Sonja
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Gepostet in Portfolio Roasts

Hallo Summit,Mein Name ist Sonja, ich bin 53 Jahre alt und bin angestellt bei e…

Hallo Summit,

Mein Name ist Sonja, ich bin 53 Jahre alt und bin angestellt bei einem Versorgungsunternehmen in NRW. Als Führungskraft verdiene ich ca. 5200,-€ netto im Monat und bin sehr gut in der Lage bis zu 3000,-€ monatlich zu sparen. Bisher schon etwas mehr.

Ich habe aktuell meine Sparpläne in den ETF´s erhöht, diese betragen z.Zt. So um die 1700,- monatl. Im letzten Jahr habe ich angefangen mich mit dem Portfolio intensiver zu beschäftigen und habe einiges verkauft und neues gekauft.

Weiterhin beschäftige ich mich mit verschiedenen Unternehmen und investiere in kleinen Schritten in Aktien. Da bin ich aber noch am Anfang. Meine Strategie ist, einen kleinen hinzuverdienst mit Dividenden mir aufzubauen und so ein Polster fürs Alter aufzubauen um finanziell / freier zu sein.

Ich würde mich über eure ehrliche Meinung freuen und gerne Tipps zur Steuer und Gebühren (ich finde es etwas hoch) und auch ob mein Portfolio so diversifiziert genug ist. Meint ihr ich habe zu viel ETF´s??? Ich habe zwei Depots, eins noch bei der Commerzbank, mein Hauptdepot ist bei ingDiba.

https://app.parqet.com/p/691c2050c9b04b5559061568/analytics/allocation

VG

Sonja

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8 Kommentare

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Marius
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Würde mich von den Themen-ETFs trennen (Lotterie) und die ganzen kleinen Positionen unterhalb von 1% konsolidieren (Teil verkaufen und den Rest aufstocken). Denn die sind so klein das selbst wenn sich ihr Kurs verzehnfacht sich das kaum auf das Portfolio insgesamt auswirkt. Persönlich finde ich auch dass es bei über 30 Positionen anfängt unübersichtlich zu werden.

Transaktionen mit geringem Volumen sind bei der ING auch relativ teuer: Eine 4000 Euro Transaktion kostet ca. 15 Euro, vier 1000 Euro Transaktionen hingegen zusammen 30 Euro, und zehn 400 Euro Transaktionen schon 60 Euro. Da kommt auf Dauer einiges zusammen, und gerade in den letzten anderthalb Jahren hast du recht viel “Kleinkram” gehandelt. Sprich: Seltener kaufen/verkaufen, dafür dann größere Mengen.

Alternativ für sowas ein Depot ohne Ordergebühren bei einem Neobroker anlegen und mit Depotüberträgen arbeiten (spart Geld, macht aber etwas Arbeit).

Was Steuern angeht kann man nicht so viel machen:

  • schauen dass man den Freibetrag jedes Jahr möglichst vollständig nutzt
  • evtl. schauen wo man Verluste realisieren kann um sie mit Gewinnen verrechnen zu können (wenn man nicht mehr von einer zeitnahen Erholung ausgeht). Achtung: Jeder Verlust kann nur mit bestimmten Gewinnen verrechnet werden.
  • für Dividenden zukünftig eher auf ETFs als Einzelaktien setzen, dank Teilfreistellung ist das steuerlich in der Regel etwas effektiver.

Regionale Diversifizierung sieht ganz ok aus, bei den Sektoren evtl. demnächst eher defensive Titel übergewichten (Versorger, Basiskonsum, Telekommunikation, …)

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Florian Splettstoesser
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Ich finde es gut dass du investierst. Keep it Simple Baby sollte doch das Motto sein. Ich würde ehrlicherweise den ACWI deutlich erhöhren und kleine Titel duetlich reduzieren. Hast dasselbe Problem wie ich. Unterperformance, da zu viele Einzeltitel.

LG

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Das_Lama
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Hallo Sonja,

was mir als erstes ins Auge springt ist das Fehlen einer breit gestreuten Basisanlage. Du hast zwar einen ACWI-IMI-ETF und den Prime Global, die beiden machen aber zusammen unter 10 % des Portfolios aus. Dein Schwergewicht, der Nasdaq-100-ETF, ist mit 20 % auch nicht sehr stark gewichtet, erfüllt aber meiner Meinung nach auch nicht das Kriterium „breit gestreut“. Regional natürlich nicht, aber darüber hinaus auch nicht sektoral. Dazu sind derzeit knapp 48 % des ETF in die Top 10 Titel investiert, zu denen auch die von dir nochmals separat gekaufte Microsoft gehört.

Natürlich braucht es auch nicht zwingend diese breite Basisanlage, wenn man sich bewusst dagegen entscheidet. Ich bin mir aber nicht so sicher, ob das bei dir der Fall ist, es wirkt auf mich ein wenig so, als ob sich das Portfolio „halt so ergeben hätte“. Damit meine ich ausdrücklich nicht, dass ich deine Einzelaktien grundsätzlich schlecht fände, ein paar davon wie z.B. Nestlé, Coca-Cola, Microsoft, und MüRü habe oder hatte ich selbst im Depot liegen. Aber wie gesagt, lese da nicht wirklich eine Strategie hinein – das kann aber natürlich mein Fehler sein.

