MC
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Gepostet in Portfolio Roasts

Neueinsteiger

Hallo zusammen,

ich bin 44 Jahre alt und habe gerade erst angefangen zu investieren. Wie ihr sehen könnt verfolge ich eine Dividendenstrategie, mit der ich langfristig ein passives Einkommen generieren möchte. Mein Sparplan sieht eine mtl. Sparrate von 1000€ vor, die ich auf die ausschüttenden ETF´s gleichmässig verteile.
Bitte um Meinungen und Anregungen was ihr gut bzw. nicht so gut findet.

https://app.parqet.com/p/63b68aa7c5ebd4ccb032dced

12 Kommentare

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Michael
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Beta

Mir persönlich wäre der Home Bias = Europa-Anteil zu hoch, besonders der Deutsche mit über 20% am Gesamtdepot. Für mich ist der Home Bias: Ich wohne in Deutschland und arbeite in Deutschland. Geht es Deutschland richtig schlecht, verliere ich eventuell meine Arbeit und meine Wohnung, zusätzlich bricht der Aktienmarkt überdurchschnittlich ein, dann schrumpft mein Anlagevermögen/Dividenden und ich bin doppelt bestraft. Ist ein Großteil außerhalb des HomeBias angelegt, ergibt das für mich dann 2 Szenarien:

  1. Deutschland gehts scheiße -> Egal, wenn die Kurse und Dividenden außerhalb Deutschlands bleiben stabil, ich kann von dem Vermögen zehren.
  2. Gehts nur meinem Depot scheiße -> Ist nur Geldverlust und ich kann normal weiterleben, weil ich meine Arbeit und Wohnung noch in Deutschland habe.
  3. Gehts Deutschland und meinem Depot richtig scheiße -> habe ich vermutlich andere Sorgen

Ins Blaue rein geraten, die ETFs sind so extra ausgewählt, dass sie Jan/Feb/Mrz ausschütten und weniger, weil die Zusammensetzung a b c ist. Es sind einfach die gängigsten für monatliche Ausschüttung.

2
Gelöschtes Konto

@michael hallo du, bitte versteh mich nicht falsch aber diese Sichtweise ist mMn so nicht korrekt. Deutsche Unternehmen machen nicht nur in Deutschland ihren Umsatz.

Hier als Beispiel die Umsätze aus Deutschland in 2021 aller Top 3 nach Marktkapitalisierung aus DAX, MDAX und SDAX:

DAX:

  1. SAP SE: 15,9%
  2. Siemens AG: 18,8%
  3. Allianz SE: 21,6%

MDAX:

  1. Commerzbank AG: 54%
  2. Delivery Hero SE: 0%
  3. Deutsche Lufthansa AG: 27,7%

SDAX:

  1. Nordex SE: 10,1%
  2. Jenoptik AG: 18,6%
  3. SMA Solar Technology AG: 25,8%

Kannst du gerne alles bsw. bei MarketScreener unter dem Punkt Unternehmen nachgucken (als Tipp wenn du die mobile Version nutzt kommt kein Banner): Hier als Beispiel noch mal Delivery Hero Se

Natürlich gibt es auch das ein oder andere Unternehmen in den jeweiligen Top 10 der Indizes was sein Kerngeschäft in Deutschland abwickelt:

  • Deutsche Wohnen: 96%
  • Cancom: 92,1%
  • Carl Zeiss Meditec: 60,7%
  • LEG Immobilien: 53,7%

Aber die Anzahl ist echt überschaubar.
Daher halte ich diese Thema Home Bias mMn schlichtweg für falsch oder nicht mehr gültig!

So gehen ist es quasi vollkommen egal wo ein Unternehmen seinen Hauptsizt hat (1st world countries), denn bei Bedarf wird Steueroptimierung bis zum abwinken betrieben. Daher soll auch die globale Mindeststeuer von 15% für große international tätige Unternehmen ab Jahresbeginn 2023 eigentlich beschlossen sein.

Aber noch mal zum Punkt Investieren & Home Bias:
Diese Annahme kommt vermutlich daher das sich viele die FactSheets von ETFs angucken und dort die Allokation nach Ländern/Region betrachten oder die Top 10 Holdings der jeweiligen ETFs. Diese haben dann noch nette Fähnchen neben dem Namen und fertig ist die Lokalisierung.

