Peter Andres
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Gepostet in Portfolio Roasts

Öl raus, Kohle rein – Mein Kohle-Portfolio bis 2031

Moin zusammen,

nachdem ich im Februar meinen Öl-Portfolio/Trade vorgestellt (/community/p/01a19e1b-585e-72fa-be20-b44d22b69f04) und im März noch nachgelegt habe warum der Preis bis ende des Jahres hoch bleiben wird (/community/p/01a19e1b-5860-70a1-b057-cfe6a6740e8e), ist es jetzt an der Zeit, den Sack zuzumachen. Im Endeffekt ist der Trade  aufgegangen, auch wenn nicht so wie ich mir das vorgestellt habe. Aktuell ist mir aber wieder zu viel Euphorie im Ölmarkt. Kann es noch weiter steigen? Vermutlich ja, dafür spricht mehr als dagegen, aber die wirklich großen Sprünge erwarte ich auf dem Niveau nicht mehr.

Ich habe mich deshalb in den letzten Wochen nach einem Sektor umgeschaut, auf dem aktuell gefühlt sehr viel “Hass” schwebt und bin bei Kohle gelandet. Die Kiste bietet mir ein sehr ähnliches Setup wie Öl vor einem Jahr, oder Gold in 2018.

Mein Ziel: 100% Rendite bis 2031 (was knapp 20% p.a. entspricht). Der Trade ist risky, daher muss er auch entlohnt werden. Wenn er nicht aufgeht, dann ist das für mich nicht das Ende der Welt.

Die Investment-Thesis ist eigentlich extrem simpel:

·       Kapital-Abzug durch ESG: Banken, Pensionskassen und Fonds schließen Kohleprojekte systematisch aus. Neue Minen bekommen so gut wie kein Fremd- oder Eigenkapital mehr. Bei uns in der Bank im Wholesale Team würden die das nicht mit der Kneifzange anfassen und aus meiner vergangenen Wholesale-Bänker-Zeit kann ich mich auch nicht daran erinnern als hätten wir so etwas finanziert.

·       Keine neuen Genehmigungen & schrumpfendes Angebot: Welcher Politiker genehmigt heute noch gerne eine neue Kohlemine? Richtig, kaum einer. Eben in Australien passiert bei einem der Unternehmen dort. Gleichzeitig erschöpfen bestehende Minen nach und nach. Das Angebot verknappt sich also von ganz allein.

·       Nachfrage in Asien brennt weiter: Im Westen steigen wir aus, aber in den aufstrebenden asiatischen Schwellenländern (Indien, Südostasien) wächst der Energiebedarf massiv. Erneuerbare decken dort vor allem den Zusatzbedarf, ersetzen Kohle aber nicht als Grundlast. Und für die globale Stahlherstellung ist Metallurgical Coal auf absehbare Zeit schlicht alternativlos.

·       Zahltag für Aktionäre: Weil die Unternehmen kaum Geld für teure neue Förderprojekte ausgeben können (dürfen), geht der operative Cashflow fast vollständig an die Aktionäre zurück. Keine Verschwendung durch Megaprojekte, sondern fette Dividenden und Aktienrückkäufe. Wenn Alpha Metallurgical Resources zB so weitermacht mit Rückkäufe, sind in 10 Jahren keine Aktien mehr da.

Klar, das Thema ist extrem volatil und das Image unterirdisch, aber genau da liegt der Bewertungsabschlag. Kein Großinvestor investiert dort, wie soll er die Vola seinen Kunden erklären. Gut geführte Produzenten erwirtschaften hier selbst über den gesamten Zyklus hinweg Eigenkapitalrenditen von über 20%. In manchen Jahren halt 0% und in manchen 80%.

