sehr von den vermeintlich günstigen Einstiegsmöglichkeiten lenken lässt (denn auch das ist wieder Market-Timing, kann immer noch weiter dippen), denn je mehr EK für den Bau, desto besser. Ich glaube nämlich nicht daran, dass die Zinsen ewig so günstig sein werden und besser als jede Rendite am Kapitalmarkt ist der Gewinn durch Kreditzinsen, die sind nämlich bei Vermeidung absolut sicher. Ich habe für mich z.B. mit einem ähnlichen Plan 85% des Vermögens am Tagesgeld, und gehe nur mit 15% in den Kapitalmarkt für die langfristige Altersvorsorge um dennoch vom Zinseszins zu profitieren. All-In oder auch nur über 30% in Risikobehafteten Assets wäre also für mich mit meinen Plänen (selbstbewohnte Immobilie) niemals ein Thema, selbst wenn wir um 60% einsinken, denn der Anlagezeitraum bis zum Baustart reicht nie aus um Safe hinsichtlich des nötigen EK eines Bauvorhabens zu sein. Und gerade als Selbstständiger trägst du da natürlich nochmals ein erhöhtes Risiko mit Auftragslage und Einkommen, denke ich.

Abgesehen vom EK für den Bau darfst du auch nicht den Notgroschen aus den Augen verlieren, welchen man immer am Tagesgeld halten sollte und der vom EK für den Bau nochmals abzuziehen ist (3-6 Netto-Monatsgehäter bzw. Ausgaben…je nachdem wie man das sieht). Denn im Notfall sollte das Depot immer unangetastet bleiben, sonst kann es bei einer Entnahme „teuer“ werden. Bei der Immobilie sollte man auch immer Rücklagen noch im Auge haben, vor allem da ja die Kreditzeiträume meist sehr lange kalkuliert sind bei unserem schönen, aber teuren Land mittlerweile.

Die Sparrate ist ok, planst du diese auch während der Kredittilgung so weiter zu fahren, oder setzt du diese dann aus? Auf deine Frage hinsichtlich Indikatoren bzw. "Crash" würde ich aus heutiger Sicht einfach stur den Sparplan auf das Weltportfolio laufen lassen und mich an deinen anderen Fronten eher mit EK absichern und nicht versuchen übertriebenes Market-Timing zu versuchen. Zumindest ist das mein Plan 😀

