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Börsen-BBQ: Mein Depot zum roasten
Hallo zusammen,
mein Name ist Steffen, ich bin 28 Jahre alt und befinde mich im letzten Semester meines Masterstudiums. Nach meinem Studium plane ich zu promovieren und eine Stelle als wissenschaftlicher Mitarbeiter an meiner Heimatuniversität anzunehmen. Derzeit investiere ich monatlich 500 €, hauptsächlich über Sparpläne, und tätige zusätzlich kleinere bis mittlere Einmalkäufe, wenn die Kurse günstig sind. Die Sparrate soll sich nach Antritt der Stelle als wissenschaftlicher Mitarbeiter verdoppeln. (Nachfolgend mein Depot: https://app.parqet.com/p/6266c5da4413afb6fe5ecfd6)
Mein Ziel ist ein langfristiger Vermögensaufbau, um auch in Zukunft eine gewisse Entscheidungsfreiheit zu haben. Mir kommt es dabei nicht auf eine Outperformance des Marktes o.Ä. an (die ich vermutlich sowieso nicht erreichen werde). Ich möchte eine solide Rendite mit Einzelaktien erzielen, da das Thema Aktien als Solches mir große Freude bereitet. Meine Depotstrategie ist dafür eine Mischung aus Value- und Dividendeninvestments, wobei ich auf Unternehmen mit einem soliden "Burggraben", einer starken Wettbewerbsposition und einer geringen Verschuldung setze. Die Devise lautet: Buy, Hold & Check. Auch wenn sich der ein oder andere vielleicht an den kleinen Sparplänen stört, bin ich überzeugt, dass Kleinvieh auch Mist macht. Gerade die Werte, die über einen kleinen Sparplan angespart werden, versuche ich bei günstigen Einstiegsgelegenheiten gezielt über Einmalkäufe nachzukaufen.
Derzeit besteht mein Depot aus 42 Titeln, wovon ca. 90% in Einzelaktien und 10% in ETFs investiert sind. Diversifikation ist mir wichtig, sowohl geografisch als auch über verschiedene Branchen hinweg. Mir ist bewusst, dass im Rahmen meiner geografischen Diversifikation der Fokus auf die USA recht hoch ist (was ich zumindest etwas reduzieren möchte). Zudem möchte ich maximal 20% meines Kapitals in den Emerging Markets investiert sehen. Diesen Bereich decke ich über den angesprochenen ETF ab, da ich mir hier eine genaue Markteinschätzung nicht zutraue. Weiterhin gilt für mich, dass der Anteil einer Einzelaktie am Gesamtdepot in der Regel nicht mehr als 5% betragen soll. Ein Rebalancing erfolgt jedoch erst ab dem Doppelten der eigentlich geplanten Depotgröße, weshalb beispielsweise Microsoft (geplant 5%) und Shell (geplant 4%) noch nicht umgeschichtet wurden.
In den letzten Monaten habe ich vor allem mit Realty Income und Vici in verhältnismäßig (!) relativ großem Stil Immobilienaktien nachgekauft. Bei der Durchsicht meines Depots fällt auf, dass fast alle Werte bekannt sind, es also kaum „Easter Eggs“ gibt.
Einen Teil der Positionen unter 1% (Medtronic, Cisco) überlege ich aus dem Depot zu nehmen. Cisco gehört zum Bereich Tech, der in meinem Depot ohnehin recht stark vertreten ist, und bei Medtronic sehe ich langfristig bessere Alternativen im Bereich Healthcare, z.B. einen Nachkauf von Novo Nordisk bei entsprechendem Kurs. Aufstockungen plane ich hingegen bei AbbVie (hier evtl. sogar die Reinvestition des frei gewordenen Kapitals aus dem Verkauf von Medtronic), Linde, L’Oreal, Mastercard und Waste Management, sobald die Kurse attraktiv erscheinen.
Mein Ziel ist es, erfolgreiche Dividendenzahlungen aufzubauen und diese Jahr für Jahr zu steigern, ohne dabei die Kursentwicklung aus den Augen zu verlieren. Außerdem strebe ich eine Portfoliogröße von 100.000€ im Alter von 31 Jahren an.
Wie bewertet ihr mein Portfolio? Welche Anpassungen würdet ihr mir empfehlen? Momentan überlege ich noch, neben dem Verkauf der beiden „kleinen“ Positionen, Colgate aus dem Depot zu nehmen und stattdessen Ahold Delhaize oder Hersheys (trotz amerikanischer Herkunft) aufzunehmen. Ich freue mich auf eure Erfahrungen und Tipps hinsichtlich meines Depots.
Viele Grüße
Steffen
Solides Portfolio👍🏻 Die Titelauswahl gefällt mir sehr gut. Sind halt die klassischen Titel mit denen man nichts falsch macht. Mir persönlich wären 42 Positionen zu viel. Das ist aber Ansichtssache.
@user_f19dec vielen Dank für Dein Feedback. Deine Anregung bestätigt meine bereits bestehenden Überlegungen, die Anzahl der Positionen im Depot zu reduzieren. Ich werde mich damit beschäftigen, wie ich die Stellschrauben zur Optimierung (in Form einer Reduzierung der Titel) des Portfolios justieren kann, ohne dabei die Diversifikation zu gefährden.