Wie gehe ich den Trade an? Ich habe mir in rund 35-40 Stunden Research (bei Öl war es deutlich mehr) knapp 20 Unternehmen angeschaut und habe mich für 5 entschieden die ich zu jeweils gleichen Tranchen gekauft habe:

1.     New Hope Corporation (911204) – Der beste Allrounder (Thermal Coal)

2.     Alpha Metallurgical Resources (A2QNUN) – Die Cash-Cow (Metallurgical Coal)

3.     Stanmore Resources (A0YFE7) – Der Pure-Play Value-Tipp (Metallurgical Coal)

4.     Warrior Met Coal (A2DN7L) – Der Qualitäts-Produzent mit Wachstum (Metallurgical Coal)

5.     Thungela Resources (A3CL8X) – Der “High-Risk and High-Reward Trade” aus Afrika (Thermal Coal)

Hier das Portfolio: https://app.parqet.com/p/6ad763878246eeca853e1f8a

Sollten die Preise der Aktien sinken, werde ich vermutlich geziehlt nachschiessen und bis 20k Kapital dafür allokieren. Wie seht ihr das Ganze? Noch jemand in Kohle?

23 Kommentare

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Wurstsuppe
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Der Kohleproduzent von dem ich mich getrennt habe, war, nachdem Vanguard und Blackrock gegen eine Abtrennung der Kohleproduktion erfolgreich intervenierten:

Glencore JE00B4T3BW64 → quellensteuerfreie Dividenden aus Jersey

Bevor du zurück zu Öl/Gas springst, würde ich dir ja fast vorschlagen, statt immer Einzelaktien zu picken, lieber auf deine kompletten Strategien zu setzen.

  • Boreas VettaFi Dividend Winners in Natural Resources UCITS ETF USD (Dist) - ISIN IE000JY1X8B3 (sehr junger ETF der deinen fossilen Korb abdeckt)
  • Invesco Morningstar US Energy Infrastructure MLP UCITS ETF Dist - ISIN IE00B8CJW150 (setzt auf nordamerikanische MLP-Infrastruktur und zahlt seit Jahren hohe Dividenden, die als ETF mit 30% Teilfreistellung bei dir ankommen)
  • iShares STOXX Europe 600 Oil & Gas UCITS ETF (DE) - ISIN DE000A0H08M3 (globale Diversifikation zu Nordamerika und ebenfalls Teilfreistellung)
  • Adams Natural Resources Fund - US00548F1057 (nicht gehebelter CEF auf den US-ÖL-und-Gas-Sektor, wenn du den unter seinem NAV bekommst, kann es eine sinnvolle Ergänzung sein, zudem als Fond vermutlich! auch teilfreigestellt
  • wenn es eine globale Nachfrage gibt, dann dürfte auch Schüttguttransport ein Thema sein:

    • Genco Shipping & Trading Ltd - MHY2685T1313 (Schüttgut, mit Kohleschwerpunkt)
    • Star Bulk Carriers Corp - MHY8162K2046 (Schüttgut, mit Kohleschwerpunkt)
    • Hafnia Ltd - SGXZ53070850 (Öl/Gas-Transport, zudem quellensteuerfreie hohe Dividenden)
    • Seehandel auch für Öl/Gas zahlt traditionell zyklisch hohe bis extrem hohe Dividenden

Wie immer auch du deine Strategien planst, würde ich die ETF oder Gesamtstrategien mit reinnehmen und länger halten(!), so lange es nicht rechtlich oder ökonmisch kollabiert.

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Parqet Nutzer
Investor
Terminal
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Sehr interessant. Danke fürs teilen!

Beim Öl werden wir sowieso komplett angelogen. Das Peak Oil wurde nie erreicht und es sprudelt munter weiter. Es gibt sogar Theorien die behaupten, dass Öl erneuerbar sei.

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Maik S.
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@p1p ,

diese Theorien sind auch schon paar Jahrzehnte alt. Ich bin kein Verschwörungstheoretiker, aber unter den Aspekt die Preise oben zu halten könnte diese Theorie Sinn machen.