Sinn und Zweck dieser simplen Lokalisierung ist es (vermutlich) möglichst kostengünstig für passives Investieren ein Modell/Framework zu schaffen.  Es bedarf wesentlich Mehraufwand die Umsätze eines jenen Unternehmen nach Herkunft zu tracken und überhaupt erstmal herauszufinden (Jahres/Quartals-Berichte FTW).

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MC
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@michael  Danke für das Review. ja ich werde versuchen die D Werte runter zu drücken

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Michael
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Beta

Mitglied Der Space hier lebt ja vom Austausch. Daher, warum sollte ich böse sein, nur wenn jemand es anders sieht oder eine andere Meinung hat. Man darf bei der Diskussion und Betrachtung des Home Bias aber nicht nur das Portfolio hernehmen, sondern muss alle Assets betrachten. Daher sehe ich den HomeBias schon als Kriterium an, wo man für sich mal drüber nachdenken sollte.

Nehmen wir an, die Person hat einen Notgroschen von 10k, das oben gezeigte Depot und eine Immobilie, eine ETW mit 300.000€ Wert. Das sind das zusammen 316k (300+10+30k*0,2) HomeBias in D, bei einem Gesamtvermögen von 340k. Das sind dann aufgerundet 93% der Invests im HomeBias Deutschland. Selbst wenn man die 20% im Depot aufgrund internationaler Aktivitäten wegrechnet bleiben immer noch 310k in D bei 340k Gesamtvermögen.

Am Ende muss die Situation jeder für sich selbst bewerten, ob er HomeBias als Risiko für sich sieht und dann dementsprechend diversifizieren. Nicht nur im Depot, sondern über alle Assets hinweg.

Ich habe nur die Aktien als Erklärungsbeispiel gewählt, weil es damit einfach zu erklaren ist :-) Am Ende ist jeder Selbst für seine Invests verantwortlich, aber ich wollte das Thema HomeBias mal zur Diskussion stellen.

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Johnny
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  • Wie schon erwähnt Home Bias, ist mir definitiv zu hoch, drücke D unter 20%, Europa dann insgesamt um die 40%, USA können 50% sein, Rest der Welt 10% (meine Meinung) 
  • Deutsche Autobranche, daran wirst du kein Spaß haben
  • positiv: Aktien gut verteilt, keine über 5% Depotanteil 👍
  • problematisch: Überschneidungen bei den ETFs, schau dir jeweils die Top10 an

Anmerkung: Dein Geld, deine Entscheidung

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Johnny
Beta

@user_5f98ca wichtig ist, dass du nichts überstürzt - mach dir Gedanken, schreibe es dir auf, schlafe darüber, rede mit deinem Partner, ... einfach "sacken" lassen. Wenn es nach 3 Tagen immer noch deinen Vorstellungen entspricht: Agieren! Sonst wieder von vorne anfangen. Es bringt nichts alle zwei Monate deine Strategie zu "überarbeiten". Bei ETFs: kaufen und mindestens 5 Jahre halten; bei Aktien: kaufen und 10 Jahre halten. Du musst zu 101% sicher und im reinen mit dir selber sein.

Aber: Du musst auch nicht, weil irgendeiner dir sagt wie es geht, dass 1:1 übernehmen. Bilde dir deine Meinung. Les im Internet, schau die Videos an, vertraue mehrerer (!!!!) Quellen. Wir können dir nur Tipps und Tricks weitergeben, welche UNS geholfen haben, bei dir kann es ganz anders sein. (was auch ok ist).

Als ersten größeren Schritt - der dich auch nichts kostet außer Zeit - würde ich mir ein Blatt Papier nehmen und aufschreiben, in welche Top 10 Unternehmen jedes ETF ist. Du wirst vermutlich staunen, wie viele Überschneidungen du haben wirst ;-)

Dann kannst du abwägen, ob du wirklich zwei/drei/... ETFs brauchst, die mehr oder weniger in die gleiche Kerbe schlagen (das ist jetzt ein Beispiel).

Bei Aktien
Das mit VW ist eine gute Herangehensweise, Hapag beobachten ist auch ok. Bekomme einfach ein Gefühl für deine Aktien und nur weil alle Daimler oder BASF kaufen musst du das nicht auch machen; auch nicht wenn Bild & Co sagen, dass NEL der Aktientitel der in jedes Depot gehört - Stichwort: Fear of loosing out.

