Paul

Gepostet in Portfolio Roasts

Buy and Hold bis zum Ende

Servus,

finde es sehr spannend die Entwicklung der Communitys rund ums Thema Finanzen zu verfolgen mit ihren unterschiedlichen Vorstellungen, Ideen und Beiträgen. Hier ein kleiner Beitrag meiner Seite.
Was passiert eigentlich wenn man keine Ahung hat und nie(selten) verkauft?

Aktuelle Situation:

  • 2500 Netto
  • 10-15 Monatsgehälter in Cash (verzinst)
  • Depot im Corona Crash gestartet
  • Einzelaktien
  • Tech lastige ETFs
  • 13% IZF
  • 163% TTWOR

viele Käufe aus einer Laune herraus. Ein paar mit Ideen dahinter. Ich fands sehr überraschend wie viele Aktien sich bis in den Totalverlust entwickelt haben, bei den ich das Risiko vorher nicht so gesehen haben. bei manchen schon 😬
Ebenso überraschend wie gut Mineralölkonzerne gelaufen sind. Exxon so gut wie eine Microsoft und das im KI Hype.
Aktien die gut laufen und Aktien die schlecht laufen halten sich von der Anzahl die Wage. mein Glück das man nur 100% verlieren kann aber unendlich gewinnen 🚀

Aktuell am überlegen Aktien oder ETFs aus dem Rüstungssektor ins Depot zuholen.

Depot:
https://app.parqet.com/p/66069875e11385623e925736

Viel Spaß &
VG Paul

12 Kommentare

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Pablo

Bei deiner Beurteilung überdeckt die Performance von Nivida leider alles, das war ein Zufallstreffer und der rettet deine Investition. Ohne Nividia hättest Du eine miese Performance in einem hervorragend laufenden Markt.

Die Einzelaktion die du damals gekauft hast sind überwiegend hochspekulativ und es ist nicht ersichtlich wie du diese als Buy and Hold halten solltest. viel zu viele Aktien die einen Totalverlust erlitten haben.

Bei der Strategie könnte man auch regelmäßig ins lokale Casino gehen, nur meine Meinung keine Anlageberatung, ich habe keine Ahnung von dem was ich da oben geschrieben habe und jeder sollte seine eigenen Erfahrungen sammeln und Entscheidungen treffen.

8
zero
Investor

Stumpfes Buy & Hold funktioniert, wenn man in dafür geeignete Werte investiert und diversifiziert.

ETFs die nicht den breiten Markt abbilden, sondern nur ein bestimmtes Thema, sind dafür genauso wenig geeignet wie spekulative Einzelwerte. Damit zockt man zeitlich begrenzt auf eine bestimmte Marktentwicklung und hält sich bereit umzuschichten, wenn der Markt sich ändert.

Auch Tech ist kein Allheilmittel, da es auch wieder Zeiten geben wird, wo die Firmen besser laufen, die mit der dann verfügbaren Technologie z.B. etwas machen, das man im Gegensatz zu Mikrochips essen kann.

Dein Portfolio besteht aber z.B. nur zu 1% aus Basiskonsumgütern und mehrheitlich aus zyklischem Business. Kann man machen, aber Inhalt und Strategie sollten zusammenpassen.

3
Paul
Autor

keine Frage das Nvidia einen großen Anteil der Perfomance ausmacht. Ohne diese Position wäre der IZF bei 7% und TTWOR bei 112%. Und damit ziemlich gleichauf mit dem allgemein gelaufenem Markt, trotz der zahlreichen Totalverluste.

Ich sehe es ebenfalls als hoch spekulativ an. Deswegen auch die hohe Cashposition. Allerdings ist die wahrscheinlichkeit das Beispielsweise die Magnificent 7 bankrott gehen eher gering. Und wenn doch dann ist der Ökonomische Schaden so groß das kein ETF Portfolio standhalten würde.

Das Depot dient für mich auch als Anregung zur Recherche.
Zum Beispiel ist immer die Rede von der stark wachsende Marktwirtschafts China’s. Erst durch mein Depot habe ich festgestellt das man nicht daran partizipieren kann. War mir nicht klar und habe ich vorher auch nicht gelesen. Die Wirtschaft wächst aber der Aktienindex macht seit Jahren Verluste.