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basti
Investor
Terminal
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@n_f in dem Zuge bin ich tatsächlich tranchenweise ab 100 Dollar je Barrel short gegangen (gehe noch weiter) auf brent, da der Ölpreis wieder fallen muss.. keiner weis wann aber er muss und die dadurch erwirtschafteten gewinne werden direkt in shell und chevron umgemünzt sofern es die Bewertung erlaubt

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Peter Andres
Autor
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@p1p Das Öl wird auch in 50 Jahren noch weiter sprudeln…die Frage ist nur, zu welchem Preis. Das Problem, das ich sehe, es wird einfach viel zu wenig in die Erschließung neuer Quellen investiert. Allein um die jetzige Nachfrage über die nächsten Jahrzehnte konstant zu halten, fehlen knapp 1 Milliarde US-Dollar an Investitionen und zwar pro Tag. Wenn man bedenkt, dass die Nachfrage zusätzlich um 1 bis 2 Millionen Barrel pro Tag und Jahr wächst, sieht das nicht gut aus.

Ich werde wieder in Öl einsteigen, warte aber noch ab, bis sich der Krieg etwas abgekühlt hat, das Logistik-Chaos sich beruhigt hat und der Barrel-Preis wieder etwas runterkommt. Das schwarze Gold und die daraus gewonnenen Produkte werden wir schließlich noch sehr sehr lange brauchen.

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Peter Andres
Autor
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@s._k Da gebe ich dir Recht, ab irgend einem Punkt wird die Nachfrage einbrechen, die Frage ist halt nur wann. Wenn ich wetten müsste, werden wir die hohen Preis noch bis Q1 27 sehen und dann erst sich wieder langsam nach unten bewegen (solange der Krieg nicht wieder entfacht oder was anderes passiert). Wie ich schon oft gehört habe, “the cure for high prices are high prices”. Der Satz hat bis jetzt immer gepasst

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Buschhupe
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Buschhupe
Plus

@n_f Deine Quelle für die US-Ticker ist unzuverlässig.!

New Hope Corporation (NHC) = NHPEF.
Stanmore Resources (SMR) = STMRF
Thungela Resources (TGA) = TNGRF
AMR und HCC stimmen

Keine Gruppe für mich. Lediglich Glencore (GLNCY) erweckt Fantasie auf den ersten Blick.

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Buschhupe
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@n_f Unternehmen aus der Gruppe oder im Allgemeinen? Dividendentitel oder Momentumtitel? Longterm oder Swingtrade?

Ich habe heute 50% meiner Ölwerte verkauft. Ich halte im Moment nur noch SU, CNQ, EQNR, SHEL, KMI und OKE. Von diesen Titeln werden ebenfalls die Hälfte verkauft. Die drei rolloptimierte ETFs auf Rohstoffe werden ebenfalls zu 50% reduziert.

Ich schichte um in Tech/KI als Swing- und Momentumtrade. SPX mit Ziel 8500.

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Buschhupe
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@n_f Vorab: Das ist keine Anlageberatung, sondern spiegelt nur meine persönliche Meinung wider!

Ich würde auf den ersten Blick in NRP, GLNCY und HCC näher betrachten. Auf den zweiten Blick nur NRP. AMR ist zwar schuldenfrei aber es kommt zu wenig. Schuldenfrei und Top wäre z.B. ANET.
Anbei die Auswertung des Screenshots durch die KI und der Chart mit dem Index (Gruppe).

Energie wird im IV. Quartal weiter nachgeben. Gleiches gilt für die US-Zinsen. Der Sektor wird in diesem Quartal underperformen.

🟢 Grün: NRP (Natural Resource Partners L.P.)

  • Stärken: Überragende Rentabilität mit einer ROE von 23,0 % und extrem starken Pre-tax Margins von 67,4 %. Die Verschuldung ist mit 3,0 % Debt sehr niedrig. Das A/D Rating von A+ zeigt massive Akkumulation (Käufe durch Institutionelle).
  • Schwächen: Das EPS Rating (40) ist mäßig. Das Handelsvolumen ist im Vergleich zum 50-Tage-Durchschnitt stark rückläufig (-49,9 %).

🟡 Gelb-Grün: GLCNY (Glencore PLC ADR)

  • Stärken: Das stärkste EPS Rating (84) und ein sehr starkes RS Rating (81) in dieser Auswahl, was auf ein hohes Gewinnwachstum und relative Kursstärke hinweist.
  • Schwächen: Die fundamentale Rentabilität ist aktuell schwach (ROE 0,9 %, Pre-tax Margins -0,4 %). Die Verschuldung ist mit 69,5 % Debt spürbar erhöht. Das A/D Rating von E signalisiert derzeit Distribution (Verkäufe).