Lektüre
Vielleicht hilft dir als Einstieg (in dieser meiner Meinung spannende Welt) der kostenlose Leitfaden von boerse.de
Da ist zwar etwas Werbung für andere Finanzprodukte drin, aber es hilft um eine Grundvorstellung der Thematik INVEST zu bekommen. Sind 250 DIN A4 Seiten und kommt wie gesagt kostenlos per Post. Nebenbei kriegst du jeden Tag eine kostenlosen Newsletter mit mal mehr mal weniger spannende Themen.
https://www.boerse.de/leitfaden\ Ist ein guter Anfang für viele, danach kannst du natürlich noch tiefer gehen.

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MC
Autor
Plus

@johnny_569b61 Danke für deine Meinung.
-Volkswagen wird wohl wieder aus dem Depot verschwinden, damit wird der D Anteil wieder etwas sinken. Hapaq Lloyd wird bis zur Dividendenausschüttung gehalten, danach muss ich schauen ob ich sie weiter halte.

Bei den ETF habe ich hauptsächlich aufs Datum der Ausschüttung geachtet, und die Diversifikation nicht beachtet, da muss ich wohl poch etwas nacharbeiten.

Danke für das Review

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Kevin
Beta

Hast du an die rebalancing Kosten gedacht? Bei so vielen (noch) kleinen Einzelpositionen zahlst du für ein rebalancing selbst bei einem günstigen Broker schnell 50 Euro. Wenn du dich auf einen diversifizierten Dividendenaristokraten Index konzentrierst und nur mit einer handvoll (deiner Meinung nach unterrepräsentierten Titel) ergänzt, kannst du die Komplexität und rebalancing Kosten deutlich reduzieren ohne auf Diversifikation zu verzichten. Deine ETF dürften alle ziemlich korrelieren - die Diversifikation in deinem Portfolio steigt nur wenn du wenig korrelierte Assets kombinierst. Möchte auch noch darauf hinweisen, dass es gute Argumente gegen eine (reine) Dividendenstrategie gibt. Man sollte imho immer auf die total returns (Kurs + Dividende) schauen und da schneiden diese Indizes in der Regel historisch nicht so spitze ab.

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the ursus

Das Portfolio ist privat, es ist also nichts ersichtlich.

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Daniel Kornburger
Plus

Vielleicht schreibst Du noch ein paar Zeilen, nach welchen Kriterien Du die konkreten  ETFs ausgewählt hast. Gerade im Bereich der entwickelten Märkte gibt es hohe Überschneidungen.

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MC
Autor
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jetzt ist es öffentlich

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Parqet Nutzer

Ich würde mir vor dem ersten mal investieren erst einmal genau anschauen, wie ich vorgehen möchte, denn bei dir sieht das gerade noch etwas sehr wild aus.
Du hast mit deinen ETF´s (gerade die Dividenden ETF´s) sehr viele Doppelungen und zahlst für quasi fast den gleichen Inhalt mehr TER. Und dann hast du mit den Einzelaktien nochmal ZUSÄTZLICH Toppositionen deiner ETF´s (P&G, ALLIANZ, Abbvie etc.) mit drin. Ich persönlich, wenn ich die Dividendenstrategie verfolgen würde, hätte mir weniger Doppelungen gesucht, denn damit ist deine Streuung sehr gering. Mit Microsoft holt man sich quasi auch immer die Top Position eines MSCI World und mit P&G, Realty und der ALLIANZ Top Positionen aus den Dividenen ETF´s.
Wenn du auch keine Lust hast, dich mit den Fundamentaldaten deiner Einzelpositionen auseinanderzusetzen, würde ich dir davon auch abraten. Auch wenn jeder Finfluencer eine Abbvie oder so anpreisen sollte, empfiehlt es sich doch die genauen Fundamentaldaten anzuschauen und genau über das Business jedes Unternehmens bescheid zu wissen. Ansonsten eignet sich hier evtl. doch einfach eher das Investieren in ETF´s.
Dann noch ein Tipp....schau bei ETF´s (Vor allem wenn du auf Dividenden gehst), dass sie wenn möglich in Irland ansässig sind, denn durch ein Abkommen zwischen den USA und Irland hast du am Ende deutlich mehr Netto-Dividende.
Als Ergänzung hier noch ein Link zu Just ETF der das erklärt:

Grüße! 🙂

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