So lerne ich etwas über das Weltgeschehen. mag an der ein oder anderen Stelle ein teurer Spaß sein.

ich hatte Anfangs zu einem guten Zeitpunkt Tesla erworben. Mich als Neuling dann aber durch Medien und Stammtisch gerede zum verkaufen verleiten lassen und somit den historischen Kurssprung komplett verpasst.

Sowas möchte ich in Zukunft durch stumpfes halten vermeiden.

Und wenn nur alle 5 oder 10 Jahre ein 1000% Treffer dabei ist reicht mir das aus.
Andere Unternehmen mit 100%-200% sind aktuell ausreichend um Totalverluste zu kompensieren.

Bewusst zu spekulieren ohne fundiertes Wissen sehe ich als Vorteil.
Ob es risikoreicher ist als mit Halbwissen zuspekulieren da habe ich so meine Zweifel.

1
Paul
Autor

Danke fürs Feedback. Märkte, Branchen und auch Einzeltitel zufinden die nun von den neuen Technologien Profit schlagen können ist ein interessanter Punkt. Potenzial schlummert überall. Agrar, Forschung/Medizin finde ich durchaus spannend.

Das Vorhaben ist schon stumpf die Titel zubehalten und nicht umzuschichten(dafür fehlt auch die expertise). Neue Titel kaufen und schauen wie sich diese entwickeln.

Und die Motivation ist auch nicht den Markt zuschlagen. Ein Jahr läufts vll besser in einem anderem deutlich schlechter.
Unternehmen kennenlernen, Ökonomische und Politische Zusammenhänge verstehen.
Finanzprodukte kennenlernen (erste gehebelte Produkt) usw.

Da ich aus einem Umfeld komme wo solche Themen kein Gesprächsthema sind hilft es mir mich mit diesen Themen mehr zubeschäftigen.

Ob das Portfolio nun besser oder schlechter performt ist eher zweitrangig. Und ein reines ETF Portfolio hätte in meinem Fall nicht den gleichen Wert.

Erfahrungen und Erkenntnisse zusammeln gewichte ich höher als reine Rendite Optimierung.

1
Frank
Plus

Für die Auswahl, ist es schon beachtlich, wie positiv das Depot da steht.

Auf der anderen Seite aber auch verständlich bezüglich des Kaufzeitpunktes. Da konnte man an sich jeden Scheiss kaufen und es ging erst mal steil bergauf.

Natürlich rächt es sich irgendwann, nur auf den Hype Train zu springen.

Insofern interessante Fallstudie. 😅😆

P.S.: Bin es auch dediziert durchgegangen. 21 der Titel hätte ich auch gekauft und 8 davon habe ich aktuell. 😉

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Wurstsuppe
Plus

Hallo Paul, als noBrainer würde ich die beiden aktiv gemanagten Fonds “DWS Top-Dividende” und Flossbach zeitnah verkaufen. Die TER ist unverschämt hoch und je nachdem wo du sie kaufst, zahlst du noch diverste Aufschläge.

Du hast zwar mit den great 7 ein glückliches Händchen gehabt, dafür sind aber viele der anderen Titel bei dir in den Miesen, augenscheinlich hast du etliche davon im Hype oder anderer Überbewertung gekauft. (Bayer würde ich da, da ich da selbst nachkaufe etwas ausnehmen, aber das mag mein eigener Bias hier sein.)

Deine ETF sind bis auf den Stoxx 100 alles Thesaurierer, deine Aktien gehen teils in Richtung Growth und Teils in Ausschüttungen. Daher die Frage, was willst du in dem Bereich haben: Risiko mit Growth? Ausschüttungen von Large Caps? Mischportfolio? usw? Auch natürlich, wie alt bist du, je mehr Spielraum nach hinten, desto sinnvoller kann eine thesaurierende Growthstrategie sein? Hier solltest du für dich Klarheit entwickeln.