🟡 Gelb: HCC (Warrior Met Coal Inc.)

  • Stärken: Sehr hohe Earnings Stability (76) und ein hervorragendes EPS Rating (85). Die Verschuldung ist mit 10,9 % Debt

    gut im Griff.

  • Schwächen: Die aktuellen Margen (4,2 % Pre-tax) und die ROE (2,7 %) sind im Vergleich zu NRP sehr niedrig. Auch hier deutet das A/D Rating von E auf institutionelle Verkäufe hin.

🔴 Rot: AMR (Alpha Metallurgical Resources)

  • Stärken: Nahezu schuldenfrei mit lediglich 0,9 % Debt.
  • Schwächen: Insgesamt ein sehr schwaches Bild. Negatives Wachstum (ROE -3,9 %, Pre-tax Margins -4,1 %), eine Earnings Stability von 0 und ein extrem schwaches Comp Rating (25) sowie EPS Rating (18). Auch das A/D Rating steht auf E.

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Peter Andres
Autor
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@buschhupe Unternehmen aus dem Kohle-Bereich.

Die 8500 könnten ein guter Trade sein.

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Peter Andres
Autor
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@buschhupe danke. Hatte das eigentlich schon mit den WKN ersetzt, aber beim copy und paste eine alte Tabelle kopiert.

Welche Unternehmen findest du interessant?

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U
Unbekannt

@n_f Würdest du uns auch einen Blick in dein Dividendenportfolio erlauben? Ich selbst bin eher skeptisch gegenüber Dividendenstrategien, aber du hast hier im Forum an verschiedener Stelle Beiträge geschrieben, die mich neugierig gemacht haben. Viele Grüße

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Peter Andres
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Parqet Nutzer hier ist ungefähr 2/3 meiner Equity-Investition drinnen: https://app.parqet.com/p/64a295c8a9f38b5dc26d73fc. ich lasse es nur kurz online, da ich das letzte Mal als ich es gepostet habe nur negatives Feedback bekommen habe. Brauche ich nicht

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U
Unbekannt

@n_f Herzlichen Dank. Ist leider auf privat gestellt.

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Phil

Ganz ehrlich? Bei (sinngemäß) “vor 6 Monaten fand ich Öl noch geil, jetzt glaub ich aber nicht mehr an meine Strategie und schwenke jetzt auf Kohle um”, musste ich noch schmunzeln. Bei Renditeerwartung von 20 % p. a. über 5 Jahre habe ich dann aufgehört zu lesen.

Zu Kohle kann ich nichts sagen, aber bei den Punkten

  • Renditeerwartung über mehrere Jahre mehr als doppelt so hoch wie der realistisch erwartbare Marktdurchschnitt und
  • dass du schon nach wenigen Monaten Geopolitik deine Strategien über den Haufen wirfst, aber bis 2031 planst,

ist absehbar, dass deine Anlagestrategie an völlig überzogener Renditeerwartung und an deinem mangelnden Vertrauen in die eigene Strategie scheitern wird. Meine Wette: In wenigen Monaten stellst du uns den nächsten Umbau vor. Ich drücke dir die Daumen dass du hoffentlich kein Geld verlierst bei solchen nischigen Zockereien.

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Buschhupe
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@n_f Falls Du ihn noch nicht kennst, solltest Du Javier Blas aufmerksam lesen.

https://x.com/JavierBlas/status/2097923101300261003?s=20

Ebenso Amanda von Dyke.
https://x.com/AmandaVandyke13

Und fürs allgemeine Marktgeschehen Charlie McElligot von Nomura. Allerdings sind seine aktuellen Berichte/Analysen schwer zu bekommen.

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Peter Andres
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@buschhupe kannte keinen der Herren/Damen, danke! Ich bin leider zu selten auf X. Nur wegen Kpler für die Öltanker Daten seit Februar. Aber es gibt echt gut Infos dort, wenn man die richtigen Quellen abonniert.