Die in den vorigen Beispielen angesprochene Gewichtungsfrage möchte ich nochmals mit einem Beispiel untermauern: Deinen „offiziellen“ Topmover TKMS ignoriere ich, weil du die Aktien durch den Spinoff erhalten und die Positionsgröße nicht selbst bestimmt hast. Stattdessen blicke ich da auf Puma. Da hast du einerseits (aus heutiger Sicht) alles richtig gemacht oder sehr viel Glück gehabt, indem du mit den Käufen im November fast das Tief getroffen hast. Jetzt hast du da grundsätzlich eine super Rendite drauf (IZF über 100), aber eben „nur“ 650 Euro, von denen dir im Verkaufsfall keine 500 Euro übrig blieben. Das ist natürlich nicht wenig Geld, angesichts deines sehr hohen Einkommens und einer Depotgröße über 100k aber auch nicht gerade lebensverändernd. Damit möchte ich nicht sagen, dass du solche Positionen nicht haben solltest. Ich habe selbst ein paar Einzelaktien, von denen die kleinste Position ein Portfoliogewicht von knapp 0,5 % hat. Da greift das, was die Mitforisten schon schrieben – einen echten Einfluss auf die Gesamtrendite kann so eine Position kaum haben. Solange man sich dessen bewusst ist, und sich aus Gründen trotzdem bewusst auch für Einzelaktien entscheidet (z.B. fühlt sich anders an, macht Spaß, man lernt was dabei, was auch immer) finde ich das völlig in Ordnung.

Der zusammenfassende Gedanke: ich persönlich bin Anhänger vor Core-Satellite, deswegen wäre dein Portfolio eher nichts für mich persönlich – aber es muss ja auch zu dir passen, nicht zu mir. Vielleicht kann es Sinn ergeben, dass du geistig einen Schritt zurücktrittst und unabhängig von deinem Bestandsportfolio überlegst, was überhaupt deine Strategie ist. Dann kannst du im zweiten Schritt schauen, ob der aktuelle Aufbau dazu passt.

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Dividend to Retire
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Versuche die Anzahl der Einzelpositionen auf Dividenwerte zu reduzieren (Procter, Munich RE, Coca Cola, etc.)
Schau mal hier ob etwas für dich dabei ist - das sind meiner Meinung nach die besten Dividenden ETFs:
NL0011683594 - VanEck Morningstar Developed Markets Dividend Leaders UCITS ETF
IE00B8GKDB10 - Vanguard FTSE All-World High Dividend Yield UCITS ETF - USD DIS
IE0005AJA0P1 - L&G Global Quality Dividends UCITS ETF USD Dist

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stilgar
Plus
Beta

Willkommen bei Parqet Sonja,

ich (selber Anfang 60) bin auch erst spät mit dem “richtigen” investieren angefangen.

Gerade das Thema Transaktionskosten frisst viel Rendite, da würde ich mich nach einem neuen Broker umschauen - ich selber bin über Umwege bei Smartbroker plus/Baader Bank gelandet. https://www.smartbrokerplus.de/de-de/konditionen/

Ich geb Markus recht das mehr Konzentration würde dem Depot gut tun.

Ich bin auch noch dabei mein Depot zu strukturieren (https://app.parqet.com/p/68c50cf4ae297dfba57a7d1c) - ist zur Zeit leider nicht so übersichtlich da bei meinen USD Werten gerade ein Brokerwechsel in Etappen läuft.

Du könntest z.B. Schlumberger gegen den iShares S&P 500 Energy Sector tauschen da würdest Du weiter streuen - ich habe nicht nur den sondern auch Haliburton was der Sektor ist.

Du schreibst Du möchtest mit Dividenden einen Hinzuverdienst aufbauen aber “der Divididen ETF” fehlt im Depot, VanEck Morningstar Developed Markets (NL0011683594)

Ansonsten weiterhin viel Spass und Erfolg

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mk.investment
Investor
Beta

Guten Morgen,

Ich persönlich würde tatsächlich insbesondere auf Grund des Alters (sagt man bei Frauen nicht ich weiß) aber nicht mehr den Nasdaq so hoch besparen.

Du wolltest ja gerne Dividenden / Cashflow

Und die sind da, wenn es eine ausschüttende Variante ist kaum.

Desweiteren würde ich wahrscheinlich keine Themen ETfs machen, es sind ja immer Wetten, und wenn ein Thema groß wird, werden sie auch höher gewichtet in breit gestreuten Welt ETF´s

wenn ich dass gemacht hätte, würde ich wahrscheinlich 3 Dividenden ETF´s suchen die unterschiedlich im Quartal ausschütten und dass freie Kapital investieren und wenn die Sparsumme höher geht, so wie ich es raus gelesen habe, dann diese auf die 3 ETS konzentrieren für deine “Zusatzrente” .

Und zu dem Thema Gebühren, man muss sich wohl fühlen bei seinem Broker, über die Jahre sind es zwar echte Kosten, aber wenn du z.B. keinen Neobroker haben möchtest aus Sicherheitsgefühlen heraus, kann man es sicherlich auch verstehen, aber insgesamt würde ich schon mal schauen ob ein Wechsel Sinn macht.

PS natürlich alles nur meine persönliche Meinung und keine Anlageberatung

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mk.investment
Investor
Beta

und bitte nicht sooo viel rum “traden” deine Verkäufe sind schon echt nicht wenig und deine Umschlagszahlen

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Benjamin
Plus

Versuche deine Kosten zu senken, du hast über 6% deines Depots nur für Gebühren und Steuern bezahlt. Ich würde das Depot auch stark verknappen, da hast du viele kleine sehr spekulative Einzelpositionen die keinen Großen Hebel auf dein Depot haben. Lieber ein paar solide ETF´´s aufstocken.

Lass dich nicht so stark von zyklischen Hypes treiben wie Novo / Crowdstrike oder Waffen Industrie

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