Da ich vermute, dass der iShares MSCI World SRI ausversehen gewählt wurde, denn die Ölwerte passen da nicht dazu, würde ich dir ohne Anlageberatung vorschlagen erstmal deine Strategie für dich zu klären und dann unabhängig davon in einen entweder ausschüttenden oder thesaurierenden Weltetf (ohne SRI, ESG usw. hier bei der Auswahl darauf achten -_-) reinzusparen. Als Grundkapital bieten sich die beiden noBrainer von oben an. Vom “Amundi Prime All Country World UCITS ETF” gibt es beide Varianten und du deckst neben Industrie- auch Schwellenländer ab und zudem hast du bei beiden eine TER von 0,07%. Für den Rest gilt, überleg dir deine Strategie und kaufe erstmal keinen neuen Aktien, denn zum Lernen ist das ein echt teures Hobby. Ich würde auch die vorhandenen ETF jetzt nicht auflösen. die bieten immer noch gute Diversifikation. Allerdings wäre ich bei der aktuellen Marktlage bei dem Information Technology etwas ängstlicher.

hf

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Paul
Autor

vielen dank für die zahlreichen Tipps. Die genannten ETFs werden wohl zukünftig bespart.
Vor einer aufräum aktion habe ich bis jetzt zurück geschreckt. Es würde ein recht großer Verlustopf entstehen verteilt auf 2 Broker. (comdirect,TR)
Welche Möglichkeiten gibt es dort die Übersicht zubehalten?

Steuern sind mein Kryptonite. Mit dem Thema werde ich echt nicht warm 😞

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Frank
Plus

@xesogo48 Verlusttöpfe bleiben in der Regel bestehen, sind auch übertragbar und in der Steuererklärung final sowieso aggregiert.

Nichtsdestotrotz ist es irgendwie „schöner“ Verluste gegen starke Gewinne zu rechnen, wenn sich die Gelegenheit ergibt. Bei Dir ist in den starken Verlustposten ja wenig Restkapital, deshalb spricht wenig gegen laufen lassen, da die Opportunitätskosten recht gering sind.

1
Paul
Autor

In dem Chart sieht man direkt nach dem ersten Kauf eine Diskrepanz. Dürfte ja eigentlich nicht sein

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Paul
Autor

Spieltheorie:
monatlich ausgeführter ETF Sparplan: 500€
bei einem Kursrückgang von 10%: 250€
bei einem Kursrückgang von 20%: 500€

gibt es Tools/Broker mit denen man sowas automatisieren könnte? Zum Beispiel mit einem monatlichen Kontigent von 1000€.

Und dann die Frage nach der Sinnhaftigkeit und welche Tools es gibt um sinnvolle Schwellenwerte zuermitteln. Wenn der Kurs 20x im Monat um 10% fällt wäre dieser Wert wohl eher ungeeignet.

Ziel soll es sein möglichst an die Wertentwicklung des ETFs ran zukommen bzw etwas besser.

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zero
Investor

@xesogo48 Allgemein kann man sagen: Wenn man nach so einfachen Regeln langfristig eine Überrendite erzielen könnte, würde es jeder machen und es gäbe entsprechende Tools wie Sand am Meer. Dass dir aber die meisten Broker nur monatliche Sparpläne anbieten, liegt daran, dass es immernoch die bewährteste Methode ist, um günstige Einstiegskurse mitzunehmen.

Du kannst natürlich zusätzlich zum Sparplan immer mal manuell einen Dip kaufen, aber auch da ist es statistisch nicht unwahrscheinlich, dass dir mit dem dafür zurückgehaltenen uninvestierten Geld mehr Rendite entgeht, als dir die vermeintlich günstigeren Einstiege bringen.

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Paul
Autor

vielen Dank für eure Antworten. Entgangende Rendite wegen nicht investieren aufrgund von markettiming hatte ich noch nicht bedacht. Sicherlich auch schwer zu ermitteln und wird wohl auch in keiner Performance Kennzahl berücksichtigt.

mein MSCI World Information Technology bespare ich seit 2,5 jahren mal mit monatlichem Intervall und mal quartalsweise. Leider werde ich aus folgender Ansicht nicht so ganz schlau.
Wie kann die Diskrepanz zwischen Benchmark und gehaltenem Asset so groß sein? Ist das ein Darstellungs/Brechungs Thema?

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