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Peter Andres
Autor
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@frank_krabbes Meine Renditeerwartung sind 6–7% pro Jahr (inflationsbereinigt) über alle meine Portfolios zusammengerechnet. Für das nächste Jahrzehnt habe ich diese eher auf 4–5% runtergeschraubt. Also nichts Weltbewegendes. Ich bin schon froh, wenn ich die Inflation schlag.

Ich glaube, du hast die Artikel nicht ganz gelesen oder die Idee dahinter nicht ganz verstanden. Das Kohle-Portfolio ist ein kurzfristiger „Trade“, der ungefähr 3% meines Equity-Portfolios entspricht. Der Trade gehört in die Kategorie High-Risk / High-Reward. Wenn ich meine 7–8% Rendite haben möchte, kaufe ich einfach ein paar ETFs und gebe mir nicht die Mühe oder das extra Risiko.

Das ist im Endeffekt eine ganz normale Hedgefonds-Strategie, die ich hier anwende. Nichts Neues oder Weltbewegendes. Man hat eine Idee, man überdenkt diese Idee täglich, setzt sich ein Ziel und dann schaut man, ob es klappt. Bei Öl habe ich meine Rendite erzielt die ich wollte und bin dann raus. Ich hatte nicht damit erwartet dass Trump einige Wochen später IRAN angreift. Kohle bietet mir hier ein etwas besseres Chancen-Rendite-Risiko-Verhältnis. Diese Unternehmen sind extrem vom Kohlepreis abhängig. 4–5 Jahre passiert nichts und plötzlich machen die 100–150 % in einem Jahr. Ist halt zyklisch und man muss diese im richtigen Moment einkaufen 😉

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Buschhupe
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@frank_krabbes Performance ist immer eine Frage des Risikos. Wenn ich ein größeres Portfolio besitze, nehme ich keinen dreifach gehebelten ETF auf den Nasdaq-100 (NDX). Stattdessen nutze ich entsprechende Abonnements, die den NDX in der Vergangenheit outperformt haben.

Der Grund: Ein 3x NDX beinhaltet wie jeder ETF ein Klumpenrisiko. Man benötigt stattdessen die echten Perlen aus dem NDX oder dem Russell 2000 (IWM). Die dortigen Manager bleiben nicht stur auf ihren Positionen sitzen, sondern agieren strikt nach Plan. Ein Beispiel hierfür ist der I/O Fund (Tech Insider Network abgekürzt mit TIN). Sie haben letzte Woche zwar 24,5 % Kapital verloren, stehen nun aber mit einem hohen Cashbestand an der Seitenlinie – und das bei einer Performance von 50 % YTD. Für diese Woche schätze ich einen weiteren Verlust von mindestens 15+ %. In der Summe ist das immer noch besser als viele andere aktive Fonds und ETFs.

Knox teilt im Forum genau mit, wann sie hedgen, kaufen oder verkaufen. Aktuell sind sie zu 50 % gehedged. Je nach persönlicher Risikotoleranz im Gesamtportfolio bestimmt man so seinen aktiven Tech- und Performance-Anteil. Dass man hier nicht mit einem 5 % Stop-Loss arbeiten kann, sollte jedem klar sein: Knox tradet ohne festen Stop-Loss und verkauft strikt nach seinen eigenen Marken. Die Fondsmanagerin Beth Kindig hat in den USA einen Namen. Sie hatte NVDA entdeckt. NVDA spielt jetzt mit 0,2% im Portfolio keine Rolle mehr.


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Buschhupe
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@frank_krabbes Deine Argumentation zeigt mir, dass du womöglich noch nicht allzu lange an der Börse aktiv bist. Einerseits bezeichnest du die Performance-Ziele von @n_f als utopisch, andererseits setzt du selbst auf einen gehebelten NDX. Das passt nicht ganz zusammen.

Auch deine Behauptung von gestern, dass ein gleichgewichteter SPX nicht für Auswertungen genutzt wird, ist schlicht falsch. Der gleichgewichtete SPX (RSP) ist eine Standard-Benchmark für Marktbreite und wird regelmäßig verglichen. Gestern hat er übrigens, zusammen mit sieben anderen Sektoren, im Plus geschlossen.

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