LG
Philipp

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Roman Huber
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Servus @philipp_machac 😅
Ist ja lustig, dass sich hier noch andere aus dem gleichen Ort umhertreiben. Ja also bei Apple und Adobe steh ich dahinter als Nutzer dieser Produkte. Ob das nun klug war oder nicht wird sich zeigen 😅 Nach der Kurskorrektur die jetzt stattfand zumindest bei Adobe und Meta (hoffentlich geht es halt nicht noch weiter runter), dachte ich halt es wäre ein guter Zeitpunkt einzusteigen... Auch wenn ich jetzt kein explizites Markettiming betreiben will. Meta war eine Kurzschlussreaktion weil die halt echt heftig korrigiert worden sind. 
Hier hoffe ich halt, dass die in den nächsten Jahren wieder stärker mitmischen auch aufgrund des Metaverse - Bin zwar überhaupt kein Fan davon, aber falls das aufgeht will ich zumindest "mitgespielt" haben. 
Bezüglich Metaverse ist natürlich auch mein Halbleiter-ETF eigentlich relevant (Nvidia, etc.) und auch die Einzelaktien von Adobe und Apple (obwohl die sich zum Thema Metaverse noch bedeckt halten, was ich so mitbekommen habe zumindest). Das einzige was ich jetzt noch überlege ist, ob ich auch einen ähnlich großen Anteil noch in Microsoft stecke, da die ja ebenfalls daran arbeiten ... Das klingt dann alles so, dass ich vermehrt auf Einzelaktien auch setze, obwohl das eigentlich nicht meine Strategie ist/sein soll. 
Falls das Metaverse aber NICHT erfolgreich wird, werden Adobe, Apple und Microsoft trotzdem gestandene Player sein/bleiben. Bei Meta wäre ich mir da eben nicht so sicher. 
Ich will diese Positionen aber dann auch nicht weiter ausbauen eigentlich. Und da ich nur meine 3 "Haupt"-ETFs bespare, wird diese Position dann auch deutlich geringer werden über die Zeit. Auf lange Sicht sollten die 3 Haupt-ETFs eben min. 75% meiner Aktien/ETFs ausmachen. Die anderen 25% dann gerne Sektorwetter und Einzelaktien. Zur Zeit machen die 3 Haupt-ETFs rund 73% aus - Also kommt das eh hin. Wenn der Wert der 3 Haupt-ETFs dann mal wieder deutlich über 75% liegt werde ich dann sicherlich aber wieder mal hier und da Einzelaktien kaufen. Eventuell auch früher falls es zu starken Kurskorrekturen kommen sollte. 
Bezüglich Trade Republic:
Genau das ist nicht steuereinfach. Doch ich habe sowieso einen Steuerberater aufgrund der unternehmerischen Tätigkeit, somit ist das für mich kein Problem. Alleine könnte ich es tatsächlich nicht und wäre sonst eher bei Flatex, das stimmt. Letztes Jahr meinte übrigens Trade Republic, dass sie vorhaben steuereinfach in AUT zu werden 😅 Mal schauen wie lange das dann wirklich dauert.
Bezüglich deinen Tipps zur Strategie:
Ja da gebe ich dir Recht. Da muss ich ein wenig aufpassen, dass ich mich auch daran halte. Wie eben oben erwähnt sollten meine 3 Haupt-ETFs bei rund 75% aller Aktienwerte liegen. Das kommt ja jetzt gut hin gerade. Natürlich kann das auch mal 5% in die eine oder andere Richtung ausschlagen je nachdem was sich am Markt gerade tut. 
Bezüglich EK/Hausbau:
Bei mehr EK für Hausbau weiß ich nicht ob das besser ist zur Zeit. Die Zinsen sind (noch!) sehr niedrig. Lieber zahle ich das Haus dann auf 30 Jahre normal ab anstatt auf 15-20 Jahre und kann dafür auch heute schon im Aktienmarkt mitspielen/Zinseszinseffekt nutzen und da hoffentlich höhere Renditen erzielen als die Höhe der jährlichen Zinsen. Da hätte ich aber keine Bedenken - Sollte dann halt zu großen Teilen ein Fixzins sein logischerweise. Ob der Hausbau so stattfindet steht eh noch in den Sternen leider bei den Preisen... Günstiger wird's wohl aber auch nicht mehr werden, zumindest hier bei uns in Tirol. 
Bezüglich Notgroschen:
Das liegt bei mir immer am Giro-Konto. Da liegen so 3-7 Monatsumsätze rum, da öfters mal Rechnungen von SVS, etc. reinflattern und ich die immer sofort ohne Probleme begleichen will. Je nachdem wie die Rechnungen reinfliegen liegt da mal mehr, mal weniger drauf, aber immer min. 3 Monatsumsätze. Das Depot wird sowieso für 30 Jahre nicht angegriffen. Da muss schon was krasses passieren. Das ich mich in der Zwischenzeit mal von der ein oder anderen Aktie trenne kann natürlich passieren. 
Bezüglich Sparrate: 
Die wird auch weiterhin so bespart auch wenn ich den Kredit dann zurückzahle. Auch die private Pensionsversicherung, auch wenn ich die nicht mehr erhöhe. Das ist auch der Grund warum die Sparrate relativ niedrig ausfällt. Falls die Auftragslage es dann aber hergibt kann es gut sein, dass ich einfach so mal einen Betrag investiere/den Sparplan für ein bestimmtes Monat/bestimmte Monate nach oben setze. Aber bei 200€ will ich mindestens bleiben. 
Bezüglich Markettiming:
Ja da gebe ich dir absolut recht. Das sollte ich vermeiden. Es war halt gerade verlockend leider und ich wurde schwach 😩. Aber wie gesagt wird das EK bereits Ende April wieder da sein, weil viele Projekte bis dahin dann abgeschlossen werden. Das habe ich bei meinen jetzigen Investitionen natürlich berücksichtigt. 
Aber sehr cool, dass du dich damit sehr viel beschäftigst 😅 und deutlich mehr Erfahrung und Ahnung hast als ich. 
Kurze Frage noch zu deiner "selbstbewohnten Immobilie": Da würde mich echt brennend interessieren was du für eine Laufzeit hast und ob Fix-Zins oder variabel bzw. was zu welchen Teilen. Oder musstest du gar keinen Kredit dafür aufnehmen? Das sind sehr persönliche Fragen. Mir ist klar, dass du das nicht hier im Chat besprechen willst/kannst. Aber eventuell auf eine andere Art und weiße. Ich bin unter gleichem Namen auch auf FB beispielsweise zu finden 😉
LG
Roman

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